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Leo Max Deppe mit einem Plus von 154 DWZ
Supertalent Vincent Keymer vom SK Gau-Algesheim steht im Mittelpunkt des Interesses - Extremsituation für ihn persönlich, aber auch für alle seine Gegner !!
20.04.2015 - Das 3.Frühjahrs-Open des SV Hofheim mausert sich mehr und mehr zur Begegnungsstätte zwischen talentierten Jugendspielern und etablierten Titelträgern. In der A-Gruppe waren die Duelle des erst zehnjähigen deutschen Hoffnungsträgers Vincent Keymer vom SK Gau-Algesheim und den Großmeistern Alexandre Danin und Vitaly Kunin von größter Anziehungskraft für die Teilnehmer und die interessierten Zuschauer. Dabei stellt sich immer die Frage: "Für wenn ist es leichter diese "ungleichen" Partien zu spielen - für den jungen Tiger Vincent Keymer aus Mainz mit Elo 2364 oder für die etablierten Großmeister aus unserer Region mit fast 2600?" Etwas ruhiger und unaufgeregter ging es da schon im neunrundigen B-Open zu, aber auch hier standen die Jungendlichen im verstärkten Interesse. Wie es dem einzigen Bad Sodener Spieler und Tiger der 1.Generation Leo Max Deppe erging, können Sie bereits in der Überschrift ablesen, aber auch der etablierte Bad Sodener Ralf Kellerwessel schlug sich prächtig. Der positive Konflikt zwischen "Jung und Alt" beim SC Bad Soden beginnt Früchte zu tragen, denn der SC Bad Soden 3 (die Alten) und der SC Bad Soden 4 (die Jungen) sind gemeinsam ungeschlagen mit 13:1 Punkten als Erster & Zweiter der Liga aus der Bezirksklasse C gestern in die Bezirksklasse B aufgestiegen.

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Das B-Turnier mit Leo Max Deppe (DWZ 1459 / Elo 1602)

Seit gut 5 Jahren ist der Bad Sodener Spieler und der Schüler des Albert-Einstein-Gymnasium Schwalbach in Sachen Schach unterwegs, geht einmal in der Woche ins Training zu den Chess Tigers und absolviert die Wettkämpfe in der 4.Mannschaft des SC Bad Soden, spielt bei Hibbdebach-Dribbdebach jährlich für seine Schule erfolgreich und absolviert das Pfingst-Jugend-Open in Gernsheim und das U14-Turniere Youth Classic als Nachwuchsturniere! In seinem Verein hat er wenig bis fast gar keine Möglichkeiten Turniere zu spielen, weil der Club mit fast 50 Kindern einfach nicht in der Lage ist, ein ordentliches Vereinsturnier zu veranstalten. Das Einzige was gespielt wird, ist eine 6-rundige Schweizer-System Vereinsmeisterschaft am Freitag über das ganze Jahr hinweg verteilt und da hat er ausgerechnet Tischtennis-Meisterschaften auf Hessenebene, für die er auch dreimal die Woche trainiert. Beim Schach trainiert er lediglich einmal mittwochs mit A-Trainer Christian Schramm (Elo 2406) und das muss genügen. Dies ist einfach zu wenig Spielpraxis, um im Schach vorwärts zu kommen, das Kontrastprogramm findet bei vielen anderen Jugendspieler statt, die keine Gelegenheit verstreichen lassen, um das Training mit Spielpraxis idealtypisch zu ergänzen. Das Allerwichtigste ist, gute Trainer zu haben mit Direktionskompetenz gegenüber den allzu hoch ehrgeizigen Eltern.

Daniel Gelfenbaum vs Leo Max Deppe

Das Makkabi Nachwuchstalent zeigte am Brett schon hohe Fertigkeiten beim Management seiner Partie, als er bei einem abgelehnten Damengambit im 9.Zug ca. 40min investierte nach dem überraschenden 9.Db3. Ungewöhnlich für Jugendliche ist das schon und Leo Max ließ auch 25min Nachdenken in die Stellung fließen, und nach scharfem taktischen Kampf musste Gelfenbaum (DWZ 1589) seinem älterem Gegenüber Deppe (DWZ 1459) die Hand reichen. Eine richtig gute Partie.

