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London CC - Kramnik kann es noch schaffen!
Letzte Runde beginnt bereits um 13 Uhr
09.12.2012 - Um bei der 4. London Chess Classic noch Chancen auf den Turniersieg zu haben, musste Vladimir Kramnik vor der heutigen achten Runde zwingend seine beiden verbleibenden Partien gewinnen, und den ersten Sieg hat er geschafft. Mit einem starken Qualitätsopfer brachte er sich gegen Gawain Jones in Vorteil und fuhr die drei Punkte sicher ein. Sollte der Russe morgen mit Schwarz ebenfalls gegen Michael Adams gewinnen und Magnus Carlsen parallel gegen Viswanathan Anand remisieren, werden wir eine Armageddon-Blitzpartie um den Gesamtsieg erleben. Apropos Anand, der Weltmeister brachte heute Hikaru Nakamura an dessen 25. Geburtstag an den Rand der Niederlage, doch im Endspiel passierte ihm eine schlimme Fehleinschätzung, und Naka drehte die Partie tatsächlich noch um 180 Grad. Aber dann revanchierte sich der Amerikaner bei knapper Zeit seinerseits, so dass unter dem Strich das spannendste und auch verrückteste Remis des Turniers steht. Derweil konnte Judit Polgar ihren ersten Sieg feiern. Die Ungarin schlug Luke McShane und konnte so das Tabellenende verlassen. Die längste Partie des Tages spielte mal wieder Michael Adams. Gegen Levon Aronian erreichte der Brite eine sehr aussichtsreiche Stellung, doch der Armenier verteidigte sich gut genug, um das Remis zu erreichen. Die letzte Runde beginnt morgen bereits um 13 Uhr mit Gawain Jones als Co-Kommentator, der damit zugleich als Tabellenletzter feststeht.

Offizielle Veranstaltungsseite

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Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic findet vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wird ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hat ein Teilnehmer "frei" und wird als Co-Kommentator fungieren. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 (basierend auf den ELO-Zahlen November 2012) wird die Turnierkategorie 21 erreicht.

Rundenstart ist täglich um 15 Uhr unserer Zeit, lediglich in der vierten (17 Uhr) und neunten Runde (13 Uhr) ändert sich die Startzeit. Der einzige Ruhetag wird am 05. Dezember eingelegt.

Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.

Der Preisfonds beläuft sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilen: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR

Weiterhin werden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Sollten beispielsweise 21 Partien entschieden werden, ist jeder Sieg 1.000 EUR wert.

Pro Sieg gibt es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Sollten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufweisen, entscheiden in der Reihenfolge die folgenden Kriterien: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich

Sollte dies keinen Sieger hervorbringen, wird eine Armageddon-Partie gespielt, in welcher Weiß 6 Minuten und Schwarz 5 Minuten erhält. Zusätzlich gibt es 2 Sekunden Bonus pro Zug. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.

Apropos Remis: Es ist den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser wird nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zustimmen. Im Zweifel hat Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.

Weitere Informationen bieten die folgenden Links:

Offizielle Veranstaltungsseite

Alle Regeln nochmals im Überblick

Alle Veranstaltungen im Überblick

Abschlussbericht London Chess Classic 2011


Tabelle nach Runde 8

"Klassische" Tabelle nach Runde 8

Partien nachspielen & downloaden

Ergebnisse


Impressionen der achten Runde
© Ray Morris-Hill / www.rmhphoto.eu

Während Magnus Carlsen als Co-Kommentator natürlich auf ein Remis hoffte...

...tat ihm Vladimir Kramnik den Gefallen nicht und schlug Gawain Jones

Damit kann der 14. Weltmeister tatsächlich
noch den Turniersieg vom Vorjahr wiederholen!

Gawain Jones dagegen fiel heute auf den
letzten Rang zurück und wird dort auch bleiben

Den höchsten Spannungsfaktor hatte heute die
Partie Viswanathan Anand gegen Hikaru Nakamura

In einem Endspiel, in welchem der Weltmeister sehr gute
Gewinnchancen hatte, unterlief diesem erneut ein schwerer Fehler...

...und Nakamura erreichte eine Gewinnstellung, die er aber noch zum Remis
verdarb und sich somit das beste Geburtstagsgeschenk selbst vorenthielt

Judit Polgar schlug Luke McShane

Endlich der erste "Dreier" für Judit!

Der beste Amateur der Welt

Levon Aronian stand schlecht gegen Michael Adams

Doch Mickey konnte nicht ausknipsen...

...wobei sich Lev auch sehr gut verteidigte

Nie um einen flotten Spruch verlegen, bezeichnete Nigel Short
das Spiel von Aronian als "miserables Vegetarier-Schach"...



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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