TopTurniere Tata Steel 2013 - Carlsen Unchained B-Gruppe: Naiditsch schafft den Sprung in die A-Gruppe C-Gruppe: Brunello stellt neuen Rekord auf
28.01.2013 - Mit einem wackeligen Remis gegen Anish Giri trudelte Magnus Carlsen in der letzten Runde der A-Gruppe aus. Sein Statement nach der Partie drückt es perfekt aus: "Mehr oder weniger holte ich aus jeder Partie das Maximum heraus." Mit respektvollen 1,5 Punkten Abstand wurde Levon Aronian Zweiter. Lange versuchte der Armenier in der Schlussrunde gegen Fabiano Caruana, das Endspiel Turm plus Läufer gegen Turm zu gewinnen, aber nach 104 Zügen endete die längste Partie des Tata Steel 2013 mit einem Remis. Der letztlich drittplatzierte Weltmeister Viswanathan Anand leistete sich zum Abschluss eines gelungenen Turniers gegen Wang Hao eine unnötige Niederlage. So zog Sergey Karjakin mit einem stramm vorgetragenen Sieg gegen Loek van Wely nach Punkten gleich auf Rang 3. In der B-Gruppe hat sich hauchdünn Arkadij Naiditsch vor Richard Rapport durchgesetzt. Beide gewannen in der letzten Runde abermals, doch die bessere Sonneborn-Berger-Wertung macht den Deutschen zum alleinigen Sieger und Aufsteiger in die A-Gruppe 2014. In der C-Gruppe darf sich Sabino Brunello über seinen alleinigen Triumph freuen. Denn während der Italiener mit einem Sieg nochmals das Maximum erreichte und mit 11 aus 13 einen neuen Rekord aufstellte, konnte Co-Leader Peralta nur einen halben Punkt erzielen. In der Folge finden Sie einen ausführlichen Bericht zum Tata Steel 2013 mit vielen Bildern und Videos. Auf Chess Tigers on Tour hat Eric van Reem mit Bildern Carlsens "Wijk aan Zee-Geschichte" von 2004 (siehe Bild) bis heute zusammengefasst.
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Magnus Carlsen - Sieger
Mit 10 aus 13 und einer Performance von 2930 ein Turnier der Kategorie 20 zu beenden, das nötigt den allerhöchsten Respekt ab. Wer nicht gut genug zog, hatte von Carlsen Unchained keine Gnade zu erwarten. Wieder einmal verneigt sich die Schachwelt vor dem erst 22 Jahre jungen Norweger. Als ihm die einzige Niederlage im Turnier drohte, riss sich der vorzeitige Sieger nochmals zusammen und hielt den Laden zusammen. Eine der vielen Qualitäten des ELO-Rekordlers, der mit der nächsten Auswertung im Februar (falls die FIDE das so kurzfristig schafft...) auf schwindelerregende 2872 (Komma 3, für all jene, die es gang ganz genau nehmen) klettern wird. Geht es nach dem Gros der Schachfans, dann ist der WM-Titel überfällig. Etwas objektivere Beobachter des Weltschachs warnen jedoch vor der mangelnden Erfahrung im "Heads Up". Dies könnte Viswanathan Anands größter Vorteil sein, wenn Carlsen - wie allenthalben prognostiziert - das vom 14. März bis 1. April(!) in London ausgetragene Kandidatenturnier gewinnt.
Statement von Carlsen nach der letzten Runde
Pressekonferenz mit Carlsen
Levon Aronian - Platz 2
Fünf Siegen steht eine vernichtende Niederlage gegen den Weltmeister gegenüber, damit müsste der Armenier eigentlich ganz prächtig leben können, doch Aronian mäkelte im Kurz-Interview doch etwas herum. Er habe einige hunderprozentige Chancen verpasst wie in der Schlussrunde gegen Fabiano Caruana. An diesem "mentalen Problem" müsse er arbeiten. Wenn man Weltmeister werden will, darf man sich nicht mit zweiten Plätzen begnügen, und daher ist Aronians Selbstkritik auf galaktischem Niveau, aber zugleich ein Zeichen dafür, dass der Weltranglistendritte den Ehrgeiz hat, den ganz großen Wurf zu landen. Kann Lev seine Form bis London konservieren und dann auf den Punkt noch mikroskopisch steigern, kommt es nach den legendären K&K-Duellen erstmals zu einem A&A-WM-Match! Oh je, was wird dann aus dem berühmten "A-Team"?
