TopTurniere London CC - Adams schlägt Polgar Restliche Partien remis
04.12.2012 - Auch in der dritten Runde der 4. London Chess Classic hätte es gut und gerne wieder vier entschiedene Partien geben können, aber dieses Mal verteidigten sich die schlechter stehenden Spieler bis auf Judit Polgar äußerst zäh. Die Ungarin wurde von Michael Adams in der für ihn typischen Manier aus einer scheinbar harmlosen Stellung nach und nach überspielt. Ausgezeichnete Gewinnchancen boten sich auch Weltmeister Viswanathan Anand gegen den bisherigen Unglücksraben Levon Aronian, doch der Armenier konnte sich ebenso retten wie Magnus Carlsen gegen Vladimir Kramnik. Der Russe zwang den Norweger zu einem Bauernopfer, konnte den Mehrbesitz in der Folge jedoch nicht in einen vollen Punkt ummünzen. Besser stand auch Hikaru Nakamura gegen Gawain Jones, doch auch der Brite behielt die Nerven und letztlich auch den halben Zähler. Die vierte Runde beginnt am Dienstag erst um 17 Uhr. Dann wird es beispielsweise zum immergrünen Duell zwischen den Weltmeistern Anand und Kramnik kommen. GM Klaus Bischoff ist (zum letzten Mal während dieses Turniers) für Sie live als Kommentator auf dem Fritzserver tätig.
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Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic findet vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wird ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hat ein Teilnehmer "frei" und wird als Co-Kommentator fungieren. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 (basierend auf den ELO-Zahlen November 2012) wird die Turnierkategorie 21 erreicht.
Rundenstart ist täglich um 15 Uhr unserer Zeit, lediglich in der vierten (17 Uhr) und neunten Runde (13 Uhr) ändert sich die Startzeit. Der einzige Ruhetag wird am 05. Dezember eingelegt.
Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.
Der Preisfonds beläuft sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilen: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR
Weiterhin werden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Sollten beispielsweise 21 Partien entschieden werden, ist jeder Sieg 1.000 EUR wert.
Pro Sieg gibt es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Sollten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufweisen, entscheiden in der Reihenfolge die folgenden Kriterien: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich
Sollte dies keinen Sieger hervorbringen, wird eine Armageddon-Partie gespielt, in welcher Weiß 6 Minuten und Schwarz 5 Minuten erhält. Zusätzlich gibt es 2 Sekunden Bonus pro Zug. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.
Apropos Remis: Es ist den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser wird nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zustimmen. Im Zweifel hat Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.