Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
Zur DSEM Chess960 bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Informationen
Nachrichten
Post vom Hessenschach 2012 Nr. 25
Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
22.12.2012 - Wer Chess960-Spieler für faule Theoriemuffel hält, wer meint, Chess960 sei nur was für die jungen Wilden, wer glaubt, das einst von Robert James Fischer erdachte Schach sei nur eine Modeerscheinung, die bald wieder von der Bildfläche verschwindet, genau der sollte den neuesten Newsletter von Hans-Dieter Post aufmerksam lesen! Den Anfang macht eine knackige Zusammenfassung der jüngst beendeten 3. Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft, welche Turnier-Nestor Ferdinand Niebling gewann. Im zweiten Teil folgt etwas (schachliche) Evolutionslehre unseres Autors mit dem Hinweis auf kommende Chess960-Ereignisse im Jahr 1 nach dem (ausgebliebenen) Weltuntergang. Und zwei interessante Chess960-WM Videos hat Post auch noch bei Youtube ausgegraben.

Homepage "Schach in Hessen"


Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Dr. Karsten Müller, GM Klaus Bischoff, GM Michael Prusikin, IM Dr. Erik Zude, FM Uwe Kersten, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit über 40 Kursen und mehr als 1.600 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick



Newsletter Hessenschach Nr. 25/2012

Ferdinand Niebling ist neuer Frankfurter Stadtmeister im Chess960

Einen haushohen Favoriten gab es, einige geheime auch, doch keiner von ihnen hat das Rennen gemacht! Überraschend, zumindest für die Studenten der einfachen Ergebnis- und Wertungslisten, gewann der Zweitälteste im Turnier, der mit 75+ ja immerhin schon ein Nestor ist: Ferdinand Niebling vom SC Frankfurt West.

Seine Erfolgsfaktoren sind sicherlich sein halbes Jahrhundert Turnierschacherfahrung, und auch die Tatsache, dass er schon seit vielen Jahren Chess960 spielt.

Möglicherweise wurde der ältere Herr unterschätzt, auch wenn man ihn seit vielen Jahren an den hessischen Brettern kennt. So gelang ihm ein perfekter Einstieg ins Turnier mit 4 Siegen in Folge, gekrönt mit seinem Schwarzsieg gegen den Frankfurter Stadtmeister von 2004, wohlgemerkt im klassischen Schach, FM Oliver Uwira. Und weil auch sonst keiner mithalten konnte, hatten alle anderen der insgesamt 27 Mitkonkurrenten schon jetzt wenigstens einen ganzen Punkt weniger aufzuweisen!

Ernst genommen hat ihn dann nun der Vizemeister dieses Turniers, Mike Rosa vom SC 1961 König Nied, der ihm in Runde 5 die einzige Niederlage beibringen konnte und selbst als Einziger ungeschlagen blieb. Die aufgrund der ausgelosten Figurenstellung in der Eröffnung mitunter schnell möglichen taktischen Finessen überiss der halb so alte Rosa besser und tauschte nach Materialgewinn alles vereinfachend so lange ab, bis auch noch so viel Erfahrung nichts mehr brachte.

Mit einem Remis gegen Peter Wolff von der VSG Offenbach in Runde 6 erholte sich der Turniersenior ein wenig und erwartete schließlich in der Schlussrunde den nun führenden FM Behrang Sadeghi von der SG Turm Idstein.

Mit steigendem Alter wird das Gehör nicht unbedingt besser, und so überhörte der spielfreudige Niebling das Friedensangebot seines Gegners; und gewann schließlich im 41. Zug die Partie und das Turnier!

Sadeghi ist damit auf Platz 3 der beste Titelträger im Feld, ihm folgen die FM-Kollegen Uwira und Zuyev auf den Plätzen.

Samuel Weber sicherte sich den Jugendpreis, und Hans-Walter Schmitt bekam für den bereits hochdekorierten Niebling dessen Seniorenpreis überreicht.

