Chess960 Ich spiele Chess960, weil es mir Kreativität abverlangt...
05.08.2005 - „Ich spiele alle Figurenausgangsstellungen von Chess960 – auch Nr. 518 – gern, weil sie mir logisches Denken und Kreativität abverlangen. Zudem glaube ich angesichts der unermesslichen Vielfalt an die Zukunft von Chess960. Es soll Schachspieler/innen geben, die dies anders sehen. Wie dem auch sei; viele Zeitgenossen van Goghs glaubten auch nicht, dass er einmal zu den Wegbereitern der modernen Malerei zählen würde.“ Prof. Dr. Sandra Hobusch.
Sandra Hobusch ist eigentlich der Prototyp einer
"Wenigzeitinhaberin", die erfolgreich im Beruf und im selbstgewählten
Hobby, dem Schachspiel ist.
Prof. Dr. Sandra Hobusch beim diesjährigen Chess960
Grand-Prix Turnier in Berlin Foto: Harald Fietz
Als Dekanin des Fachbereich Gesundheitswesen an der
Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel erläutert sie in
Lehrveranstaltungen über das Recht im Gesundheitswesen oder
Medizinprodukte- und Infektionsschutzrecht die die mitunter komplexen
Zusammenhänge.
Sandra Hobusch frönt ihrem Hobby als
Kunstliebhaberin und Schachspielerin.
Beim Schachclub Wolfsburg e.V. von 1947 ist sie 1.
Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand
Falls ihr prall gefüllter Terminkalender es
erlaubt, lässt die Chess960-Anhängerin nahezu keine Gelegenheit aus,
diese Innovation im Schach auch auf Turnieren zu erproben.
Zuletzt nahm sie am Chess960-Grand-Prix-Turnier in
Berlin teil.
Noch wurde sie auf einem Chess960-Turnier nicht mit
der ausgelosten Grundaufstellung Nummer 518 konfrontiert, diese Stellung
dürfte ihr im Gegensatz zu allen anderen Startaufstellung beim ersten
Zug keine grossen Kopfzerbrechen bereiten - sie ist als
Standardaufstellung des klassichen Schachs nur zur Genüge bekannt.
Fraglich wäre nur die Reaktion der Chess960-Fans,
wenn sie mit einer solchen Auslosung konfrontiert würden: stilles
Schmunzeln, Protest und Wiederholung der Auslosung oder Zähneknirschen -
alles wäre wohl möglich.