Nachrichten Post vom Hessenschach 2012 Nr. 20 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
19.10.2012 - Der jüngste Newsletter von Hans-Dieter Post steht nahezu ganz unter dem Zeichen der bisherigen Mannschaftskämpfe aller hessischen Teams. Den Anfang machen die bis dato teils unbefriedigenden Auftritte in der 2. Bundesliga sowie der Oberliga. Es folgen die rein hessischen Kämpfe von der Hessenliga bis zur Landesklasse. Mittendrin folgt die Meldung, dass Schnellschach-Schreck FM Igor Zuyev mal wieder einen Titel einfahren konnte. Er gewann in seiner Parade-Disziplin souverän die schlecht besetzte Bad Vilbeler Stadtmeisterschaft. Abgerundet wird der Newsletter von einer kurzen Vorschau auf die am Samstag beginnende Saison der Schachbundesliga.
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Newsletter Hessenschach Nr. 20/2012
Hessen-Teams mit mäßigem Start in Ober- und 2. Bundesliga
Eine Woche vor dem Start der 1. Bundesliga mit zweifacher hessischer Beteiligung aus Wiesbaden und Griesheim ging es für die 2. Bundesliga und die Oberliga Ost in den Aufgalopp. Für die drei hessischen Zweitligisten wurde es ein schwarzer Sonntag.
Ja, ganz recht! In die Nordgruppe hat es die Kasseler vom SK verschlagen, und so klappern die Überflieger der letzten Jahre nun die Hanse- Route von Bremen über Hamburg bis Rostock ab, und lernen dabei wohl noch recht gut die Bundeshauptstadt kennen.
Seltsam? Ne, konform! So spielen immerhin drei Klubs aus dem Münchener Raum plus Forchheim (bei Nürnberg) und Neutraubling (bei Regenbsburg) in der hessenfreien Ostgruppe, und dürfen bis nach Leipzig oder Halle reisen. Nun denn, die A3 und die A9 werden's schon richten. Mal sehen wann die falsch abbiegen und unvermittelt in der Oberliga Ost auftauchen.
Mainz, Hofheim und Schöneck dürfen sich daher in der Südgruppe(!) mit Baden und Württemberg messen, weil die Westgruppe auch schon voll war; und nun ebenfalls hessenfrei beibt!
2. BUNDESLIGA NORD
Und eine herbe Niederlage setzte es sogleich für die aus Sicht der Bundeshauptstädter anreisenden Provinzler aus Kassel. Mit einem halben Punkt nur im Gepäck schickte man die Kasseler um Landestrainer Uwe Kersten wieder auf den Heimweg. Da muß mehr drin sein, wenn man auch im kommenden Jahr wieder die Küstenlinie abmessen möchte.
2. BUNDESLIGA SÜD
Immerhin, diesmal war der Auftakt verheißungsvoll, denn es kamen 8 Schönecker bei den Gastgebern in Untergrombach, irgendwo zwischen Heidelberg und Pforzheim, an. Doch leider setzte es eine knappe Niederlage bei fast Bestbesetzung.
Hofheim fuhr so ziemlich in die gleiche Richtung, musste aber noch eine ganze Ecke weiter bis Böblingen (bei Stuttgart); heißt auch, früher aufzustehen. Da konnte man nur weniger ausgeschlafen sein und so reichte es denn auch nur zu einem 2-6; und dem vorerst letzten Platz.
OBERLIGA OST Staffel B
Die Weigerung einiger in den letzten Jahren, in die 2. Liga aufgestiegenen hessischen Klubs wieder in die Oberliga abzusteigen, ließ die Anzahl der Mannschaften aus den neuen Bundesländern auf stattliche Fünf anwachsen. Und wer schon immer stöhnte, dass Erfurt eine lange Reise ist, darf nun auch mal Jena und Sangershausen kennenlernen.
Letztere, nix Thüringen: Sachsen-Anhalt, machten denn auch schon mal eine klare Ansage und übernahmen nach einem 6,5-Sieg über Erfurts Mediziner die Tabellenspitze.
Mit beim Moderieren helfen denen die eigentlichen Favoriten, mal wieder, aus Oberursel. Mit ebenfalls 6,5 Punkten kehrte man nach einem kurzen Ausritt aus Gießen in den Vordertaunus zurück und nimmt mit an der Tabellenspitze Platz. Da wage ich doch mal die Prognose, dass sich das bis zum April des kommenden Jahres nicht sonderlich ändern wird.
Sonst noch Überraschungen aus hessischer Sicht? Hm, Mörlenbach vergeigte mal wieder den Auftakt, diesmal gegen Offenbach, die nun mit 5,5 Brettpunkten Dritter sind.
Brett-vorm-Kopp leistete sich eine 3-5 Niederlage gegen Neuberg, die den Frankfurtern damit seit dem Aufstieg kontinuierlich den Rang abliefen.
Marburg schließlich muss erst mal in der Oberliga ankommen, und da war Empor Erfurt als Empfangskomitee im eigenen Erfolgssinne denkbar ungeeignet. Es ergab sich als Konsequenz eine 2,5-Heimniederlage.
HESSENLIGA
Nach zwei Runden trennt sich schon mal die Spreu vom Weizen, und als veredelter Bestandteil melden sich Fulda, Heusenstamm und Griesheims Zweite nach jeweils zwei Siegen an der Tabellenspitze. Gelnhausen, Nied, Bad Homburg und auch Steinbach lernten neben dem Siegen auch schon die Niederlage kennen. Und für Dotzheim, Bad Nauheim und Eppstein blieben bisher einige wenige Brettpunkte das einzige Erfolgserlebnis.
