Nachrichten Erfolgsmodell: Chess Tigers Training Center & SC Bad Soden - Team 5 Stichtag 01.August 2015: 63-jähriger Coach startet mit 7 jungen Tigern in die Saison 2015/2016 - die jungen Schachtiger sind gerade mal zusammen 64 Jahre alt und kommen alle aus der Chess Tigers Training Schmiede in Bad Soden B9
01.05.2016 - Nach fünf Jahren Trainingsarbeit ist nun die 2.Generation an Schach-Schülern an der Reihe in der MTS-Bezirksliga C den Mannschaftsschliff vom Chef des Chess Tigers Training Center Hans-Walter Schmitt persönlich verabreicht zu bekommen. Nicht nur individuelle spielerische Fertigkeiten werden weiter ausgebildet, sondern auch mannschaftliche Geschlossenheit wird als oberstes Kriterium für den "Vereinsdienst-Mannschaft" in den Mittelpunkt gestellt. Geduld, Disziplin und Konzentration werden als besondere Erfolgsfaktoren im Kollektiv spielend gelernt und oft ist es so, dass nicht nur der Betreuer HWS lange spielt, sondern auch die Jüngsten im Team James Weller und Miksa Ratfai am Schluss des Wettkampfes ihren "Mann" stehen. Zu den schönstes Mannschaftserlebnissen gehört ohne Zweifel das Verhalten von James Weller als "Letztspielender" beim Spielstand von 3:4 gegen seinen SC Bad Soden 5 beim SV Nauheim 2. Der Mannschaftsführer des SC Bad Nauheim neigte sich weit herunter zu James mit den Worten: "Wollen wir jetzt remis machen". "No" war die kurze Antwort von James und gewann den gegnerischen Springer im Endspiel und damit die Partie zum guten 4:4 für uns. Zum ersten Mal hatte sich zur Krönung der Saison der Mannschaftsführer HWS selbst ausgewechselt und 8 junge Spieler ins Rennen geschickt. Durchschittsalter: Brett 1 bis Brett 8 = 10,25 Jahre!
Einfach besser spielen in der "B9"!
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Team Bad Soden 5 / Saison 2015/2016 / Meldetag 01.08.2015 / v.l.n.r: Brett 1 - Hans-Walter Schmitt - 63 Jahre - DWZ 1917, Brett 2 - Daniel Senko - 10 Jahre - DWZ 1093, Brett 3 - Boyan Blagoev - 9 Jahre - DWZ 1063, Brett 4 - James Weller - 8 Jahre - DWZ 950, Brett 5 - Andreas Haller - 9 Jahre - DWZ 900, Brett 6 - Miksa Ratfai - 8 Jahre - DWZ 860, Brett 7 - Boris Blagoev - 11 Jahre - DWZ 856, Brett 8 - Christian Haller - 9 Jahre - DWZ 792,
Die Mannschaft SC Bad Soden 5 in der Bezirksklasse C
"Erfahrungswerte" In den letzten zwei Jahren hatten wir gute Erfahrungen gemacht mit der Begleitung von Jugendmannschaften in der Bezirksklasse C, sodass wir durch die Bekanntgabe eines freien Platzes in der Bezirksklasse C gleich die Chance witterten mit unseren besten Schülern der Altersklasse U8-U12 unser Ausbildungsprogramm im Chess Tigers Training Center mit den Trainern Mike Rosa (montags von 15:00 bis 18:00 Uhr) und FM Christian Schramm und Elmar Kaiser (mittwochs von 16:00 bis 18:00 sowie 18:00 bis 20:00 Uhr) sowie Stefan Schmieder (freitags 16:00 bis 18:00 Uhr durch gemeinsame Mannschaftsspiele in der Liga zu ergänzen. Mit der Bereitschaft von Hans-Walter Schmitt wieder einmal eine starke Jugendmannschaft zu übernehmen, wurde nur die Aufgabe ein bisschen schwerer, weil im Vorjahr mit der reiferen Jugendmannschaft der 1.Generation (Altersklasse U12-U16) Bad Soden 4 in der Besetzung Hans-Walter, Leo, Leon, Ruben, Frederik, Adam, Lukas und Jan der Aufstieg von der Bezirksklasse C in die Bezirksklasse B gelang mit 17:1 Mannschaftspunkten, allerdings 1,5 Brettpunkten hinter der Erwachsenen-Mannschaft von Bad Soden 3.
