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Chess960
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1.Berlin-Brandenburger Schnellschachmeisterschaft im Chess960 am 20.11.2005
26.11.2005 - Mit dem Führungswechsel im Berliner Schachverband im März 2004 kam viel frischer Wind in das Schachleben der Hauptstadt. Dr.Matthias Kribben hat nicht nur die Annäherung an den Betriebsschachverband vorangetrieben und den Umzug der Geschäftsstelle des Verbandes zum 1.Dezember 2005 vollzogen (der Umzug war auch schon mal 1990 im Gespräch), sondern auch zahlreiche neue Turnierformen ins Leben gerufen. Neben dem Schachfestival im Jüdischen Museum, einer Schnellschach-Grandprix-Serie und der gerade erst gestarteten Feierabend-Liga, kamen auch Veranstaltungen im bislang von Berlin negierten Chess960 zustande.

Berliner Schachverband

Jan Wendt

Im Februar wurde in Spandau das starkbesetzte 1. Gerling-Kreativ-Chess960-Turnier durchgeführt und im August fand an zwei Tagen eine Berliner Mannschafts-Meisterschaft im Chess960 statt.

Auch nach Brandenburg streckte der Berliner Schachverband schon seine Fühler aus und BSV-Präsident Dr.Kribben war im August Gast der Präsidiumstagung des Landesschachbundes Brandenburg um gemeinsame Vorhaben zu besprechen.

 Eines dieser Vorhaben war eine gemeinsame Chess960-Schnellschachmeisterschaft im Herbst 2005.

Leider fand die sehr kurzfristige (ein Monat vorher) Ausschreibung für den 20.November nicht den erhofften Widerhall. Nur 37 Spieler fanden den Weg ins Nachbarschaftshaus am Lietzensee, dem Domizil des SC Weisse Dame. Das mag allein nicht am engen Termin gelegen, sondern auch seine Ursache darin haben, das Chess960 im Großraum Berlin noch als exotische Randsportart gilt. Auf der Suche nach Teilnehmern aus meinem Verein, erntete ich durchweg nur verständnisloses Kopfschütteln und Naserümpfen - als ob ich nach Spielern für Tandem- oder Räuberschach gesucht hätte ...

Philipp Neerforth (vorn)

Dabei bin ich selbst noch blutiger Chess960-Anfänger, was aber nicht unbedingt ein Nachteil war, denn von Eröffnungstheorie habe ich keine Ahnung - was mich eigentlich für Chess960 prädestiniert.

Aus dieser Sicht mag es verständlich erscheinen, das das Turnier nahezu unbeachtet an den Brandenburgern vorüberging. Lediglich zwei Spieler aus Potsdam fanden den Weg nach Charlottenburg, obwohl - eigentlich waren die Potsdamer Vereine vor dem 2.Weltkrieg Mitglieder des Berliner Schachverbandes ...Mit 7 aus 9 setzte sich am Ende nicht der nach DWZ leicht favorisierte FM Markus Dyballa (SC Kreuzberg) durch, sondern der an Nr.3 gesetzte Jan-Dietrich Wendt von den Schachfreunden Neukölln.

20.11.2005 Soeben ist beim SC Weisse Dame die 1.Berlin-Brandenburger Schnellschach-Meisterschaft im Schach960 zu Ende gegangen. 37 Spieler kämpften neun Runden lang mit einer Bedenkzeit von 20+5 (20 Minuten + 5 Sekunden je Zug) um Punkte und Preise. Jan Wendt (Sfr.Neukölln, 2.v.l.) setzte sich knapp nach Wertung vor Atila Figura (SC Kreuzberg, 4.v.l.) mit 7 aus 9 durch. Atila benötigte für seine 7 Punkte allerdings nur acht Partien, weil er erst zur 2.Runde erschien. 3. FM Ulrich Schwekendiek (Rotation Pankow, 2.v.r.), 4. Philipp Neerforth (Empor Potsdam, 3.v.l.), 5. Frank Hoppe (Berolina Mitte, 1.v.r.) je 6½, 6. Dr.Andreas Modler (Betriebsschach, 1.v.l.).

Er verwies den punktgleichen 16jährigen Mitfavoriten Atila Gajo Figura (SC Kreuzberg) auf Platz 2. Atila konnte allerdings erst ab Runde 2 mitspielen und gab nur einen einzigen Punkt ab - etwas unglücklich gegen den späteren Turniersieger.

Frank Hoppe

Hinter FM Ulrich Schwekendiek (Rotation Pankow) wurde der Neu-Potsdamer Philipp Neerforth als Vierter bester Brandenburger. Neerforth, der in Frankfurt/Main geboren ist, kam erst dieses Jahr aus Karlsruhe nach Potsdam.

Das 6,5-Punkte-Feld wird vom Berichterstatter vervollständigt. Der letzte und damit 6.Preis ging an Dr.Andreas Modler (Betriebsschach), der 6 Punkte erreichte.

Einen umfassenden Bericht mit allen Ergebnissen und vielen Fotos findet man beim Berliner Schachverband.

Frank Hoppe

Published by Gerhard Kenk

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