Zu den Youth Classic bitte hier klicken...
Zur DSEM Chess960 bitte hier klicken...
Zu den Youth Classic Simultans...
Zum Geburtstagsvideo Vishy Anand...
Top Turniere
TopTurniere
Carlsen triumphiert in Zürich
Nur das Schnellschach lief nicht rund
04.02.2014 - Im ersten Turnier nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft hat Magnus Carlsen gezeigt, dass er keineswegs vorhat, sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen. Das Blitzturnier zu Beginn hatte er gewonnen, im Hauptturnier marschierte er bis auf den Strauchler gegen Nakamura souverän zum Sieg, und erst im abschließenden Schnellturnier ließ er mal der Konkurrenz den Vortritt. Mit 4/5 siegte dort Fabiano Caruana vor Hikaru Nakamura und Levon Aronian. Für die Gesamtwertung zählten nur das Haupt- und das Schnellturnier, wobei die Punkte aus ersterem verdoppelt wurden, während das Schnellturnier normal zählte. So kommt Carlsen letztlich auf 10 Punkte vor Levon Aronian und Fabiano Caruana mit jeweils 9 Punkten. In der Folge finden Sie sämtliche Tabellen, Ergebnisse und Partien.
Hier geht's lang...

Turnierseite
TopTurniere
Zurich CC 2014 - Drama im Spitzenduell
Carlsen gewinnt Verluststellung gegen Nakamura
01.02.2014 - Dass Hikaru Nakamura gerne mal eine dicke Lippe riskiert, ist sowas wie sein Markenzeichen. Kürzlich betitelte er sich via Twitter als der einzige Herausforderer von Sauron, wie der Amerikaner Magnus Carlsen gerne nennt. Heute ließ Naka diesen Worten beinahe starke Taten folgen. Bis zum 37. Zug hatte er den Weltmeister komplett überspielt, und die Engines überschlugen sich mit positiven Bewertungen rund um die +7. Aber mit 37.d6?? verzockte er den gesamten Vorteil. Schlimmer noch, der Weg zum Remis war sogar urplötzlich extrem schmal. Als Nakamura registrierte, was er angerichtet hatte, brachte er nicht mehr die Kraft auf, korrekt zu spielen, und verlor. Das ist nur im Schach möglich. Aus einem geschätzten 7:0 wurde letztlich ein 0:1 - bitter! Es wäre übrigens der erste Sieg Nakas gegen Carlsen in einer klassischen Partie gewesen. Die Begegnungen zwischen Levon Aronian und Boris Gelfand sowie Fabiano Caruana und Viswanathan Anand endeten nach spannendem Verlauf friedlich. Damit ist Carlsen zwei Runden vor dem viel zu schnell kommenden Ende alleiniger Tabellenführer. Da Aronian und Gelfand vor dem 40. Zug remisierten, spielten beide noch eine Partie Schnellschach, deren Notation zwar (noch nicht) vorliegt, aber offenbar vom Armenier gewonnen wurde.
Ergebnisse, Partien, Bilder...

Turnierseite
TopTurniere
Zurich CC 2014 - Nakamura schlägt Anand
Remis im Spitzenduell der 2800er
31.01.2014 - Auch wenn er in der Live-Analyse noch nicht recht überzeugt wirkte, im Mittelspiel der Berliner Verteidigung geriet Hikaru Nakamura als Schwarzer gegen Viswanathan Anand unter Druck. Doch wer gewinnt, hat bekanntlich Recht, und genau dies tat der Amerikaner in einer verrückten Partie. Als Anand zu 15.d4 griff, eröffnete er Naka die Chance auf ein Springeropfer auf h3. Obwohl nicht wirklich von der Korrektheit überzeugt, schlug dieser zu und zeigte sich in der Folge voll auf der Höhe. Der schwache König des Weißen gab letztlich den entscheidenden Ausschlag. Damit zieht Nakamura mit Magnus Carlsen und Levon Aronian gleich an die Spitze der Tabelle, denn die Nr. 1 und 2 der Weltrangliste teilten in einer interessanten Partie nach exakt 40 Zügen den Punkt. Friedlich endete auch das längste Duell des Tages. Boris Gelfand und Fabiano Caruana diskutierten die Leningrader Variante im Holländer, und es sah kurz so aus, als könnte der Israeli merklichen Vorteil erzielen, aber dann ließ er den Tausch der Damen zu. Im Endspiel erzielte er dann nochmals einen symbolischen Vorteil, aber schon in Runde 1 ließ Caruana auch heute nicht mehr zu. Das Spitzenduell der 3. Runde lautet Nakamura versus Carlsen, Aronian hat Weiß gegen Gelfand, wie auch Caruana gegen Anand. Start: 15 Uhr
Ergebnisse, Partien, Bilder...

