Unterhaltung Die kapitalistische Symbolik des Schachs
07.05.2005 - Die polarisierenden Diskussionsbeiträge des SPD-Parteivorsitzenden Franz Müntefering über den Raubtierkapitalismus und Private-Equity-Fund-Manager, die wie „Heuschreckenschwärme“ über Unternehmen herfallen, lenken wieder einmal mehr den Blick auf wirtschaftlich und sozial angemessene Unternehmensführung. Bei näherem Hinsehen entpuppt sich auch die betuliche Welt der Schachszene als ein Spiegelbild der globalisierten Wirtschaft – denn längst geht es nicht mehr ausschließlich um den fairen Wettkampf auf den 64 Feldern des Schachbretts im Hinterzimmer der Eck-Kneipe. Handfeste finanzielle und psychologische Interessen der Beteiligten sind in ihrem Stellenwert gestiegen.
Romalea guttata (Heuschrecke)
Foto: M.C.Thomas
Längst werden Schachturniere nicht mehr nur
durch Vereine und Verbände ausgerichtet, zusehends geht es darum, eine
möglichst hochkarätige Spielerschar in die Turnierhallen zu locken.
Preisgelder, die sich aus den Teilnahme-Gebühren quasi per Umlage
finanzieren, werden zusehends durch Sponsoren-Gelder aufgepäppelt, sehr
zur Freude der tourenden Schach-Titelträger, die gerne davon ein Häppchen
zur Finanzierung ihres Profi-Lebens abbekommen möchten.
Und so schließt sich der Kreis der
Turnier-Kapitalisten: Grosse Teilnahmefelder, hochkarätige Spieler,
lukrative Preisfonds und luxuriöse Turnier-Organisation in Lokationen,
die Luxusreisende sonst gerne anstreben – das sind die Merkmale des
professionellen Schachzirkus. Jetzt fehlen eigentlich nur noch
Dompteure, die alles im Griff haben und Zirkusdirektoren, die
organisieren, akquirieren und finanzieren.
Den Einfluß des Kapitalismus auf
die Schachtwelt gibt es nicht erst in jüngster Zeit, auch in der
Vergangenheit machten adelige Financiers Schule mit den von ihnen
organisierten Schachturnieren.
Philipp II von Spanien
So veranstaltete 1575 kein geringerer als der spanische König Philipp
II in Madrid das erste internationale Schachturnier der
Geschichte. Für Spanien traten Rui Lopez und Alfons Seran an, in der
italienische Mannschaft standen Giovanni Leonardo da Cutri, Paolo
Boi und Giulio Cesare Polerio.
Als Preisgeld setzte König Philipp II die
für damalige Verhältnisse riesige Summe von 1000 Scudi aus - der spätere
Turniersieger Leonardo da Cutri erhielt sogar die Zusicherung, daß
seine Heimatstadt Cutro für 20 Jahre von allen Steuern befreit wurde.
Der russische Zar Nikolaus II war auch ein Promoter des Schachs. Der Titel
"Großmeister" wurde von ihm nach einem Turnier in St.
Petersburg verliehen. Allgemein als Großmeister anerkannt wurden erstmals die fünf
Preisträger des stark besetzten Turniers in Sankt Petersburg 1914:
Emanuel Lasker, José Raúl Capablanca, Siegbert Tarrasch, Alexander
Aljechin und Frank Marshall.
Die Rolle der Sponsoren
In der Gegenwart haben Unternehmen und Mäzene zusehends die
Rolle der Sponsoren von bekannten Schachturnieren übernommen.
Der
britisch-niederländische Stahlkonzern CORUS, der aus der Fusion
des niederländischen Unternehmens Hoogovens mit British
Steel entstanden ist, beschäftigt etwa 48.000 Mitarbeiter und
tritt als Sponsor des hochklassig bestetzten CORUS-Schachturniers
in Wijk an Zee auf. Die internationale Finanz- und Telekommunikationsfirma
S.W.I.F.T. war Geldgeber des gleichnamigen von Bessel Kok
veranstalteten Turniers in Brüssel. Kok veranstaltete später mit
finanzieller Unterstützung der tschechischen
Mobiltelefongesellshaft Eurotel das Eurotel-Turnier in Prag. Das
Aeroflot-Open in Moskau, das SAP-Open, die Schachweltmeisterschaft 2004 im
Centro Dannemann (Brissago, Schweiz) oder das Dortmund Sparkassen Open
sind weitere Beispiele der von Sponsoren unterstützten
Schachturniere.
