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CT-Universität - Die achtundzwanzigsten Lektionen sind verfügbar
Lösen Sie die weltmeisterliche Kombination der Woche!
Alle Turniererfolge (1983 - 2010) von Viswanathan Anand auf einen Blick!

09.05.2010 - Ab sofort können Sie sich die 28. Lektionen des laufenden Jahrgangs der Chess Tigers Universität herunterladen. Auch in dieser Woche haben GM Klaus Bischoff, IM Erik Zude und Mike Rosa Trainingseinheiten für Sie zusammengestellt, die Ihr Schachwissen fordern und erweitern werden. Wie versprochen, hat die Kombination der Woche den amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand zum Thema. Es ist die vielleicht berühmteste und wichtigste Kombination des Inders, die maßgeblichen Anteil daran trägt, dass er jetzt in Sofia seinen Titel verteidigen kann und hoffentlich auch wird. In der fünften Partie des WM-Matches 2008 in Bonn versetzte er mit dieser starken, taktischen Wendung Vladimir Kramnik den Todesstoß. Übrigens mit den schwarzen Steinen ... Möge es Dir für die zwölfte Partie zur Motivation dienen, lieber Vishy!

Zur Kombination der Woche Nr. 28 ...


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WM 2010 - Elfte Partie endet remis
Anand - Topalov 5,5:5,5
09.05.2010 - Man merkte zwar an der Eröffnungswahl, dass Weltmeister Viswanathan Anand seine letzte Weißpartie in der regulären Spielzeit gewinnen wollte, doch auch die Englische Eröffnung beziehungsweise Sizilianisch im Anzug konnte Herausforderer Veselin Topalov nicht wirklich überraschen. Erst im ausgeglichenen Endspiel schraubte Anand das Risiko höher und opferte einen Bauern für Aussichten auf einen Mattangriff, doch sein Gegner erkämpfte sich nach 65 Zügen das Remis. Ein positiver Aspekt war, dass Topalov am Ende auf das indische Remisangebot erwachsen reagierte und ohne Schiedsrichter in der Lage war, dieses zu akzeptieren. Übermorgen wird der Bulgare zum letzten Mal mit Weiß aufschlagen. Sollte auch diese Partie unentschieden enden, wird am Donnerstag der Tiebreak über den alten oder neuen Weltmeister entscheiden.
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Hintergrund 10.Partie: Grünfeld-Strategie Anands erfolgreich
Kasparovs unverlässliche Verteidigung gegen Kramnik im WM-Kampf 2000 hilft Anand gegen Topalov zum sicheren Remis im Duell 2010
08.05.2010 - "Mein Geld wäre auf Anand", gab der Vorgänger Vishys, Vladimir Kramnik, auf die Frage der Zeit-Redaktion "Und wer, meinen Sie, gewinnt das Match?" zu Protokoll. Die Atmosphäre im Sofioter Military Club war selten so relaxt während einer Partie, wie während der 10.Partie. Nur ganz wenige Karten waren verkauft worden, obwohl der Spielstand 4½:4½ und die Weißpartie von Topalov alle Voraussetzung für einen weiteren Thriller für den echten bulgarischen Fan erfüllten. Die solide Spielweise beider Protagonisten war vor allem auf Topalovs Seite vielleicht ein Fingerzeig, dass auch bei ihm nach dem "Aufreger der 9.Partie" die Kraftströme nicht unbegrenzt fließen können. Deutlicher Hinweis war nach dem überraschenden Bombenzug La6!, dass er nach dem Abtausch der Damen mit einem scheinbar besseren Endspiel Läuferpaar gegen Läufer und Springer übrigblieb und keinerlei Vorteile mehr erzielen konnte, sondern eher noch präzise ums Remis am Schluss bangen musste, meinten fast alle Experten. Vielleicht schwirrten aber schon seine Gedanken um die 11.Partie herum, wo Anands Weißaufschlag ihn in ähnliche Schwierigkeiten, wie bei der 9.Partie bringen könnte. Spätestens während der Pressekonferenz wirkte seine temporäre gedankliche Abstinenz und echte Wortkargheit auf diesen Umstand hin. Klar ist jetzt: wer zuerst "blinzelt" verliert das Duell, genau wie im Western "High noon"! Lesen Sie auch das interessante Skype Interview in der Online-Redaktion der "Zeit". mehr Informationen und Bilder ...