Turnierseite
TopTurniere
Zurich CC 2014 - Die 2800er legen vor
30.01.2014 - In der ersten Runde der Zurich Chess Challenge sorgte der Weltmeister persönlich für das erste Ergebnis. Mit den weißen Steinen führte Magnus Carlsen gegen Boris Gelfand eine taktische Schlacht und zwang den Israeli mit Zügen wie 15.g4(!!) erst in Zeitnort und dann zur Aufgabe. Taktisch geprägt war auch das Duell zwischen Levon Aronian und Viswanathan Anand. Im 22. Zug opferte Letzterer im Zentrum einen Läufer für drei Bauern, die ihrerseits allerdings sehr anfällig waren. Fortan kämpfte Anand ums Remis, aber Aronians Technik war schlussendlich zu gut. Zwei schwarze Bauern mussten das Brett verlassen, wonach die Lage aus indischer Sicht hoffnungslos wurde. Hikaru Nakamura versuchte es mit einer frühen Attacke auf Fabiano Caruanas König, aber der Italiener parierte sauber, und alsbald tauschte sich auf der Linie nahezu das komplette Material ab. Im Endspiel Springer gegen Läufer verfügte der Amerikaner allenfalls über einen symbolischen Vorteil, doch auf diesen pochte er so lange, wie es möglich war. Letztlich musste er aber einsehen, dass es keinen Blumentopf zu gewinnen gab. Morgen um 15 Uhr hat Caruana nochmals Schwarz gegen Gelfand, Anand hat Weiß gegen Nakamura, und Carlsen darf gegen Aronian nochmals mit Weiß ran.
Ergebnisse, Partien, Bilder...

Turnierseite
TopTurniere
Kategorie 23 in Zürich
Zurich Chess Challenge 2014 startet heute ab 15 Uhr mit Runde 1
30.01.2014 - Der 16. Weltmeister Magnus Carlsen, der 15. Weltmeister Viswanathan Anand, Tata Steel 2014-Sieger Levon Aronian, der stärkste Amerikaner seit Bobby Fischer, Hikaru Nakamura, Italiens Exportschlager und Vorjahressieger Fabiano Caruana und Dauerbrenner Boris Gelfand, so liest sich das diesjährige Feld der Zurich Chess Challenge 2014. Damit kommen die Veranstalter nach heutigem Stand auf einen ELO-Schnitt von phantastischen 2801. Gestern trafen sich die Kontrahenten bereits zu einem Blitz-Stelldichein, um die Startnummern für das heute beginnende Turnier zu ermitteln. Dieses Verfahren erfreut sich auf höchster Ebene zunehmender Beliebtheit. Trotz leichter Startprobleme (Auftaktniederlage gegen Caruana) setzte sich letztlich hauchdünn nach Wertung der amtierende Weltmeister vor Aronian durch. Ab 15 Uhr können Sie die erste Runde live verfolgen. Wir empfehlen wie immer den Fritzserver von ChessBase, denn dort wird der Deutsche Meister GM Klaus Bischoff für Sie live das Geschehen kommentieren. In der Folge finden Sie alle wichtigen Informationen sowie die Tabelle und die Partien des Blitzturniers.
Hier geht's lang...

