06.11.2009 - Auch in der zweiten Runde des Tal Memorial 2009 konnte keiner der Superstars genug Vorteil erringen und so endeten sämtliche Partien noch vor der vierten Stunde friedlich. Wirklich spannend wurde es nur bei Magnus Carlsen gegen Alexander Morozevich und Ruslan Ponomariov gegen Levon Aronian. aber sowohl Carlsen als auch Ponomariov konnten ihren Vorteil nicht ausbauen beziehungsweise trafen auf ideenreiche Verteidiger. Interessant war auch das Qualitätsopfer von Boris Gelfand gegen Peter Leko, allerdings geschah es lediglich in der Absicht, ein Remis zu erreichen, was ihm auch trefflich gelang. Wenig los war dagegen bei Vladimir Kramnik gegen Viswanathan Anand. Beide spielten eine bestens bekannte Grünfeld-Variante, der Weltmeister glich als Schwarzer leicht aus und schon war es vorbei. Vassily Ivanchuk und Peter Svidler machten sich gar nicht erst die Mühe, in ein Remisendspiel abzuwickeln. Sie tauschten die Damen und wiederholten dann einfach die Züge. Allgemein merkte man dieser Runde deutlich an, dass keiner der Spieler bereit war, in dieser frühen Turnierphase aufs Ganze zu gehen. Hoffen wir also auf die morgige dritte Runde und das erste Blut! Tabelle, Partien & Paarungen ...
05.11.2009 - Gut gespielt, aber doch nicht gewonnen, das kennen auch die besten Spieler der Welt. Ein Paradebeispiel dafür war die heutige erste Runde des stärksten Rundenturniers im auslaufenden Jahr. Im Fokus standen natürlich die Partien zwischen Weltmeister Viswanathan Anand und Vorjahressieger Vassily Ivanchuk sowie Magnus Carlsen gegen Vladimir Kramnik. Es sollten tatsächlich die längsten und interessantesten Begegnungen werden, obwohl sie letztlich wie die anderen drei Partien im Remishafen endeten. Somit führen alle zehn Teilnehmer des Tal Memorial 2009 nach der ersten Runde einträchtig die Tabelle an. Bericht, Tabelle, Partien & Paarungen
TopTurniere Tal Memorial in Moskau beginnt heute 13:00 Uhr Weltmeister Anand startet mit zwei Schwarzpartien gegen Ivanchuk & Kramnik Magnus Carlsen beginnt mit zwei Weißpartien gegen Kramnik & Morozevich
05.11.2009 - Eines der bedeutendsten Schach Superturniere beginnt heute in Moskau. Weltmeister Viswanathan Anand ist genauso am Start wie sein Bonner Gegner Vladimir Kramnik sowie die beiden Kronprinzen Levon Aronian und Magnus Carlsen. Der Turnierschnitt liegt bei 2763,9 Punkten. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahr, wo der Schnitt übrigens bei runden 2745 lag, sechs Spieler erneut am Start. Titelverteidiger ist Vassily Ivanchuk, der bisher das vielleicht turbulenteste Jahr mit unglaublichen Höhen und Tiefen hinter sich hat.
Nachfolgende Aufstellung nach Fide-Weltrangliste 11/2009:
Nr.2 Magnus Carlsen (NOR) 2801
Nr.3 Viswanathan Anand (IND) 2788
Nr.4 Levon Aronian (ARM) 2786
Nr.5 Vladimir Kramnik (RUS) 2772
Nr.7 Boris Gelfand (ISR) 2758
Nr.8 Peter Svidler (RUS) 2754
Nr.9 Peter Leko (HUN) 2752
Nr.10 Alexander Morozevich (RUS) 2750
Nr.12 Vassily Ivanchuk (UKR) 2739
Nr.13 Ruslan Ponomariov (UKR) 2739 zu den Paarungen mit Terminplan ... Website des Tal Memorials in Moskau
04.10.2009 - Mit Mut und einer gehörigen Portion Glück gelang Veselin Topalov als Schwarzer gegen Dmitrij Jakovenko in der sechsten Runde des 2. Pearl Spring Chess Tournament in Nanjing ein Angriffssieg, der ihn auf den zweiten Rang vorstoßen lässt. Teilen muss er sich diesen mit Wang Yue, welcher gegen Teimour Radjabov remisierte. Ebenfalls mit einem Remis endete die Partie zwischen Peter Leko und Magnus Carlsen. Bereits im 20. Zug konnte der Ungar seinen d-Bauer umwandeln und so eine Qualität gewinnen. Fortan kämpfte Carlsen um das Remis, doch das tat er gut und sicherte sich nach 64 Zügen verdient den halben Zähler. Tabelle, Ergebnisse, Partien ...
