Nachrichten Post vom Hessenschach 2016 Nr. 1 & 2 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
27.01.2016 - Wir durften feststellen, dass nicht nur die Hessen die informativen und launigen Newsletter von Hans-Dieter Post gerne nochmals aufbereitet auf unserer Webseite lesen, und so haben wir beschlossen, 2016 diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Bereits zwei Newsletter sind in diesem Jahr erschienen, und wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, damit Sie fortan wieder auf dem neuesten Stand der Dinge in Sachen Hessenschach sind. Den Anfang macht ein kleiner Rückblick auf 2015, der jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Allerdings kommt auch kein Deutscher Meister zu kurz. Derweil wurde und wird jede Menge Chess960 gespielt - hauptsächlich (natürlich) in Bad Soden im Training Center der Chess Tigers. Besonders beliebt ist, dass man in den Postschen Newslettern oftmals auf einen Blick über alle hessischen Ligen informiert wird. Bei uns werden Sie zudem mit allen Tabellen verwöhnt. Aber schauen Sie doch einfach selbst!
Deutsche Einzelmeisterschaft: Klassisch, Schnell und Blitz
Meisterschaften eines Bundes, Verbandes oder Bezirks hatten mal einen besonderen Reiz: nur hier konnte man sich mit Siegen(!) für höhere Aufgaben qualifizieren und anderen die begehrten Qualifikationsplätze wegschnappen. In ein Zonenturnier zu kommen, die Jüngeren unter den Ältesten wissen wovon ich rede, werde diese erste internationale Stufe noch vom Hörensagen kennen, war quasi unerreichbar.
Wenn dann aber die "höhere" Ebene einen Qualifikationsmodus gänzlich auflöst, und man sich gar nicht mehr nur alleine über Spielstärke in die nächste Dimension katapultieren kann, na, warum soll man sich eine Stufe darunter noch quälen? Na, schaun mer mal....
So viele Hessen, und gar Frankfurter fand man selten bei einer Deutschen Meisterschaft mit 36 Teilnehmern, die sich teilweise gut versteckten. Ohne Tarnung kam FM Johannes Dorst aus Marburg landete auf Platz 24. Der Frankfurter Stadt- und Großmeister Igor Khenkin von der SG Porz kam auf Platz 14, was ihm am wenigsten gefallen haben dürfte. Vom SK Gießen aus dem Bezirk Frankfurt wurde GM Alexander Donchenko an Hansa Dortmund ausgeliehen und kam immerhin bei der DEM unter die Top10, genauer: Platz 9. Auf Platz 7 lief der Frankfurter Stadtmeister von 2014, IM Hagen Poetsch, ein.
Und wichtig ist es natürlich, wenigstens in Frankfurt zu wohnen, denn dieser tägliche Kontakt mit einer der lebenswertesten Städte überhaupt (Studie der Unternehmensberatung Mercer) bringt einen noch ein Stück weiter nach vorne, wie Dr. Erik Zude, der Sechster wurde. Oder ist der Schlüssel zum Turniersieg, wie bei GM Klaus Bischoff (Bild), wobei: vielleicht auch wenig die Siegermentalität, andere behaupten stets, Glück sei im Spiel, die man beim FC Bayern München einfach gratis mit dazu bekommt. Und wurde GM Vitali Kunin von Freibauer Mörlenbach wieder nur Zweiter. Wir empfehlen zur Leistungssteigerung: Wohnortwechsel oder Teilnahme und Sieg bei der nächsten Frankfurter Stadtmeisterschaft!
Wurde die Tabelle gekürzt oder war tatsächlich nur ein hessischer Teilnehmer der deutschen Schnellschach- Meisterschaft? Wie auch immer: nach den Plätzen 4, 3, 2 in den drei Vorjahren wäre eine Wiederholung des Titelgewinns von 2011 für IM Hagen Poetsch eigentlich die logische Konsequenz gewesen, wenn da nicht wieder ein Altmeister aus dem australischen Outback aufgetaucht wäre. So blieb es bei der Verteidigung des Vize-Meistertitels.
Bei der Blitzmeisterschaft auf nationaler Ebene zeigte dann GM Alexander Donchenko, wie ich schon sagte, nur ausgeliehen nach Dortmund, dass er noch einiges an Speed zugelegt hat und konnte sich über Platz 3 zum Abschluss freuen.