Turnierseite
TopTurniere
16. Schachweltmeister Magnus Carlsen!
22.11.2013 - Er hat es geschafft. Mit fast 23 Jahren ist Magnus Carlsen nicht mehr länger "nur" die Nummer 1 der Weltrangliste, seit heute 15:15 Uhr (MEZ) ist er auch Weltmeister. Mancher mag es als Pflicht ansehen, dennoch ist es bemerkenswert, dass Viswanathan Anand nach dem gestrigen Knockout nochmals die Motivation aufbrachte, in der heutigen Partie auf Sieg zu spielen. Gegen das norwegische 1.e4 antwortete der Titelverteidiger mit Sizilianisch, was Carlsen mit Rossolimo entschärfte. Wozu hätte er sich auch auf ein kompliziertes Handgemenge einlassen sollen? Natürlich bemühte sich Anand, das Spiel am Laufen zu halten und seinem Gegenüber Fallen zu stellen, doch letztlich behielt Letztgenannter die Nerven und erreichte ein etwas besseres Springerendspiel. Auch hier investierte Anand nochmals viel Zeit und Kraft, um das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden, aber nach nicht ganz 5 Stunden Spielzeit und 65 Zügen musste er sich ins Remis fügen und Carlsen zum verdienten WM-Titel gratulieren. Auch wenn sich die meisten Chess Tigers einen anderen Verlauf gewünscht hätten, geht unser ehrlicher Glückwunsch an den neuen Weltmeister. Bravo, Magnus Carlsen! Ein wahrer Champion!
Endstand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
WM 2013, Partie 9 - Carlsen (fast) am Ziel
21.11.2013 - Ein böser Schnitzer beendete die neunte WM-Partie und damit vermutlich auch endgültig das Duell um den Titel. In einer hochgradig spannenden Schlacht versuchte Viswanathan Anand sein Bestes, irgendwie den Rückstand auf einen Punkt zu verkürzen, und es sah einige Zeit gar nicht schlecht aus. Beherzt griff der Inder am Königsflügel an, aber Carlsen blieb cool und pochte auf seinen Freibauern am Damenflügel. Als dieser letztlich zur Dame wurde, gab es nach ersten Analysen keine Chance mehr auf einen vollen Punkt für den Titelverteidiger. Vielleicht auch unter diesem Eindruck stellte Anand im 28. Zug die falsche Leichtfigur nach f1 und gab nach dem nächsten Zug des Norwegers auf. Damit fehlt Carlsen nur noch ein halber Punkt, bis er sich 16. Schachweltmeister der Geschichte nennen darf. Das könnte sich schon morgen ändern, und die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte im nahezu dreistelligen Prozentbereich liegen.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
Chennai weint bitterlich... Mission impossible starts now ...
Das klassische Weltschach im Umbruch - Chennai (Indien) im Aufbruch - ein Spaziergang durch und ums Hyatt Regency
20.11.2013 - Völlige Desillusionierung oder festen Glauben haben, welchem Weg kann man einfacher folgen! Immer weiter, immer weiter... Oliver Kahns Devise nach schwersten Niederlagen, wie zum Beispiel beim Auswärtsspiel bei den "Roten Teufeln" in Kaiserslautern: Führung der Bayern zur Halbzeit mit 1:4, am Schluss hieß es 7:4 nach 6 Toren für den Aussenseiter erzielt ruckzuck hintereinander. Trotzdem "The Show must go on" und der amtierende Weltmeister Anand hat es nicht selbst in der Hand, er spielte bisher gut, aber ihm unterliefen zwei grobe Endspielfehler in den Partien 5 & 6, dass kann schon mal vorkommen, aber bitte nicht, wenn es um "alles" geht. Sein Herausforderer Carlsen machte zwar die ersten Fehler in den Partien 3 & 4, aber Vishy konnte sie nicht für seinen Kontostand nutzen - das macht den Unterschied bei diesem WM-Kampf. Gestern ging es mit Schwarz weiter, bei herrlichem Sonnenschein, letzte Chance, nein, nein, wieder ein wenig motivierendes Remis für die Anandfans? Aber, erst, wenn ein Spieler 6,5 Punkte hat, ist die Messe gesungen, vorher muss jeder Spieler "alles" geben und wirklich "alles" versuchen, auch wenn "alles" verloren geht. Vishy hat einen Plan! Fairplay und Respekt müssen ganz oben stehen und deshalb nehme ich Sie jetzt mit durch Chennai nach dem heftigen Monsun Regen mit Blitz und Donner der letzten Tage. Entspannen Sie sich, genau wie das A-Team, und morgen um 10:30 Uhr MEZ werden die Glocken geläutet ...
