Chess960 Der Chess960-Grand-Prix Count-Down läuft. Nächstes Turnier am 1.-3.Oktober in Bad Soden (Taunus)
03.09.2005 - Noch haben sich nicht alle Chess960-Fans von den geistigen Strapazen des weltweit grössten Chess960-Opens der Chess Classic Mainz erholt, geht es auch schon weiter mit einem Turnier der Grand-Prix-Serie, welches als "1. Main-Taunus-Cup" vom Schachclub Bad Soden und den Chess Tigers veranstaltet wird. Die bisherigen Grand-Prix-Turniere in Berlin, Deizisau und Offenbach sahen mit Viesturs Meijers, Josef Gheng und Tillmann Vogler drei verschiedene Sieger - wer wird in Bad Soden den Löwenanteil des Preisfonds von Euro 5.000 entgegennehmen?
Roland Bettenbühl (rechts) vom Schachclub Bad Soden erläutert
Bürgermeister Altenkamp (links), wo es im Chess960 drauf ankommt.
Wer gedacht hätte, die Chess960-FiNet-Open im
Rahmen der Chess Classic Mainz wären das einzige
Chess960-Schnellschach-Turnier in Deutschland, sieht sich getäuscht. In
diesem Jahr sind Chess960-Turniere wie Pilze nach einem warmen
Sommerregen aus dem Boden geschossen - und es ist kein Ende abzusehen.
Regionale Turniere in Herzogenaurach (bei Nürnberg) oder Waldbronn (bei
Karlsruhe) machen deutlich, daß dieses innovative Chess960 auch in den
Vereinen Fuß faßt.
Und der aktive Berliner Schachverband mit ihrem
Präsidenten Dr. Matthias Kribben haben es sogar geschafft, die ersten
Mannschaftsmeisterschaften im Chess960 auszutragen. Auch im Ausland
gewinnt Chess960 reihenweise Anhänger, so veranstaltete der
Kult-Schachverein Fischer Z in Amsterdam die zweiten Niederländischen
Meisterschaften im Chess960, welche von GM Yassir Seirawan und dem
punktgleichen holländischen GM Erik van den Doel gewonnen wurden.
Der Schach-Club Bad Soden veranstaltet gemeinsam
mit den Chess Tigers e.V. am 1.-3. Oktober 2005 in der Hasselgrundhalle
in Bad Soden (Taunus) das vierte der deutschlandweiten
Chess960-Grand-Prix-Turniere. Die bisherigen Chess960-Turniere fanden in
Berlin, Deizisau und Offenbach statt. Jedesmal gab es einen anderen
Gewinner: In Berlin siegte GM Viesturs Meijers aus Lettland, in Deizisau
(bei Stuttgart) hatte FM Josef Gheng die Nase vorne und beim Offenbacher
Turnier landete schliesslich der Chess960-Fan FM Tillmann Vogler vom TSV
Schott Mainz auf dem ersten Platz.
Bürgermeister Altenkamp (links) und GM Vishy Anand (Mitte) beim
traditionellen Empfang der International Punjabi Society im Bad Sodener
Restaurant "Maharani".
Das Turnier, mit einem Preisfonds von Euro
5.000.- ausgestattet, wird von Mainova und der Taunus-Sparkasse
gesponsert sowie von lokalen mittelständischen Firmen unterstützt.
Im
Sieben-Runden-Format haben die Spieler jeweils 60 Minuten Bedenkzeit
plus 30 Sekunden pro Zug.
Schirmherr der Veranstaltung ist der Bad Sodener Bürgermeister Norbert Altenkamp, ein bekennender Schachspieler
und Chess960-Fan, der bereits erste Erfahrungen in einem
Chess960-Simultan mit GM Artur Jussupow sammelte. Als er sich vor kurzem
bei seinem Mitbürger und Nachbar GM Vishy Anand erkundigte, ob der
indische Superstar auch am Main-Taunus-Cup teilnehme, verneinte Anand
die Frage - und Altenkamp zeigte sich sichtlich enttäuscht. Doch
Schach-Profi Anand
klärte den Polit-Profi auf: "Leider kann ich Anfang Oktober nicht in Bad
Soden beim Chess960-Turnier mitspielen, weil ich auf Argentinien-Reise
bin." Dort finden zeitgleich die FIDE-Weltmeisterschaften im
traditionellen Schach statt - das war für Bürgermeister Altenkamp eine
angemessene Entschuldigung und seine Miene hellte sich wieder sichtlich
auf.
Natürlich sind alle Schachfreunde und
Chess960-Fans, die nicht bei der WM in Argentinien teilnehmen, herzlich
zum 1. Main-Taunus-Cup in Bad Soden eingeladen.
Online-Anmeldung, Turnier-Infos
>>>hier
.