Die Szene der Mäzene
Neben den Sponsoren, deren finanzielle
Unterstützung Hand in Hand mit der werbewirksamen Darstellung in der Öffentlichkeit
einher geht, wirken Mäzene als Geldgeber eher dezent im Hintergrund und
stellen das finanzielle Engagement nicht unbedingt in den Vordergrund.
Luis Rentero
Nahed Ojjeh
Wolfgang Grenke
Joop van Oosterom
In Europa haben sich Mäzene wie Luis Rentero,
Madame Nahed Ojjeh, Joop van Oosterom oder Wolfgang Grenke aus
Baden-Baden einen Namen als Unterstützer des Schachs gemacht. Der
Spanier Luis Rentero ist Promotor und Mäzen des hochklassig besetzten
Schachturniers in Linares (Spanien) und zählte den Ex-Weltmeister und
FIDE-Ranglisten-Erste Garry Kasparov zu seinen Gallionsfiguren auf der
illustren Teilnehmerliste - bis zu dessen Rücktritt vom Turnierschach am
Ende des letzten Turniers in 2005.
Madame Nahed Ojjeh dürfte wohl eine der schillerndsten
Personen im Kreise dieser Mäzene sein. Ojjeh ist die Tochter eines
syrischen Verteidigungsministers und Witwe eines Waffenhändlers aus
Saudi-Arabien, ihr persönlicher Reichtum dürfte für Eingeweihte keine
Überraschung sein. Ihre Karriere als Schach-Mäzen begann sie als "Patron" des
CAISSA Schachclubs in Paris - der in der Folge in NAO Paris
umbenannt wurde, rein zufälligerweise wurde der Name NAO aus den Initialen
ihres Namens zusammengesetzt. NAO Paris wurde der größte und stärkste Schachclub in
Frankreich und blickt stolz auf eine illustre Mannschaft, in der ebenso
illustre Weltklasse-Spieler wie Joel Lautier, Etienne Bacrot, Boris Spassky, Alexander
Grischuk, Peter Svidler and Vladimir Kramnik vertreten sind. Und
so ist es für die kundige Öffentlichkeit der Schachszene keine
Überraschung, daß Terminschwierigkeiten der Herren Top-Spieler
standesgemäß gelöst werden. So berichtet Franz Jittenmeier aus Herne in seinem
"Schach-Ticker":
Nahed Ojjeh und Freunde
In Frankreich steht am Wochenende (7.5.) der Mannschaftsmeister fest. 8
Mannschaften spielen um die Meisterschaft, während die restlichen 8
Mannschaften die vier Absteiger ermitteln. Favorit auf den Meistertitel
ist der Pariser Nobel-Verein Nao Chess Club. Alles was Rang und Namen
hat spielt beim Nao Chess Club.
Auch einige Spieler, die am 8. Mai von Porz und Bremen eingesetzt werden, um in Deutschland für ihren Verein
den Titel zu gewinnen. Ein Privatflugzeug steht am 7.5. bereit, um die
Spieler rechtzeitig nach Bremen zu fliegen.
Der Holländer Joop van Oosterom ist selbst ein
begeisterter Schachspieler und krönte seine schachliche Laufbahn als
Fernschach-Weltmeister. Der Milliardär zählt - neben der
holländischen Königsfamilie - zu den reichsten
Personen in Holland und kumulierte sein Vermögen als Firmengründer und
Unternehmer der IT-Software-Firma VOLMAC. In der Szene der Mäzene gilt
van Oosterom,
der alljährlich das renommierte Melody-Amber Schnell- und
Blindschachturnier in Monte Carlo veranstaltet,
als zurückgezogener Individualist und Familienvater.