02.10.2009 - Man könnte meinen, beim 2. Pearl Spring Chess Tournament in Nanjing spiele nur Magnus Carlsen. Seit Beginn ziert sein Name die Überschrift eines jeden Berichts über das Top Turnier der Kategorie 21, denn der Norweger eilt von Sieg zu Sieg. Nach nunmehr fünf Runden hat Carlsen schier unglaubliche 4,5 Punkte - sein jüngstes Opfer ist Teimour Radjabov, der heute eine 25-zügige Sizilianisch-Lektion erhielt. Derweil kann kein anderer Spieler bisher einen Sieg vorweisen und so führt Carlsen zur Halbzeit mit zwei vollen Punkten vor Wang Yue. Ergebnisse, Tabelle, Partien ...
01.10.2009 - Das 2. Nanjing Pearl Spring Chess Tournament ist bisher rein vom ELO-Schnitt das stärkste Turnier des Jahres. Im November könnte ihm das Tal Memorial mit einem Schnitt von derzeit 2761 aber noch den Rang ablaufen, denn vorher wird es eine frische Weltrangliste geben und zudem werden dort nicht "nur" sechs sondern sogar zehn Weltklassespieler antreten. Magnus Carlsen spielt in beiden Turnieren und wenn er weiterhin so spielt, wie er es aktuell in Nanjing tut, dann könnte er das in Moskau sogar als neue Nummer 1 tun! Erst vier Runden sind in China gespielt und schon führt das einstige Wunderkind die Tabelle mit 1,5 Punkten an. Heute schlug er nach großem Kampf den zähen Dmitrij Jakovenko und liegt in der bereits aktualisierten Live Top List mit 2786,6 nur noch knapp hinter Vishy Anand (2788). Veselin Topalov hingegen führte mit viel Mühe und aber auch Geschick seine schlechte Stellung gegen Teimour Radjabov zum Remis und läuft mehr und mehr Gefahr, die 2800 zu unterschreiten. Eher eine Randnotiz der vierten Runde ist das 29-zügige Remis zwischen Wang Yue und Peter Leko. Ergebnisse, Tabelle, Partien ...
30.09.2009 - Trotz intensiver Bemühungen schaffte es keiner der sechs Top-Spieler beim 2. Nanjing Pearl Spring Chess Tournament, seine Partie zu gewinnen. Die besten Chancen auf einen vollen Punkt hatten wohl Magnus Carlsen und Veselin Topalov, doch der Norweger genehmigte sich mit Schwarz in guter Stellung gegen Wang Yue einige Ungenauigkeiten und ließ den Chinesen ins Remis entkommen, und auch Veselin Topalov vermochte seine Vorteile gegen Peter Leko nicht umzumünzen. Dagegen eher unspektakulär war das 32-zügige Remis zwischen Teimour Radjabov und Dmitrij Jakovenko. Ergebnisse, Tabelle, Partien ...
29.09.2009 - Während die Kollegen scheinbar noch nicht wirklich in das 2. Nanjing Pearl Spring Chess Tournament gefunden haben, ist Magnus Carlsen bereits enteilt. Heute nahm er sich niemand Geringeren als die Nummer 1 der Weltrangliste zur Brust. Nach 41 Zügen war Veselin Topalov besiegt und der zweite Sieg in Folge unter Dach und Fach. Peter Leko und Teimour Radjabov trennten sich - wie auch Dmtrij Jakovenko und Wang Yue - friedlich, sodass Carlsens Vorsprung nun schon einen vollen Zähler beträgt. Natürlich, Carlsen hatte das Losglück, zu Beginn zweimal Weiß zu haben, aber damit dann gleich auch die beiden elostärksten Konkurrenten zu besiegen, ist wahrlich aller Ehren wert! Tabelle, Partien ...
