TopTurniere Trotz Kampf wieder drei Remise in Dortmund Naiditsch hauchdünn am Sieg vorbei geschrammt
09.07.2009 - Das hätte Balsam auf der geplagten Schachseele der deutschen Nummer 1 sein können. In einer hochspannenden Partie erspielte sich Arkadij Naiditsch in der siebten Runde des Sparkassen Chess-Meeting gegen Dmitry Jakovenko mehrfach! eine glatt gewonnene Stellung, doch die russische Nummer 1 wandte sich wie ein Aal und flutschte dem Deutschen mit teils genialen Tricks immer wieder durch die Finger. Letzten Endes konnte der Russe das Remis forcieren und drei Kreuze im Kalender machen, das er diese lange und aufregende Partie nicht verloren hat. Tabellenführer Magnus Carlsen und Titelverteidiger Peter Leko dagegen machten es kurz. Gerade, als die Zuschauer eifrig rätselten, wie die Partie wohl ausgehen könnte, beantworteten die Spieler die Frage, indem sie sich nach nur 22 Zügen die Hände zum Remis reichten. Somit hätte Vladimir Kramnik im Falle eines Schwarzsieges gegen Etienne Bacrot mit dem Norweger gleichziehen können, doch trotz einer komplizierten Stellung behielt der Franzose den Überblick und überzeugte den Russen nach 38 Zügen davon, dass sich das Weiterspielen nicht mehr lohne und die Punktteilung gerecht sei. Damit liegt die Remisquote beim Chess-Meeting nun bei bedenklichen 76%.