Statement von Aronian nach der letzten Runde
Viswanathan Anand - Platz 3
Der Weltmeister darf reinen Gewissens eine positive Bilanz ziehen. Was 2012 einfach nicht klappen wollte, gelang dem Inder zum Auftakt 2013 gleich vier Mal - er gewann endlich wieder Partien in einem klassischen Turnier. Bekannt selbstkritisch wird Anand mit sich klären, wie das unnötige Remis gegen Hou Yifan und die Niederlage in der Schlussrunde gegen Wang Hao passieren konnten. Dass er nach wie vor in der Lage ist, furiose Angriffspartien zu spielen, bewies er in der vierten Runde. Levon Aronian geriet in eine für Boris Gelfand vorbereitete Variante Anands und musste die Rolle des tragischen Helds in der mit Abstand schönsten Partie des Tata Steel 2013 einnehmen. Nein, keine Sorge, die "Perle von Wijk" gebührt weiterhin Garry Kasparov für seinen Sieg 1999 gegen Veselin Topalov, aber Anands Klassiker wird ebenfalls in die 75-jährige Schachgeschichte der niederländischen Ortschaft an der Nordseeküste eingehen. Auf Carlsens Siege angesprochen, lobte Anand besonders dessen Chancenverwertung. Alle wünschen sich ein WM-Match gegen den Weltranglistenersten, garantiert auch Anand selbst! Genug geredet und geschrieben, es wird endlich Zeit, dass DAS Schach-Duell des 21. Jahrhunderts stattfindet! Wenn da nicht vorher dieses bereits erwähnte Turnierchen in London wäre... Man stelle sich mal vor, was los wäre, wenn Boris Gelfand dort gewönne. Verrückte Idee, ich weiß! ;-)
Analyse der Partie Aronian vs. Anand
Sergey Karjakin - Platz 3
Im Laufe des Turniers überholte der Wahl-Russe ukrainischer Herkunft Carlsen, allerdings nicht nach Punkten sondern nach Jahren. Sergey Karjakin wurde gleich in der ersten Runde 23 Jahre jung und beschenkte sich freudestrahlend mit einem schönen Sieg gegen Hou Yifan. Die Chancen auf den Turniersieg musste der ungewohnt Unrasierte in der achten Runde begraben, als er gegen Carlsen verlor. +3 sind eine starke Leistung und würden Karjakin zu einem heißen Anwärter auf ein WM-Duell machen, aber dafür müsste für London exakt einer der acht qualifizierten Spieler ausfallen. Denn Karjakin ist "nur" der Nachrücker Nr. 1 und wird daher mit einem kleinen Kloß im Hals zuschauen müssen.
Statement von Karjakin nach der letzten Runde
Peter Leko - Platz 5
Auf die Frage, ob er zufrieden sei, antwortete der Ungar, +2 sei ein normales Resultat. Ganz klar schmerzt es Peter Leko sehr, dass er den Anschluss an die absolute Weltelite zuletzt nicht oder kaum halten konnte. Die Ansprüche des 33-Jährigen an sich selbst sind ungebrochen hoch. Ob Leko nochmals die Kraft aufbringt, ein WM-Kandidat zu werden, steht in den Sternen, aber Tatsache ist auch, dass er die ständige Häme in Chats und Foren bezüglich seiner Anzahl an (kurzen) Remisen nicht verdient. Bei einem Schnitt von 43 Zügen pro Partie liegt er im Vergleich zum Turnierschnitt von 46 Zügen ziemlich exakt in der Mitte. "Ist der Ruf erst ruiniert, remisiert es sich ganz ungeniert", ist glasklar nicht mehr Lekos Motto, aber viele nehmen ihm diese Phase noch immer übel.