Was lange, lange währte wurde nun endlich gut und nach vielen Anläufen gelang IM Boris Margolin vom SV Oberursel (erwähnte ich schon mal, dass er 1997 Frankfurter Stadtmeister wurde?!) endlich der Sieg bei der hessischen Blitzmeisterschaft und ein mehr als passabler Auftritt bei der Deutschen: Platz 10 unter 32 Teilnehmern ist schon ganz passabel!
Schlecht lief es beim zweifachen hessischen Blitzmeister Arnd Janoszka, der auf Platz 30 landete. Wobei: ich hätte da so ein paar Tipps zur Leistungssteigerung...
Apropos, Deutsche Meisterschaften: die jungen Damen des SK Langen haben es doch tatsächlich geschafft und so bekannte Namen wie SG Solingen, Hamburger SK oder Empor Erfurt mal eben so in einer U14- Meisterschaft abzuhängen. Nix Punktgleichheit und Feinwertung, alleine mit einem Punkt Vorsprung!
Die Open-Bilanz 2015
Leider musste Schachhessen im vergangenen Jahr den Ausfall dreier Schachopen verkraften. Neben Niederhöchstadt war zweimal Griesheim betroffen, nämlich einmal das bei Darmstadt und auch Hessens größtes Open der letzten Jahre, Karl-Mala.
Das durchaus ein Bedarf an gut ausgerichteten Open besteht, sieht man daran, dass Open wie in Wiesbaden oder Bad Homburg als ausverkauft schon recht früh ihre Meldelisten schließen mussten. Bei beiden ist die Attraktivität größer als die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten.
So avancierte Heusenstamm Ende November, obwohl erst zum zweiten Male überhaupt im Turnierkalender zu finden, zu dem Open, das die meisten Teilnehmer anzog und auch qualitativ das schwerste Feld hergab.
Mittlerweile bildet das neunrundige Frühjahrsopen in Hofheim den Auftakt der Opensaison, und in weniger als drei Jahren hat man es geschafft, an die Kapazitätsgrenzen des Bürgerhauses in Ortsteil Marxheim zu kommen. GM Alexandre Danin vom Bochumer SV hieß hier der überlegene Sieger.
Ende April/Anfang Mai ist dann die Zeit für das Ried Open in Einhausen, der Sieg in 2015 ging an IM Hagen Poetsch.
In etwa gleicher Zeit beginnt Ende April in Frankfurt die offene Stadtmeisterschaft, und dieses einzige kontinuierlich auch als Bezirksmeisterschaft ausgetragene Championat zieht trotz des ungewöhnlichen Austragungsmodus die lokale Elite an die Bretter. Wer an sieben aufeinanderfolgenden Montagen hier dabei sein möchte, muss irgendwie in der Region beheimatet sein; oder arbeiten, studieren, was auch immer. Seinen bereits vierten Titel holte hier GM Igor Khenkin.
Während eines langen Wochenendes während der Stadtmeisterschaft strömt ein Großteil der Spieler aus dem Rhein-Main-Gebiet, und natürlich ein nicht weniger kleiner Anteil aus dem restlichen Deutschland und dem Ausland, nach Kirdorf, einem Ortsteil Bad Homburgs. Der Aachener GM Michael Hoffmann trug sich 2015 erstmals in die Siegerliste ein.
Durch den Wegfall des Karl-Mala-Open im Juli kommt es zu einer kurzen Dürreperiode, die erst zu Beginn des August mit den Vellmarer Schachtagen endet. Beinahe 200 Teilnehmer trieb es nach Nordhessen und titellose Ferenc Langheinrich vom SC Empor Erfurt gewann dieses Turnier mit deutlichem Vorsprung.
Ende August schließlich, auch die Saison beendend, startet in Wiesbaden wieder das Schlosspark Open. Der aktuelle Vorstand verstand es dem traditionsreichsten Open Hessens wieder Leben einzuhauchen, nachdem es fast ein Jahrzehnt sehr still darum geworden war. In diesem Jahr gewann nicht für alle überraschend der titellose Teenager Dmitrij Kollars vom Delmenhorster SK das Turnier am Schlosspark in Biebrich.