Wieder ein interessanter Artikel in der "Zeit-Online" von Stefan Löffler
Nachrichten
WM 2010 - Renaissance des Grünfeldinders
Zehnte Matchpartie endet remis
07.05.2010 - Na gut, der Titel kommt etwas reißerisch daher, aber bedenkt man das Desaster, welches Weltmeister Viswanathan Anand mit der Grünfeldindischen Verteidigung in der ersten Matchpartie erlebte, dann ist das heutige Remis in der zehnten Partie durchaus eine kleine Wiedergeburt. Gänzlich ohne bange Momente verlief die Mission "Schwarzremis" für den amtierenden Champion zwar nicht, denn Herausforderer Veselin Topalov erspielte sich ein vorteilhaftes Leichtfiguren-Endspiel, doch Anand verteidigte sich perfekt und konnte nach und nach ausgleichen. Gegen Ende der Partie war es sogar Topalov, der das Remis anstreben musste und zum ersten Mal - oh Wunder - war keine dreimalige Stellungswiederholung nötig, man einigte sich, bevor der herbeieilende Schiedsrichter am Brett war, auf das Unentschieden! Beim darauf folgenden Handshake berührten sich die Hände der Kontrahenten zwar nur für den Bruchteil einer Nanosekunde, aber immerhin! Somit steht es zwei Partien vor dem Ende der regulären Spielzeit 5:5. Ab sofort haben die Spieler nach jeder Partie einen Ruhetag. Sollte es zum Tiebreak kommen, wird nach der zwölften Partie ebenfalls ein Tag Pause eingelegt.
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Hintergrund 9.Partie: Anand nach 4 Pfostenschüssen enttäuscht
Aufregendste Partie hätte einen Sieger verdient - Topalov überlebte Folter knapp
07.05.2010 - "Das war eine der spannendsten und aufregendsten Partien der ganzen WM-Geschichte" gab der Chefredakteur und Herausgeber des Magazins KARL Harry Schaack sichtlich beeindruckt beim Abendessen kund. Mit schärfster und fundierter Kritik wies er die Einwände der mit Computerhilfe "Allesimmerbesserwissenden" zurück und machte das Statement: "Zum Schach gehören die Fehler genauso, wie die brillanten Geniestreiche, die Rasiermesser scharfen Varianten und die präparierten Vorbereitungen". Letztendlich hat sich Topalov gut verteidigt, wie es die italienischen Fußballer mit ihrer Erfindung des "Catenaccio" tun. Dem indischen Weltmeister Anand muss man zu Gute halten, dass er wenigstens in der letzten Minute nicht noch den Siegtreffer von Topalov hinnehmen musste, oder schlimmer noch in der vorhergehenden Partie ein Eigentor fabrizierte - es geht also aufwärts. Der schnell spielende Topalov wird auch noch seine Fehler machen und jeder kann sicher sein, dass dann der Tiger zubeißt. 4,5:4,5 steht es jetzt, aber Topalov hat noch zwei Weißpartien: "Advantage Topalov".
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WM 2010 - Tolle Kampfpartie endet remis
Anand - Topalov 4,5:4,5
06.05.2010 - Die neunte Partie der laufenden Schachweltmeisterschaft war nicht nur die bisher längste, sie war auch die am meisten umkämpfte. Zum ersten Mal wählte Weltmeister Viswanathan Anand nicht die Katalanische Eröffnung, stattdessen stand alsbald ein Nimzoinder auf dem Brett. Mit 18.Sh3 brachte Anand den ersten neuen Zug und gab im weiteren Verlauf die Dame für zwei Türme. Schon bald sollte sich herausstellen, dass er damit über großen Vorteil verfügte, aber dann entwischte ihm der gegnerische König und die Partie begann quasi neu. Anand steckte nicht auf und erneut gelang es ihm, gewinnträchtigen Vorteil zu erlangen. Doch es sollte heute einfach nicht sein. Im entscheidenden Augenblick verpasste der Inder den finalen K.O.-Schlag und dieses Mal konnte sich der Herausforderer endgültig ins Remis retten. Nach 83 Zügen reklamierte Topalov, dass er zum dritten Mal die Stellung würde wiederholen können und hatte sich letztlich ein glückliches Remis erstritten.
