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Aktuelles Tagesschach 70/09 - Ivanchuk verteidigt erfolgreich Führung
Drei Remise in Bázna in der achten Runde
23.06.2009 - Vassily Ivanchuk führt weiterhin mit einem Punkt Vorsprung das III Kings' Tournament in Bázna an +++ FIDE News - K-Faktor Kommission in Athen / Regeln für die Kandidaten Matches 2010 +++ Igor Zuyev führt mit 6/6 bei der Frankfurter Stadtmeisterschaft 2009 / Finale am kommenden Montag +++ Außerordentlicher Kongress des Hessischen Schachverbandes am 28.Juni 2009 um 10 Uhr in Marburg +++ Schach & Poker - IM Almira Skripchenko gewinnt fast $80.000 bei Pokerturnier in Las Vegas

Bázna (ROM) - Die gestrige achte Runde beim III Kings' Tournament dürfte nur für einen der Teilnehmer ein erfolg gewesen sein. Alle Partien endeten ohne Sieger, sodass sich Vassily Ivanchuk so langsam mit dem Gedanken anfreunden darf, das Turnier alleine zu gewinnen. Am heutigen Ruhetag haben die Spieler nochmals die Chance, ihre Kräfte zu sammeln und sich für die beiden Finalrunden einzustimmen. Wenn sich Ivanchuks Strähne fortsetzt, dann kann er sich morgen mit einem Sieg gegen Gata Kamsky schon vorzeitig zum Triumphator machen.

Offizielle Turnierseite

Partien (PGN)

Runde 8
Shirov - Radjabov ½
Kamsky - Nisipeanu ½
Gelfand - Ivanchuk ½


Runde 9
Gelfand - Shirov
Ivanchuk - Kamsky
Nisipeanu - Radjabov


Runde 10
Shirov - Nisipeanu
Radjabov - Ivanchuk
Kamsky - Gelfand





Athen (GRE) - Am 11. und 12. Juli traf sich eine Gruppe von Experten, um unter der strahlenden Mittelmeersonne darüber zu beraten, ob wir einen neuen K-Faktor zur Berechnung der ELO brauchen oder nicht. Sowohl Befürworter als auch Kritiker dieser Änderung kamen ausgiebig zu Wort und letztlich entschied man sich dazu, nicht darüber zu entscheiden. Immerhin, die augenblicklich vierteljährliche Veröffentlichung der neuesten Zahlen soll nun alle zwei Monate vorgenommen werden. Ein ausführlicher Bericht des Meetings nebst aller bisherigen Artikeln findet sich auf der englischen ChessBase-Seite:

"Ratings Summit in Athens"


Des Weiteren hat der Weltschachverband jüngst die Regularien für die Kandidaten Matches 2010 veröffentlicht. Acht Spieler werden antreten. Qualifiziert sein werden der Verlierer des Kandidaten Matches 2009, Gata Kamsky, der Sieger des World Cups 2009, der Verlierer des WM-Matches 2010, also Viswanathan Anand oder Veselin Topalov, die beiden Erstplatzierten des laufenden FIDE Grand Prix sowie die zwei Spieler mit der höchsten Rating, die nicht bereits durch einen der obigen Wettbewerbe qualifiziert sind. Um diese Spieler zu ermitteln werden die durchschnittlichen Ratings der kommenden Juli-Liste 2009 und der Januar-Liste 2010 verwendet. Tja, wer mitgezählt hat, wird feststellen, dass das nur sieben Teilnehmer ergibt. Das liegt daran, dass man dem jeweiligen Ausrichter erlaubt, einen Spieler mit mindestens 2700 selbst zu bestimmen. In Wahrheit hat man so natürlich genügend Spielraum, einen bevorzugten Spieler, der es nicht aus eigener Kraft in den WM-Zyklus geschafft hat, so noch einzuschleusen. Die exakten Regularien finden Sie in englischer Sprache unter dem folgenden Link:

Regularien auf FIDE.com




Frankfurt a. M. - Nach sechs von sieben Runden bei der Frankfurter Stadtmeisterschaft hat Igor Zuyev die alleinige Führung inne. Ihm gelang gegen FM Robert Schlamp sein sechster Sieg in Folge, was ihn natürlich zum großen Favoriten für das Finale am kommenden Montag macht. Diesem Tempo kann nur FM Jacek Dubiel mit 5,5 Punkt und dem alleinigen zweiten Rang halbwegs folgen. Ihm auf den Fersen ist ein achtköpfiges Feld mit 5-Punktlern, von denen der eine oder andere Meister und ehemalige Stadtmeister doch noch verstohlen nach dem Turniersieg schielt. Dies und die vielen noch ausstehenden Entscheidungen in den verschiedenen Wertungsklassen versprechen eine spannende Schlussrunde, zu der sicherlich auch wieder die eine oder andere regionale Schachprominenz im Leichtathletikzentrum in Frankfurt-Kalbach sein wird. Immerhin geht die größte Frankfurter Stadtmeisterschaft aller Zeiten ihrem Ende entgegen.

Die vollständige Tabelle sowie sämtliche Ergebnisse und garantiert auch bald die Paarungen der letzten Runde finden sich auf der Homepage der FSM 2009.