"Besonderheiten" In den 5er-Jugend-Mannschaften bei Bad Soden 8, 9, 10, 11 und 12 und den nur 7 Runden in der Kreisklasse B und C sahen wir enorme Defizite in der Betreuung der einzelnen Teams durch das "Nichtvorhandensein" von regelkundigen und pädagogisch geschulten Mannschaftsführern oder erfahrenen Eltern. Mal ganz abgesehen von den logistischen Problemen, Anfahrt zu Auswärtsspielen, Ausfüllen der Mannschaftskarten mit richtigen Aufstellung des Teams, Anwendung der Regelkunde und vor allem beim Einhalten des Verhaltenskodex während, vor oder nach den Partien. Wir sind zutiefst überzeugt, dass erwachsene Vorbilder als Mannschaftsführer mit Schiedsrichterausbildung entscheidend zur Sicherheit und Fortschritt bei der Anwendung "Schachpartie" von großer Bedeutung, auch für die Entwicklung der Spielstärke und der daraus folgenden Spielergebnisse sind. Was erwachsene Spieler mit unseren Schülern zwischen 8-12-jährigen Schachspielern manchmal tun - meist aus Fürsorge, aber oft auch aus Arglist - ist hin und wieder individuell ergebnisorientiert, aber auch oft störend für die jungen Spieler. Drei Beispiele: unser Schüler spielt gegen einen alten Hasen: 1.e4 g6, 2.d4 b6. "Hast Du so eine Eröffnung schon einmal gesehen und beginnt den kleinen Mann bei jedem Zugpaar vollzuquatschen" oder die Partie nähert sich der Krise und der Erwachsene hat schon mit dem Biertrinken angefangen oder der total auf Verlust stehende Erwachsene, beugt sich zum kleinen Mann herunter und sagt: "Ja, diese Partie ist remis, die hast Du gut gespielt, also machen wir Remis"? In diesen Situationen brauchen die jungen Mannschaftskollegen Beistand und auch die Bejahung ihres Spiel(Sieg)willens - manchmal auch ein bisschen Schutz und Vertrauen ihres Teamleiters. Alles zusammen ergibt starke Charakter mit sich lohnendem Team- und Kampfgeist, sodass beim wöchentlichen Training die Analyse der Partien im Vordergrund stehen können, aber auch die Besonderheiten des abgelaufenen Wettkampfes Erwähnung finden.
"Teambildung" Wir bildeten eine schon etwas erfahrene Mannschaft aus 8-11-jährigen Schülern aus einem Kader von 16 guten Jungs, leider keine Mädchen dabei. Das liegt wohl an den Trainern der Chess Tigers oder besser gesagt am "Boss". Seine Erfahrungen aus der Anna-Schmidt-Schule sind leider Folgende: Die "Beginner-AGs" beziehungsweise "Begabtenförderung" starten mit einem Verhältnis 45% Mädchen und 55% Jungs, bis nach 3 Jahren Förderung zum Ende der Grundschulzeit sich das Verhältnis auf 15% Mädchen und 85% Jungs verändert. In der 5. und 6.Klasse geht das dann auf unter 10% Mädchen bei über 90% Jungs zurück. Auffällig ist, dass Folgekinder in den Familien sehr häufig die Ausbildung aufnehmen, aber Mädchen öfter schneller aufhören (etwa nach 2 Jahren) und kleine Brüder unbedingt an ihr Vorbild (älterer Bruder) herankommen wollen und sie formulieren das auch. "Ich will besser werden als mein älterer Bruder, ich will ihn besiegen." So kommt es auch bei der Selektion im Chess Tigers Training Center zu dem verständlichen Verhältnis: ein Mädchen (Frieda von Beckh, Hessenmeisterin U10) und der Rest sind 27 Buben. So kommen halt die Mannschaftsprofile beim SC Bad Soden mit den vielen Jungs zustande.