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Hintergrund 8.Partie: Denn sie wissen (nicht), was Sie tun ...
Hochspannung bei Fans & Experten - Mut- oder Stilfrage bei Anand & Topalov
06.05.2010 - "Denn sie wissen nicht, was sie tun", das Autorennen im Film von Regisseur Nicholas Ray mit James Dean in der Hauptrolle bringt die Situation beim WM-Kampf um die Schachkrone auf den Punkt. Vielleicht zu dramatisch formuliert, aber doch mit unverblümter Symbolik behaftet. In Bulgariens Hauptstadt Sofia hat der einheimische Nationalspieler Veselin Topalov in der 8.Partie mit einem Sieg gegen den amtierende Weltmeister aus Indien, Viswanathan Anand, den Gleichstand zum 4:4 erreicht. Im Military Club sind nur noch 4 Normalpartien zu absolvieren, ehe dann 4 Schnellpartien, 5 mal zwei Paar Blitzpartien und dann die Armageddon-Partie über den WM-Titel entscheidet. Überdies wird am 6.Mai der Nationalfeiertag in Bulgarien mit einer Militärparade begangen, die am Military Club Sofia vorbeizieht und sicher den Nationalheld Veselin Topalov zusätzlich beflügeln wird. Der "Tiger von Madras" gegen den "Löwen von Bulgarien" und 1.200.000.000 Inder können ihrem Landsmann nicht helfen, nur er selbst kann es richten. Streng genommen beginnt mit der 9.Partie ein ganz neuer Wettkampf, viel mehr als eine Mutprobe denken alle Puritaner mit der Erinnerungen an spektakuläre WM-Wettkämpfe in der Vergangenheit. Vergegenwärtigen wir uns die Original-Story:

An seiner neuen Schule wird Jim schnell mit einer Bande gleichaltriger, gelangweilter Rowdys konfrontiert, deren Mitglied auch das Mädchen Judy aus Jims Nachbarschaft ist. Anführer Buzz versucht Jim zu provozieren und ihn in einen Kampf zu verwickeln. Nachdem Jim ruhig bleibt und sich gut verteidigt, fordert Buzz ihn zu einer Mutprobe heraus. Am Abend desselben Tages trifft sich Jim an der Küste mit der Bande zur Mutprobe, dem sogenannten „Hasenfußrennen” („chicken run”). Buzz und Jim rasen dabei in gestohlenen Autos auf eine Klippe zu. Wer zuerst aus dem Auto springt, ist das „chicken”, der Feigling. Während Jim kurz vor der Klippe springt, bleibt Buzz mit dem Jackenärmel am inneren Türgriff hängen und stürzt mit dem Auto in die Tiefe.

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Schon wieder ein interessanter Artikel in der "Zeit" von Ulrich Stock
Nachrichten
„Grüß' Gott!“
Erleben Sie mit GM Klaus Bischoff das spannende Finale der Weltmeisterschaft im Chess Tigers Training Center in Bad Soden live!
05.05.2010 - „Wenn es den Klaus Bischoff nicht gäbe, müsste man ihn erfinden!“, so der O-Ton eines Zuschauers aus dem Chat auf dem hauseigenen Fritzserver der Schachfirma ChessBase, getätigt während der Live-Übertragung der achten WM-Partie zwischen Weltmeister Viswanathan Anand und Herausforderer Veselin Topalov. Der beliebte Großmeister kommentiert aus dem Chess Tigers Training Center im hessischen Bad Soden am Taunus live das Geschehen in Sofia. Der 48-jährige hat sich im Laufe der Jahre nahtlos in die Gruppe der großen deutschsprachigen Live-Kommentatoren wie Vlastimil Hort, Dr. Helmut Pfleger und Artur Jussupow eingereiht. Bei der Chess Classic Mainz und dem Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund ist er längst zur verbalen Institution geworden, wobei sein Stil, den Zuhörer zu informieren und zu unterhalten, am besten und natürlich nur im positiven Sinne als "passiv-aggressiv" bezeichnet werden kann. Hier geht's weiter ...
