Nachrichten Post vom Hessenschach 2012 Nr. 24 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
14.12.2012 - Zum Abschluss des Schachjahres mussten die höchsten Ligen Deutschlands nochmals an die Bretter, und unser Autor Hans-Dieter Post war - teils mit Kamera - wieder hautnah am Geschehen. Natürlich hat er in seinen Kurzberichten wieder die hessische Brille auf der Nase. Danach folgt ein Loblied auf den nach sechs Runden bei der Frankfurter Chess960 Stadtmeisterschaft führenden FM Behrang Sadeghi und (leider) auch auf die Fortschrittswertung, welche der aktuell Viertplatzierte seinerseits am liebsten verfluchen würde. Weiterhin greift Post ein Novum auf: Es gibt zum ersten Mal eine Wahl zur "Schachwebseite des Jahres"! Wer noch einen Wink mit dem Zaunpfahl benötigt: Die Chess Tigers befinden sich aktuell auf dem zweiten Rang... Zu guter Letzt folgt noch ein Ausblick auf die letzten hessischen Turniere des Jahres, sowie der Hinweis auf die beiden Rally-Serien im traditionellen Schnellschach und im Chess960 im Chess Tigers Training Center.
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Newsletter Hessenschach Nr. 24/2012
1. Bundesliga: Hessenklubs polarisieren
Wie ein profiltiefer Winterreifen auf verschneiter Fahrbahn zieht der SV Wiesbaden derzeit seine Kreise in Deutschlands höchster Spielklasse. Die gemessene Spielstärke greift gut in dem neuem Gelände, denn wenn sich eine ELO-Überlegenheit ergibt, wird diese auch umgesetzt. Nur einmal, gegen Solingen zur 3. Runde, konnte man einen kleinen Blechschaden bisher nicht vermeiden.
Doch mit den Siegen 4 und 5 am letzten Bundesliga-Wochenende in Griesheim wurde erneut sehr konzentriert von den Landeshauptstädtern vorgetragen und sowohl Forchheim als auch den Schachfreunden aus der Bundeshauptstadt keine Chance gelassen. Kurzfristig, nachdem nur noch zwei Kämpfe nicht entschieden waren, konnte sich Wiesbaden kurz vor Abschluss der 6. Runde auf Platz 2 der Live-Tabelle der Schachbundesliga.de zeigen, und wurde dann noch von Solingen auf Platz 3 zurückgedrängt. Ein schöner Platz zum Überwintern für einen Aufsteiger!
"Wo viel Licht, da viel Schatten", "Jede Medaille hat seine zwei Seiten" und noch die eine oder andere Schwarz-Weiß-Malerei kommt einen in den Sinn, wenn man den zweiten hessischen Vertreter, den SV Griesheim, sieht.
Sie mühen sich redlich, aber letztlich bislang ohne Erfolg. Während es beim "Perfekten Dinner im Schlafrock", einer dieser unvermeidlichen Kochshows im Privatfernsehen, wenigstens noch Zusatz-Sympathiepunkte für den Gastgeber gibt, gehen die Starkenburger auch hier leer aus. Trotz bereits zweier routiniert durchgeführter Doppelrunden nahmen die Gäste mit, was sie kriegen konnten; vor allem: Mannschaftspunkte.
Und so bleibt für Griesheim nur die Hoffnung auf Norderstedt, und/oder den HSK; und dass der Rest auch nicht mehr punktet. Zu viele Wünsche, zumal es der Gegenwünsche der Konkurrenz genügend gibt.
2. Bundesliga: Hofheim auf Kurs 1. Liga, Kassel geht unter
SÜD
"Same procedure as every year, James!" Und so kurz vor Silvester sah sich denn James Nicecorner wohl genötigt, der Sophie Courtyard-Home nicht zu widersprechen; und ließ brav beide Teampunkte im Main-Taunus zurück. Na gut, vier gespielte Runden für Schöneck bedeutet, das sind nochmal so viele plus eine zu absolvieren. Und die aktuellen Top 3 hat man ja schon gehabt. Da ist noch etwas zu holen, um dem Abstieg mal wieder zu entrinnen!