Top 30 nach 6 Runden


Impressionen der 6. Runde

FM Robert Schlamp gegen Igor Zuyev

FM Jacek Dubiel mit 5,5/6 aktuell alleiniger Zweiter

IM Erik Zude schlug Thomas Reschke

Emsiges Treiben im Meisterraum - auch Holzklasse genannt

IM Stefan Reschke aktuell mit 5/6 auf Rang 10

FM Behrang Sadeghi mit 5/6 aktuell auf Rang 7

Senior Vladimir Rapoport mit 5/6 aktuell auf Rang 8

Nicht die drei Musketiere, aber doch Helden im Einsatz für das hessische Schach -
(v.l.n.r.) Helmut Escher, Jürgen Roser und Hans-Dieter Post





Marburg - Am kommenden Sonntag, den 28. Juni, findet der Außerordentliche Kongress des Hessischen Schachverbandes statt. Besonderes Augenmerk wird natürlich der Wahl der Vorstandsämter zuteil werden, denn mit Jürgen Roser wird sich dem amtierenden Präsidenten Harald E. Balló ein starker Gegenkandidat stellen. Kongressbeginn ist um 10:00 Uhr im Bürgerhaus Marburg-Marbach, Emil-von-Behring-Straße 51 in 35041 Marburg. Eingeladen, ihre Stimmen abzugeben, sind alle Schachvereine und Schachabteilungen Hessens, die Mitglieder des erweiterten Vorstandes sowie die Ehrenmitglieder des Verbandes. Allerdings kann man sich das Ganze natürlich als unbeteiligter Zuschauer ohne Stimmrecht anschauen, wenn man sich vor Ort darüber informieren möchte, wie es um das Schach der Hessen steht.

Sollte einer der eingeladenen Vereine bzw. dessen Vertreter nicht in der Lage sein, persönlich die Interessen seines Vereins zu vertreten, besteht natürlich die Möglichkeit, das Stimmrecht an eine Person des Vertrauens zu delegieren. Da die Verwirrung und mangelhafte Bearbeitung dieser Stimmübertragungen ursächlich für den abgebrochenen Kongress am 05. April dieses Jahres in Idstein war, hat Hans-Dieter Post für Sie auf seiner Seite haargenau beschrieben, wie man seine Stimme delegiert: Schach-Chroniken.net

Homepage Hessischer Schachverband

Einladung zum Kongress


Weitere Artikel zum Thema:

"62. Hessischer Schachkongress in Idstein abgebrochen"

Bericht im "Aktuelles Tagesschach 45/09"

"HSV-Präsident in der Kritik"

"Jürgen Roser stellt sich vor"




Schach & Poker

Kann, darf und sollte man allen Ernstes Schach und Poker vergleichen oder gar Parallelen ziehen? Ich weiß es nicht, doch Tatsache ist, dass immer mehr starke Schachspieler auf der Suche nach einem möglichen Zubrot oder nur zum Vergnügen dem Poker frönen. Die beliebteste oder besser aktuell angesagteste Variante ist Texas Hold’em. Was bis vor einigen Jahren nur Profis wussten, nutzen heute Millionen User auf diversen Pokerservern, nämlich das Wissen um Wahrscheinlichkeiten, mit denen zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Karte oder Kartenkombination auftaucht. Das Berechnen dieser Odds, Outs und Pot Odds erleichert die Entscheidungsfindung in vielen Situationen ungemein. So kann man mit einer guten Strategie zwar nicht den Faktor "Glück" beeinflussen, doch die Fähigkeit, eine Situation rasch analysieren und sich dieser anpassen zu können, wird jedem Poker-As der Welt nachgesagt. Da Schachspielern über ähnliche Attribute verfügen, ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass immer mehr von ihnen den Versuch wagen und sich in ein Pokerturnier einkaufen oder gegebenenfalls eines der zig Qualifier zu einem großen Event gewinnen. Das bekannteste Beispiel dafür, dass an der These, Schachspieler könnten besonders gut pokern, ein Körnchen Wahrheit sein könnte, ist der Amerikaner Ylon Schwartz. Nach einigen kleineren Erfolgen am Pokertisch erreichte der Fidemeister, der aktuell mit einer ELO von 2259 geführt wird, bei der World Series of Poker im November 2008 den vierten Platz und gewann exakt $3.774.974. An einem Schachturnier teilgenommen hat Schwartz zuletzt 2006. Dort spielte er mit mäßigem Erfolg das 22. Reykjavik Open und war forthin nur noch mit Pokerchips in der Hand zu finden. Na ja, einen Kofferraum voll Geld musste er auch noch in Sicherheit bringen, wie das folgende Bild zeigt.

Ylon Schwartz und $3.774.974


Das jüngeste Glückskind aus der Riege der erfolgreich pokernden Schachspieler ist die Französin Almira Skripchenko. Die internationale Meisterin erreichte beim WSOP Event #36 am vergangenen Wochenende in Las Vegas den Final Table und wurde letztlich Siebte. Das brachte Skripchenko satte $78.664. So viel dürfte sie bisher bei einem Schachturnier noch nie gwonnen haben und so wird sich auch Ehemann GM Laurent Fressinet nebst Töchterchen sicherlich mächtig über diesen Geldsegen gefreut haben. Dass Skripchenko generell ein Händchen für Geld hat, beweist die Tatsache, dass sie zeitweise die Schatzmeisterin der Association of Chess Professionals (ACP) war. Einen kurzen Bericht über besagtes Pokerturnier finden Sie unter dem folgenden Link: Bericht bei Poker Olymp





Sollten Sie, werter Leser, News, Bilder, Wünsche, Anregungen, Korrekturen oder Kritik das "Aktuelle Tagesschach" betreffend haben, können Sie uns diese herzlich gerne unserem Redakteur Mike Rosa an die folgende Adresse mailen: Mike.Rosa@chesstigers.de

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Published by Mike Rosa

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