28.09.2009 - Heute startete das 2. Nanjing Pearl Spring Chess Tournament und gleich zum Auftakt schrieb das Kategorie 21-Turnier Geschichte. Zum ersten Mal bediente sich Magnus Carlsen der Schottischen Partie und besiegte damit Peter Leko. Wenn wir es nicht bereits wüssten, dann kämen spätestens jetzt Gerüchte auf, dass der Norweger mit Garry Kasparov unter einer Decke steckt. Da zugleich die Begegnungen Veselin Topalov-Dmitrij Jakovenko und Wang Yue-Teimour Radjabov remis endeten, führt Carlsen zum Auftakt die Tabelle an. Parallel wird in Nanjing das zweite Turnier der FIDE Grand Prix-Serie der Frauen ausgetragen. Dort führen nach Siegen in der ersten Runde Nana Dzagnidze, Batkhuyag Munguntuul und Yang Shen das zwölfköpfige Feld an. Tabellen und Partien ...
15.09.2009 - Wie den Chess Tigers aus zuverlässigen Spieler- und Veranstaltungskreisen mitgeteilt wurde, steht das Feld für das berühmte Tal Memorial vom 03. bis 18. November in Moskau nun endgültig fest und es hat sich nochmals einiges geändert. So wird aus noch unbekannten Gründen Dmitry Jakovenko doch nicht teilnehmen. Dafür ist Alexander Morozevich sicher dabei und ihm folgen werden Peter Svidler und Ruslan Ponomariov. Somit steht fest, dass dieses sechste Gedenkturnier zu Ehren des großen Mikhail Tal (* 9. November 1936; † 27. Juni 1992) die Kategorie 21 deutlich erreicht. Hier geht's weiter ...
TopTurniere Gipfeltreffen der Schachweltmeister in Zürich Champions-Simultan und Champions Rapid Turnier als finaler Höhepunkt der 200-Jahr-Feier im Hauptbahnhof - Anand, Kramnik, Kasparov, Karpov, Spassky, Topalov, Ponomariov, Khalifman, Korchnoi, Judit Polgar und Hug machten es möglich!
24.08.2009 - Die Schach-Gesellschaft Zürich von 1809 feierte ihren 200.Geburtstag mit einer Gala für die gesamte Weltöffentlichkeit. Die riesige Halle des Züricher Hauptbahnhofs wurde zur unübersehbaren, offenen Begegnungsstätte zwischen den führenden Repräsentanten des Weltschachs und der größtmöglichen Interessensgemeinschaft des öffentlichen Lebens in Zürich. Kein aufdringlicher Schweizer Schachverband, keine wichtigtuende Europäische Chess Union und kein uneffizenter Weltschach-Verband FIDE konnte das harmonische und sportliche Miteinander der Weltelite und der ganzen Schachgemeinschaft stören. Wie eine erquickende kulturelle Quelle wurde die Zusammenkunft der vielen Schachfreunde beim freien "Kongress" der heiteren Schachwelt empfunden, dabei wäre sicher eine sichtbarere Präsenz des Hauptsponsors CREDIT SUISSE von Niemandem der Teilnehmer als unangemessen betrachtet worden. Eher vermissten einige die Präsenz des langjährigen Förderers vieler Schachprojekte der letzten 30 Jahren, die aber trotzdem irgendwie durch den Vorsitzenden der Schachgesellschaft Zürich Dr. Christian Issler, und der "grauen" Eminenz der Credit Suisse, Dr. William Wirth, hervorragend und würdig vertreten wurde. Nicht vergessen sollte man auch die Unterstützung der Jubiläumstage durch die Stiftung Accentus (Fonds "Schach Schweiz"), die Ulrico Hoepli-Stiftung und die Alois Nagler-Stiftung. Die lesens- und sehenswerte Jubiläumsausgabe der Historie der "Schach-Gesellschaft Zürich von 1809 bis 2009" von Dr. Richard Foster lässt nicht nur die Dimension des Schaffens um das Schach in Zürich erkennen, sondern sie könnte auch Leitfaden und Anreiz für jeden Vereinsvorstand oder Schachklublenker sein? mehr Texte, mehr Fakten und 97 Bilder ...