In der Spitzengruppe sind die Hofheimer aber drin, und wenn sich dort neben GM Ginsburg, GM Hickl, IM Lobzhanidze und FM Weber noch andere Punktegaranten in der Mannschaft stabilisieren lassen, dann könnte das ein Jahr in der 1. Bundesliga werden!
NORD
Auch in der 2. Liga wird hessisch polarisiert, aber den unangenehmen Part muss hier der Highflyer der letzten Jahre, der Kasseler SK in der Nordgruppe übernehmen. Null Mannschaftspunkte stehen nach 4 Runden zu Buche, und die magere Hoffnung ist, dass man gegen die Mitabstiegskonkurrenten noch spielen muss. Gegen Rostock setzte es jetzt - wie schon zum Auftakt - eine empfindliche Niederlage, denn nur ein einziges Remis konnte geklemmt werden.
Während Oberursel nach einem 6-2 Sieg gegen Schott Jena schon auf einen Wechsel an der Tabellenspitze hoffen konnte, legte Neuberg mit einem ebenso hohen Sieg gegen die bisher so stark aufspielenden Sangershausener genauso deutlich nach.
Mörlenbach bleibt desolat in dieser Saison und gab auch den vierten Wettkampf in Folge ab. Diesmal gingen die beiden Punkte an Empor Erfurt, was diese weiter zum Mitglied des Spitzentrios macht.
Offenbach überrascht mit einem weiteren Sieg, diesmal gegen Aufsteiger Marburg, und meldet sich früh vom Hauen und Stechen im Abstiegskampf ab. Platz 4!
Gießen kommt so langsam in Fahrt und bringt 7 Brettpunkte aus Jena von den Pharmazeuten mit. Damit geht man noch aus der oberen Tabellenhälfte grüßend ins neue Jahr.
Brett vorm Kopp hat wohl in Erfurt die falsche Medizin bekommen, und einen dieser Freude-Sonntage hingelegt: lange Anfahrt bei nervender Wetterlage, knapp verloren, womöglich auch nach unberechtigtem Handelfmeter, und dann diese ewig lange Zeit auf der Rückfahrt garniert mit Fragen wie: "Warum tue ich mir das nur an?" und Feststellungen wie "Hätte ich bloß auf Mutti gehört!"
Der Trost ist, das zwischen BvK auf Rang 8, damit hinter Marburg liegend, und einem Abstiegsplatz noch ein dreifaches Thüringer Polster liegt. Was auch Schlusslicht Mörlenbach noch Hoffnung gibt, denn diese Drei kann man noch schlagen.
Tja, diese verflixte Fortschrittswertung! Je früher man ausrutscht, umso schwieriger wird es sein, diesen Boden wieder gut zu machen.
Wer die Massaker am Establishment aus den ersten 5 Runden der Frankfurter Stadtmeisterschaft im Chess960 gut überstanden hat, und der aktuell führende FM Behrang Sadeghi kann das mit Blick auf seine Scorecard reinen Gewissens behaupten, der hat dann auch gute Chancen auf den Turniersieg.
In Runde 6 traf er auf Ralf Seickel, der in der zweiten Runde durch seinen Sieg gegen FM Stockmann seine Klasse durchblitzen ließ.
Aus einer recht symmetrischen Eröffnungsbehandlung heraus luchste der FM seinem Gegner einen Bauern ab, und tauschte sich dann in ein Läuferendspiel durch. Um die Remisbreite weiter anstreben zu können, gab der Weiße noch einen Bauern, was den Figurentausch erst mal vermied.
Doch diese technischen Aufgaben, zumal wenn keine Türme beteiligt sind, sind für den FM gut beherrschbar, und so wurde denn der wichtige fünfte Punkt eingesackt (Nikolaus!).
