Nachrichten Baustelle FIDE Magnus Carlsen behält sich Rückzug und Klage vor
04.12.2008 - Die jüngsten Ankündigungen der FIDE, das WM-System zum ungezählten Male mitten im laufenden Wettbewerb zu ändern, stösst zunehmend auf harsche Kritik. Jetzt hat Henrik Carlsen im Namen seines Sohnes in dessen Blog vernichtende Kritik an den Plänen des Weltschachverbandes geübt. Als Konsequenz erwägen die Carlsens neben dem Rückzug von Magnus aus dem Grand Prix, auch rechtliche Schritte. Derweil hat die FIDE auf ihrer Seite kurz und knackig auf Ivanchuks vermeintliches Doping-Vergehen reagiert: "Der Fall Ivanchuk aus Dresden wurde an die FIDE Medical Commission übergeben, welche zur Entscheidung in den kommenden drei Monaten zusammenkommen muss." Bloss keine Eile, es gibt ja schließlich noch genug andere Baustellen ... Nachträglich wurde diese Meldung übrigens noch ergänzt: "Bisher ist von keiner Seite eine Entscheidung gefallen, und GM Ivanchuk wird die Möglichkeit haben, sich gegenüber der Medical Commission zu äußern."
Der erste Teilnehmer des Grand Prix, der seinen Rückzug androht - GM Magnus Carlsen (18)
Die Hiobs-Botschaften für die FIDE reißen nicht ab. So berichtet Chessdom.com, dass nach Doha nun das nächste Grand Prix-Turnier nicht wie geplant stattfinden wird. Auch das Turnier im April im schweizer Montreux soll glaubhaften Quellen zufolge dort nicht ausgetragen werden können, da man den Preisfonds nicht (rechtzeitig) garantieren konnte. Angeblich habe man der FIDE bereits mitgeteilt, dass sich diese um einen neuen Ausrichter bemühen müsse. Pech auch für den Schweizer Yannick Pelletier, der damit wohl genauso wie Al Modiahki (Katar) vorzeitig aus dem Grand Prix ausscheiden wird.
Und auch Hans Arild Runde, der Betreiber der gerne genutzten Live Top List, kündigt auf seiner Seite an, dass er bis auf Weiteres keine Turniere mehr auswerten wird.
Bisherige Berichte zum Grand Prix und dem WM-System