12.07.2009 - Mit seinem zweiten Sieg gegen Arkadij Naiditsch hat sich Vladimir Kramnik seinen neunten Titel beim Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund gesichert. Allerdings hätte ihm auch Remis gereicht, da die Konkurrenz zwar redlich um volle Punkte kämpfte, aber letztlich selbst jeweils nur halbe Punkte erzielte. Damit landen Magnus Carlsen, Dmitry Jakovenko und Peter Leko punktgleich auf dem zweiten bis vierten Platz. Etienne Bacrot und im Besonderen das Schlusslicht, Arkadij Naiditsch, werden ein paar wertvolle ELO-Punkte verlieren, während sich die restlichen Vier über mehr oder weniger hohe Zugewinne freuen dürfen. Es wird unsere deutsche Nummer 1 im Augenblick nicht trösten, doch ihm bleibt nach wie vor der Rekord, der jüngste Gewinner des Chess-Meeting zu sein. Und wer weiß, vielleicht kann er ja bei der Schnellschach-WM in Mainz schon wieder strahlen. Einstweilen ist der Held jedoch ein Anderer und der heißt Kramnik! Sehr wahrscheinlich wird er sich auch wieder an die Spitzenposition der russischen ELO-Liste begeben.
11.07.2009 - Sämtliche Begegnungen der achten Runde beim Sparkassen Chess-Meeting endeten mal wieder ohne Sieger. Dabei bekamen die Zuschauer zumindest drei völlig unterschiedliche Punkteteilungen geboten. Den Anfang machten Etienne Bacrot und Peter Leko mit einem klassischen Kurzremis nach 17 Zügen. Etwas filigraner folgten Arkadij Naiditsch und Magnus Carlsen, indem sie eine bekannte Sveshnikov-Variante runterspulten und dann binnen kürzester Zeit so viel Material tauschten, bis das Remis offensichtlich war. Deutlich länger plagten sich dagegen Dmitry Jakovenko und Vladimir Kramnik. Jakovenko hat ohnehin mit Abstand die meiste Zeit aller Spieler am Brett verbracht und auch heute wurden es 56 Züge. Im Vergleich zu den anderen beiden Remis hätte es in dieser Partie jedoch gut und gerne einen Sieger geben können, denn im 33. Zug ließ Kramnik eine aussichtsreiche Möglichkeit aus, die wahrscheinlich gewonnen und ihm den neunten Sieg beim Chess-Meeting eingebracht hätte. So allerdings entkam Jakovenko ins Remis und vertagte die Entscheidung auf das morgige Finale, welches übrigens schon um 13 Uhr beginnen wird. Tabelle und Partien ...
10.07.2009 - Ungefährlich sah die russische Dame in der Nähe des norwegischen Königs zwar nicht aus, aber erst das wahrscheinliche Übersehen des Einschlages Txe6 kostete Magnus Carlsen in der achten Runde des Sparkassen Chess-Meeting die Partie gegen Vladimir Kramnik. Damit nimmt der Dortmunder Rekordsieger zum ersten Mal seine gewohnte Position an der Tabellenspitze ein. Die längste Schlacht lieferten sich Dmitry Jakovenko und Etienne Bacrot. Beim Versuch, dem gegnerischen König mit Turm und zwei Leichtfiguren beizukommen, verhaspelte sich der Franzose und musste schließlich in ein Turm- und ungleichfarbiges Läuferendspiel mit Minusbauer abwickeln. Die Chancen auf ein Remis waren gut, doch nun begann Jakovenko seine Massage Royal und knetete seinen Gegner so lange, bis er noch einen letzten Trick entdeckte und probierte. Bis dahin fehlerfrei agierend stand Bacrot im Läuferendspiel im 76. Zug scheinbar vor der Wahl, wohin er seinen Läufer stellen konnte, doch in Wahrheit sicherte nur das Feld b8 das Remis. Aber er zog ihn nach g3 und mit einem Mal war der weiße c-Bauer nicht mehr aufzuhalten. Man weiß gar nicht, ob man mehr Jakovenko für diese kämpferische Leistung bewundern oder eher den unglücklichen Bacrot bedauern soll. Deutlich weniger spannend ging es bei dem 27-zügigen Remis zwischen Peter Leko und Arkadij Naiditsch zur Sache. Somit wird Kramnik nun von dem Trio Carlsen, Leko und Jakovenko verfolgt. Um 15 Uhr startet morgen die vorletzte Runde mit dem russischen Topduell Jakovenko gegen Kramnik. Tabelle und Partien...