Der Baden-Badener Unternehmer und
Schachbegeisterter Wolfgang Grenke sieht sich selbst eher als Sponsor
denn als Mäzen, seit Jahren unterstützt er im badischen Ländle das
Karpov-Schachzentrum in Baden-Baden und natürlich auch "seinen" Verein,
den OSC Baden-Baden. Die erste Mannschaft spielte in den
letzten Jahren regelmäßig um den Titelgewinn in der Deutschen
Schachbundesliga, nur um genauso nachhaltig vom Abonnementsmeister aus
Köln-Porz geschlagen zu werden. Mit der Crème-de-la-crème der
Weltschachszene bestückt, spielen die GM Anand, Svidler, Dr. Hübner und Dautev an den Spitzenbrettern und verstärken so die Eigengewächse wie
Rainer Buhmann oder Philipp Schlosser. Sein Engagement für das Schach
untermauert Grenke nicht nur durch die Sponsoren-Tätigkeiten, sondern
auch in der Darstellung seines Unternehmens, der GrenkeLeasing AG. Hier
hat Wolfgang Grenke eine einzigartige Symbiose der geistig-kulturellen
Werte des Schachspiels in der öffentlichen Unternehmensdarstellung
erreicht: Der Geschäftsbericht des Unternehmens ist durchgängig mit der
Symbolik des Schachs durchzogen.
In einem Interview mit FM Hartmut Metz im
Jahr 2002 äussert sich
Wolfgang Grenke zu Sponsoring und Mäzenatentum:
"Die
Schach-Bundesliga ist ein Zuschußgeschäft. Einnahmen durch die
wenigen Zuschauer vor Ort sind keine zu erzielen. Wohl und Wehe
der Vereine hängt oft von einzelnen Mäzenen ab. Ein neuer
Platzhirsch aus Baden-Baden versucht nun den Arrivierten aus
Lübeck und Köln-Porz den Meistertitel streitig zu machen - dank
Wolfgang Grenke. Multimillionär Grenke sorgte mit seiner
finanziellen Unterstützung dafür, daß sein Stammverein binnen
vier Jahren von der Landesliga ins Oberhaus durchstartete.
Außerdem katapultierte sich die neu gegründete Damenmannschaft in
Starbesetzung mit zwei Aufstiegen in die erste Bundesliga. Hartmut
Metz sprach vor dem Bundesliga-Auftakt mit dem einstigen
mittelbadischen Meisterspieler, der ebenso wie seine drei Söhne
für den SC Baden-Oos ans Brett geht.
Metz : Sechsstelliges kostet eine gute
Bundesliga-Mannschaft allemal. Topteams investieren etwa 200.000
Euro pro Saison. Wie hoch liegt der Etat für Damen wie Herren?
Unterstützung: U10-Weltmeisterin Lara Stock aus Freiburg Br wird vom
Baden-Badener GM Philipp Schlosser trainiert
Grenke : Wir fördern auch das
Karpow-Schachzentrum und einige andere Events. Alles
zusammengenommen liegt der Betrag im unteren sechsstelligen
Bereich. Wir sind damit preisgünstiger als Porz und Lübeck -
obwohl wir mit Anand und Peter Swidler zwei WM-Halbfinalisten
haben und mit Rustem Dautov und Robert Hübner zwei Akteure aus der
erfolgreichen deutschen Nationalmannschaft. Aus der badischen
Spitze fehlt uns nur Rainer Buhmann, der für Stuttgart ans Brett
geht.
Metz : Welche Vorteile beschert Ihnen
das Mäzenatentum beim SC Baden-Oos? Image?
Grenke : Da will ich unterscheiden: Was
Grenke Leasing macht, ist kein Mäzenatentum, sondern Sponsoring.
Das heißt, wir sind davon überzeugt, daß das Geld, das wir
ausgeben, uns mehr bringt, als es uns kostet. Wir legten
beispielsweise unseren letzten Geschäftsbericht sehr stark auf das
Thema Schach aus. In der Finanzwelt werben viele Kreditinstitute
und Fonds mit Schachmotiven. Im Gegensatz zu diesen ist es bei uns
so, daß wir das Schach selbst leben. Ich bin übrigens erst
gestern in London bei einer Investoren-Konferenz auf unser
Schach-Engagement angesprochen worden. Es zieht also Kreise. Man
muß das Sponsoring auch dauerhaft sehen, damit es Nutzen bringt.
