Nachrichten Post vom Hessenschach 2012 Nr. 1 & 2 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
12.01.2012 - Das hessische Schachjahr startete ereignisreich und wirft zudem lange Schatten voraus. Natürlich werden wir auch 2012 wieder die Newsletter rund ums Hessenschach von Hans-Dieter Post für Sie aufbereiten. Der Turnierleiter des hessischen Bezirks 5 Frankfurt schaut in der Folge auf kürzlich beendete Turniere zurück und gibt einen positiven, aber auch kritischen Rückblick auf die hessischen Turniere 2011 und damit auch eine Vorschau auf den prall gefüllten Turnierkalender 2012. Highlights sind da mit Sicherheit das Rhein-Main-Open in Bad Homburg sowie das Karl-Mala-Open in Frankfurt und natürlich die Frankfurter Stadtmeisterschaft. Für den Nachwuchs ist zudem das Jugend-Pfingstopen in Gernsheim ein absolutes Muss. Wo Sie sonst noch Ihrem liebsten Hobby frönen können, erfahren Sie im weiteren Text.
Die besten Seminare Deutschlands
Auch 2012 bietet das Chess Tigers Training Center in Bad Soden wieder für Jedermann hochwertige Seminare mit den besten Trainern und den größten Experten Deutschlands an. So wird am 21. & 22. Januar IM Georgios Souleidis in der Brunnenstraße 9 (B9) einen Fotokurs für die geben, die lernen möchten, wie man auf einem Schachturnier die besten Bilder macht und wie man diese professionell nachbearbeitet. Eine in dieser Form absolute Premiere im Bereich Schach-Seminare! Am 18. & 19. Februar wird der FIDE-Trainer GM Michael Prusikin ein Seminar zum Thema Französische Verteidigung halten. Den 10. & 11. März haben wir für Sie und André Schulz reserviert. Lernen Sie von dem Chef-Redakteur aus dem Hause ChessBase persönlich den souveränen Umgang mit Chessbase & Fritz! Am 05. & 06. Mai haben wir für Sie erneut den Guru der Endspiele, GM Karsten Müller, zum Thema Endspielstrategie verpflichtet. Nach diesen beiden Tagen werden Sie Endspiele lieben!
Newsletter Hessenschach Nr. 01/2012
FM Oliver Uwira gewinnt Dettinger Schachtage
FM Oliver Uwira
Ein schönes nachweihnachtliches Geschenk machte sich der Frankfurter FM Oliver Uwira und gewann zwischen den Jahren die Dettinger Schachtage 2011.
In diesem fünfrundigen Turnier erreichte er 4,5 Punkte, gleichviel wie die beiden Neuberger Oberligisten Christopher Seifert und Patrick Chandler, konnte sich aber mit besserer Zweitwertung hauchdünn vor diesen Beiden platzieren.
Bester Dettinger war wie schon im Vorjahr Wolfgang Bahlke, der in der der Spitze folgenden Vier-Punkte-Gruppe auf Platz 8 landete.
82 Teilnehmer bedeuteten für die gastgebenden Schachfreunde aus Dettingen eine leichte quantitative Einbuße gegenüber dem Vorjahr, wobei 4 Titelträger (FMs) eine Verdopplung hergeben.
Alle Ergebnisse, Tabellen, DWZ- und ELO-Auswertungen sowie das Ergebnis des Blitzturniers der Schachtage finden sich auf der Turnierseite.
Turnierszene 2011 in Hessen
Zwischen Bad Zwesten zu Jahresbeginn und nun Dettingen am Jahresende finden neben den Verbandsturnieren, die einzig Qualifikanten für hessische Spieler ermitteln können, zahlreiche weitere Einzelturniere mit Langpartien statt.
Neben den vielen ca 100 - 150 Vereinsturnieren veranstalten einige Klubs beachtliche Events, die teils weit über 200 Teilnehmer anlocken.
Zum größten Open in Hessen avancierte nun das Rhein-Main-Open in Bad Homburg, das mit knapp 20 Titelträgern auch eine sehr beachtliche Spitze aufwies. Ein gut motiviertes Team, das sich im Schachklub Bad Homburg zur Durchführung gebildet hat, ist dabei ebenso unabdingbar wie die stetige Verbesserung der Spielbedingungen und vor allem der Turnier-Webseite. Beispielhaft!