mehr Informationen, viele Bilder von Chennai

Website Zeit-online: "Nur aus Liebe zum Schach" Literaturpreis verdächtig von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
Website "Anands Chennai Pictorial Report" großes Kino von Peter Doggers
TopTurniere
WM 2013, Partie 8 - Wieder nur ein Remis
Ruhetag am Mittwoch
19.11.2013 - Magnus Carlsen eröffnete die achte WM-Partie als Weißer mit 1.e4, doch die Hoffnungen der unzähligen Fans von Weltmeister Viswanathan Anand auf eine packende Sizilianisch-Schlacht wurde nicht erfüllt. Mehr noch griff der Titelverteidiger zur Berliner Verteidigung im Spanier und durfte sich nicht wundern, dass sein Gegner im Blitztempo die Züge runterspulte. Bald hatte Anand ausgeglichen, aber mehr war definitiv nicht drin. Zug um Zug tauschten sich die Klötzchen bis ins absolut ausgeglichene Bauernendspiel. Nach weniger als 1,5 Stunden war der Spuk auch schon vorüber. Somit führt Carlsen mit 5:3 vor dem morgigen Ruhetag. Am Donnerstag führt Anand die weißen Steine und hat hoffentlich mehr Zündstoff zu bieten als bisher.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
WM 2013, Partie 7 - Remis zum Start der zweiten Matchhälfte
18.11.2013 - Für Magnus Carlsen gibt es beim derzeitigen Stand der Dinge bei der Schachweltmeisterschaft keinen Grund, etwas zu ändern, und so war der Norweger auch in der siebten Partie bereit, ein Berliner Endspiel zu spielen. Erneut lehnte Viswanathan Anand mit d3 ab und suchte nach einem Ansatz, um auf Gewinn zu spielen. Aber der führende Herausforderer ließ nichts zu und erreichte bald eine völlig ausgeglichene Stellung. Aus diesem Stein konnte der Weltmeister wirklich kein Wasser pressen und so fügte er sich in eine Zugwiederholung. Damit führt Carlsen mit 4,5 zu 2,5 und hat bei 5 ausstehenden Partien natürlich beste Chancen, der neue Weltmeister zu werden. Am Dienstag darf er die weißen Steine führen, aber wie uns der bisherige Matchverlauf lehrt, muss das kein Vorteil sein. Das A-Team ist in Zugzwang und wird fieberhaft daran arbeiten, den Rückstand schleunigst zu verkürzen.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
WM 2013, Partie 6 - Erneuter Endspielsieg für Carlsen
Herausforderer führt zur Halbzeit mit 4:2
16.11.2013 - Viswanathan Anand wich im heutigen Spanier zwar der Berliner Mauer aus und erwischte Magnus Carlsen zudem mit einer frühen Neuerung, aber der Norweger löste die gestellten Probleme sehr souverän. Alsbald standen nur noch die Schwerfiguren auf dem Brett mit der etwas besseren Bauernstruktur für den Norweger. Das gipfelte letztlich in einem Turmendspiel mit Mehrbauer für Carlsen, welches er sich natürlich noch zeigen ließ. Alles deutete auf ein Remis hin, doch der Herausforder versuchte noch einen allerletzten Trick und ... gewann! Das ist aus Sicht des Weltmeisters natürlich eine Katastrophe. Er liegt nun 2:4 hinten, aber noch sind im Optimalfall 6 Partien zu spielen. Am Sonntag ist Zeit zum Kräfte sammeln, bevor am Montag 10:30 Uhr Partie 7 ansteht, in welcher Anand nochmals Weiß haben wird. Nutzen Sie doch die Zeit, um sich (mal wieder) auf "Mate in Chennai" umzuschauen. Unser Chess Tiger on Tour und Mitglied des Team Anands, Eric van Reem, hat neue Beiträge und Bilder veröffentlicht.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
Marina Beach and the Chennai Feeling
Eindrücke sammeln, Kontakte knüpfen, Chennai kennen lernen, Interviews geben, Wahrsagen lassen und das Riesenschachbrett austesten ...