Da der September mit dem Beginn der Mannschaftskämpfe in Verband und Bezirk und einigen Schnellturnieren terminmäßig kaum Platz für ein Open bietet, findet das nächste Open dann auch erst im Oktober statt: Korbach. Vor zwei Monaten gewann hier IM Hagen Poetsch.
In Heusenstamm hat man von einem zum nächsten Jahr aus dem Schloss- das Sparkassen Open gemacht, aus einem einfachen Open dieses in drei getrennte Turniere aufgeteilt, und beinahe die Teilnehmerzahl verdoppelt. Es macht einfach Spaß, bei einem solchen Wachstum zuzuschauen! Spaß machte es auch dem für Heusenstamm startenden IM Daniel Sadzikowski, denn er gewann dieses Turnier!
Und dann ist so ein Open- Jahr auch schon wieder rum, und das Mühlrad dreht sich erneut eine Runde weiter. Aber wäre da nicht doch noch im Jahreswechsel Platz für ein gescheites Open in Hessen?!
Diese Openbilanz wird übrigens weiter aufgehellt, wenn man im Ergebnisdienst oder Veranstaltungskalender der Schach-Chroniken.net ein wenig blättert, und die Links zu den Turnieren anklickt. Die genannten Turnierveranstalter geben sich sehr viel Mühe, klar, so eine Teilnahme ist ja auch nicht umsonst, und veröffentlichen neben Ergebnissen und Tabellen auch die Partienotationen, Scorecards, Statistiken usw usw.
Chess960?! Ja, das muss sein!
Weder im Weltschach, noch beim Deutschen Schachbund, noch im Hessischen Schachverband spielt Chess960 eine nennenswerte Rolle. Warum das so ist?! Der aktuelle Frankfurter Bezirksmeister im Chess960 hat darauf keine Antwort. Aber er spielt es nicht nur, er veranstaltet es auch. Weil es Spaß macht zu spielen. Weil er keine Eröffnungen kann und diese auch nicht lernen will.
Nun ist Bad Soden zwar kein gallisches Dorf, auch nie gewesen, aber irgendwie konzentriert sich Chess960 genau hier. Die Chess Tigers im Allgemeinen sind natürlich ein Grund dafür, das gleichnamige Trainingscenter ein anderer. Obwohl nicht gerade zu den Stammlanden des Bezirks Frankfurt gehörend, werden dort die Offenen Frankfurter Stadtmeisterschaften im Chess960 ausgetragen, und in diesem Jahr konnte sich FM Michael Stockmann erstmalig diesen Titel sichern.
Diesem Turnier folgt, und auch das ist schon fast Tradition geworden, ab dem ersten Montag im Neuen Jahr für insgesamt elf weitere Montage bis weit in den März hinein die Chess960 Rally. Im Schnellschach mit additiver Bedenkzeit finden hier abends Turniere statt, wo von den besten 8 von insgesamt zwölf möglichen Teilnahmen die besten Ergebnisse den Gesamtsieger hergeben.
Wer da so alles schon teilgenommen hat, wer zu den besten zählt, und wer es auch 2016 sein könnte, steht alles hier; und die Ausschreibung natürlich auch:
Einen eigens für Jahresrückblicke aufbereiteten Nekrolog wird man weder in diesem Newsletter, noch auf den schach-chroniken.net finden.
Aber wenn es mal wieder jemanden trifft, den man selbst über Jahre bei Schachturnieren, und meist nur dort getroffen hat, dann ist es doch wieder an der Zeit innezuhalten. Kurz vor Heiligabend ist nun Hans-Gerd Brendel gestorben.
Gerd gehörte zu den Typen, die einen unerschütterlichen Glauben an ihre schachliche Leistungsfähigkeit hatten. Dieses positive Denken konnte einen mitunter zur Verzweiflung bringen, denn hatte man die Partie gegen ihn erst einmal verloren, zählte für die kommenden Male erst mal nur dieser eine grandiose Sieg.
Es macht Spaß, gegen die zu spielen, die noch mehr Freude an diesem Spiel empfinden als man selbst. Und für die wenigen Male, wo wir uns endlich mal wieder gegenüber sitzen durften, konnte man die Zeit genießen. Auch für ein Gespräch blieb danach immer noch etwas Zeit.