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WM 2010 - Topalov gleicht zum 4:4 aus
Anand verliert vermutliches Remis-Endspiel
04.05.2010 - Objektiv war der Sieg in der achten Match-Partie von Veselin Topalov bestimmt nicht unverdient, doch wie er letztlich zustande kam, muss doch als glücklich bezeichnet werden. Als es so aussah, als hätte ihn der Weltmeister mit einer neuen Slawisch-Variante konfrontiert, brachte der Bulgare mit 18.a5 seinerseits eine Neuerung und hatte damit das Eröffnungsduell psychologisch für sich entschieden. Als Viswanathan Anand dann gar zu 22...f4 griff, hatte er wohl übersehen oder unterschätzt, dass sich der weiße Springer auf d6 einnisten konnte und fortan musste der Inder ums Überleben kämpfen. Dies jedoch tat er dann wieder in gewohnt starker Manier und profitierte natürlich auch davon, dass Topalov ein ums andere Mal die beste Fortsetzung verpasste. Mehr als ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit einem Mehrbauer vermochte der Bulgare nicht aus Anand herauszupressen und es schien so, als sei das Remis bereits in trockenen Tüchern. Aber im 54. Zug unterlief dem Champion ein katastrophaler Fehler und plötzlich war die ganze vorherige Arbeit dahin. Damit ist die WM vor den letzten vier Partien beim Stand von 4:4 wieder völlig offen. Am Mittwoch wird den Spielern der nächste Ruhetag gegönnt, bevor Anand am Donnerstag wieder die weißen Steine führen wird.
Matchstand, Partien & erste Bilder ...

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Hintergrund 7.Partie: Auspräpariert, trotzdem dem Sieg nahe
Topalovs Sekundant Cheparinov findet einen neuen Weg im Katalanen, Anand hält stand - Karpow Fide-Präsidentschaftskandidatur - Fide-Ehrenpräsident Campomanes verstorben
04.05.2010 - In 3 Minuten knallt der Schwarz spielende Herausforderer Veselin Topalov eine 21-zügige Verteidigungslinie mit Qualitätsopfer und späterem Figurenopfer gegen die Katalanische Eröffnung des Weltmeisters Viswanathan Anand in der 7.Partie des WM-Kampfes in Sofia aufs Brett. Bedrohlich und gefährlich sieht der weiß-schwarze Rollentausch aus. Normalerweise hat Weiß das Heft in der Hand, aber hier macht Schwarz die Musik. Das "Gockeln" des Präsentierenden hat Methode. Der Herausforderer aus Bulgarien hat zum ersten Mal im Match etwas auf dem Brett, dass nach 11.Ld7!? beginnend das Thema des Tages bestimmt. Der Weltmeister muss hart arbeiten im Duell: "Präparation gegen Naturspieler". Liebend gern trägt der Inder selbst den Marshallstab im Tornister, hier muss er hinnehmen, dass er über eine Stunde braucht, um sorgfältigst seine Chancen in der Partie zu wahren. Nach dem 42.Zug in dieser wichtigen Partie kommt er allerdings noch einmal ganz nah an den Sieg heran und der Herausforderer Topalov muss seinerseits Energie und viel Zeit aufwenden, um die Partie letztendlich zu halten. Auf der Pressekonferenz lobt der Herausforderer seinen Freund und Sekundanten Cheparinov für die vorzügliche Vorbereitung, aber ab dem Zug 21.Kh1 waren die Spieler auf der Bühne des Military Clubs wieder ganz alleine mit ihren Gedanken, wie ein Kapitän auf hoher See! Spätestens jetzt wird jedem klar, wie wichtig die Aufgabe ist, die dem Sekundanten-Team zukommt. "Ich habe das bessere Team" mit Jan Smeets, Erwin l'Ami und Ivan Cheparinov wollte der Herausforderer mit seinem Imponiergehabe und schnellem Spiel zeigen. Der wie immer bescheiden Weltmeister ruht in sich selbst und weiß, dass er das wirkungsvollere Team hat, braucht es nicht während des Wettkampfes immer wieder zu betonen, sondern auf jeden Fall nach dem WM-Kampf. Heute in der 8.Partie werden die Teams wieder unter Beweis stellen wollen, wer die effektivere Antizipationskampagne weiterzuführen im Stande ist, jetzt kumuliert der WM-Kampf seinem Höhepunkt entgegen, Anand führt 4:3 und Topalov muss hart aufschlagen, Returnasse jederzeit möglich. mehr Informationen und Bilder ...