09.07.2009 - Das hätte Balsam auf der geplagten Schachseele der deutschen Nummer 1 sein können. In einer hochspannenden Partie erspielte sich Arkadij Naiditsch in der siebten Runde des Sparkassen Chess-Meeting gegen Dmitry Jakovenko mehrfach! eine glatt gewonnene Stellung, doch die russische Nummer 1 wandte sich wie ein Aal und flutschte dem Deutschen mit teils genialen Tricks immer wieder durch die Finger. Letzten Endes konnte der Russe das Remis forcieren und drei Kreuze im Kalender machen, das er diese lange und aufregende Partie nicht verloren hat. Tabellenführer Magnus Carlsen und Titelverteidiger Peter Leko dagegen machten es kurz. Gerade, als die Zuschauer eifrig rätselten, wie die Partie wohl ausgehen könnte, beantworteten die Spieler die Frage, indem sie sich nach nur 22 Zügen die Hände zum Remis reichten. Somit hätte Vladimir Kramnik im Falle eines Schwarzsieges gegen Etienne Bacrot mit dem Norweger gleichziehen können, doch trotz einer komplizierten Stellung behielt der Franzose den Überblick und überzeugte den Russen nach 38 Zügen davon, dass sich das Weiterspielen nicht mehr lohne und die Punktteilung gerecht sei. Damit liegt die Remisquote beim Chess-Meeting nun bei bedenklichen 76%. Tabelle und Partien ...
07.07.2009 - Die gestrige fünfte Runde beim Sparkassen Chess-Meeting sah zum ersten Mal in diesem Jahr zwei entschiedene Partien. Während Vladimir Kramnik und Dimtry Jakovenko zeitig Frieden schlossen, wurde zwischen Magnus Carlsen gegen Arkadij Naiditsch und Peter Leko gegen Etienne Bacrot erbittert um den vollen Punkt gerungen. Nachdem es Carlsen gegen die Berliner Verteidigung seines deutschen Kollegen gelungen war, tatsächlich etwas Vorteil aus der Eröffnung zu pressen, spielte Naiditsch das Mittelspiel sehr stark und hatte das Remis fast schon vor Augen. Doch dann verrechnete er sich im Endspiel und Carlsen nutzte die Gelegenheit, wieder die alleinige Führung zu übernehmen, unbarmherzig aus. Bacrot dagegen geriet gegen Leko aus einem Dameninder heraus rasch in eine bedenkliche Lage und verlor, als ihn der Ungar per Königsangriff weiter unter Druck setzte, den Überblick. Leko ließ sich nicht lange bitten und beendete die Partie kurz und schmerzlos per Turmopfer. Heute ruhen die Stars, bevor es morgen in die zweite Turnierhälfte mit vertauschten Farben geht. Tabelle, Partien und exklusive Fotos ...