Nur dann ist es auch glaubwürdig. Für uns hat Schach die
Assoziationen nachzudenken, strategische und taktische Momente zu
beachten und Langfristigkeit. Deshalb bin ich auch kein so guter
Blitzspieler und mag lieber lange Partien. Ich werde auch
ansonsten in der Geschäftswelt immer wieder auf unser
Schach-Sponsoring angesprochen, selbst wenn manche Unternehmer nur
die Grundregeln des königlichen Spiels kennen.
Der Erlebnismarkt Schach - Wie Soziologen die Dinge
sehen
"Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die
gesellschaftliche Bedeutung des Erlebnismarkts in der Bundesrepublik
Deutschland ständig zugenommen. Mit dem Terminus "Erlebnismarkt" soll
hier das Zusammentreffen von Erlebnisnachfrage und Erlebnisangeboten
bezeichnet werden. Erlebnisnachfrage und Erlebnisangebot unterliegen
einer besonderen Rationalität. Ein wichtiges Feld erlebnisrationalen
Handelns sind alltagsästhetische Episoden: Einkäufe, Musik, Kosmetik,
Sport, Fernsehprogramme, Ausgehen, Urlaube, Konzerte, Museumsbesuche,
Kleiderwechsel, Essen, Trinken, Zeitschriften, Süßigkeiten, neue
Frisuren, durch die Stadt gehen usw. "
Gerhard Schulze
So charakterisiert Gerhard Schulze,
Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der
Universität Bamberg in seinem Buch "Die Erlebnis-Gesellschaft -
Kultursoziologie der Gegenwart" (Campus Verlag, 1992) das Phänomen
"Erlebnismarkt".
Und die Teilnahme an einer Schach-Großveranstaltung mit
300 oder 500 Turnierspielern oder gar der prestigeträchtige Masochismus,
den Schachfreunde für gutes Geld im Simultan-Wettkampf gegen renommierte Super-Großmeister
demonstrieren, sind
"Szenen einer vernetzten lokalen Publika" (Schulze), der "Neuen
Kulturszene". Und alle Schachspieler, zumindest wenn sie als Zuschauer oder
Aktive bei Turnierveranstaltungen auftreten, sind Teile des
Erlebnismarktes.
"Auf die Erlebniskonsumenten wirkt eine Szene wie ein
kognitiver Durchlauferhitzer. Die soziologische Bedeutung von Szenen
läßt sich in vier Punkten zusammenfassen: Entstehung von
alltagsästhetischen Schemata, von sozialen Milieus, von
Wirklichkeitsmodellen und von asymmetrischen Milieuwahrnehmungen, so
Professor Schulze weiter. Im Gegensatz zum Soziologen Schulze bringt es Chesstiger
Schmitt auf die einfache Formel: "Schach macht Spaß".
Der Erlebnismarkt Schach
Anbieter und Teilnehmer des Erlebnismarkts Schach
setzten sich aus vielschichtigen Teilen zusammen. Auf der Seite der Marktanbieter finden sich Vereine
und Verbände, Mäzene und Sponsoren - sie alle gelten als Organisatoren
im Erlebnismarkt. Auf der Seite der Teilnehmer versammeln sich
Gelegenheitsschachspieler, organisierte Amateure sowie Voll-Profis, die
mit dem königlichen Spiel ein fürstliches Auskommen erzielen wollen -
obwohl dies nur wenigen tatsächlich gelingt.
Der "Erlebnismarkt Schach" in
der Bundesrepublik Deutschland beeindruckt auch durch die Größenordnungen: So gibt es im Deutschen Schachbund über
94.000 Spieler, die sich in Turnieren oder in offiziellen
Mannschaftskämpfen der zahlreichen Ligen mit einer DWZ-Leistung
qualifiziert haben. Von Flensburg bis Füssen, von Geilenkirchen bis
Görlitz sind sie in über 2.700 Vereinen organisiert.
Die Anziehungskraft des
Kapitals der Sponsoren und Mäzene wirkt weit über die Landesgrenzen:
Von den TOP-100 Spielern der deutschen Rangliste sind lediglich 19
Spielern mit deutscher Staatsangehörigkeit zu finden, die überwiegende
Mehrheit der Profis sind internationale Schach-Titelträger des "Erlebnismarkts Schach"
auf der Suche nach Moneten in den vernetzten lokalen Publika.
