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Alekhine Memorial startet furios
Zwei Favoriten straucheln gleich zu Beginn
22.04.2013 - Während in der Schweiz darum gekämpft wird, das nächste WM-Kandidatenturnier zu erreichen, geben sich Einige von denen, die sich darüber keine Gedanken zu machen brauchen, in Paris (und später in St. Petersburg) zum Alekhine Memorial 2013 die Ehre. Die Rede ist von Weltmeister Viswanathan, Levon Aronian und Vladimir Kramnik. Unter diesen Drei sollte sich eigentlich der Turniersieg entscheiden, aber sieben andere starke Spieler sehen das (zumindest teilweise) anders. Michael Adams jedenfalls nutzte eiskalt die Chance, Anand (mal wieder) mit Schwarz zu schlagen. Und Ding Liren ließ sich ebenfalls nicht lumpen und besiegte mal eben Aronian. Verkehrte Welt in Paris? Na ja, Kramnik hielt die Flagge der Elite hoch und knöpfte Landsmann Nikita Vitiugov den vollen Zähler ab. Die beiden anderen Partien endeten ohne Sieger. Runde zwei steht am Montag um 14 Uhr an.
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FIDE GP 2012/13 - Tote Hose 2
Wieder sechs Remis in Runde 4
Montag ist Ruhetag

21.04.2013 - "Wieder kein Blut in Zug" wäre ein möglicher Titel gewesen, aber wir wollen künftig versuchen, auf eine solch martialische Wortwahl zu verzichten. Also wurde an den Titel der dritten Runde des FIDE Grand Prix in Zug einfach eine "2" hinzugefügt, was des Pudels Kern trifft. Selbstverständlich tun wir damit der überwiegenden Zahl der Spieler in der Schweiz Unrecht, denn die meisten Partien wurden vorbildlich ausgekämpft. Klar, dass weiterhin Morozevich, Topalov und Ponomariov führen. Am Montag haben die Protagonisten ihren ersten von zwei Ruhetagen, bevor am Dienstag die fünfte Runde ansteht. Gut möglich, dass wir nach zwei Nullrunden wieder einen Sieg erleben, vielleicht sogar eine Premiere - nämlich einen Schwarzsieg.
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FIDE GP 2012/13 - Tote Hose
Sechs Unentschieden in Runde 3
20.04.2013 - Die Überschrift ist natürlich zu hart. Obwohl in der dritten Runde des FIDE Grand Prix in Zug sämtliche Partien friedlich endeten, wurden sie fast alle ordentlich ausgekämpft. Eine unrühmliche Ausnahme stellten nur Anish Giri und Teinour Radjabov dar. Nach nur 19 Zügen hatte man eine bekannte Katalanisch-Zugwiederholung produziert. Den größten Druck übten Veselin Topalov und Peter Leko auf ihre Gegner aus. Der Bulgare opferte seinem Ruf entsprechend eine Qualität, was sich zur ersten Zeitkontrolle hin tatsächlich vergolden ließ. Doch selbst knapp bei Zeit ließ Topi die Chance verstreichen und musste sich schließlich ins Remis fügen. Gut sah es auch für Leko gegen Hikaru Nakamura aus, und wer weiß, was gewesen wäre, hätte der Ungar 35.e6! gespielt. So entwischte der Amerikaner durchaus glücklich ins Remis. Keine Siege bedeuten auch keine Änderung in der Tabelle. Es führen weiterhin Morozevich, Topalov und Ponomariov. Runde 14 freut sich am Sonntag ab 14 Uhr auf Sie.
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FIDE GP 2012/13 - Drei Spieler spitze nach Runde 2
19.04.2013 - Gleich drei Siege präsentierte die zweite Runde des FIDE Grand Prix in Zug. Rustam Kasimdzhanov machte in einer sehenswerten Partie gegen Gata Kamsky seine Auftaktniederlage umgehend wett. In Zeitnot konnte der Amerikaner seine bedenkliche Stellung nicht zum Besten verteidigen und wurde von Anands Ex-Sekundanten taktisch ausgestopft. Veselin Topalov geriet zunächst gegen einen kämpferisch eingestimmten Peter Leko unter Druck, doch der Bulgare konnte in Lekos Zeitnot das Blatt zu seinen Gunsten wenden. Denn dritten vollen Punkt des Tages erzielte Ruslan Ponomariov gegen Fabiano Caruana. Im Endspiel eroberte der Ukrainer einen Bauern und verwerte den Vorteil zum Sieg. Die anderen drei Duelle endeten ohne Sieger. Somit führen nun Morozevich, Topalov und Ponomariov mit 1,5 Punkten das Feld an. Runde 3 steht am Samstag ab 14 Uhr an.