Jan Engel vs Leo Max Deppe

Acht Wochen lang hatten die Elite-Schüler der Chess Tigers als zweite "Waffe" gegen 1.e4, mit 1... c6 Karo Cann eine generell neues Verteidigungssystem einstudiert und jetzt brachte es Leo erstmals aufs Brett. Er konnte schnell spielen und sein Gegenüber (auch ein Schüler von Christian Schramm) war auch höchst firm in der Eröffnung. Mit 15.... f6?? spielte Leo einen positionellen Fehler, seine Spielstärke reichte aber aus um irgendwie den deplazierten Sa6 ins Zentrum zu bringen und dann auf Aufsehen erregende Weise Matt zu drohen in einem Turm-Bauernendspiel. Dem Gegner und allen drumherum stehenden Kiebietzen entfleuchte ein lautes Grinsen - herrlich dieser Schlusszug von Leo.

Leo Deppe im Analyseraum

Leo kann sich auch gut mitteilen beim Analysieren der Partien und Abstellmöglichkeiten für zwei Läufer findet er sehr spielerisch. Fazit: In der ersten Runde verliert er gegen Alexander Krastev (1802) unnötig, in Runde 2 und 3 zwei kraft- und saftlose Remis gegen Hermann Lorenz (1548) und André Hinz (1716), in der 4.Runde ein Überrumpelungssieg gegen Markus Reinisch (1547), der danach das Turnier beendete. Dann kam in der 5. Runde Katharina Reinecke (1683) dran, in der er "Modernes Benoni" spielte, aber leider nur rudimentäre Ahnung von diesen Stellungstypen hatte. Als er den rückständigen Bauern d6 im forcierten Mittelspiel irgendwann mit Lg7 - Lf8 deckte, anstatt mit Sh5 einen unwiderstehlichen schwarzen Angriff zu inszenieren, platzte dem Trainer der Kragen. Benoni zu spielen, ist wie ein "Ritt auf der Rasierklinge" da kann es keinen Tempoverlust geben, wenn man was erreichen will. Schau Dir ein paar Partien von Vesselin Topalov im Partien-Simulator der Chess Tigers Universität an, ehe Du wieder so etwas spielst. Er sagte, ok dann probiere ich lieber Wolgagambit! In Runde 6 gegen Daniel Gelfenbaum (1589), in Runde 7 gegen Jan Engel (1645) und in Runde 8 gegen Dietmar Wachsmann (1729) fuhr er volle Punkte ein und lieferte auch seine besten Partien, obwohl er gegen Wachsmann eine gehörige Portion Glück hatte gegen die Philidor-Verteidigung im späten Partiestadium, aber auch Glück beruht oft auf dem optimistischen Glauben an die eigenen Gegenchancen!

Vater und Sohn Weber vom SF Flörsheim

Samuel Weber ist zweiter der U14-Hessenmeisterschaft geworden und gewann letztes Jahr das starkbesetzte Youth Classic Masters. Bei Turnieren sind die zwei unzertrennlich, wobei Samuel oft streng bei der Analyse mit dem Vater umgeht und der Vater euphorisch mit den guten Ergebnissen seines Filius - ein Idealfall, der den jungen Kerl in den A-Kader des HSV gebracht hatte.

Alexander Krastev (1802) vs Ralf Kellerwessel (1912)

Der junge Mann musste sich einer kleinen List der alten Herrn Ralf Kellerwessel und Jürgen Stock letztendlich geschlagen geben, weil beide aus den vorausgehenden Runden beobachtet hatte, dass der junge Krastev gegen Französisch in der Eröffnung etwas falsch machte, dies nutzte Ralf Kellerwessel vom (SC Bad Soden) eiskalt aus und gewann nach langem Ringen das Spiel.

Alexander Krastev (1802) vs Eduard Schwarz (1949)

Das Duell "Alt gegen Jung" konnte noch einmal der Erfahrenere Eduard Schwarz von der SG Turm Idstein gewinnen. Am Schluss war Schwarz 1. mit 8/9 und der junge Alexander Krastev mit 7/9 2. im B-Turnier. Oben auf der Bühne kündigte sich schon an Brett 3 die spektakuläre Partie zwischen dem 10-jährigen Vincent Keymer und dem erfahrenen Großmeister Vitaly Kunin an.