Die Symboliker
Auf dem Erlebnismarkt Schach findet sich noch ein
weiterer Typus, der sich einer Klassifizierung nach den herkömmlichen
Begriffen entzogen hat: Die Symboliker. Die "Symboliker" des
Erlebnismarkt Schach
sind Unternehmen, die in der öffentlichen Darstellung auf die optisch
wirkungsvollen Elemente des Schachs, die Symbole, zurückgreifen und sie geschickt in
Werbekampagnen einbauen. Dadurch ziehen sie einen indirekten Nutzen für
die eigene "Corporate Identity", indem die geistig-kulturellen Werte des
Schachspiels auf das werbende Unternehmen transportiert werden.
Schachfiguren und die daraus abgeleiteten Symbole sind - im Gegensatz zu
den fünf olympischen Ringen - als Gebrauchsmuster nicht gesetzlich
geschützt und können ohne Copyright-Gebühren nach Herzenslust in der
Werbung verwendet werden. Eine lobenswerte Minderheit dieser Unternehmen
unterstützen als Sponsoren auch den Erlebnismarkt Schach, die Mehrheit
hat jedoch ausschliesslich kommerzielle Image-Interessen im Sinn.
US-Fernsehserie "Charly's Angels":
Schönheit und Schach als Symbol der Intelligenz
Genuß und Schach
Gentleman und Schach
Szene-Schachspieler im Budapester
Szechenyi-Bad:
Vorbild für Werbefoto des Metro-Handelskonzerns
"Schach prägt die Unternehmenskultur":
Das
Thema im Geschäftsbericht
"Bei GRENKELEASING war es die klare,
strategische Ausrichtung innerhalb der Leasingbranche, die
für die etablierte Marktdurchdringung gesorgt und zur
Ausdehnung der nationalen und internationalen Marktpräsenz
beigetragen hat - nicht zuletzt durch das gute und
effiziente Zusammenwirken der Mitarbeiter in den einzelnen
Ländern. All das sind Charakteristika, die auch den "Läufer"
auszeichnen" (Aus dem Geschäftsbericht 2003)
Deutsche Bank Werbung:
"Erfolg ist die Summe richtiger Entscheidungen."
Nimzowitsch-Regel:
"Die Figuren sind dankbar, wenn man sie auf die richtigen
Felder stellt"
Zielstrebigkeit oder kurzfristiges Denken?
Werbekampagne von Altana mit Schach-Symbolik
Mäzene und Höllenhunde
Herkules im Kampf mit dem Höllenhund Cerberus
Der ewige Kreislauf des Geldes macht auch vor
Mäzenen und Sponsoren nicht halt. So geriet die Mäzenin des
NAO-Chess-Clubs Paris unversehends als "Heuschrecke" im Sinne der
Kapitalismuskritik in das Licht der Öffentlichkeit, als eine
Übernahmeschlacht um eine Public-Relations-Firma publik wurde. Die
französische Publicis Gruppe erklärte im Juli 2003, daß sie in keiner Weise mit
Madame Naheed Ojjeh zusammenarbeiten würde, um gemeinsam Kontrolle über
die britische Holding-Gesellschaft Cordiant Communications Group zu
erlangen und deutete indirekt deren Verwicklung in eine solche
Übernahmeschlacht an.
Gegenwärtig steht der deutsche Versicherungskonzern
Gerling, der in der Schachszene auch als Sponsor bekannt ist, vor der
Übernahme durch Cerberus, einen Private-Equity-Fund. Und der Name des Fonds könnte
nicht besser in das Weltbild von Franz Müntefering passen: Cerberus, der
Höllenhund der griechischen Antike bewacht den Eingang zur Unterwelt und kann nur von Herkules bezwungen
werden.
Ob der Sauerländer Müntefering auch über Kräfte
wie der Griechenheld Herkules verfügt um
seinen Worten auch Taten folgen zu
lassen, bleibt abzuwarten.
Kasparovs Rücktritt erschüttert die
Schach- und Medienwelt - Insider Bessel Kok erläutert in
einem Interview mit den Chess Tigers die wahren Hintergründe
rund um das WM-Chaos
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Schachmacher: Wie Manager Bessel Kok
den dritten Prager Fenstersturz inszenierte - Quo Vadis
Kasparov
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Surrealistische Symbolik des Schachs
- Wenn der Traum vom Sieg unter der Guillotine des Patts
endet
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