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FIDE GP 2012/13 - Caruana und Morozevich eröffnen siegreich
18.04.2013 - Zwei entschiedene Partien gibt es von der Auftaktrunde des FIDE Grand Prix-Turniers in Zug zu vermelden. Den Anfang machte Fabiano Caruana gegen Teimour Radjabov. Letzterer wird in den folgenden Runden beweisen müssen, dass er das schlechte Kandidatenturnier und eine Auftaktniederlage wegstecken kann. Den zweiten vollen Punkt des Tages fuhr Alexander Morozevich mit scheinbar leichter Hand gegen Rustam Kasimdzhanov ein. Viele Fans würden ihm gönnen, wenn er sich über die Grand Prix-Serie für das Kandidatenturnier 2014 qualifizieren würde. Dafür muss man Erster oder Zweiter in der Gesamtwertung werden. Alle weiteren Partien endeten mehr oder weniger spannend remis. Enttäuscht war Hikaru Nakamura, weil sich Sergey Karjakin in einem schlechten Endspiel bis zum 107. Zug perfekt zum Remis verteidigte. Die zweite Runde beginnt am Freitag um 14 Uhr.
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FIDE GP 2012/13 - Erste Bilder aus Zug
18.04.2013 - In wenigen Stunden beginnt in Zug das dritte von sechs Grand Prix-Turnieren der FIDE. Bereits am gestrigen Abend gab es im kleinen Kreis eine Eröffnungsfeier und ein technisches Meeting, in welchem den Spielern nochmals die Regeln nahe gebracht wurden. Okay, im Grunde heißt das nur, pünktlich am Brett zu sein, die Partien auszuspielen und bei jeglichem Remisgedanken erst Schiedsrichter Panagiotis Nikolopoulos zu konsultieren. Somit ist alles gesagt, jetzt freuen wir uns auf ein spannendes Turnier der Kategorie 21. Erste Bilder kommen von Anastasiya Karlovich - dem hübschen Aushängeschild der FIDE-Pressestelle. Ihre Bilder haben wir mit einigen launigen Kommentaren versehen...
Paarungen und erste Bilder...

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FIDE Grand Prix 2012/13 - Drittes Turnier startet morgen
Kamsky ersetzt Gashimov endgültig
UPDATE: Jetzt auch alle Paarungen für Zug

17.04.2013 - Eine bedauernswerte Nachricht erreicht die Schachfans vor dem dritten Turnier des FIDE Grand Prix 2012/13. Nein, es ist nicht die Tatsache, dass Lissabon aus- und Zug (Schweiz) dafür einsteigen durfte. Aber der Rückzug von Vugar Gashimov ist ausgesprochen schade. Nach wie vor verhindert die angeschlagene Gesundheit des Aseris ein Comeback. Wir wünschen Gashimov schnelle und nachhaltige Genesung sowie die baldige Rückkehr auf die Bühne des Weltklasseschachs! Ersetzt wird er nun endgültig für den bereits eingesprungenen Gata Kamsky. Ab dem 18. und bis zum 30. April wird der Amerikaner gegen elf weitere Top-GMs auf Punktejagd gehen. Die erste Runde beginnt am Donnerstag um 14 Uhr. In der Folge finden Sie alle nötigen Zahlen und Fakten rund um die Grand Prix-Serie.
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Das war London
Rückblick auf das Kandidatenturnier 2013
03.04.2013 - Die schachliche Sedisvakanz hat ein Ende - der Stuhl des WM-Herausforderers ist seit dem 1. April besetzt. Es ist der 22 Jahre junge Magnus Øen Carlsen aus dem norwegischen Tønsberg, der Garry Kasparovs ELO-Rekord im Sturm nahm und noch immer nicht satt ist. In einem Wimpernschlagfinale gab der Youngster beim Kandidatenturnier in London seinen erfahrenen Kollegen das Nachsehen und darf nun ganz offiziell Weltmeister Viswanathan Anand zum Tanz bitten. Bevor sich die Schachwelt mit dem Wie, Wo und Wann der nächsten Weltmeisteschaft beschäftigt, lohnt sich nochmals ein Blick zurück auf die Ereignisse der vergangenen zwei Wochen.