"Attraktive Gegner" Die Feststellung, dass die Partien unten in der Liga anfangend mit der Kreisklasse B + C mit viel zu leichten Gegnern, meist in kleinen Fünfer-Mannschaften beginnend (Kinder und Anfänger), besetzt sind, wird für das Chess Tigers Ausbildungskonzept als wenig effektiv, ja sogar kontraproduktiv eingeschätzt. Die Partien dauern in der Regel keine halbe Stunde und die Teamwettkämpfe meist weniger als 2 Stunden. Die guten Spieler werden nicht besser, aber gewinnen fast alles! In der Bezirksklasse C (8er-Teams) haben unsere Jungs meist schwache erwachsene Gegner oder starke Jungendliche. Hier treffen die Jungs auf Gegner, die ihre Zeit ausnutzen und schon mit Eröffnungen überraschen, die noch unbekannt sind! Dabei lernen unsere Jungs das Meiste und bringen Interesse und kritische Fragen zu ihren Trainern, weil sie neugierig sind und weil sie gewinnen wollen. Die Balance zu finden zwischen Blitz-, Schnell- oder Langsamschach muss auch gelernt und "erfahren" werden. Die Feststellung der Jungs, wofür es denn die vergleichende "DWZ" gibt ist sofort offenkund und wird viel leichter in Relation gesetzt, als es Jugendtiteln in den unterschiedlichsten Altersklassen U8, U10, U12, U14, U16 und U18 und dann noch unterteilt in den Mädchen- und Jungenbereich es tun können. Die Fragen der Jungs sind gar nicht so unklug: "Wieso dürfen Mädchen in Jungenturnieren mitspielen und Sonderpreise gewinnen und wir dürfen nicht in Mädchenturnieren mitspielen"! Judith Polgar lässt schön grüßen, sie hat es verschmäht überhaupt in reinen Frauenturnieren mitzuspielenI Gutes Training und die richtige Anwendung in Turnieren ist entscheidend, und wenn die Vereine überleben wollen, müssen sie den langen March durch die Mannschaften mit ihren zukünftigen Mitgliedern gehen. "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen", aber den Weg Lehrling, Geselle, Meister sollten auch die Schachspieler kennen. Je besser der Geselle und Meister erklären, desto schneller lernen die Lehrlinge, oder?
"Erfolg & Ziele" Es erscheint uns am Besten, nicht so oft über Ziele zu sprechen, sondern einfach spielerisch höhere Lewels zu erreichen mit einem kontinuierlichen Trainingskonzept? Erfolg bringt Erfolg. Und genau wie in der Physik "Leistung = Arbeit pro Zeiteinheit" vergleichbar macht, gibt es auch im Schach diese Definition. Schachlektionen aufeinander abgestimmt in den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden vermittelt durch unterschiedlich starke Trainer werden auf die Dauer gute Erfolge bringen. Und wenn die Trainer es schaffen den Schülern nicht nur Wissen, sondern auch Freude und Liebe zum Schach zu vermitteln, dann werden die jungen Schachspieler noch zusätzlich neben den vermittelten Methoden und Strategien Zeit und Energie in das "Fach" Schach hinein geben, sodass es immer mehr Freude macht Schach zu spielen bei wachsenden Erfolgen. Leo Tolstoi meint: Ich bedaure jeden, der das Schachspiel nicht kennt. Bringt es schon dem Lernenden Freude, so führt es den Kenner zu hohem Genuss.