16.11.2013 - Ein toller, unendlich langer Sandstrand mit ausschließlich indischem Publikum. Das Wasser sieht natürlich und sauber aus und ist typischer Weise mit gefährlicher Brandung und saugender Unterströmung ausgestattet. Es windet kontinuierlich und man fühlt die 28 Grad Celsius nicht, ein total angenehmes Klima hier im Winter. Einfach die Leute anschauen mit unserem indischen Fahrer ist dermaßen interessant, sodass man sich am liebsten den ganzen Tag am Strand aufhalten würde. Die Inder kommen aber meist erst am Nachmittag - so gegen 16:00 Uhr Ortszeit - und bleiben mindestens bis zum Einbruch der Dunkelheit, meisten aber auch lange danach. Es ist friedlich und ruhig hier, keine aufdringliche Hektik, Keine laute Musik, überaus freundliche Menschen, wobei viele geschäftstüchtig sind und mit den anderen via I-phone auch Gruppenbilder einfach austauschen wollen. Wir weißen Europäer sind natürlich etwas anders, am Aussehen leicht zu erkennen, aber wenn wir über das A(nand)-Team reden, sind wir gleich dazugehörige Einheimische, die auch jetzt für ihren größten Sohn der Stadt bereit stehen. One Mann, one Team, one Country, one Mission, ... den starken, jungen Wickinger zu besiegen, scheint nach dem Verlust der 5.Partie eine nationale Angelegenheit für den indischen Sporthero zu werden.
mehr Informationen und viele Bilder...

Website Zeit-online: "Carlsen ringt Anand nieder" von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
Website "Chessvibes" mit Peter Doggers
TopTurniere
WM 2013, Partie 5 - Jetzt wird's richtig spannend!
Carlsen legt vor
15.11.2013 - Magnus Carlsen hat bei der Schachweltmeisterschaft 2013 mit einem Weißsieg in der fünften Partie die Führung übernommen. Aus der Eröffnung heraus, welche der Norweger heute mit 1.c4 begann, behielt er einen kleinen Endspielvorteil, auf welchen er in der Folge pochte, wie es nunmal seine Spezialität ist. Mit aktivem Spiel jedoch schien das Remis für Viswanathan Anand in greifbarer Nähe, aber dann leistete sich dieser einige Ungenauigkeiten. Das ist gegen einen Carlsen fast das Todesurteil, so auch heute. Als sich die Chance bot, erkannte dieser sie, rechnete alles aus und ließ die restlichen Züge nahezu á tempo folgen. Damit führt der Herausforder 3:2 und darf zurecht ein Mal kräftig Durchschnaufen. Zu lange wird er sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, denn nun erwartet ihn in Partie 6 und 7 gleich zwei Mal Schwarz! Zudem ist Anand längst dafür bekannt, Niederlagen ausgezeichnet verdauen zu können. Am Samstag ab 10:30 Uhr werden wir erleben, wie der Weltmeister sich zu revanchieren gedenkt.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
Anand und Carlsen unter Hochdruck - Kasparov darf nur zuschauen
Schwarz ist OK - In der 3.Partie ist Vishy Anand und in der 4.Partie Maggi Carlsen am Drücker
14.11.2013 - Als heute der Herausforderer Magnus Carlsen aus Norwegen gegen den 15.Schach-Weltmeister Viswanathan Anand aus Indien mit der Wahl seiner Verteidigung gegen den Native-1.e4-Spieler "Spanisch - Berliner Mauer" den 13.Schach-Weltmeister Garry Kimovich Kasparov an sein Waterloo gegen den 14.Schach-Weltmeister Vladimir Kramnik freundlich erinnerte, wurde klar, dass der "16.Schachweltmeister in Spe" Magnus Carlsen eine Gruß-Botschaft an die Schachwelt loswerden wollte: "Seht her, ich habe dem großen Meister deutlich gezeigt, dass ich seine prinzipielle Hilfe nicht mehr brauche, um meine Strategie für meinen Wettkampf in Chennai zu fokussieren". Hatte doch im Jahre 2000 der Russe Vladimir Kramnik mit dieser genial simplen Eröffnungswahl dem größten Schachspieler aller Zeiten den Schneid beim WM-Kampf in London abgekauft und ihn ohne einen einzigen