TopTurniere Zurich CC 2014 - Drama im Spitzenduell Carlsen gewinnt Verluststellung gegen Nakamura
01.02.2014 - Dass Hikaru Nakamura gerne mal eine dicke Lippe riskiert, ist sowas wie sein Markenzeichen. Kürzlich betitelte er sich via Twitter als der einzige Herausforderer von Sauron, wie der Amerikaner Magnus Carlsen gerne nennt. Heute ließ Naka diesen Worten beinahe starke Taten folgen. Bis zum 37. Zug hatte er den Weltmeister komplett überspielt, und die Engines überschlugen sich mit positiven Bewertungen rund um die +7. Aber mit 37.d6?? verzockte er den gesamten Vorteil. Schlimmer noch, der Weg zum Remis war sogar urplötzlich extrem schmal. Als Nakamura registrierte, was er angerichtet hatte, brachte er nicht mehr die Kraft auf, korrekt zu spielen, und verlor. Das ist nur im Schach möglich. Aus einem geschätzten 7:0 wurde letztlich ein 0:1 - bitter! Es wäre übrigens der erste Sieg Nakas gegen Carlsen in einer klassischen Partie gewesen. Die Begegnungen zwischen Levon Aronian und Boris Gelfand sowie Fabiano Caruana und Viswanathan Anand endeten nach spannendem Verlauf friedlich. Damit ist Carlsen zwei Runden vor dem viel zu schnell kommenden Ende alleiniger Tabellenführer. Da Aronian und Gelfand vor dem 40. Zug remisierten, spielten beide noch eine Partie Schnellschach, deren Notation zwar (noch nicht) vorliegt, aber offenbar vom Armenier gewonnen wurde.
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Allgemeine Informationen
Die Zurich Chess Challenge 2014 läuft vom 29. Januar bis 04. Februar im Festsaal des Hotel Savoy Baur en Ville in Zürich.
Der Turnierschnitt beträgt unglaubliche 2801, was der Turnierkategorie 23 entspricht. Gespielt wird ein einrundiges Turnier mit sechs Spielern, und die Bedenkzeit ist 120 Minuten für 40 Züge plus 60 Minuten für weitere 20 Züge. Ab Zug 61 haben die Spieler 15 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.
Rundenstart ist täglich um 15 Uhr. Einen Ruhetag wird es nicht geben.
Endet eine Partie vor dem 40. Zug unentschieden, wird eine Schnellschachpartie mit vertauschten Farben gespielt, wobei das Ergebnis nicht in die Gesamtwertung einfließt.
Zu guter Letzt tragen die Spieler am Tag nach Beendigung des Turniers (04. Februar) noch ein Schnellturnier mit vertauschten Farben aus.
Alle Partien werden wie gewohnt auf dem Fritzserver von ChessBase übertragen und von Chess Tiger GM Klaus Bischoff live in deutscher Sprache für Sie kommentiert.
Impressionen Runde 3 Screenshots vom Livestream der offiziellen Turnierseite
Zu Beginn besuchte GM Jan Timman das schweizer Kommentatoren-Duo IM Werner "Hugdini" Hug und GM Yannick Pelletier
Alsbald wurde er wieder von GM Peter Leko ersetzt
Das Duell schlechthin der 3. Runde lautete Hikaru Nakamura gegen Magnus Carlsen. Rechts im Bild schauen Chess Tigers-Boss Hans-Walter Schmitt und Sven Noppes live nach dem Rechten.
"Steh ich nicht riesig?"
"Grmpf!"
Da war die amerikanische Welt, wie man unschwer erkennen kann, noch in Ordnung
Nicht nur der Weltmeister staunte, wie sich die Dinge plötzlich zu seinen Gunsten wendeten
So nah war Nakamura seinem ersten Sieg gegen Carlsen in einer klassischen Partie noch nie
Feierabend
Boris Gelfand hatte in der Eröffnung...
...gegen Levon Aronian schwer zu kämpfen...
...doch letztlich war Alles gar nicht so schlimm
Nach nur 27 Zügen besprach man das Remis mit Pelletier
Fabiano Caruana und Viswanathan Anand remisierten
Der Italiener mit Fans?
Anand auf der Suche nach alter Stärke
Die Analyse zeigte, wie kompliziert die Partie war
Bisherige Berichte zur Zurich Chess Challenge 2014 der Chess Tigers