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Glücklicher Carlsen fordert Weltmeister Anand!
Dramatische Schlussrunde in London
01.04.2013 - Man kann vorher noch so viele Szenarien durchspielen, die besten Geschichten schreibt noch immer das Leben selbst - da macht der Schachsport keine Ausnahme. Magnus Carlsen wusste vor seiner Partie gegen Peter Svidler natürlich, dass er bei Punktgleichheit mit Vladimir Kramnik aufgrund der mehr erzielten Siege der Gewinner des Kandidatenturniers sein würde. Aber die Art und Weise wie dieses Ergebnis letztlich zustande kam, ist schon mehr als kurios. Beim Versuch, Svidler unter Druck zu setzen verbrauchte Carlsen ungewöhnlich viel Zeit, und weil es nicht viel zu holen gab, verlor der Norweger zusehends den Faden. In besserer Ivanchuk-Manier musste er die letzten Züge aufs Brett feuern, warf dabei immer wieder Figuren um und schaffte mit Ach und Krach die Zeitkontrolle. Um dann zu erkennen, dass er schlicht platt stand. Parallel spielte Kramnik gegen Ivanchuk deutlich schneller, aber dafür nicht besser. Er geriet gegen einen für seine Verhältnisse zügig spielenden Ivanchuk aus der Eröffnung unter Druck. Wie schon gegen Carlsen zeigte der Ukrainer plötzlich seine wahre Stärke und überspielte den 14. Weltmeister scheinbar mit leichter Hand. Lange bevor die beiden Entscheidungspartien ein Ende fanden, hatten sich übrigens Boris Gelfand und Alexander Grischuk friedlich getrennt, während Levon Aronian mit seinem Sieg über Teimour Radjabov beinahe schon seine Pflicht tat. Nach etwas mehr als 4,5 Stunden Spielzeit gab Carlsen auf und musste fortan hoffen, dass Chucky die Nerven behielt. Nach weiteren rund 30 Minuten musste auch Kramnik einsehen, dass ihm Ivanchuk kein Geschenk machen würde und gab auf. Selten, dass man mit einer Niederlage zum Schluss ein Turnier gewinnt, aber die Nummer 1 der Weltrangliste hat sich den allerbesten Moment dafür ausgesucht. Herzlichen Glückwunsch, Magnus Carlsen!
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Candidates 2013 - Herzschlagfinale am 1. April
Carlsen zieht mit Kramnik gleich und führt dennoch!
31.03.2013 - Magnus Carlsen hat ein großes Kämpferherz und dieses bekam in der heutigen dreizehnten Runde des Kandidatenturniers Teimour Radjabov zu spüren. In einem leicht besseren Endspiel setzte der Norweger seinen Gegner so lange auf dem Brett und der Uhr unter Druck, bis dieser nach hervorragender Verteidigung doch zusammenbrach. Zuvor hatte Vladimir Kramnik eine aussichtsreiche Stellung gegen Boris Gelfand nicht zum Sieg führen können, und Levon Aronian ist mit seinem Remis endgültig aus dem Rennen. Kramnik bekommt es zum Abschluss als Schwarzer mit Vassily Ivanchuk zu tun, der heute gegen Peter Svidler in Verluststellung im 37. Zug zum sechsten Mal im Turnier die Zeit überschritt. Man stelle sich vor, Chucky macht morgen das halbe Dutzend ausgerechnet gegen Kramnik voll und entscheidet so die WM-Qualifikation... Carlsen tritt mit Weiß gegen Svidler an und wird sicherlich das eine oder andere Mal besorgt schauen, was sich bei Kramnik tut. Sollten Beide punktgleich ins Ziel kommen, entscheidet stets die höhere Zahl der Siege für den Norweger. Damit steht fest, dass es keinen Tiebreak geben wird. Das verspricht - auf die eine oder andere Weise - sehr unterhaltsam zu werden. Wenn Sie die morgige Entscheidung und wahrscheinlich unendlich viele Aprilscherze live miterleben wollen: Ab 15 Uhr steht die Welt still und blickt nach London! Kein Geringerer als der große Daniel King wird auf Deutsch(!) live auf dem Fritz-Server von ChessBase kommentieren!