9.Runde / SV Nauheim 2 versus SC Bad Soden 5 / Endstand: 4:4
Brett 6: Michael Engelhardt (DWZ keine) vs Boris Blagoev (DWZ 851) 0:1 Mit einem wunderbar vorgetragenen Mattangriff konnte Boris Blagoev gegen das Köngsgambit seines wohl stärkeren Gegners gewinnen. Alle Zuschauer hielten den Atem an, als er 10min lang überlegte und dann Sg3+ spielte und nach dem einzigen weißen Zug Kg1 die weiße Dame auf e2 mit Schach einsackte und so auch noch seine eigene Dame retten konnte! Sein starker Gegner Michael Engelhardt blieb nur noch übrig aufzugeben. Boris glich unseren Rückstand aus der Partie Olaf Hock gegen Niklas Wisnievwki damit aus. Klasse Partie.
Brett 5: Miksa Ratfai (DWZ 947) vs Werner Becker (DWZ 1023) 1:0 Miksa machte von Anfang an richtig Druck und konnte seinen erwachsenen Gegner Werner Becker nach 2h 35min mattsetzen. Damit gingen wir zuerst einmal mit 2:1 in Führung und hatten noch drei richtig gut stehende Partien auf den Brettern, ab jetzt begannen die erwachsenen Nauheimer an zu rechnen und es sah gar nicht gut für sie aus . "Das kann doch noch nicht sein, dass die "Kleinen" ohne mich die in voller Besetzung angetretenen Nauheimer besiegen können?" sinnierte HWS vor sich hin. Aber mal abwarten!
Brett 7: Christian Haller (DWZ 792) vs Jürgen König (DWZ 1018) 1:0 Auch Christian Haller spielte ohne größere Schwierigkeiten den Punkt nach Hause und konnte den Anschlusstreffer zum 3:4 erkämpfen, ehe James Weller zum verdienten 4:4 das allerletzte Saisonspiel für uns finalisierte! Klasse Leistung der mit einem Altersdurchschnit von 10,25 Jahren wohl jüngsten Mannschaft in ganz "Liga-Deutschland" in den Bezirksklassen.
Brett 3: James Weller (DWZ 924) vs MF Reinhold Mück (DWZ 1324) 1:0 Unter großem Druck beim Spielstand von 3:4 gegen den SC Bad Soden 5 musste James Weller zuerst mal "Remis" ablehnen mit der kurzen Erwiderung "No", um dann umringt von den vielen Erwachsenen des SV Bad Nauheim uns das 4:4 zu sichern. Das Einzige was Freund und Feind ihm sofort zu sagen hatten war: "Du hättest viel schneller gewinnen können"! und das nach fast 4 Stunden Wettkampf mit gerade mal 9 Jahre alt geworden. Da hörte sich das Lob vom diesmal nichtspielenden Team-Kapitän Hans-Walter Schmitt schon attraktiver für ihn an: "Großartig James, klasse gespielt, Du hast uns das Remis gerettet". Wie sich kleine Männer fühlen nach den beiden Aussagen, kann sich jeder gut vorstellen als Letztspielender!
1.Runde / 3:5 / SC Bad Soden 5 - Hattersheim 3
"Selbstbewusst" In der ersten Runde konnten wir den Auftakt gegen die erfahrene Hattersheimer Dritte (Spieler zwischen DWZ 1200 und 1500) offen gestalten. Daniel gewann kampflos am 1.Brett und Hans-Walter gewann ebenso die Partie gegen Maibaum. Miksa und Boyan wurden von ihren stärkeren Gegner einfach überspielt, aber Christian und James dominierten ihre Gegner aus der Eröffnung heraus und bekamen nur das Remis am Ende. Aber unsere Helden hätten Boris und Andreas werden können. Beide erreichten Gewinnstellungen mit Schwarz Boris - 4.65 und Andreas - 0,95 im Übergang von Mittelspiel zum Endspiel, aber es reichte noch nicht zum Sieg.