Partiesieg mit 2:0 bei 13 Remis (da ist schon wieder die Kasparovzahl 13) nach Hause geschickt. Beim WM-Kampf 2008 in Bonn hat dann der amtierende Weltmeister Anand extra 1.d4 erstmals strategisch angewandt, um sich an dieser Beton-Verteidigung nicht gleichermaßen den Kopf, wie es dem "Widder-Mann" Kasparov erging, einzurennen. Dass der 22-jährige Carlsen schon ziemlich gut die WM-Match-Strategie versteht, dabei überhaupt nicht rechthaberisch wirkt, sondern die Verteidigungen der Weltmeister mit der Wahl Caro Kann und Spanisch "Berlin Wall" anwendet, beeindruckt viele Schach-WM-Experten.
mehr Informationen, einige Bilder ...

Website; Zeit-online "Die Geistermeister" von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
Website "Chessvibes" Peter Doggers
TopTurniere
WM 2013, Partie 4 - Restschärfe rettet Anand
13.11.2013 - Will Magnus Carlsen in den großen Fußstapfen des 14. Weltmeisters wandeln? Es macht beinahe den Anschein, denn die norwegische WM-Hoffnung griff heute tatsächlich zur berüchtigten Berliner Mauer, mit welcher Vladimir Kramnik anno 2000 Garry Kasparov vom Thron stieß. Natürlich jaulte die Fangemeinde in den Live-Chats umgehend auf und befürchtete ein langweiliges Remis, doch da opferte der heutige Weltmeister plötzlich seinen a-Bauern. Carlsen griff zu und bald stellte sich heraus, dass er gut daran getan hatte. Zumindest sahen sowohl die menschlichen Experten als auch die künstlichen Engines den Heausforderer gen Sieg marschieren. Allerdings erkannte GM Klaus Bischoff in seinem Live-Kommentar auf dem Server von ChessBase eine gewisse "indische Restschärfe". Mit einem zweiten Bauernopfer sicherte sich Viswanathan Anand genügend Spiel, um letztlich in einem sehr akurat vorgetragenem Doppelturmendspiel zu einem hart erkämpften Remis zu kommen. Das Säbelrasseln hat auf beiden Seiten deutlich zugenommen. Jeder hatte eine ausgezeichnete Chance, den ersten Sieg zu erzielen, musste aber auch ein Mal heftig ums Remis bangen. Welche Schlüsse diese beiden Ausnahmespieler daraus ziehen, werden wir erst am Freitag erfahren, denn am Donnerstag wird sich erholt und natürlich kräftig vorbereitet.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
WM 2013, Partie 3 - Carlsen unter Druck
12.11.2013 - Auch in seiner zweiten Weißpartie griff Magnus Carlsen zu 1.Sf3 und enttäuschte damit viele Fans, die sich vor der Weltmeisterschaft permanent wechselnde Eröffnungen und halsbrecherische Varianten von der Nummer 1 der Weltrangliste erhofft hatten. Es entstand eine Struktur, die an einen Drachen mit vertauschten Farben erinnerte, doch der Norweger erzielte abermals keinerlei Vorteil, mehr noch, er geriet nach und nach in Nachteil. Wo genau der Weltmeister in der Folge die besten Züge verpasste, werden die Experten bestimmt in Kürze herausgefunden haben, jedenfalls zog der Norweger den Kopf aus der Schlinge und erreichte nach etwas mehr als 4 Stunden und 51 Zügen das Remis. Bei der Pressekonferenz hätte die Stimmung nicht verschiedener sein können. Freundlich und mit Schalk im Nacken beantwortete Viswanathan Anand die Fragen der Jounalie, während Carlsen mürrisch wirkte und von Nervosität sprach. Einen sehr guten Zug spielte Carlsen dann doch noch. Auf die Frage, wie er in Indien behandelt werde und ob er es so erwartet hätte, antwortete er, dass er nicht so viel Freundlichkeit und so ausgezeichnete Bedingungen erwartet hätte. Wie das Match auch ausgehe, an den Bedingungen würde es keinesfalls liegen. Morgen darf der Titelverteidiger wieder mit Weiß eröffnen, was der Herausforderer mit "...meine Schwarzpartien sind bisher ohnehin besser als die mit Weiß..." kommentierte. Ab 10:30 Uhr können Sie die Partie live verfolgen.
