TopTurniere WM 2013, Partie 9 - Carlsen (fast) am Ziel
21.11.2013 - Ein böser Schnitzer beendete die neunte WM-Partie und damit vermutlich auch endgültig das Duell um den Titel. In einer hochgradig spannenden Schlacht versuchte Viswanathan Anand sein Bestes, irgendwie den Rückstand auf einen Punkt zu verkürzen, und es sah einige Zeit gar nicht schlecht aus. Beherzt griff der Inder am Königsflügel an, aber Carlsen blieb cool und pochte auf seinen Freibauern am Damenflügel. Als dieser letztlich zur Dame wurde, gab es nach ersten Analysen keine Chance mehr auf einen vollen Punkt für den Titelverteidiger. Vielleicht auch unter diesem Eindruck stellte Anand im 28. Zug die falsche Leichtfigur nach f1 und gab nach dem nächsten Zug des Norwegers auf. Damit fehlt Carlsen nur noch ein halber Punkt, bis er sich 16. Schachweltmeister der Geschichte nennen darf. Das könnte sich schon morgen ändern, und die Wahrscheinlichkeit dafür dürfte im nahezu dreistelligen Prozentbereich liegen.
Einfach besser trainieren!
Schach lernen und die Spielstärke stetig und bequem am heimischen PC steigern dies bietet Ihnen die Chess Tigers Universität und baut ihr Angebot beständig aus. Vom Grundschulkind bis zum ambitionierten Turnierspieler, wir decken mit unseren erfahrenen Lehrern GM Artur Jussupow, GM Dr. Karsten Müller, GM Klaus Bischoff, GM Michael Prusikin, IM Dr. Erik Zude, FM Uwe Kersten, Timo Schönhof und Mike Rosa kostengünstig die gesamte Breite des Schachtrainings ab. Mit über 40 Kursen und mehr als 1.600 Lektionen lehren wir alles, was das Schachspielerherz begehrt. Von den Regeln, über grundlegende Prinzipien, Strategie, Taktik, Eröffnungen, Endspiel, vollständig analysierte Partien und sogar Chess960 haben wir alles in unserem umfangreichen Portfolio. Und so geht's: Chess Tigers Universität - Überblick
Allgemeine Informationen
Die Schachweltmeisterschaft 2013 findet vom 07. bis max. 28. November im Hyatt Regency Chennai statt.
Gespielt werden maximal 12 Partien mit langer Bedenkzeit, welche wie folgt lautet: 120 Minuten/40 Züge, 60 Minuten/20 Züge & 15 Minuten für den Rest der Partie. Ab dem 61. Zug erhält jeder Spieler pro Zug 30 Sekunden Bonus.
Die Startzeit der Partien wird jeweils um 10:30 Uhr unserer Zeit sein. Eine genauere Erklärung finden Sie unter dem Zeitplan.
Gewonnen hat, wer zuerst 6,5 Punkte erzielt. Bei Gleichstand wird ein Tiebreak gespielt, der sich wie folgt gestaltet:
1. Vier (4) Schnellschachpartien im Modus 25'+10''
2. Zwei (2) Blitzpartien im Modus 5'+3'' (bis zu fünf (5) dieser Matches können stattfinden.)
3. Eine (1) Sudden Death-Partie im Modus 5 Minuten für Weiß und 4 Minuten für Schwarz. Ab dem 61. Zug erhält jeder Spieler pro Zug 3 Sekunden Bonus. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.
Der Zeitplan sieht wie folgt aus:
07. November 2013 - Eröffnungsfeier - 11:30 Uhr
09. November 2013 – Partie 1 - 10:30 Uhr
10. November 2013 – Partie 2 - 10:30 Uhr
11. November 2013 – Ruhetag 1
12. November 2013 – Partie 3 - 10:30 Uhr
13. November 2013 – Partie 4 - 10:30 Uhr
14. November 2013 – Ruhetag 2
15. November 2013 – Partie 5 - 10:30 Uhr
16. November 2013 – Partie 6 - 10:30 Uhr
17. November 2013 – Ruhetag 3
18. November 2013 – Partie 7 - 10:30 Uhr
19. November 2013 – Partie 8 - 10:30 Uhr
20. November 2013 – Ruhetag 4
21. November 2013 – Partie 9 - 10:30 Uhr
22. November 2013 – Partie 10 - 10:30 Uhr
23. November 2013 – Ruhetag 5
24. November 2013 – Partie 11 - 10:30 Uhr
25. November 2013 – Ruhetag 6
26. November 2013 – Partie 12 - 10:30 Uhr
27. November 2013 – Ruhetag 7
28. November 2013 – Tiebreak - Startzeit noch unbekannt
28. November 2013 - Abschlussfeier - Startzeit noch unbekannt
Würden die vielen Kameras heute wieder 1.e4 knipsen?
Nein!
GM R.B. Ramesh und GM Susan Polgar kommentierten den Nimzoinder, während die Pressechefin der FIDE, Anastasia Karlovich, noch einen Schuss wagte
Zunächst spielte Magnus Carlsen sehr zügig...
...aber nach 10.g4 nahm er die erste, längere Auszeit
Da ließ ihn der Weltmeister mal eine Zeit alleine grübeln
Endlich eine "bespielbare" Stellung!
Und mehr Zeit auf der Uhr
"Ist Vishy etwa noch in seiner Vorbereitung?"
Live-Kommentator GM Klaus Bischoff bevorzugte hier im Gegensatz zu manchem (nicht alle!) Rechner die weiße Stellung und musste sich von einigen Kiebitzen erst "wishful thinking" und als Steigerung "vishyful thinking" unterstellen lassen
Im englischen Kommentar übernahmen IM Lawrence Trent und IM (WGM) Tania Sachdev die schwierige Aufgabe, die Stellung zu analysieren
Letztlich entschied ein taktischer Schnitzer die Partie, und Carlsen durfte den dritten Sieg für sich notieren. Wenn er bis morgen nicht die Regeln verlernt, dann sehen wir hier den neuen Weltmeister.