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Candidates 2013 - Carlsen verliert und Kramnik führt alleine
Zwei Blackouts stellen die Spitze auf den Kopf
Letzter Ruhetag am Samstag

29.03.2013 - Eine lange und extrem spannende zwölfte Runde beim Kandidatenturnier begeisterte heute die Schachwelt. An deren Ende steht, dass Vladimir Kramnik mit 8 Punkten die alleinige Führung inne hat. Wer hätte es vermutet, aber Magnus Carlsen kann doch noch verlieren! Dass es ausgerechnet Lieblingsgegner Vassily Ivanchuk sein würde, welcher den Norweger zuletzt 2008 in Bilbao schlagen konnte und danach regelmäßig auf die Mütze bekam, konnte doch niemand ahnen. Dabei ließ der Ukrainer Carlsen im Endspiel nochmals ins Remis entwischen, doch die Nummer 1 der Weltrangliste leistete sich einen schlimmen Aussetzer und verlor nach 90 Zügen und rund 7 Stunden Spielzeit. Zuvor hatte Kramnik zunächst ein vermutlich gewonnenes Endspiel gegen Levon Aronian zum Remis verdorben, aber als der Armenier den halben Punkt eintüten konnte, griff er ebenfalls schrecklich fehl und verspielte seine WM-Chancen. Die beiden anderen Begegnungen zwischen Boris Gelfand und Peter Svidler sowie Teimour Radjabov endeten ausgekämpft im Remishafen. Somit hat Kramnik zwei Runden vor dem Ende mit einem halben Punkt die Nase vorn. Morgen dürfen sich die Spieler zum letzten Mal ausruhen - die dreizehnte Runde beginnt am Sonntag um 15 Uhr.
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Candidates 2013 - Carlsen remis, Kramnik siegt, Aronian verliert
Noch ist alles möglich!
28.03.2013 - Gegen Alexander Grischuks originelle Eröffnungsbehandlung glich Magnus Carlsen mit Schwarz in der elften Runde des Kandidatenturniers zwar aus, aber mehr rechnete sich der Führende nicht aus, und so ward nach 23 Zügen der Punkt geteilt. Damit behält Carlsen mit 7,5 Punkten die alleinige Führung, doch der direkte Verfolger hat sich geändert. Vladimir Kramnik stellte Teimour Radjabov eine taktische Falle und der völlig außer Form agierende Aseri tappte voll hinein. Damit hat Kramnik 7 Punkte, während Levon Aronian dieses Mal deutlich zu viel Risiko gegen Peter Svidler einging und von dem Russen folgerichtig bestraft wurde. Dennoch ist der Armenier mit 6,5 Punkten und drei ausstehenden Runden noch nicht gänzlich aus dem Rennen. Die morgige Begegnung mit Kramnik könnte aus dem Dreikampf an der Spitze ein Duell machen. Nicht der Rede wert war übrigens das Remis zwischen Vassily Ivanchuk und Boris Gelfand nach nur 17 Zügen. Freuen wir uns lieber auf die zwölfte Runde am Karfreitag - wie gewöhnlich ab 15 Uhr.
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Candidates 2013 - Da waren es noch drei
Carlsen, Aronian und Kramnik siegen
27.03.2013 - Das Risiko, bei der Behauptung falsch zu liegen, dass der nächste WM-Herausforderer entweder Magnus Carlsen, Levon Aronian oder Vladimir Kramnik lautet, ist spätestens nach der heutigen zehnten Runde sehr gering. Alle drei Genannten gewannen heute ihre Partien und konnten sich so zwar nicht von einander, dafür aber vom restlichen Feld absetzen. Der führende Norweger sammelte wie so oft auch gegen Boris Gelfand kleine Vorteile und verwertete diese gewohnt sicher. Levon Aronian fiel als Weißer erbarmungslos aus einem Budapester Gambit(!) heraus über Vassily Ivanchuks König her, was den Ukrainer in fürchterliche Zeitnot trieb und letztlich in Verluststellung zum vierten Mal im Turnier die Zeit überschreiten ließ. Vladimir Kramnik überlistete Alexander Grischuk in einem typischen "Berliner Endspiel", weil dieser in Zeitnot nicht den schmalen Grat zum Remis fand. Garantiert keinen Schönheitspreis gewinnen wird das bisher kürzeste Remis in London zwischen Teimour Radjabov und Peter Svidler. Nach nur 21 Zügen stand zum dritten Mal die gleiche Stellung auf dem Brett, und beide Seiten hatten ihre (guten) Gründe dafür. Die elfte Runde beginnt am Donnerstag um 15 Uhr.