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
WM 2013, Partie 2 - Erneutes Unentschieden
10.11.2013 - Dass Viswanathan Anand beidhändig (also 1.d4 und 1.e4) aufschlagen kann, ist kein Geheimnis, aber dass Magnus Carlsen auf letzteres mit Caro-Kann antworten würde, kam in der zweiten Partie der Schwachweltmeisterschaft 2013 für den Titelverteidiger nach eigener Aussage doch etwas überraschend. In der Folge vermied der Inder aus Sorge vor der gegnerischen Vorbereitung die schärfste Gangart, und als sich im 18. Zug die Damen tauschten, brauchte man kein großer Prophet sein, um das zweite (schnelle) Remis vorherzusagen. Im 25. Zug wiederholte sich die Stellung zum dritten Mal nach wenig mehr als einer Stunde Gesamtspielzeit. Die Verantwortung nahm Anand bei der Pressekonferenz auf sich und entschuldigte sich für das vorsichtige Spiel. Von einem Ruhetag zu sprechen, ist angesichts des bisher Gezeigten etwas paradox, aber immerhin haben beide Spieler am Montag die Gelegenheit, die richtigen Schlüsse aus dem bisherigen Verlauf zu ziehen und ggf. ihre Strategie anzupassen. Am Dienstag eröffnet Carlsen um 10:30 Uhr als Anziehender die dritte Partie. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, lassen Sie sich nicht die neuesten Beiträge und Bilder von Eric van Reem auf seinem Blog "Mate in Chennai" entgehen!
Stand, Partien & Bilder...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
Alle Systeme auf Null: ab jetzt gilts!
Lockere Aufwärmpartie für Anand - heute - harter 1.Aufschlag oder gut platzierter Slice?
10.11.2013 - Als gestern endlich nach langer Vorbereitungszeit der "Count down" dieses Bild zeigte, die Spieler sich mit Handschlag begrüßten und der FIDE-Präsident Kirsan Uljumzhinov unter hundertfachem Blitzlichtgewitter den ersten Zug symbolisch für den Herausforderer ausführte, war den Gladiatoren Anand und Carlsen anzusehen, dass sie erleichtert waren, jetzt zu zeigen, wer denn der "Beste" im Weltschach ist. Vishwanathan Anand total relaxt, aber hoch konzentriert, Carlsen super cool, aber imitiert selbstbewusst. Die Partie war auch noch nicht richtig im Gange, ehe Sie nach dreimaliger Zugwiederholung nach 16 Zügen zu Ende war. Das Übliche halt, genauso, wie wir es bei Fussballwelt- oder europameisterschaften gewohnt sind - das Ende ist oft ein psychologisches Scharmützel mit Abtasten, so auch hier und heute, ehe es dann ernst wird! Allerdings auch mit der Expertendiskussion hinterher, wem hilft es mehr: "Anand hat jetzt einmal mehr Weiß als sein Gegenüber" oder "Ich kann mir alles erlauben, weil ich jederzeit die Notbremse ziehen kann, von Magnus Carlsen Seite her!" Der Weltmeister wird es heute mit den weißen Steinen und der kontrollierten Offensive angehen.
mehr zur ersten Partie ...