Weil sich die Spieler der Ratingklasse weit nach vorne spielen konnten, bekam Peter Wolff den Preis in dieser Kategorie überreicht. Kategorie 2 ging an Andreas Weber vom SC Flörsheim, Kategorie 3 an Johann Kißler von den Sfr. Hochheim und die 4 schließlich an Dr. Stephan Hartmann von der SG Turm Idstein!

Es gab mehrere Spieler im Turnier, die noch nie Bekanntschaft mit Chess960 gemacht hatten: Peter Wolff auf Rang 6 war einer von ihnen. Aber da Chess960 kein neues Basis-Regelwerk mit sich bringt, kann jeder, der die Schachregeln kennt, seine gewohnte Spielstärke einbringen.

Und das auch der Schachfunktionär nicht nur Papierkram erledigen kann, sondern auch den einen oder anderen Gegner, zeigte Bezirk-5-Boss Thorsten Ostermeier, der sich als Nachfolger von FM Sadeghi ab sofort Bezirksmeister im Chess960 nennen darf!

Die Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft im Chess960 wird auch in den Folgejahren ein fester Bestandteil des Turnierkalenders in der Region Rhein-Main sein.

Damit den nachfolgenden Generationen die Suche nach Turnierdaten und Statistiken erleichtert wird, lohnt es sich bei bereits drei durchgeführten Turnieren und diesen Zukunftsaussichten, eine ewige Tabelle anzulegen.

Tabellen, Ergebnisse, Scorecards, Fotos, Partienotationen findet man alles hier:

Offizielle Turnierseite

Endstand nach der 7. Runde

Anmerkung der Chess Tigers Redaktion: Berichte und zahlreiche Bilder gibt es unter den folgenden Links:

Verkehrte Welt bei Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft (Runde 2)

Turnier-Senior führt bei Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft (Runde 3)

Niebling dominiert Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft (Runde 4)

Nervenkitzel bei Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft (Runde 5)

Sadeghi führt bei Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft (Runde 6)

Bravo, Ferdi! (Runde 7)


Der Maya-Kalender, die Evolution und Chess960

Ganz sicher wussten die Mayas, zumindest deren geistige Führer, dass mit Anfang oder Ende einer gemessenen Periode nicht sprunghaft die (Welt-)Geschichte verändert wird. Auch der Weltuntergang war nicht eingeplant, und warum hätte man das geheim halten sollen? Hätte man das überhaupt geheim halten können?

Wer schon einmal Jahreszahlen für den Geschichtsunterricht pauken musste, weiß, dass gerade die wichtigen Ereignisse sich nicht am Kalender orientieren; eher umgekehrt. Der Krönungstag Karls des Großen zum Römischen Kaiser bildet da scheinbar eine Ausnahme, aber auch nur deshalb, weil ein Anderer eben nicht ein paar Jahre früher oder später zur Welt kam. Gibt es ansonsten für den Normalsterblichen irgendwelche wichtigen Ereignisse aus dem Jahre 1000 oder 2000, derer man sich zwingend erinnern müsste? Wohl kaum!

Und auch der Chef der Evolution brachte nicht vor 200.000 Jahren die glorreiche Idee auf den Plan: "Jungs, ab heute versuchen wir's mal mit dem Modell Mensch!" und experimentierte bis heute solange daran herum, bis er aufrecht gehen und schließlich Atombomben bauen konnte; sich dabei stets an einen Kalender orientierend.

Auch das Spiel der Könige hat sich wohl eher aus einer Laune der Spielernatur heraus quasi von selbst erfunden. Als der Umfang und die Regeln erst mal festgelegt waren, ging's denn auch schon los mit dem aufrechten Gang des Schachs: aus dem fernsten Osten bis nach Arabien und dort im Handgepäck des Islam über Nordafrika und Spanien bis ins heutige zentrale Frankreich. Wo der Opa von Karl dem Großen schon wartete, den Anderen das Spielzeug wegnahm und diese über die Pyrenäen erst mal wieder Richtung Heimat schickte.