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WM 2010 - Umsichtiger Weltmeister führt 4:3
Siebte Partie endet remis
03.05.2010 - Bisher hat noch jede Partie der laufenden Schachweltmeisterschaft ein neues Szenario gesehen und die heutige siebte stellt keine Ausnahme dar. Zum ersten Mal in diesem Match war es der Herausforderer, der mit einer vorbereiteten Variante aufwarten konnte und so Viswanathan Anand trotz der weißen Steine zum langen Nachdenken zwang. Wie weit dem Weltmeister die Opfervariante von Veselin Topalov in dem Dameninder bekannt war, wird wohl noch einige Zeit sein Geheimnis bleiben, aber er gab sich auch beim "Selberrechnen" keine Blöße und fand reihenweise die besten Züge. Während Topalov die ersten zwanzig Züge in rund vier Minuten aufs Brett donnerte, nahm sich Anand viel Zeit und ließ sich auch von seiner Mehrfigur nicht blenden. Obwohl ihn der Bulgare ein ums andere Mal vor sehr schwere Entscheidungen stellte und Anand zwischenzeitlich eine Stunde weniger Bedenkzeit auf der Uhr hatte, verlor der Inder nie die Übersicht und ließ es sich in wahrscheinlich ausgeglichener Lage sogar nicht nehmen, die gegnerische Offerte zu einer dreimaligen Stellungswiederholung abzulehnen. An der Punktteilung konnte der amtierende Champion zwar letztlich auch nicht entscheidend rütteln, aber so stellte er unter Beweis, dass sein Siegeswille keineswegs geringer ist, als der seines Gegners. Morgen darf Topalov zum ersten Mal in der zweiten Matchhälfte mit Weiß aufschlagen. Wer diese Partie in einmaliger Live-Atmosphäre miterleben möchte, kann dies zusammen mit dem bekannten Schach-Kommentator GM Klaus Bischoff ab 14 Uhr im Chess Tigers Training Center in Bad Soden am Taunus tun.
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Hintergrund 6.Partie: Katalanische Denkweisen
2,5 Punkte aus 3 Partien mit Weiß sind ein glänzendes Ergebnis, aber gut genug für den Weltmeister aus Indien?
03.05.2010 - Eine Kardinalfrage bleibt immer aktuell und ist auch heute wieder in der 7.Partie des WM-Kampfes Anand-Topalov in Sofia von hoher Aufmerksamkeit und höchstem Spekulationgrad begleitet für jeden selbsternannten Experten und professionellen Berichterstatter. Spielen sie die Katalanische Eröffnung noch einmal oder kommt etwas ganz Neues aufs Brett. Der Pragmatiker Anand neigt sicher eher nun zum Wechsel auf eine neue Hauptline, alternativ könnte aber sein Sekundanten-Team nach der Erfahrung der 6.Partie etwas Neues in der Linie erarbeitet haben, sodass man sich den "prinzipiellen" Topalov erstmal zurechtgelegt hat und heute mit Präzision und Filligranität nachbearbeiten möchte. Offensichtlich lebt ein WM-Zweikampf von der Duplizität dieser kriegsähnlichen Strategie, manche nennen es ja einfach nur "List". Das der Weltmeister aus Indien mit seinen kurzschrittigen und wendigen Springern das Grundprinzip der weißen Spielführung der Katalanischen Eröffnung verletzt hat und sein g2-Monster zu früh austauschte wird kein Experte ihm verübeln. "Quod licet Iovi, non licet bovi" zu deutsch: „Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt“ oder frei übersetzt "Was den Göttern erlaubt ist, ist den Ochsen noch lange nicht" mag sich der ein oder andere von uns zum Trost im Geheimen denken. Aber Grundschule bleibt Grundschule, trotz aller nützlichen modernen Hilfsmittel. Zuletzt konnte Topalov dank seines katalanischen Gegenläufers auf h3, das Bauernminus leicht kompensieren. Anands Springerroute über das Schachbrett mit 13 Zügen in Folge hat in jedem Fall einen neuen Rekord in der WM-Geschichte aufgestellt. Hochspannung ist hoffentlich im Sofioter Military Club unabdingbar nötig und in der Partie wünschenswert wenn sich die Spieler zum 7. Gefecht gegenübersitzen. mehr Informationen und Bilder ...