2.Runde / 6:2 / SC Eschborn 3 - SC Bad Soden 5
"Wackelig" Beim Nachbarn in Eschborn mussten wir auf die Blagoevs verzichten, weil sie sonntags in die bulgarische Schule gehen müssen. Als Ersatz konnten wir Alexander Josè und Song einsetzen, die beide ein Remis erreichten und am Spitzenbrett gewann Hans-Walter souverän. Aber alle anderen verloren nach teilweise sehr guten Partien. Andreas hatte gegen Corinna Patzaks Französisch eine +7.84 Position nach dem 13.Zug auf dem Brett, konnte aber noch nicht finalisieren. Christian konnte im Übergang ins Endspiel einen Bauern gewinnen, anstatt mit 19.c3 jeden Gegenangriff auszuschalten ging er lieber auf Bauernjagd und verlor noch wegen seiner Grundreihenschwäche. James und Miksa spielten auch gut, aber konnten letztendlich gegen ihre erfahrenen Gegner nichts ausrichten. Lukas Hauck war gegen die sehr starke Sylvia Elpelt chancenlos.
"Überraschend" Der Schachverein aus SV Frankfurt-Griesheim 2 kam nur mit fünf Spielern und wir harrten der Dinge, welche Bretter sie frei lassen würden - sehr unangenehm für alle Beteiligten, weil immer noch im Raum stand, dass der ein oder andere kommt - eine sehr indiskutabele Sitte, die hier den kleinen Spielern vorgeführt wird. Am Ende war es so, dass sie die Bretter 1-3 frei ließen, sodass Daniel, Hans-Walter und James kampflos ihre Punkte nach einer Stunde Wartezeit bekamen. Mit Andreas an Brett 4 und Miksa an Brett 5 landeten wir diesmal absolute Glückstreffer, wobei scheinbar verlorene Stellungen noch mit überfallartigen Mattangriffen zum vollen Punkt geführt wurden - man sah, dass bei den DWZ-überlegen Gegnern teilweise panikartige Zugfolgen geschahen und die jungen Sodener nur so die reifen Früchte pflückten. Am letzten Brett konnte Song locker zum 6:0 gewinnen und die Bretter 6 und 7 wurden aus der Position der Stärke von Christian und Alexander José remis beendet. Am Ende hieß es 7:1 und unser 1.Mannschaftssieg war viel zu hoch ausgefallen.
"Mutig" Auf der weiten Fahrt zum Mainspitzdreieck nach Ginsheim konnten wir darüber reden, wie wir die 1.Mannschaft des SV Mainspitze-Ginsheim schlagen können. Jeder spielt sein bestes Schach: "Geduldig, diszipliniert, konzentriert und jeder lässt sich viel Zeit, vor allem dann, wenn er am gewinnen ist!" Dann legten wir pünktlich los und es entspann sich zum ersten Mal so ein richtiges Mannschaftsgefühl und alle brachten volle Energie in ihre Partien. Wir gewannen die möglichen Partien an Brett 6-8 und das 1.Brett natürlich. In den anderen Partien hatten wir auch an vielen Brettern gute Positionen bei teilweise bis zu 500 DWZ Unterschied, die Jungs bringen es aber noch nicht ganz übers Mittelspiel ins Endspiel und da ist es auch immer noch damit zu rechen, dass sie auf den letzten Trick oder sogar den allerletzten Trick reinfallen, aber es wird immer besser. Die Eröffnungen der Partien, auch wenn Sizilianisch, Französisch oder Königsgambit kommt, werden immer besser behandelt und die Arbeit der Heimtrainer beginnt voll zu wirken in Zusammenarbeit mit dem Mannschaftsführer. Im Übrigen steht dieser auch gehörig unter Druck: 1.will er alles sehen, was an den anderen Brettern abgeht, 2.ist er meist Schiedsrichter, Gastgeber und Mannschaftsführer in Personalunion und 3.will er am Brett auch gut spielen und gewinnen als Vorbild. Bei ihm ist es genau umgekehrt, als bei seinen Mannschaftskollegen, die Differenz ist meist auch zwischen 200 und 400 DWZ-Punkte bis auf die Partien gegen die Favoriten um die Meiisterschaft Mörfelden 1 und Rüsselsheim 2, Philipp Herzberger und Jens Zimmermann, die in etwa gleichstark sind.