Danke, Gerd!
Newsletter 2/2016
IM Sven Telljohann ist Chess960 Schnellschach- Champion von Frankfurt
Ein im Vergleich von Spitze zu gesamtem Feld außerordentlich stark besetztes Turnier ging am vergangenen Sonntag im Frankfurter Saalbau "Titus Thermen" in der Frankfurter-Nordweststadt über die Bühne.
Nur 21 Teilnehmer wollten an einem Sonntag, an dem die Eintracht ein Heimspiel hatte (=unschlagbare Ausrede), sich in der Königsdisziplin des Schachs messen. Also sprang kurzerhand der Turnierleiter ein, nach dem Motto, besser als Spielfrei ist es(er) auf jeden Fall.
Andererseits waren aber auch 5(!) Internationale und ein FIDE-Meister erschienen, die wahrscheinlich diese ohne Eröffnungstheorie belastete Variante des Schachs zu schätzen wissen.
Wobei es ja auch im Chess960 nicht grundsätzlich ohne Eröffnungstheorie geht, wobei diese aber aus der Anwendung von Prinzipien besteht, und nicht dem Erlernen (und Vergessen/Verwechseln) von Zugfolgen.
Und kreativ sein und denken ist ja schließlich auch keine Schande!
Offensichtlich am besten verinnerlicht hat diese Werte der Sieger der Offenen Schnellschachmeisterschaften im Chess960 im Bezirk Frankfurt, der für die Schachfreunde Schöneck startende IM Sven Telljohann. Mit 7,5 Punkten aus 9 Partien sicherte er sich souverän den ersten Platz, was aber für Insider keine Überraschung darstellt. Mehrere hundert Chess960-Partien hat er schon gespielt, und Übung ist bekanntlich der beste Trainer.
Der Frankfurter Bezirksmeister kommt aber vom SV Oberursel. IM Boris Margolin führte noch nach der 7.Runde nach Fortschrittswertung das Feld vor Telljohann an, doch in der achten Runde musste er gegen den später drittplatzierten IM Jacek Dubiel vom gleichen Verein eine Niederlage einstecken, die schon mal den Turniersieg kostete.
Dubiel wiederum gab Margolin Rückendeckung, als dieser sich in der Schlussrunde noch eine spannende Partie mit dem Ersatzspielfrei leistete und sogar am Rande des Partieverlusts wandelte. Dubiel besiegte im Parallelspiel den besten Jugendlichen im Feld, FM Robert Baskin, der zudem für den SV Griesheim in der 1. Bundesliga spielt, und belohnte sich mit dem dritten und sicherte Margolin so den zweiten Platz. Teamwork eben!
Mal sehen. Vielleicht wird im kommenden Jahr dieses Turnier an den Ende März wandern, und dafür die Blitz- Einzelmeisterschaft des Bezirks, ebenfalls offen, in den Januar.
Ergebnisse, Tabellen, sogar bereits eine Ewige Liste nach der siebten Auflage und natürlich Fotos - nein, keine Partienotationen! :-) - gibt es hier:
Vorrunde im Deutschen Viererpokal: nur Neuberg überlebte!
Drei, eigentlich vier Vereinsmannschaften waren für Hessen im Deutschlandpokal am Start, aber nur zwei traten auch tatsächlich an: genaue Gründe sind nicht bekannt, aber König Nied scheidet mit einem 0 - 4 kampflos aus der ersten Runde aus. Und Hessen-Pokalsieger Heusenstamm trat gar nicht erst an. Hm.
Gernsheim als einer der Halbfinalisten aus dem Hessenpokal musste sich gegen das übermächtige Deizisau geschlagen geben, und lediglich Sfr. Neuberg konnten sich durchsetzen. In einem Kampf auf Augenhöhe musste man sich in Runde 1 noch im Blitzduell gegen Gastgeber Kamen durchsetzen, wusste dann aber am zweiten Tag gegen Koblenz durchaus zu überzeugen!