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Hintergrund 5.Partie: Bei Dunkelheit das Denken anhalten
Zwölf Minuten stockfinstere Nacht überprüfen die Belastungsfähigkeit der Spieler
02.05.2010 - "Im Dunkeln ist gut Schunkeln" heißt es im Volksmund und deutet auf eine frivole Situationshandlung hin, die die Nichtssehenden mit seiner augenzwinkernden Phantasie alleinlässt. Wenn aber Schachveranstaltern, ja in diesem Fall Schach-WM Organisatoren vom Alptraum eines Stromausfalls heimgesucht werden, ist "Coolness in the Darkness" angezeigt und dies bewiesen die Verantwortlichen in Sofias Military Club in hohem Maße. Wie wenn das Meistern dieser Situation akribisch und prophylaktisch trainiert worden wäre, wirkt es auf den ein oder anderen erfahrenen Kenner. Oder es ist doch nur für die Military Club Hausmeisterei in Sofia der Normalfall. Nicht die Überlast durch zusätzliche Klimaanlagen, Bühnenscheinwerfer oder hunderte von Computer waren die Ursache. Die planmäßige Abschaltung vom Military Club und drei Ministerien in der näheren Umgebung, die einem Stromversorger zuzuordnen sind, wären die Ursache gewesen. Am nächsten Tag zu Beginn der 6.Partie wurde dies von Insidern kolportiert. Die Organisatoren haben sich dann auch unmittelbar in bulgarischer Sprache bei den Spielern und der Fide entschuldigt. Eine noble Geste vom Präsidium der bulgarischen Schachfederation mit Stephan Sergiev und Silvio Danailov an der Spitze. Der Nobelpreisträger Prof. Robert Mundell aus Kanada war heute Ehrengast und machte den 1.Zug für den weißspielenden Topalov. mehr Informationen und Bilder ...

Interessanter Artikel in der "Zeit" von Ulrich Stock
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Aktuelles Tagesschach 15/10 - Kramnik gewinnt in Baku
Tatiana Kosintseva führt beim Grand Prix in Nalchik *** Nachtrag: Judit Polgar besiegt David Navara 6:2
02.05.2010 - Während einer Schachweltmeisterschaft finden in der Regel nur wenige Turnier statt, doch völlig still steht die Schachwelt natürlich nicht! So durfte sich gestern Vladimir Kramnik über seinen Turniersieg beim President Cup in Baku freuen. Lange hatten Andere geführt, doch letztlich wurde der Russe Wertungssieger. Unterdessen führt die Russin Tatiana Kosintseva nach fünf Runden souverän den FIDE Women Grand Prix in Nalchik an, der noch bis zum 08. Mai laufen wird. Frühzeitig hatte Judit Polgar in ihrem Schnellschach-Match gegen den Tsechen David Navara in Prag als Siegerin festgestanden und auch in den letzten beiden Partien konnte die Ungarin nochmals 1,5 Punkte zum 6:2 Endstand erzielen.
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02.05.2010 - Ab sofort können Sie sich die 27. Lektionen des laufenden Jahrgangs der Chess Tigers Universität herunterladen. Auch in dieser Woche haben GM Klaus Bischoff, IM Erik Zude und Mike Rosa Trainingseinheiten für Sie zusammengestellt, die Ihr Schachwissen fordern und erweitern werden. Natürlich können Sie sich auch heute wieder mit der Kombination der Woche auf die kommenden Aufgaben einstimmen. Während der WM-Zeit werden wir Ihnen ein paar Schmuckstücke aus der Karriere des 15. Weltmeisters Viswanathan Anand präsentieren. Heute gehen wir in das Jahr 1986 zurück. Der junge Anand erreichte im Turnier von Delhi in seiner Heimat die Diagrammstellung. Erkennen Sie, mit welchem Zug er den Gewinn der Partie einleitete?