"Routiniert" Wenn wir die Mannschaft aus Steinbach schlagen können, würde der Abstand zu den zwei möglichen Absteigern sich auf 3 Mannschaftspunkte erhöhen und wir würden unserem selbst gesteckten Ziel "oben bleiben" einen wichtigen Schritt näher kommen. Leider fehlten wieder die Blagoev Brüder (wegen bulgarischer Sonntagsschule), die wir durch die jugendlichen Ansgar und Pawel ersetzen an Brett 7 und 8. Beide spielten richtig gut auf und Pawel gewann locker und Ansgar hatte ein wenig Pech, dass er die haushohe Gewinnstellung nach10 Zügen nicht verwerten konnte, am Schluss gab es ein totes Remis. Mit dem wiederum am 1.Brett eingsackten kampflosen Punkt hatten wir damit schon 2,5 Punkte. Daniel Senko am 2.Brett und Miksa am 5.Brett erhöhten auf 4,5 Punkte, ehe wir die erste Partie an Brett 4 mit Andreas gegen Jonas Glückmann verloren, dafür gewann aber postwendend an Brett 4 sein Bruder Christian souverän. Die letzte Paarung lautete Walter Giebitz gegen unseren jüngsten Spieler James Weller, der Schwarz hatte und zwischen dem 10-14.Zug mehr als ausgeglichen hatte und später der Routine (DWZ 1410) des erfahrenen Senior Giebitz Tribut zollen musste. Die Beschwerde des 8-jährigen Jungen kann man gut verstehen, weil er zu gern gewinnen würde, aber die "Alten" sind ein harter Prüfstein, um den vollen Punkt zu bekommen. Da aber unsere Jüngsten, James und Boyan, an Brett 3 und 4 aufgestellt sind, ist es nicht möglich sie nach hinten zu tauschen - das müssen auch die Eltern verstehen lernen. Am Schluss der Saison 2015/2016 als James wichtiger Sieg uns das 4:4 noch bescherte, war alles wieder vergessen.
6.Runde / 5:3 / SV Rüsselsheim 2 - SC Bad Soden 5
"Unkonzentriert" Nach Nauheim, Ginsheim und Rüsselsheim anzureisen ist immer eine kleine Vabanque-Fahrt ohne Nawigationssystem, aber diesmal ging alles gut, weil ich schon einige Male in Rüsselsheim antreten durfte in den letzten 44 Jahren. An dieser Stelle auch einmal ein herzliches Dankeschön an die Eltern, die ihre Jungs Sonntag für Sonntag, teils in Fahrgemeinschaften, zum Spielort bringen, denn in meinen alten 740er haben nur vier weitere Spieler Platz als Mitfahrgelegenheit. Aber die langen Anreisen haben auch viele psychologische Vorteile, in dem wir über Fußball, Schule, Autos, Filme und besonders über Schüler-Comics reden können. Ab und zu kann ich dann auch mal eine Regel oder Weisheit aus dem Schach zur Unterstützung der jungen Männer unterbringen, bzw. ihnen Motivationshilfen durch Mannschaftsgeist vermitteln. Die Blagoev-Brüder ersetzten wir durch Moritz und Pawel (beide Schüler der Anna-Schmidt-Schule). Moritz spielte viel zu schnell, das übliche Phänomen, wenn jemend neu in die Mannschaft kommt und übersah gleich einen Figurenverlust, sodass es bald 1:0 für den Gegner stand. Aber alle anderen Partien standen außer dem super scharfen Blumenfeld-Gambit am 1.Brett zwischen den Mannschaftsführern Hans-Walter Schmitt und Jens Zimmermann alle schon sehr vorteilhaft für uns. "Der Boss hat Probleme" tuschelten einige meiner Spieler heimlich und sie hatten Recht damit. Erleichtert nahm ich das Remisangebot an. Pawel hatte seine