Beinahe Super-Sonntag: hessische Mannschaften von Kreisklasse bis 2. Liga
Lediglich eine Erstbundesligarunde fehlte noch, dann wäre alles von Kreisklasse bis zu Deutschlands höchster Spielklasse an einem Tag am Brett gewesen. Warum das nicht immer so ist, warum nur "große" Vereine von dieser Sonderregelung profitieren dürfen, geht keinen kleinen Verein etwas an. Und da gehen sie denn dahin, die wenigen Wochenenden im Jahr, an denen Schach gespielt wird.
2. BUNDESLIGA SÜD
Nein, das wird diese Saison nix mit Hofheim und dem Aufstieg. Speyer-Schwegenheim ist ohnehin vorgemerkt für den Staffelsieg, und das sieht nicht so aus, als ob man das Magazin so vollgeladen hat, um hinterher einen Rückzieher zu machen. Hofheim bekam das deutlich zu spüren.
2. BUNDESLIGA WEST
Nun, es gibt schlimmeres als gegen die SG Porz mit 3,5 zu verlieren, aber am Ende trauert man vielleicht doch noch der einen oder anderen Chance nach, wenn man jeden halben Brettpunkt gegen den Abstieg brauchen kann.
OBERLIGA OST - Staffel B
Das war ein Doppelrunden- Wochenende mit vorentscheidendem Charakter! Nach Heusenstamms kleinem Wackler aus der letzten Runde, dem Punktverlust gegen Kassel, setzte sich Mörlenbach alleine an die Spitze der Oberliga. Doch ausgerechnet gegen Brett vorm Kopp Frankfurt mussten die Odenwälder eine schmerzliche Niederlage hinnehmen. Was für Frankfurt fast schon den sicheren Klassenerhalt bedeutet, könnte für Mörlenbach schon der Abschied von allen Aufstiegsträumen sein.
Heusenstamm eroberte mit einem Sieg gegen Gießen die Tabellenführung zurück und auch das Zeichen, das Mörlenbach am Sonntag setze, mit einem Kantersieg gegen König Nied, konterte Heusenstamm mit einem Sieg in gleicher Höhe gegen Marburg aus. Nun bleibt lediglich Wiesbaden als einzig gefährlicher Gegner im Restprogramm übrig, da Kassel (Platz 3) und Oberursel (Platz 5) wegen Restprogramm oder zu großem Abstand eigentlich nur noch theoretische Chancen haben mitzuhalten.
Auch im Abstiegskampf hat sich der Nebel etwas verzogen: es wird wohl keinen Absteiger aus der Oberliga in die Hessenliga geben, zumindest haben Gießen und Nied noch die Chance sich noch weiter vom Tabellenende zu entfernen.
HESSENLIGA
Gernsheim plant wohl einen sauberen Durchmarsch zum Oberligaaufstieg, jedenfalls folgte schon der 5. Sieg in Serie. Wenn da nicht das schlechte Brettpunktkonto wäre, könnte der Frankfurter TV auch noch ein Wörtchen mitreden, aber ich schätze, das wird zu knapp.
Die guten Aussichten, was den Oberligaabstieg angeht, bedeuten wohl einen Zweikampf zwischen Gießen 2 und Gelnhausen um den wichtigen vorletzten Platz. In der übernächsten Runde dürfte es zum entscheidenden Showdown kommen.
NORD - Kassel 2 hat sich aus dem Kampf um den Aufstieg verabschiedet, und Schöneck wird es freuen, dass lediglich Niederbrechen mit einem wesentlich schlechteren Brettpunktestand als Konkurrent verbleibt.
SÜD - Jetzt muss Hofheim 2 zeigen, was in der Mannschaft an Substanz steckt, denn obwohl 5 Siege eine klare Sprache sprechen, folgen jetzt nur noch Gegner aus der aktuell oberen Tabellenhälfte. Ganz dünne Luft, sozusagen.
LANDESKLASSEN
Bad Hersfeld, Oberursel und Frankfurt-West konnten sich in ihren Staffeln schon mal etwas absetzen, lediglich in der Westgruppe liefern sich Limburg und Biebertal noch einen Parallelslalom an der Tabellenspitze.
Und wer möchte, schaut mal beim
Abstiegsberater vorbei und simuliert mal vor, was passiert, wenn wirklich keine Mannschaft aus der Oberliga in die Hessenliga absteigen sollte (Standardeinstellung ist 1)...