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Candidates 2013 - Carlsen erstmals alleine vorn
Ruhetag am Dienstag
25.03.2013 - Das heutige Spitzenduell der neunten Runde beim Kandidatenturnier in London zwischen Vladimir Kramnik und Magnus Carlsen hielt, was es zuvor versprach. Kramnik kam mit seinem Katalanen sehr gut aus der Eröffnung heraus und konnte sogar einen norwegischen Bauern einkassieren, doch Carlsen verteidigte sich fehlerfrei und zwang seinen enttäuschten Gegner ins Remis. Dies bot Levon Aronian die Chance, mit einem Sieg gegen Boris Gelfand die alleinige Führung zu übernehmen, aber stattdessen unterlief dem Armenier ein schwerer Fehler, nach welchem er mit viel Glück "nur" ein Doppelturmendspiel mit Minusbauer erreichte. Aber der Vize-Weltmeister wies souverän nach, dass nicht alle Turmendspiele remis sind, gewann und bescherte Carlsen die alleinige Führung. Peter Svidler und Alexander Grischuk sind bekanntlich befreundet, was sie aber nicht davon abhält - wie heute - auf dem Brett verbissen zu kämpfen. Erst überraschte Grischuk seinen Gegner in der Eröffnung mit einem Springeropfer, doch dieser fand seinerseits ein interessantes Damenopfer. Letztlich endete das "Freundschaftsspiel" mit einem gerechten Unentschieden. Im Kellerduell zwischen Vassily Ivanchuk und Teimour Radjabov gelang dem Ukrainer tatsächlich der erste Sieg. Seine Zeiteinteilung war perfekt und seine Endspieltechnik im komplizierten Doppelturmendspiel beeindruckend. Des Einen Freude ist halt manchmal auch des Anderen Leid: Radjabov ist nach dieser neuerlichen Niederlage alleiniger Letzter. Am Dienstag haben die Spieler ihren vorletzten Ruhetag. Runde 10 beginnt am Mittwoch wie immer um 15 Uhr.
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Candidates 2013 - Kramnik holt auf
Müder Ivanchuk verliert erneut auf Zeit
24.03.2013 - Drei der vier Partien in der achten Runde des Kandidatenturniers in London fanden einen Sieger, und zum ersten Mal im Wettbewerb waren weder Magnus Carlsen noch Levon Aronian beteiligt. Nach nur 1,5 Stunden war der erhoffte Zauber im Duell der Führenden vorbei und das Remis unterschrieben. Dafür wurden die zahlreichen Kiebitze an den anderen Tischen entschädigt. Vladimir Kramnik nutzte die Gunst des Augenblicks und rang mit einer beeindruckenden Leistung Peter Svidler nieder und machte mit seinem ersten Sieg wertvollen Boden auf die Spitze gut. Seine Hoffnungen auf ein WM-Match begraben muss wohl Teimour Radjabov, nachdem er heute von einem bestens eingestellten Boris Gelfand geschlagen wurde. Den Schlusspunkt setzte das Duell der beiden "Zeitnotkünstler" Alexander Grischuk und Vassily Ivanchuk. Erneut benötigten beide (zu) viel Zeit, doch der Ukrainer trieb es mal wieder auf die Spitze und überschritt im 39. Zug in komplizierter Lage zum dritten Mal im Turnier die Bedenkzeit. Grischuk wies übrigens darauf hin, dass dies seine erste Gewinnpartie mit klassischer Bedenkzeit in einem WM-Zyklus seit sechs Jahren war. Es war ihm auch wichtig zu erwähnen, dass er Chucky nicht über die Uhr gehoben hat, sondern mit akkuratem Spiel unter Druck setzte. Am Montag kommt es zum Duell Kramnik gegen Carlsen. Sollte der Russe gewinnen, würde er mit dem Norweger gleichziehen. Also seien Sie ab 15 Uhr wieder live dabei!