Gewinnstellung einfach ohne zu fragen remis gegeben +3.58. "So geht das nicht Pawel, wir wollen doch keine Weicheier sein." Daniel an Brett 2 stand mit Schwarz tatsächlich total auf Gewinn und realisierte souverän gegen seinen starken Gegner in 17 Zügen. Damit stand es erstmal 2:2. Die Rüsselsheimer fingen schon an zu jammern: "Wir haben nie Glück, wir verlieren dauernd 3,5:4,5". Christian Haller hatte seinen 1400er Gegner an den Rand einer Niederlage gebracht, musste sich aber mit Remis zufrieden geben. Andreas mit exzellenter Partie hatte seinen 1214er Gegner mit Schwarz total an die Wand gespielt -9,78 und verlor nachher noch nach drei groben Überseher hintereinander. Mittlerweile hatte auch James seine Partie nicht mehr halten können und Miksa kämpfte ständig mit Weiß gegen ein drohendes Matt, aber mit einer gewissen Konterstrategie! Nachdem er alles abgewehrt hatte wurden die Züge wiederholt und das Remis vereinbart. Mittwochs im Labor (Chess Tigers Training Center) konnten wir noch entdecken, dass das Endspiel nach weißem Figurenopfer für ihn gewonnen ist. Ein weiterer Hinweis, wie wichtig es ist an eigenen Fehlern immer wieder zu lernen. Zufrieden sind wir als Chess Tigers Trainer schon, wenn die Buben eine Gewinnstellung aus der Eröffnung heraus im Spielverlauf erzielen können. Alles was danach noch schief geht ist leicht zu verbessern und mittlerweile ist es auch schon so, dass schlechtstehende Spiele (Figureneinsteller) richtig aggressiv mit Konterstrategie (Mattangriff) umgebogen werden können. Es geht voran und die Ergebnisse werden stetig besser.
"Nicht chancenlos" Gegen den neuen Meister SF Mörfelden-Walldorf 1 hatten wir nicht wirklich eine Chance auf einen Punktgewinn, obwohl wir gleich von Anfang an Brett 2 mit einen kampflosen Punkt buchen konnten. Ein großes Kompliment geht an den 1.Vorsitzenden der Main-Taunus-Schachvereinigung, weil er im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen nicht das 1.Bret frei ließ, um so den stärksten Spieler von Bad Soden 5 ins Leere laufen zu lassen, sonderen es als Selbstverständlichkeit und große Herausforderung ansah gegen den höchstdotierten (DWZ) Spieler der Bezirksklasse C anzutreten. Danke lieber Philipp Herzberger. Ansonsten gelang uns neben dem gerechten Remis am 1.Brett nur noch ein weiteres hervorragendes Remis durch James Weller (DWZ 924) an Brett 4 gegen Daniel Sammons (DWZ 1598). An den ersten vier Brettern gegen den neuen Meister 2:2 zu spielen und an den letzten 4 Brettern in Bestbesetzung so viele Chancen auszulassen, war wieder ein bisschen ernüchternd, aber der Weg ist richtig - möglichst hoch in den Ligen gegen möglichst starke Gegner zu spielen. Hauptsache bleibt die Tatsache, dass die Schüler sich nur gegen starke Gegner verbessern können, aber die als Gegner zu bekommen, muss als Selbstverständlichkeit in den Ligen gelten, um so den Vereinsspieler möglichst attraktiv und mit gutem Erlebnis früh in den Verein zu bekommen und stetig weiterzuentwickeln. Den Tummelplatz für Kinder in den Kreisklassen muss möglichst schnell von talentierten Schachspieler und Schachspielerinnen verlassen werden.