Statement von Leko nach der letzten Runde
Hikaru Nakamura - Platz 6
+1 ist für den ehrgeizigen und so von sich selbst überzeugten Amerikaner zu wenig! Gegen Carlsen und Aronian gab es gegen Ende des Turniers feste auf die Mütze, bis dahin spielte Hikaru Nakamura ein sehr gutes Turnier und lag aussichtsreich auf dem geteilten zweiten Rang. Doch seitdem gab er keine Interviews mehr und daher bekommt er auch kein Video von uns unter diesen Text. Ätsch! Dennoch sind wir alle weiterhin Naka-Fans, denn immerhin ist er nach wie vor Chess960-Weltmeister!
Pentala Harikrishna - Platz 7
Exakt 50 Prozent und 7 ELO-Punkte plus bedeuten, dass Indien (wieder) einen weiteren Spieler jenseits der 2700 hat. Einst galt er als Hoffnung von rund 1,2 Milliarden Indern, welche irgendwann mal in die riesigen Fußstapfen von Vishy Anand passen sollte, aber die letzten ein bis zwei Sprünge in die Weltelite sind dem 26 Jahre alten Pentala Harikrishna bis heute nicht gelungen. In Wijk aan Zee schlug er sich sehr ordentlich, und nach dem Remis gegen seinen weltmeisterlichen Landsmann kann er weiterhin reinen Gewissens behaupten, noch nie eine Turnierpartie gegen Anand verloren zu haben - na ja, es war in Wijk ann Zee ja auch die erste Begegnung am Brett zwischen den beiden.
Analyse der Partie Harikrishna vs. van Wely
Anish Giri - Platz 8
Erst in Runde 11 gelang der Nummer 1 der Niederlande der erste und leider auch einzige Sieg - gegen Fabiano Caruana. Dem gegenüber stehen zwei Niederlagen gegen die beiden Hs Hou und Harikrishna und jede Menge Unentschieden. Noch mangelt es dem 18 Jahre jungen Anish Giri nach eigener Aussage in vielen Stellungen an Erfahrung, aber diese sammelt er ja in rasender Geschwindigkeit. In der Schlussrunde hatte er nach 2011 beinahe wieder Carlsen auf den Hörnern, doch dieses Mal konnte dieser bekanntlich so gerade noch ausweichen. Turniere wie das Tata kann Giri noch nicht gewinnen, aber warten wir mal ab, was in vier bis fünf Jahren ist!
Statement von Giri nach der letzten Runde
Analyse der Partie Giri vs. Caruana
Wang Hao - Platz 8
Wenn man an die denkt, aus denen mal Weltmeister werden können, dann entgeht vielen zuweilen der erst 23 Jahre alte Chinese. Dabei hat Wang Hao im Sommer 2012 beim Top Turnier in Biel mit seinem Sieg vor Carlsen eindrucksvoll bewiesen, dass er Großes leisten kann. Vielleicht ist es dieses sympathische Understatement in Interviews, welches ihn manchmal durch das Raster der "Jungen Wilden" fallen lässt. Dabei ist sein Spielstil erfrischend angriffslustig, was auch erklärt, warum er bei vier Niederlagen immerhin auch drei Partien gewann. Prominentestes Opfer wurde - wie bereits erwähnt - Vishy Anand, und gegen Landsfrau Hou Yifan kannte Wang Hao keinen Patriotismus und schlug unbarmherzig zu. Früher oder später wird er die Chance bekommen, es ihr gleichzutun und WM-Kandidat werden! Ich habe da so ein Gefühl...