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Candidates 2013 - Alles remis
Carlsen zum ersten Mal in ernster Verlustgefahr
Showdown mit Aronian am Sonntag

23.03.2013 - Das wäre beinahe ins Auge gegangen. In der siebten Runde des Kandidatenturniers in London geriet Magnus Carlsen gegen Teimour Radjabov in eine klare Verluststellung, doch in Zeitnot fand der Aseri nicht den richtigen Plan und ließ die Nummer 1 der Weltrangliste ins Remis entkommen. Mit einem Sieg gegen Alexander Grischuk hätte Levon Aronian zur Halbzeit die alleinige Führung übernehmen können, doch trotz hochgradiger Zeitknappheit gelang dem Russen die Flucht ins Remis. Somit könnte das morgige Spitzenduell zwischen Carlsen und Aronian eine (kleine) Vorentscheidung bedeuten. Wer diese Partie gewinnt, darf sich sehr große Hoffnungen machen, das Turnier zu gewinnen. Auch die beiden anderen Partien des heutigen Tages endeten friedlich. Die wenigste Spannung kam zwischen Vassily Ivanchuk und Peter Svidler auf. Es wurde aus der Schottischen Partie ein allgemein bekanntes Remisendspiel aufs Brett gezaubert und alsbald ward der Punkt folgerichtig geteilt. Zwischen Boris Gelfand und Vladimir Kramnik hatte der Israeli an einer Stelle unerwartet Gewinnchancen, doch er verpasste die Gelegenheit, und der 14. Weltmeister steuerte gekonnt den Remishafen an. Wie gewohnt beginnt auch die achte Runde um 15 Uhr unserer Zeit.
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Candidates 2013 - Aronian und Carlsen ziehen davon
Ruhetag am Freitag
21.03.2013 - Nach sechs Runden sieht es so aus, als würde die Entscheidung um den Turniersieg beim Kandidatenturnier in London nur zwischen Magnus Carlsen und Levon Aronian fallen. Beide konnten heute bereits zum dritten Mal siegen und führen jetzt mit 1,5 Punkten vor den nächsten Verfolgern. Carlsen zerlegte mit scheinbar leichter Hand den Spanier von Peter Svidler, während Aronian mit Teimour Radjabov mehr Probleme hatte. Der Armenier stand zwar immer besser, doch der Aseri wehrte sich nach Kräften. Als es jedoch auf die zweite Zeitkontrolle zuging, machte ihm seine Dauer-Zeitnot einen Strich durch die Rechnung, und er patzte im 53. Zug fürchterlich. Nach gestern erneut ziemlich niedergeschlagen zeigte sich Vladimir Kramnik, der sich gegen Vassily Ivanchuk mit einem Qualitätsopfer zum Sieg kombinieren wollte. Obwohl der Ukrainer zum Schluss nur noch eine Minute für 13 Züge übrig hatte, gab es kein Weiterspielen für den Russen - er musste in die dreimalige Stellungswiederholung einwilligen. Hochspannung herrschte auch bei Alexander Grischuk gegen Boris Gelfand. Der Israeli erreichte eine sehr vorteilhafte Stellung, aber sein russischer Gegenüber weigerte sich zu verlieren und kämpfte wie ein Löwe ums Remis - letztlich erfolgreich. Am Freitag dürfen sich Aronian und Carlsen entspannen, während die Konkurrenz die Wunden lecken wird. Am Samstag steht dann ab 15 Uhr Runde 7 an.
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Candidates 2013 - Vier (ungerechte) Unentschieden
Trotz tollem Kampfschach kein Sieger in Runde 5
20.03.2013 - Man, man, das war eine wirklich tolle fünfte Runde beim Kandidatenturnier in London! In allen vier Partien ging früher oder später mächtig die Post ab, und es hätte gut und gerne ohne ein einziges Remis enden können. Doch der Reihe nach: Zwischen Peter Svidler und Boris Gelfand wurde es schon aus der Eröffnung heraus heiß. Der Israeli wagte es tatsächlich, als Schwarzer die Leib und Magen-Eröffnung seines Gegners - Grünfeldindisch - zu spielen und geriet in Rekordzeit in Nachteil. Doch in der Folge verbrauchte Svidler nach eigener Aussage an den falschen Stellen zu viel Zeit und verlor dann den Faden. Nach dem Friedensschluss haderte der St. Petersburger sehr mit seinen vergebenen Chancen. Auch bei Vassily Ivanchuk gegen Magnus Carlsen kam Weiß bestens aus der Eröffnung, doch Chucky kann momentan offenbar nicht mit der Bedenkzeit umgehen und schenkte seinen Vorteil in Zeitnot wieder her. Als Carlsen kurz vor der ersten Zeitkontrolle gar noch das Remisangebot ablehnte, schlug er beinahe dem Fass den Boden aus. Dafür kritisierte sich der Norweger in der Pressekonferenz selbst sehr heftig, denn so hätte er sich einen unnötigen Kampf um den halben Punkt ersparen können. Kein Bisschen weniger spannend war das Remis zwischen Vladimir Kramnik und Levon Aronian. Im Mittelspiel erspielte sich der Russe großen Vorteil, übersah dann jedoch einen guten Gewinnweg, und Aronian konnte ausgleichen. Doch der Armenier machte es nochmals spannend und musste schließlich seine ganzen Verteidigungskünste bemühen, um wirklich ins Remis zu entkommen. Last but not least trennten sich Alexander Grischuk und Teimour Radjabov ohne einen Sieger. Der Aseri gab - nachdem er zwischenzeitlich mal kritisch stand - eine Figur für drei Bauern und spielte damit auf Sieg, doch sein russischer Gegenüber fand den schmalen Grat zur Punktteilung. Somit hat sich trotz einer klasse Runde natürlich nichts am Tabellenstand geändert. Die sechste Runde findet am Donnerstag um 15 Uhr statt.