05.07.2009 - Nachdem gestern an allen Brettern einvernehmlicher Frieden in Deutschlands stärksten GM-Turnier herrschte haben die Weltstars in Dortmund heute deutlich mehr Kampfeslust präsentiert. Mann des Tages ist Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik. Im vergangenen Jahr hatte ihm Arkadij Naiditsch eine empfindliche Niederlage beigefügt und dafür rächte sich der Russe heute eindrucksvoll. Wieder mit den schwarzen Steinen, wieder Russisch, aber eine andere Variante spielend als vor einem Jahr, ließ er dem Deutschen nicht den Hauch einer Chance und brachte diesen mittels eines kräftig vorgetragenen Königsangriffs zur Strecke. Damit zieht Kramnik in der Tabelle mit Magnus Carlsen gleich, denn der Norweger erspielte sich zwar durchaus realistische Siegchancen gegen Etienne Bacrot, doch der Franzose demonstrierte echte Steherqualitäten und rettete sich letztlich in eine uneinnehmbare Festung. Zwischen Dmitry Jakovenko und Titelverteidiger Peter Leko wurden indes nur 22 Züge gespielt und dann ebenfalls der Punkt geteilt, ohne jemals für echte Spannung gesorgt zu haben. Schön, dass heute dafür an den beiden anderen Brettern die Visiere hochgeklappt waren und den Fans eine fesselnde Show geboten wurde. Tabelle und Partien gibt's hier ...
04.07.2009 - Heute schlug der Turniermodus des Sparkassen Chess-Meeting erbarmungslos zu. Richtet man ein Top Turnier mit nur sechs Spielern aus, muss man stets befürchten, dass sich zu viele Spieler einig sind, mal nicht zu kämpfen und flugs endet ein kompletter Spieltag mit einer Nullnummer. Nach weniger als 45 Minuten und nur 19 Zügen war bereits die Partie Magnus Carlsen gegen Vladimir Kramnik beendet und wenig später zogen Etienne Bacrot und Dmitry Jakovenko nach. Zwischen Arkadij Naiditsch und Peter Leko wurde die recht unkomplizierte Stellung zumindest bis zum Remis ausgespielt, doch unter dem Strich wurden im Besonderen die zahlenden Zuschauer vor Ort heute von den Weltstars des Schachs im Stich gelassen. Tabelle und Partien gibt's hier ...
03.07.2009 - Die aktuelle Nummer 1 der russischen Eloliste, Dmitry Jakovenko schlug in der zweiten Runde des Sparkassen Chess-Meeting mit einer feinen Endspielleistung Arkadij Naiditsch. Der Deutsche leistete zwar erbitterten Widerstand, doch letztlich setzte sich die weiße Mehrfigur durch. Obwohl Peter Leko gleich in den ersten beiden Runden die weißen Steine führen durfte, brachte er mit seiner harmlosen Eröffnungswahl in beiden Partien insgesamt nur 49 Züge aufs Brett. Auch heute hielt er die Stellung einfach und reduzierte konsequent das Material, sodass selbst der Kämpfer Magnus Carlsen nach nur 25 Zügen dem Friedensschluss zustimmte. Ein ähnliches Bild bot die Partie zwischen Vladimir Kramnik und Etienne Bacrot. Wobei der Siegeswille des ehemaligen Weltmeisters durchaus erkennbar war, doch Bacrot zeigte sich auf der Höhe und wickelte letztlich in ein ausgeglichenes Turmendspiel ab. Somit führt weiterhin Carlsen, während Naiditsch einstweilen mit der roten Laterne leben muss Tabelle und Partien gibt's hier ...
02.07.2009 - Gleich in der ersten Runde kam es beim Sparkassen Chess-Meeting zum Aufeinandertreffen der Elofavoriten. Nein, das war nicht das Duell zwischen Peter Leko und Vladimir Kramnik, welches gänzlich unüberraschend remis endete, sondern die Begegnung zwischen Magnus Carlsen und Dmitry Jakovenko. Bis ins Endspiel schien es, als würde auch diese Partie im Remishafen anlegen, aber dem Norweger gelang es zusehends, die Oberhand zu gewinnen. Der weiße Freibauer auf der h-Linie band den gegnerischen König an sich, und erlaubte seinem Besitzer, derweil am Damenflügel auf Beutefang zu gehen. Das war zu viel für Jakovenko und er musste nach 49 Zügen die Segel streichen. Die dritte Partie der ersten Runde brachte keinen Sieger. Arkadij Naiditsch und Etienne Bacrot diskutierten mal wieder den Marshall-Angriff im Spanier, doch heraus kam nur ein Endspiel mit einem fast wertlosen weißen Mehrbauer, welches der Franzose halten konnte. Tabelle und Partien gibt's hier ...