Verloren haben diese Führungsposition die Veranstalter des Karl-Mala-Opens, die Schachgesellschaft Griesheim, die in diesem Jahr "nur" 250 Spieler, davon 16 Titelträger, in das Saalbau-Bürgerhaus in den Frankfurter Westen lockten. Ein Grund für den starken Anstieg der Zahlen in Bad Homburg dürfte auch der Umstand sein, das dort erstmals das Feld in ein A- und B-Turnier geteilt wurde. Womit dann der Pokal für das größte hessische Turnier mit nur einer einzigen Teilnehmergruppe an das Karl-Mala-Open geht. Turnierseite Karl-Mala-Open
Rhein-Main und Karl-Mala wurden etwa zu gleicher Zeit erstmalig gestartet, und gehen im neuen Jahr in die 15 Auflage. Die Nummer 3 der nach Teilnehmern größten Veranstaltung ist dagegen ungleich älter und bringt es seit 1899 immerhin auf gut 90 Einträge in seine Historienliste: die Frankfurter Stadtmeisterschaft. Im Jahr 2011 wurde erneut ein absolute Rekordmarke gesetzt, doch die 179 Teilnehmer mit 18 Titelträgern in zwei Gruppen (148/31) waren nicht das i-Tüpfelchen: Erstmals nahm mit Großmeister Igor Khenkin ein aktueller Deutscher Meister teil, gewann natürlich dieses Turnier souverän, und war damit über alle Events des Jahres betrachtet der stärkste Mann an den hessischen Open-Brettern! Die Popularität ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, das dieses Turnier nicht wie üblicherweise bei Open der Fall, an einem langen Wochenende ausgetragen wird, sondern die 7 Runden über einen Zeitraum von April bis Juni verteilt sind. Turnierseite Frankfurter Stadtmeisterschaft
Erstaunlicherweise, oder auch wieder nicht, folgt dann unmittelbar mit 176 Teilnehmern das Jugend-Pfingstopen in Gernsheim. Da es sich hier um ein Turnier nach Altersbegrenzung handelt, finden sich hier nur wenige bis keine Titelträger, doch zweifellos werden einige bei Überschreiten der Altersgrenze sicher mal dazugehören. Homepage SK 1980 Gernsheim
Turniere kommen und gehen, und beispielhaft dafür stehen das Open zu Kaufungen, das nach drei Auflagen und prächtigen Teilnehmerzahlen wieder eingestellt wurde, und das Wiesbadener Schloßpark-Open, das nach langen Jahren wieder reanimiert ist und an altem Platz im Jeanne-Schütz-Haus in Wiesbaden Biebrich und im Kalender Ende August sich den Saal wieder voll machte. Der Wiesbadener Schachverein nahm damit elegant eine schwierige Hürde, denn das 158 Spieler den Weg zum Schloßpark fanden, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein gelungenes Experiment, das natürlich seine Fortsetzung findet. Turnierseite Schloßpark-Open
Zu den Turnieren, die 2011 mehr als 100 Teilnehmer anlockten, gehören noch das Ried-Open in Einhausen (6.Auflage, 137 Teilnehmer, 11 Titelträger) und die 3. Kasseler Schachtage (129 Teilnehmer in 3 Gruppen, 3 Titelträger).
Als Standard für eine Rundenanzahl hat sich die Zahl Sieben etabliert, wobei das weniger mit der allgemeinen Magie um diese Zahl im Zusamenhang steht, sondern einfach die für bis zu 256 Teilnehmer ideale Veranstaltungsform an 4 Tagen ist.
Trotzdem hat die in England eher gebräuchliche Form der kurzrundigen Turniere ihren Einzug auch bei uns gefunden, und neben Dettingen werden auch in Eschborn und Griesheim (bei Darmstadt) 5 Runden an 3 Tagen gespielt; was man auch erfolgreich bei der Deutschen Amateurmeisterschaft anwendet (Ramada- Cup).
Alle diese Turniere, außer der Frankfurter Meisterschaft, werden von einem Verein getragen, beim Ried-Open stehen gar drei dafür gerade, haben also einen eher privaten Charakter. Daher, und weil man keine Last der Qualifikation zu tragen hat, ist es natürlich leichter diese Turniere mehr oder weniger lang auszusetzen, an andere zu übergeben, oder ganz aufzuhören; wenn's denn sein muss.
Ein Bezirk oder erst recht der Verband ist mehr oder weniger gezwungen, seiner Verpflichtung nachzukommen. Eine Bürde, die wohl nicht leicht zu ertragen ist.