Vierte von zwölf Etappen bei der CTTC Rally Chess960 beendet
Seit Anfang November wird einmal pro Woche ein Chess960 Turnier im Bad Sodener CTTC ausgetragen. Nach den sieben Runden der Frankfurter Stadtmeisterschaft in November und Dezember folgen nun 12 Etappen Schnellschach von Januar bis März.
Nach 4 Etappen führt FM Michael Stockmann die Wertung an.
Offene Frankfurter Stadtmeisterschaft und ein kleines
Jubiläum
Nach jahrelangen Recherchen lassen sich bisher 90 tatsächlich ausgetragene Frankfurter Stadtmeisterschaften nachweisen. Manches Schätzchen könnte noch in der Zeit von 1903 bis in die Zeiten der Weimarer Republik irgendwo in den Schachspalten verborgen sein, aber diese hätten sich dann tatsächlich gut versteckt.
Nach 1945 gab es noch das eine oder andere Loch in der Übersicht der Meisterschaften, doch ab 1953 fand dieses Turnier kontinuierlich statt, und löste sich dann auch vom Geschwisterchen der Bezirksmeisterschaft ab.
Für die letzten 29 Frankfurter Stadtmeisterschaften und natürlich auch zu dieser habe ich selbst einen einzigartigen Rekord beigesteuert, denn 30 "Teilnahmen" in Folge, oder eine solche Anzahl überhaupt, hat bisher keiner vorzuweisen. Spielen ist auch schöner als ein Turnier zu leiten, sagen fast alle, und ich arbeite ja auch noch am weiteren Ausbau des "Rekordes".
Also dann, eine gute Handvoll Teilnehmer hat sich bereits gemeldet, und auch der Titelverteidiger wird wieder am Start sein.
Mal sehen, ob es nicht möglich ist die momentan absolute Bestmarke von 179 Teilnehmern aus dem Jahr 2011 noch etwas weiter nach oben zu schieben.
Das Bildungs- und Kulturzentrum in Frankfurt-Höchst erwartet euch!
Terminplanung very light: einfach irgendeinen nehmen!
Wenn man sich die aktuellen Terminvorgaben aus Deutschen Schachbund und Hessischen Schachverband so ansieht, dann fragt man sich, ob da wirklich für oder gegen die Mitglieder geplant wird.
Zum wiederholten Male wird eine Runde der Mannschaftskämpfe direkt auf ein Wochenende der Deutschen Amateurmeisterschaften platziert, und nun hat man die tolle Idee, die Hessische Blitz-Einzelmeisterschaft in direkter Konkurrenz zu Hessens beliebtesten Schnellschachturnier auszutragen, dem Heinerfest-Pokal, zugleich offizielle Meisterschaft im Bezirk Starkenburg.
Da Kassel einerseits und Darmstadt andererseits genügend Potential bieten, um beide Teilnehmerlisten füllen zu können, ist es schon ein wenig dreist manchen Vielspielern die Gelegenheit an beiden Events mal eben so zu streichen. Das muss eine besondere Förderung des Schachs sein, die sich mir bisher nicht erschließt.
Das Finale des Viererpokals ist wiederholt auf die letzte Augustwoche terminiert worden, und selbst wer keine Kalender lesen kann, oder sich weigert in Standardwerke zu diesem Thema zu schauen, den sollte als Turnier- und Terminverantwortlichen die letzte Augustwoche etwas sagen (Schlosspark Open). Da plumpe "wenn die betroffenen Vereine" unisono zustimmen, kann auf das Wochenende des Halbfinales verlegt werden, hat schon einmal nicht geklappt. Der Druck wird einfach weitergegeben.
Ein mehrtägiges Verbandsturnier direkt am Neujahrstag beginnen zu lassen, ist auch eine weitere überzeugende Meisterleistung.
Und das beste kommt ja erst noch, denn es wird wie zuletzt immer noch so kommen, das dann aus vorher völlig ausgeschlossenen Gründen dann doch noch ein Termin verlegt wird; möglichst kurzfristig versteht sich. Und wen dann die letzten Hunde beißen, interessiert nun wirklich Niemanden.
Bei den stets klammen Kassen muss man es doch eigentlich auch als Risiko sehen, dass man irgendwann mal für eine fahrlässige Terminplanung in Haftung genommen werden könnte.
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.