VERBANDSLIGEN
Wer Korbach in der Nordgruppe stoppen kann, wird in den kommenden 3 Runden geklärt sein. Gießens Zweite und Bad Sooden-Allendorf jedenfalls schon mal nicht.
LANDESKLASSEN
Bad Hersfeld und Vellmar führen in der Nordgruppe, die wiederum aus den Bezirksoberligen Nord- und Osthessen gespeist wird. Bemerkenswert, das der Kasseler SK hier zusammen mit der zweiten schon eine dritte Mannschaft ins Rennen führt.
In der Westgruppe, das sind Vereine aus den Bezirken Lahn, Lahn-Eder und Rhein-Taunus, führt überraschend schon nach der 2.Runde der SK Marburg 2 alleine das Feld an, denn zwei Siege zum Auftakt schaffte hier kein anderer Klub. Allerdings hatten die eigentlichen DWZ Favoriten schon das Vergnügen, und man trennte sich Viervier. Runde 3 und 4 werden klären, wer hier der Bartholomäus ist, und wo er den Most holt.
Die Vereine aus den Bezirken Frankfurt und Main-Vogelsberg bilden die Landesklasse Ost. Zuletzt konnten sich mit dem Frankfurter TV und Matt-im-Park die Klubs aus dem Bezirk 5 durchsetzen, nachdem das letzte Jahrzehnt fast durchweg Klubs aus dem Bezirk 4 am Ende vorne lagen. Die Rückkehr des zweifachen Frankfurter Stadtmeisters Omri Schlesinger an die alte Wirkungsstätte lässt Frankfurts ältesten Klub der Schachfreunde von 1921 nach zwei Siegen wieder von höheren Aufgaben träumen.
Hoch her gings in den letzten beiden Jahren in der Südgruppe, wo die Vereine aus der Bergstraße(Bezirk 10), Starkenburg(6) und Main-Taunus(7) den Bestand bilden. Nach einer Abstiegsorgie im letzten Jahr in den südlichsten Bezirk Hessens, und auch der letztjährige Aufsteiger in die Verbandsliga hat hier seine Heimat, hält nur noch Bürstadt die Wacht am (Alt-)Rhein, allerdings auch an der Tabellenspitze; zusammen mit Ladja Roßdorf. Die sechs Main-Taunus-Klubs von Hochheim bis Kelkheim halten sich noch alleine zwischen den Polen der Tabelle auf.
Vergleicht man die Teilnehmerfelder der Bad Vilbeler Stadtmeisterschaften im Schnellschach aus diesem und dem letzten Jahr, erkennt man sofort einen der Hauptgründe, woran es lag, dass die Teilnehmerzahl drastisch zurückging und die Qualität in der Spitze fehlte: man spielte parallel zum Zweitliga- und Oberliga-Wochenende.
Statt 86 Teilnehmern und fast 20 Groß-, Internationalen und FIDE Meistern kamen so nur 56 Spieler, darunter lediglich ein IM und zwei FMs.
"Super!", sagt der Turnierleiter, habe ich weniger Arbeit; "Klasse!", sagt der Schatzmeister, denn IM und GM sind von der Startgeldzahlung befreit.
"Egal!", dachte sich wohl FM Igor Zuyev (Bild) vom SC Heusenstamm, "gewinne ich eben souverän und mit Vorsprung dieses Turnier."
Und genau so lief das dann auch: Mit 9 Siegen und 2 Remis blieb er als Einziger im Feld ungeschlagen, was aber für den Schnellschach- Spezialisten keine Überraschung ist. Eher aufmerken ließ da noch Platz Zwei für Christopher Seifert von den Neuberger Schachfreunden, der sich knapp vor dem gerade erst abgelösten Deutschen Schnellschachmeister IM Hagen Poetsch nach Wertung durchsetzen konnte.
Bundesliga-Vorschau
Nach langen Jahren war mit Griesheim mal wieder ein hessischer Klub in die deutsche Spitzenklasse vorgestoßen, und ließ im Bezirk Starkenburg die alten Zeiten um die Gebrüder Archipoff und den SKG Darmstadt-Eberstadt wach werden. Die Flamme loderte zwar für eine Spielzeit hartnäckig, doch vergebens, und ein dumm gelaufener Stichkampf sorgte für unmittelbaren Abstieg.
Die Hartnäckigkeit blieb jedoch erhalten, und schon im kommenden Jahr schaffte man den Wiederaufstieg.
Parallel zu diesem Geschehen tankte sich der SV Wiesbaden, nachdem man 2009 durch den Abstieg aus der Ober- in die Hessenliga genügend Anlauf genommen hatte, direkt durch 3 Aufstiege in die 1. Bundesliga durch und bildet nun mit Griesheim ein Reisepärchen.
Und am kommenden Wochenende ist es dann soweit, wenn an diesen zwei Tagen Gastgeber Griesheim im Duett mit dem SV Wiesbaden die Gäste aus dem Norden, Bremen und Emsdetten, über Kreuz an die Bretter bittet.
Spielort ist das Bürgerhaus St. Stephan, Am St.-Stephansplatz 26 in Griesheim. Alle weiteren Infos finden sich dann auf der Webseite der 1. Bundesliga.
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie den neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.