Statement von Wang Hao nach der letzten Runde
Loek van Wely - Platz 8 Lucky Loek bekam in Wijk aan Zee kräftig eingeschenkt, aber dafür teilte er beinahe nicht minder deftig aus. Gegen die Spitze sah Loek van Wely kein Land, besiegte dafür aber die Ränge 9 bis 14. Ob siegreich oder besiegt, der erfahrene Niederländer zeigte sich mit seinen 40 Lenzen stets bester Laune und stand immer zum Interview bereit. Wie fit van Wely noch ist, durfte ein ums andere Mal auch Carlsen beim traditionellen (Schnee-)Fußball erfahren. Unter dem Strich war er mit sich und dem Turnier zufrieden und wir sind es auch.
Statement von van Wely nach der letzten Runde
Hou Yifan - Platz 11
Für die kürzlich entthronte Weltmeisterin war eigentlich der letzte Rang reserviert, aber das sah Hou Yifan offensichtlich anders. Wie van Wely kam sie gegen die Spitze schlecht weg. Beinahe mysteriös mutete ihre Rettung gegen Anand an. Aus einem gewonnenen Springerendspiel machte dieser ein ausgeglichenes Bauernendspiel, zauberte so allerdings ein glückliches Lächeln in das Gesicht der bald 19 Jahre jungen Hou Yifan. Neben dem Brett merkte man ihr den riesigen Respekt vor den Top Stars deutlich an, aber wer gegen sie zu viel Risiko ging, musste nicht selten dafür bezahlen. Ein Lied davon singen können beispielsweise Pentala Harikrishna und Anish Giri. Rang 11 und 14 ELO-Punkte plus können sich sehen lassen.
Statement von Hou Yifan nach der letzten Runde
Erwin L'Ami - Platz 12
Der Niederländer war beim Tata Steel 2013 sowohl neben als auch auf dem Brett einfach nur lieb. Aber zumindest Letzteres ist nicht gut! Erwin L'Ami gewann keine Partie und verlor derer 5. Fraglich, ob ein Jan Smeets oder ein Jan Timman besser abgeschnitten hätte, aber Letzteres wäre vermutlich unterhaltsamer gewesen. Ernsthaft in Sieggefahr geriet L'Ami jedenfalls nie.
Ivan Sokolov - Platz 12
"Wenn ich mich heute Nacht nicht umbringe, lebe ich noch 1000 Jahre!", lautete Ivan Sokolovs Reaktion, nachdem er in der zweiten Runde eine klar gewonnene Stellung gegen Nakamura noch zum Remis verdorben hatte. Nun, bildlich hat sich Ivan der Schreckliche glücklicherweise nicht selbst gerichtet, aber sprichwörtlich durchaus. Von dem Schock erholte sich Sokolov nicht mehr und wurde von der Konkurrenz fortan als Sandsack missbraucht. -7 im Vergleich zu den +7 von Carlsen sprechen eine deutliche Sprache und werden den wahren Fähigkeiten des Ivan Sokolov in keiner Weise gerecht. Die 2700 ist für den 44-Jährigen jetzt erstmal in Weite Ferne gerückt.
Sokolovs legendäre 13 Sekunden
Die B-Gruppe...
...war wie eigentlich immer höllisch spannend. Würde Arkadij Naiditsch seiner Favoritenrolle gerecht und Aufsteiger in die A-Gruppe 2014 werden? Gleich schon der Schock in der zweiten Runde: Der Deutsche unterlag Sergei Tiviakov, der fortan auch das Ruder in der Gesamtwertung übernahm. Doch der junge Richard Rapport ließ sich nicht abschütteln, mehr noch, beim Gipfeltreffen in der fünften Runde schlug er Tiviakov.
Richard Rapport
In der Folge kämpfte sich Naiditsch mit einer Siegesserie zurück gen Spitze, als ihn abermals das Schicksal übel mitspielte. Gegen Robin van Kampen stellte er in der achten Runde in schachgeistiger Umnachtung einzügig einen Läufer ein. Mittlerweile war Tiviakov ins Mittelfeld zurückgefallen und hatte dafür Sergei Movsesian an die Spitze ziehen sehen.