Zur Kombination der Woche Nr. 27 ...


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WM 2010 - Topalov überlebt indische Reiter
Halbzeitstand 3.5:2.5 für Anand
01.05.2010 - Nach der heutigen sechsten Partie der Schachweltmeisterschaft 2010 wird Veselin Topalov sicherlich tief durchatmen. Zwar liegt er zur Halbzeit weiterhin mit einem Punkt zurück, doch immerhin gelang es ihm heute zum ersten Mal in diesem Match, mit Schwarz nicht zu verlieren. Weltmeister Viswanathan Anand erreichte mit seinem Springerpaar gegen das bulgarische Läuferpaar einen leichten Vorteil, aber der Herausforderer bewahrte trotz der bedrohlich nahen indischen Reiter in seiner Stellung die Übersicht. Rekordverdächtige dreizehn Springerzüge in Serie spielte Anand und gewann letztlich sogar einen Bauern, doch das schwarze Gegenspiel war zu kräftig, weshalb er den materiellen Vorteil für ein sicheres Remis wieder hergab. Wie sollte es anders sein, am Ende musste eine dreimalige Zugwiederholung über den Ausgang der Partie bestimmen. Am Sonntag wird im Military Club in Sofia die WM einen Tag ruhen, bevor Anand dann am Montag in Partie 7 nochmals mit Weiß aufspielen wird.
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WM 2010 - Slawische Mauer zu hoch für Topalov
Weltmeister Anand führt mit 3:2 / Stromausfall sorgte für Unterbrechung
30.04.2010 - Nach fünf von zwölf Partien der laufenden Schachweltmeisterschaft in Sofia führt Weltmeister Viswanathan Anand mit 3:2 gegen seinen Herausforderer Veselin Topalov. In der heutigen Partie versuchte der Bulgare - zum letzten Mal in der ersten Matchhälfte mit Weiß aufschlagend -, erneut und ohne Erfolg, die Slawische Mauer Anands zu überwinden. In einem durchaus spannenden Duell verteidigte sich der Inder umsichtig und nachdem sein Gegner keine andere Möglichkeit mehr sah, als die Züge zu wiederholen, reklamierte Anand nach 44. Zügen bei Hauptschiedsrichter Panaqiotis Nikolopoulos dreimalige Stellungswiederholung. Dieses Mal wurde die Punktteilung auch mit einem Handschlag besiegelt. Erwähnenswert ist zudem, dass im Military Club zwischenzeitlich die Stromversorgung zusammenbrach und so für einige ratlose Gesichter sorgte. In den nächsten beiden Runden wird Vishy Anand die weißen Steine führen und schon morgen werden wir sehen, wie Topalov vermeiden will, auch die dritte Schwarzpartie in Serie zu verlieren. Selbstverständlich können Sie auch diese Partie ab 14 Uhr, sowohl im Chess Tigers Training Center mit GM Klaus Bischoff als auch auf dem Fritzserver von ChessBase, live verfolgen.
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„Brutale Bestrafung“ durch brillanten Anand
Chess Tiger Hartmut Metz zur vierten Partie
Ausführlicher WM-Pressespiegel zu den ersten vier Partien

30.04.2010 - Veselin Topalov sitzt tief gebeugt über dem Brett. Die Nase berührt fast den König – doch der ist nicht mehr zu retten. Die Angriffsmaschinerie des Schach-Weltmeisters läuft ab dem 23. Zug auf Hochtouren, die am anderen Brettflügel stationierten schwarzen Springer können ihrem Monarchen nicht mehr zu Hilfe eilen. Weitere 23 Züge später ist alles vorbei. „Die Bestrafung des unvorsichtigen Bauernzugs nach h6 war brutal. Anand spielte brillant“, zeigte sich der ehemalige britische Vizeweltmeister Nigel Short beeindruckt. Der Inder gewann auch seine zweite Weiß-Partie im Militärklub von Sofia und führt nach vier der zwölf Partien mit 2,5:1,5.