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Candidates 2013 - Carlsen zieht mit Aronian gleich
19.03.2013 - Aus der Eröffnung holte Magnus Carlsen gegen Alexander Grischuk in der vierten Runde des Kandidatenturniers 2013 mal wieder nicht viel heraus, aber es genügte, um den Gegner zum langen Grübeln zu verführen. Grischuk gab zu, dass er seine Stellung in der Folge überschätzte, deshalb in Nachteil geriet und dann verlor. Zuvor hatte Levon Aronian gegen Peter Svidler ein recht zügiges Remis produziert und musste zuschauen, wie die Nummer 1 der Weltrangliste mit ihm gleichzog. Im Duell der Oldies zwischen Boris Gelfand und Vassily Ivanchuk ging es hoch her, und lange waren alle drei Ergebnisse möglich, aber schlussendlich verhinderte der Ukrainer seine dritte Zeitüberschreitung mit einer dreimaligen Stellungswiederholung. Die längste Partie spielten Teimour Radjabov und Vladimir Kramnik. Ernsthaft gestört wurde das Gleichgewicht zwar nie, aber spannend war auch dieses Duell allemal. Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Kandidatenturnier bisher sehr unterhaltsam, und so freuen wir uns schon jetzt auf die morgige fünfte Runde. Pünktlich um 15 Uhr geht es los.
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Candidates 2013 - Aronian gibt Gas
Auch Carlsen und Svidler siegen
17.03.2013 - Die Knallerpartie des Tages (O-Ton GM Bischoff im Live-Kommentar) beim Kandidatenturnier 2013 in London war die zwischen Vassily Ivanchuk gegen Levon Aronian. Erneut geriet der Ukrainer schon in der Eröffnung (dieses Mal als Weißer) vom rechten Pfad ab und wurde von seinem armenischen Gegner kräftig in die Mangel genommen. Prompt benötigte Chucky wieder Unmengen seiner Bedenkzeit, um die Partie am Laufen zu halten, was ihm wundersamer Weise sogar sehr gut gelang. Doch im 35. Zug zeigte zu seinem Leidwesen nicht der Rechner 0:00 an, sondern seine Uhr. Bereits zum zweiten Mal im Turnier hatte er die Zeit überschritten. Unterdessen hatten Vladimir Kramnik und Alexander Grischuk schon den Punkt geteilt, aber das sollte das einzige Remis des Tages sein. Peter Svidler setzte Teimour Radjabov sowohl auf dem Brett als auch auf der Uhr erfolgreich unter Druck und gewann eine schöne Partie. Einen für ihn typischen Sieg erzielte Magnus Carlsen gegen Boris Gelfand. Erst glich der Norweger mit den schwarzen Steinen aus, und dann knetete er seinen Gegenüber so lange, bis dieser den entscheidenden Fehler beging und verlor. Somit führt Aronian mit +2 vor Carlsen und Svidler mit jeweils +1, während sich die "Senioren" Gelfand und Ivanchuk (wird morgen 44 Jahre alt) die rote Laterne teilen. Am Montag haben die Spieler ihren ersten Ruhetag, bevor es am Dienstag mit der 4. Runde weitergeht.
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