Sergei Movsesian - gut, aber nicht gut genug
Aber der stets freundliche Mov ließ im weiteren Verlauf die Zügel etwas schleifen, während Rapport und Naiditsch unverdrossen auf das große Ziel hin spielten. In der elften Runde dann folgte das entscheidende Duell zwischen Naiditsch und Rapport, welches ersterer für sich entschied. Zwei Runden vor dem Ende sah es so aus, als wäre für Rapport das Rennen verloren. Aber mit zwei Siegen zum Abschluss übertrumpfte er Naiditschs 1,5 und Movsesians 1,0.
Ein deutscher Spieler in der A-Gruppe! Danke, Arkadij Naiditsch!
Zum ganz großen Wurf reichte es nicht, die bessere Wertung sprach für Naiditsch, der in der Schlussrunde gegen Sipke Ernst ein Damenendspiel gewann, welches die Tablebase zum Remis degradiert. Tja, auf Schatten folgt halt immer auch Licht, wenn auch nicht immer so prompt und süß wie bei Arkadij Naiditsch. Wir wünschen ihm schon jetzt viel Spaß beim Tata Steel 2014! Und wer weiß, vielleicht lassen sich die Veranstalter ja noch dazu hinreißen, Richard Rapport ebenfalls zu befördern. Es wäre nicht das erste Mal und verdient hätte es der 16-Jährige auf jeden Fall.
Sieger!
Zum Abschluss sei noch der sehr unterhaltsame Auftritt von Jan Timman erwähnt. Der Altmeister und einstige WM-Kandidat ging beherzt zur Sache und landete mit nur drei Unentschieden auf dem geteilten sechsten Rang. Mit einer Performance von 2651 zeigte der 61-Jährige, dass man auch im gehobenen Alter noch erfrischendes Schach spielen kann.
Alte Besen kehren / spielen gut! - Jan Timman
In der C-Gruppe...
entwickelte sich vom Start weg ein wortwörtliches Wettrennen zwischen Fernando Peralta und Sabino Brunello. Im direkten Duell in Runde 3 war man sich einig, sich nicht gegenseitig weh zu tun, aber in allen anderen Partien kämpften der Argentinier und der Italiener verbissen und extrem erfolgreich um den Gruppensieg. Mal hatte Peralta die Nase vorn, dann Brunello, dann beide zusammen, und dem Rest des Feldes fiel nur die Statistenrolle zu. Ein gutes Turnier spielten eigentlich nur Robin Swinkels auf Rang 3 und IM David Klein, welcher vermutlich knapp eine GM-Norm verpasste.
Sabino Brunello
An der Spitze entschied sich erst in allerletzter Sekunde, wer den Sprung in die B-Gruppe direkt schaffen würde. Mit jeweils 10 Punkten auf dem Konto konnte und musste man den 2004 von Carlsen aufgestellten Rekord von 10,5 Punkten brechen. Peralta konnte "nur" gleichziehen, während Brunello tatsächlich 11 Punkte schaffte. Bravissimo!
Das Tata Steel 2013...
...war wie alle 74 Vorgänger in Wijk aan Zee wieder eine sensationelle Veranstaltung. Wer - wie Ihr Autor - leider nicht selbst vor Ort sein konnte, wurde über das Internet in perfekter Manier in Wort, Bild und Ton auf dem Laufenden gehalten. Die Spieler zahlten die vor Ort traumhaften Spielbedingungen mit einer nicht minder traumhaften Remisquote von 43,9% in allen drei GM-Turnieren zurück. Im Detail sind dies 54,9% in der A-Gruppe, 37,3% in der B-Gruppe und 39,5% in der C-Gruppe. Schachfanherz, was willst Du mehr? Na klar, das 76. Tata Steel Chess Tournament 2014 natürlich! Ich freu mich schon jetzt!