So reicht nun gegen den lange führenden Ferdinand Niebling ein Remis in der Schlussrunde für FM Sadeghi, wenn er aus seinem Bezirkstitel im letzten Jahr den des Stadtmeisters und damit Turniersiegers oben drauf setzen will.
Sportinsider: Wahl der Schachwebsite des Jahres 2012
Blickt man auf die vergangenen 20 Jahre zurück, hat sich eine Reihe interessanter Webseiten zum Thema Schach im Internet etabliert, wobei wesentlich mehr auch wieder verschwunden sind; oder ohne weiteres Seitenupdate vor sich hin schlummern.
Jetzt ruft (endlich) eine Seite auf, die Schach-Webseite des Jahres 2012 zu wählen, und gibt denn auch ein kleines Who's who zum Besten. So ganz ernst muss man die Sache ja nicht nehmen, denn alleine auf Grund der Reichweite haben es Seiten wie ChessBase leichter viele Klicks zu generieren.
Stöbert man durch die Linksammlung der Auswahlseiten, dann wird aber doch ein "gerechtes Ergebnis eingefordert" und der Leser zur somit zur gerechten Abstimmung aufgefordert; natürlich für die Seite, wo er gerade ist.
Das in diesem Newsletter Schach in Hessen hinreichend gewürdigt wird, sollte in den vergangenen zwei Jahrzehnten kaum einem Leser verborgen geblieben sein.
Was also hat denn die angebotene Auswahlliste hessisches zu bieten?
Rochade Europa, Karl Online und sicherlich Chess Tigers, wobei erstere nicht gerade durch eine ausgeprägte Informationsvielfalt im Internet(!) auffallen. Und Karl Online macht da zwar deutlich mehr, aber den Karl Print ziehe ich da doch sicher vor, was auch den Machern lieber sein wird. Einzig chess-tigers.de kommt ohne Printausgabe aus und publiziert nur im Netz: von Weltmeisterschaften bis zum regionalen Schach in Hessen.
Was habe ich da wohl noch für eine Wahl bei der Abstimmung? Natürlich vorher noch ein paar andere zur gleichen Einsicht bringen! Also bitte:
Anmerkung der Chess Tigers Redaktion: Der aktuelle Zwischenstand sieht die Chess Tigers auf Rang 2. Wenn Sie auch der Meinung sind, dass es noch ein Plätzchen weiter nach oben gehen sollte, dann wissen Sie ja, was zu tun ist.
Zwischen den Jahren war in der letzten Zeit immer Dettingen und Mainaschaff fest im Kalender verankert, und da hat sich nichts geändert.
5 Runden Schach an drei Tagen, gleich nach dem 2. Weihnachtsfeiertag beginnend, gibt es bei den Dettinger Schachtagen, Vol. 3, Ausgabe 2012. Die zu erwartende Teilnehmerzahl läßt durchaus Hoffnungen zu, das es zu einem abschließenden Blitzduell der 100-Prozenter kommt, denn das entscheidet in diesem Sonderfall über den Turniersieg. Aktuell top-gesetzt: GM Igor Khenkin vom Wiesbadener SV!
Für mich geht's dann definitv am 7. Januar an die Bretter, wenn in Bad Soden im Chess Tigers Training Center wieder die Rally Turniere beginnen.
Immer Montags, ab 19 Uhr, 7 Runden Schnellschach im Chess960 (=das Schach, das auch nicht weh tut!)
Und Mittwochs, ab 19 Uhr, 7 Runden Schnellschach im klassischen Stil.
Das Ganze zieht sich durch den Januar, Februar bis in den März. Was aber nicht bedeutet, das man alle jeweils 12 Turniere mitspielen muss. Für die Rally-Wertungen zählen jeweils die besten acht Ergebnisse!
Details gibt's aber hier, und auch in den Vorjahren lässt sich's stöbern:
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie den neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.