Die Einzelmeisterschaften des Hessischen Schachverbandes, also das offizielle Gegenstück zu den "wilden" Turnieren, werden, wenn man so will, in den Kategorien Allgemein, Senioren, Jugend und Frauen ausgetragen. Noch in die 80er-Jahre hinein fand das alles unter einem Dach statt, vor allem was den zeitlichen Rahmen angeht. Die Teilnehmerzahlen haben sich seither stark verändert, was auch teilweise an der Zulassung nicht-hessischer Spieler liegt.
88 Teilnehmer nahmen in diesem Jahr an der allgemeinen Hessischen Einzelmeisterschaft teil, so wenig wie selten zuvor. Die quasi parallel dazu stattfindende Jugendmeisterschaft lockte immerhin 243 Youngster an, was ein außerordentliches gutes, von der Hessischen Schachjugend gesendetes Signal ist. Die Einzelmeisterschaft der Senioren lockt zwar über 200 Spieler ins nordhessische Bad Sooden-Allendorf, jedoch sind bei dieser offenen Meisterschaft lediglich gut 10% aller Spieler dem Hessischenn Schachverband angeschlossen. Der Rest kommt aus fast(!) allen anderen Landesverbänden. Zusammen mit 37 Frauen aus einer ebenfalls separat ausgetragenen Meisterschaft kommen so etwa 400 Spieler zu den vier Hessischen Einzelmeisterschaften zusammen.
Newsletter Hessenschach Nr. 02/2012
Dennis Wagner Sieger beim Paderborner Open
Dennis Wagner und der Schachtürke
Es ist zwar noch im alten Jahr gewesen, zwischen den Jahren, aber so etwas darf nicht ohne Beachtung beiben:
Drei Großmeister, zwei Internationale Meister und 6 Fidemeister, sowie 80 weitere Teilnehmer ließ er hinter sich und siegte ungeschlagen mit 6,5 Punkten aus 7 Partien, die kein anderer erreichen konnte: der 14-jährige Dennis Wagner vom Kasseler SK, selbst schon FIDE Meister und nicht mehr weit entfernt vom IM, zeigte eine beindruckende Leistung beim Schachtürken-Cup.
In Zusammenhang mit dem Heinz-Nixdorf-Museums- Forum hat der in Paderborn ansässige Schachklub Blauer Springer den Grundstein für eine angenehme Turnieratmosphäre geschaffen, die dem nordhessischen Teenager wohl sehr entgegenkam.
Wer einen Eindruck von der Spielweise eines der größen Talente im Hessenlande bekommen möchte, wirft mal einen Blick auf die Turnierseite, und dort auf seine Partien.
FM Isserman ist Frankfurter Chess960 Schnellschach Champion
v.l.n.r.: Robert Baskin, Dominik Will, Ryhor Isserman & Yuri Boidman
Frankfurter Blitz-Champion war er schon mehrmals, auch die Frankfurter Stadtmeisterschaft hat er schon gewonnen, nun gewann FM Ryhor Isserman vom SK Bad Homburg auch die Offene Schnellschach-Einzelmeisterschaft im Chess960 des Schachbezirks Frankfurt. Er war damit gleichzeitig auch der Beste Senior im Feld.
Wenn das keine Überraschung war, so sticht doch der Vizemeister deutlich aus den 22 Teilnehmern hervor: Dominik Will vom SC Bad Nauheim konnte den Preis für den besten Jugendlichen locker beiseite legen und dafür ein paar Zeilen höher unterschreiben.
Der erste Gewinner dieses Turniers überhaupt, IM Yuri Boidman, belegte den dritten Platz. Und auch der vierte Platz des Jugendlichen Robert Baskin vom TuS Makkabi Frankfurt ist eine erstaunliche Leistung für einen so jungen Spieler.
Bliebe noch der Preis für die beste Frau im Feld, und der ging an die Fidemeisterin Dr. Bergit Brendel, die für den Chess Tigers Schach-Förderverein am Start war. Turnierseite
SK Langen und SC König Nied vor DSB-Pokal-Wochenende
Am 21. und 22. Januar steigt für den Pokal-Vizemeister Schachklub Langen ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, wenn man in der Stadthalle als Gastgeber auf die Teams von Stadtilm, Heimbach-Weis und Eppingen treffen wird; und man freut sich dort auch auf zuschauende Gäste!
Zeitgleich wird der Hessische Pokalmeister, der SC 1961 König Nied, die Reise nach NRW zu Gastgeber Dinslaken und den beiden weiteren Teilnehmern Nordhorn-Blanke und Solingen antreten.
Hans-Dieter Post ist seit exakt 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie den neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.