Die Zeit-Online von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
Website "Chessvibes" Peter Doggers
TopTurniere
WM 2013, Partie 1 - Leichtes Schwarzremis für Anand
09.11.2013 - Als Viswanathan Anand wenige Sekunden vor dem offiziellen Start der ersten WM-Partie den "Glaskasten" betrat, welcher für ihn und seinen Herausforderer Magnus Carlsen in den nächsten Tagen und Wochen der Arbeitsplatz sein wird, hatte der Norweger schon lange und offenkundig nervös versucht, sich auf seinen ersten Weiß-Aufschlag zu konzentrieren. In dem nach 1.Sf3 entstandenen Grünfeldinder wurde nach nur wenigen Zügen klar, dass Carlsen für die erste WM-Partie seines Lebens keine wirkliche Sensation vorbereitet hatte und sich Anand bestens auskannte. Im 13. Zug bemerkte der Herausforderer, dass er bereits um den Ausgleich bangen musste und bot dem Weltmeister eine Zugwiederholung an, welche dieser zufrieden akzeptierte. So war nach 16 Zügen und rund 1,5 Stunden Spielzeit die erste von voraussichtlich zwölf Partien beendet. Partie Nummer 2 beginnt am Sonntag um 10:30 Uhr. Gegen 11:00 Uhr wird dann auch wieder GM Klaus Bischoff live auf dem Server von ChessBase kommentieren. In der Zwischenzeit empfehlen wir nochmals wämstens den WM-Blog von Eric van Reem. Auf "Mate in Chennai" berichtet unser Chess Tiger on Tour vom Spielort und hat laufend neue Bilder parat. Mittlerweile hat dieser Blog internationale Berühmtheit erlangt.
Partie, Bilder & mehr...

Offizielle WM-Seite
Mate in Chennai (Blog von Eric van Reem)
TopTurniere
Imposante WM-Eröffnung - Carlsen beginnt mit Weiß
Spielsaal Inspektion, Spielermeeting, Pressekonferenz, Eröffnungszeremonie im Jawaharlal Nehru Indoor Stadium mit 8000 Menschen
08.11.2013 - Bei der Inspektion der Spielbedingungen fehlte Magnus Carlsen, beim "Players meeting" waren beide anwesend. In der Eröffnungspressekonferenz stellte der Weltmeister seine Sekundanten vor. Herausforderer Magnus Carlsen hielt sich geheimnisvoll zurück und erschrak beim Namen von Remiskünstler Peter Leko. Während der fulminanten Eröffnungszeremonie wurde zum Höhepunkt hin, die Auslosung der Farbe in den Spielen gemacht und bedeutet für Anand folgende Reihenfolge: 1.Partie Schwarz, 2.Weiß, 3.Schwarz, 4.Weiß, 5.Schwarz, 6.Weiß, 7.Weiß, 8.Schwarz, 9.Weiß, 10.Schwarz, 11.Weiß,12.Schwarz. Genau die gleiche Reihenfolge, wie bei dem WM-Kämpfen in Bonn gegen Kramnik und in Sofia gegen Topalov, die er beide in den Partien mit normaler Bedenkzeit für sich entschied. In Moskau gegen Boris Gelfand musste er mit der entgegengesetzten Reihenfolge leben und zog in den siegbringenden Schnellschach-Tiebreak - seine bis zum Jahre 2007 beste Disziplin. In der größten indischen Zeitung "The Hindu" gab "The head of delegation Anand" ein kurzes Statement dazu.
mehr Informationen, mehr Bilder...

Die Zeit-Online von Ulrich Stock
Website "Mate in Chennai" Eric van Reem
The Hindu "This is Anand's time"

   


Impressum     Datenschutz
Copyright © 2026 - Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. / CT