"Ausgetrickst" Die Nachbarn aus Kelkheim haben schon öfter dramatische Wettkämpfe im Chess Tigers Training Center erlebt. Aber dieses Mal hatten sie sich etwas besonders "kluges" ausgedacht, sie kamen mit sieben Spielern und verwiesen auf den in Sulzbacher wohnenden Daniel Unverzagt am 1.Brett, dass er wahrscheinlich direkt kommt. Pustekuchen, eigentlich hätte der Mannschaftsführer Schmitt den 9-jährigen James Weller ans erste Brett wechseln lassen sollen und sich selbst ans 2.Brett die weißen Steine geben sollen, um die maximal effektive Mannschaftsaufstellung zu finden. James hätte kampflos den Punkt für uns eingesackt und im Duell der Mannschaftsführer hätte sicher Hans-Walter (DWZ 1917) die besseren Chancen gegen Walter Trösch (DWZ 1434) gehabt. Aber ergebnisorientiert zu spielen hätte auch James die Chance geraubt, den guten Gegner zu spielen und das wollen wir fördern. Und wie es so kommt, hatte James nach 20 Zügen gegen Skandinavisch ein +1,84 Stellung erreicht und hätte sich der weiße Turm nicht nach h4 verirrt in der festen Absicht den schwarzen König zu erlegen, dann hätte James den "Big Point" an diesem Tag schon gemacht, so aber musste er den auf den nächsten Spieltag in Nauheim verschieben. So machten wir neben dem kampflosen Punkt am Spitzenbrett hochverdient Andreas an Brett 3 und Alexander José an Brett 6 die weiteren Punkte. Am 4.Brett steuerte Miksa noch einen halben Punkt bei, aber an den anderen Brettern hatte nur Moritz an Brett 8 seinem überlegenen und erfahreneren Gegner Dominik Scheithauer leistungsgerecht den Punkt überlassen müssen, aber Ansgar an Brett 7 und Christain an Brett 5 hatten zu wenig Konzentration (Pech), um ihre überlegenen Stellungen zu gewinnen. Glücklicher Sieg also für den 3. der Schlußtabelle Schachfreunde Kelkheim!
Impressionen von den Mannschaftskämpfen SC Bad Soden 5
Brett 4: James Weller (DWZ 924) vs Harald Gulla (DWZ 1305) 1/2:1/2 Die Premiere für James Weller am 4.Brett der Bezirksklasse C der Main-Tauns-Schachvereinigung in der Saison 2015/2016 verlief verheißungsvoll!
Brett 5 & 6: Miksa Ratfai und Andreas Haller Gegen den SC Hattersheim 3 gegen erwachsene Überlegenheit?
Brett 7 & 8: Boris Blagoev und Christian Haller Gegen den SC Hattersheim 3 gegen erwachsene Überlegenheit?
Mannschaftsdisziplin: SV Mainspitze-Ginsheim - SC Bad Soden 5
SV Mainspitze-Ginsheim vs SC Bad Soden 5 - Endergebnis: 4:4 Eine Premiere für die junge Mannschaft in der Bezirksklasse C der Main-Tauns-Schachvereinigung in der Saison 2015/2016, war natürlich der Punktgewinn bei einer kompletten Erwachsenen-Mannschaft!
Brett 6: Marcio Schrepfer (DWZ keine) vs Miksa Ratfai (DWZ 860) 0:1 Miksa an Brett 6 zeigte gute Technik in einem Remisendspiel und trickste den Gegner noch aus unter ungläubigen Staunen der gleichaltrigen anwesenden Kameraden Daniel, Andreas, James und Christian. Zur Ausbildung einer guten Mannschaft gehört auch: alle fangen gemeinsam an zu spielen (Pünktlichkeit & Respekt vor dem Gegner) und gemeinsam nach Sieg oder Niederlage verlässt man auch den Ort des Geschehens (Gemeinschaft und Trost & Gratulation) Hauptsache für den Zusammenhalt des Teams ist, dass man gemeinsam das Endergebnis erlebt, sowohl im Triumpf als auch in der Niederlage.
Brett 1: Hans-Walter Schmitt (DWZ 1917) vs Gregor Reichel (DWZ 1398) 1:0 Der Coach und Spielertrainer musste in der Partie schon 100% sicher gewinnen, um wenigstens den Anschlusstreffer zum 3:4 zu erzielen und dann konnte Miksa Ratfai versuchen in einem totremisen Bauernendspiel den erwachsenen Spieler noch auszutricksen - was ihm dann auch zum Entsetzen der eigenen Mannschaftskollegen gelang - also 4:4 am Schluss! Zum ersten Mal gelang damit ein Punktgewinn gegen eine komplette Erwachsenenmannschaft. Klasse gemacht von den Jungen.