Sieben bis achthundert Jahre hat das Regelwerk dann so vor sich hin geköchelt, ohne sich großartig zu verändern, bis sie da war: die Rochade! Nicht, dass genau die eine, wie wir sie heute kennen, damit dagewesen wäre. Evolution! Und jetzt erst mal solange dran rumprobiert, bis es passt. Jetzt sind wir aber schon wieder 500 Jahre weiter.

Und als alle dachten: "Jetzt haben wir alles aufgeschrieben, jede Eröffnung ist bekannt, und dass das Schach wird den Remistod sterben wird, haben wir auch schon erfunden", da quäkte sich Fischers Robert in die Schachgeschichte, krempelte erst die Kräfteverhältnisse im Weltschach und später dann zu guter Letzt die ganze Grundreihe um; und die Schachuhr gleich mit. Und das war schon das Ende der Geschichte?

Die Evolution lässt sich nicht aufhalten und: was einmal gedacht wurde, wird immer wieder erdacht werden.

Insofern lässt sich auch ein Chess960 nicht stoppen. Im Nachhinein: wenn es die Rochade nicht gäbe, müsste man, würde man sie doch erfinden, oder?!

Und jetzt mal ganz praktisch: "12.12.12" ist keine IP-Adresse für arme Computer, sondern steht für den 12. Dezember 2012, und da es keinen 13.13.13 geben kann, war das die letzte Chance für den verbliebenen und vergesslichen Teil des Homo Sapiens auf dieser Erde, sich einen einfach zu merkenden Tag zum Heiraten zu wählen.

Und jetzt noch weitergedacht: Wenn die Enkel in ein paar Jahren oder Jahrzehnten mal neugierigst nachfragen: "Opa, wann hast Du denn angefangen mit dem neuen Schach?", dann kann der ältere Herr sich stets leicht erinnern und sagen: "Das war damals, direkt im Jahr 1 nach dem Weltuntergang!"

Nicht jeder bekommt wie Karl vor 1212 Jahren vom Papst eine Kaiserkrone an Weihnachten geschenkt, aber neben den besten Wünschen für das Weihnachtsfest und das neue Jahr gibt es von mir einen prall mit Chess960-Turnierterminen gefüllten Veranstaltungskalender!


Gruß,

Euer
Hans D. Post


Und hier noch Chess960 für die neue, eigene Zeitrechnung:

Ab dem 7. Januar 2013, jeweils Montagabends im CTTC, Bad Soden die B9 Chess960 Rally

Am 19. Januar 2013 die Frankfurter Schnellschachmeisterschaft im Chess960

Chess960 auf Youtube: Aronian vs Nakamura
Chess960 World Championship 2009 - Partie 1
Chess960 World Championship 2009 - Partie 2


Bisherige Newsletter von 2012:

Newsletter Nr. 1+2

Newsletter Nr. 3

Newsletter Nr. 4

Newsletter Nr. 5

Newsletter Nr. 6

Newsletter Nr. 7

Newsletter Nr. 8

Newsletter Nr. 9

Newsletter Nr. 10

Newsletter Nr. 11

Newsletter Nr. 12

Newsletter Nr. 13

Newsletter Nr. 14

Newsletter Nr. 15

Newsletter Nr. 16

Newsletter Nr. 17

Newsletter Nr. 18

Newsletter Nr. 19

Newsletter Nr. 20

Newsletter Nr. 21

Newsletter Nr. 22

Newsletter Nr. 23

Newsletter Nr. 24


Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.

Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.

Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie den neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.

Homepage "Schach in Hessen"

Interview mit Hans-Dieter Post vom 20.01.2011



Hans-Dieter Post

Published by Mike Rosa

Dieser Artikel wurde 4425 Mal aufgerufen.


Impressum     Datenschutz
Copyright © 2026 - Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. / CT