Chess960 Trainer Nikitin: Ich spiele Chess960, weil......Я играю Chess960, так...
17.07.2005 - Ich spiele Chess960, weil dort das Schachbrett der Ort intellektueller Auseinandersetzungen und nicht der Reproduktion konkreter Eröffnungskenntnisse ist. (Quelle: Interview in SCHACH 1/05, S. 64). Я играю Chess960, так как там шахматная доска - это место интеллектуальных дискуссий и не воспроизводства конкретных знаний открытия.
Alexander Nikitin
Alexander Nikitin war 15 Jahre lang der Trainer von
Ex-Weltmeister Garry Kasparov. In seinem Buch "Mit Kaparow zum
Schachgipfel" beschreibt er seine Zusammenarbeit mit Kasparov und
dessen kometenhaften Auftstieg, der in dem Sieg über den
Erzrivalen Anatoli Karpov mündete. Doch nicht nur in diesem Buch
nimmt Nikitin kein Blatt vor den Mund und berichtet kritisch über
die sportpolitischen Hintergründe seiner eigenen Karriere und der
von Kasparow.
Wie es sein Temperament will, äußert sich Nikitin auch über
andere kritische Punkte, so über das
Match zwischen Judit Polgar (Ungarn) und dem Ex-Weltmeister Boris Spasski: "Ich verstehe noch immer nicht ganz,
warum Boris sich auf diese Sache eingelassen hat ... Wenn er
verliert, würden die Leute sagen: gegen ein kleines Mädchen
verlieren, wie tief kann man sinken?" ( New in Chess ,
2/93, S. 46). Spasski erlitt eine 4,5:5,5 Niederlage in
einem 1993 in Budapest ausgetragenen Wettkampf gegen Judit Polgar.
Und auch zum jugendlichen "Wunderkind" Magnus
Carlsen aus Norwegen ist von Nikitin etwas zu dessen
Schachtraining zu hören, wie Harald Fietz in seinem Artikel über Magnus Carlsen in Schachmagazin 64 Nr.1/2005 schreibt: Kein professioneller
Schuldrill wie bei den ukrainischen Talenten, kein pädagogisches
Experiment wie bei den Polgar-Schwestern, keine störrische
Egomanie wie bei Bobby Fischer. Mit 13 Jahren, 4 Monaten und 26
Tagen den höchsten Titel des Berufsstands einzuheimsen, ist um so
erstaunlicher, wenn man am Rande Europas lebt, im Umfeld einer
ski- und fußballbegeisterten Nation, wo Schach eher ein
Schattendasein fristet"