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Hintergrund 4. Partie: Anand pragmatisch - Topalov prinzipiell
Psychologische Situationen wiederholen sich in WM-Kämpfen - egal ob man mit Schwarz oder Weiß spielt
29.04.2010 - Die psychologischen Situation bei der 3. und der 5. Partie des vorherigen WM-Kampfes zwischen Viswanathan Anand und Vladimir Kramnik in Bonn 2008 wiederholte sich hier in Sofia beim laufenden WM-Kampf in der 2. und 4. Partie - allerdings mit Schwarz und nicht mit Weiß. Die selbsternannten Wettkampfpsychologen von damals attestierten mehrheitlich dem Russen Kramnik, dass das Festhalten an der weißen Spielführung in Bonn der ursächliche Grund gewesen sei, dass der ganze Wettkampf verloren ging. Der mit Weiß spielende Herausforderer konnte nicht glauben, dass der Gegner sich besser mit dem Stellungstyp auskannte, und so hatte er nach der 3. auch die 5. Partie spektakulär verloren. Aus dem Schock heraus verlor er auch noch die 6. Partie mit Schwarz, weil keine Zeit war - ohne Ruhetag dazwischen -, zur gewohnten Zuversicht zu finden. Dieser Keulenschlag brachte ihn nach der 6. Partie aussichtslos mit 4,5:1,5 ins Hintertreffen. Dem bulgarische Herausforderer Veselin Topalov ist jetzt Ähnliches widerfahren mit dem prinzipiellen Festhalten an der Bekämpfungsweise der Katalanischen Eröffnung in der 2. und 4. Partie, allerdings hat er sich mit Schwarz zwei Nullen eingefangen und steht heute in der 5. Partie vor der Gewissensfrage mit Weiß spielend, alles auf eine riskante Partie zu setzen, weil Vishy Anand in der 6. und 7. Partie wieder seinen "furchterregenden" Aufschlag 1.d4 ... Katalanisch zeigen darf. Ob die Drehscheibe wieder a3 (Dame oder Springer) heißt, ist nicht vorauszusagen, aber Starrsinn kann öfter mal zur Verbissenheit führen und ehe man sich umgeguckt hat, ist wieder eine Null dazukommen! Der pragmatische Weltmeister aus dem Lande des Inders Mahatma Gandhi, Viswanathan Anand, hat keine Schwierigkeiten, auch am Freitag dem Grünfeldinder eine Pause zu gönnen, schätzen viele Insider - von Weichei oder Angsthase reden die einen, von Erfahrung oder Weisheit die anderen. mehr Informationen und Bilder ...
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WM 2010 - Anand geht mit 2,5:1,5 in Führung!
Weltmeister revanchiert sich mit genialem Springeropfer
28.04.2010 - Nach 32 Zügen musste Herausforderer Veselin Topalov in der vierten Partie der Schachweltmeisterschaft 2010 gegen den amtierenden Champion das Handtuch werfen. Zunächst hatte Viswanathan Anand bereits im 10. Zug der Katalanischen Eröffnung seinen Gegenüber, mit einer Neuerung konfrontiert und danach Zug um Zug den Druck auf diesen erhöht. In komplizierter Lage beschloss der Bulgare, sich mit h7-h6 ein Luftloch zu machen, doch offenbar hatte er nicht damit gerechnet, dass sich bereits drei Züge später ein weißer Springer auf h6 opfern würde. Mit 23.Sg4xh6+!! legte Anand den schwarzen König frei und zahlte es somit seinem Kontrahenten mit gleicher Münze heim. In der ersten WM-Partie war es noch Topalov gewesen, der mit einem Springeropfer die Führung übernommen hatte. Morgen haben die Spieler ihren nächsten Ruhetag, und während sich das Team Topalov für die nächste Weißpartie rüsten wird, muss man sich offenkundig auch Gedanken machen, wie man die hundertprozentige Weißquote des Weltmeisters brechen will.
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