Impressionen aus dem Turniersaal

Die dritte Ausgabe des Hofheimer Frühjahrsopen war ein interessantes Turnier mit A-Open, B-Open und C-Open. Direkt nach dem Mammut-Turnier in Deizisau - dem 19.Neckar-Open mit über 700 Teilnehmer - ist Hofheim ein wohlgepflegtes Turnier mit guter Verpflegung durch die Vereinsküche und den angrenzenden REWE geworden und hat im Ehepaar Davit und Marie-Luise Lobzhanidze eine vorzügliche fachliche und organisatorische Leitung und viele emsige Helfer drumherum.

Den Tiger auf der Brust

Leo Max Deppe konnte leider nicht die letzte Runde spielen, weil eine unaufschiebbare Familienfeier anstand. In seiner Ratinggruppe unter TWZ 1650 wurde er mit einem halben Punkt Rückstand "Dritter", mit einem halben Punkt in der letzten Runde hätte er den 1.Platz geschnappt, mit immerhin 50 Euro!

Das A-Turnier mit Vincent Keymer (DWZ 2250 / Elo 2364)

Zum ersten Mal sah ich den kleinen Mann spielen beim 8.Wormser Nibelungenturnier am 3.10.2011 und ich musste einfach Notiz von ihm nehmen - der kleine Junge mit seinen tiefbraunen Augen - Vincent Keymer, Jahrgang 2004 vom SK Gau Algesheim. Es war bei mir das erste Jahr nach der letzten großen Chess Classic 2010 in Mainz, ich hatte nichts Richtiges zu tun, also beobachtete ich das ein oder andere Talent und begleitete meinen Freund Vishy Anand von WM-Kampf zu WM-Kampf. Das Chess Tigers Training Center wurde am 16.02.2010 gerade von Dr. Erik Zude und mir gegründet und hatte Training und Entertainment für jedweden Schachspieler auf dem Plan. Begonnen hatte alles mit der Idee im Jahre 2004 eine "Schach Universität" im Internet zu etablieren und darauf mit der Chess Classic zusammen ein durchgehendes Konzept zu etablieren, die Schach erlernen und erleben lässt. Neben den Weltklasseleuten, wie Anand, Kramnik, Grischuk, Aronian, Nakamura, usw. auch zukünftige Weltklasseleute aus der Region Rhein-Main-Taunus zu finden und möglicher Weise gezielt auszubilden und dann über alle Ebenen hin zu fördern. Grundschulen & weiterführende Schulen mit den Vereinen zusammenzuführen und dann aus der Vielzahl der Schüler - die besten und wachesten - für Schach zu begeistern und systematisch vorwärts zu bringen ohne das Establishment (DSB, Landesverbände, Bezirke und Vereine) in ihrer gleichförmigen Entwicklung zu stören. Die Begegnung zwischen dem 15.Weltmeister Viswanathan Anand und dem mittlerweile 10-jährigen Vincent Keymer am 09.09.2014 zum 15.Geburtstag des Chess Tigers Schach-Förderverein 1999 e.V. in der "B9" nährten den Entschluss, die Förderung der Schachjugend intensiver zu betreiben. Als dann Anand sich noch einen kleinen Witz (Kompliment) nach der Begegnung mit Vincent mir gegenüber erlaubte nach der Frage: "Kannst Du deinen Chess Tigers helfen"? "Nein, Deutschland muss nicht in jeder Disziplin Weltmeister sein mit Blick auf die gerade gewonnene Fussballweltmeisterschaft in Brasilien". Vincent Keymer kann als einziger West-Europäer vielleicht mit der Entwicklung der Schachjugend in Indien, China, Russland und USA mithalten - stärker als Weltmeister Magnus Carlsen ist er eh im vergleichbaren Alter mit 10 Jahren (höhere Elo 2364). Gut, dass ich Bilder und Besonderheiten immer mal wieder in das schwarze Notizbuch schrieb von: 2012 - Deutsche Einzelmeisterschaft U10, 2013 - 1.Hofheimer Frühjahrs Open B, Karl-Mala-Gedenkturnier A, 25.Wiesbadener Schlosspark Open - 2014 2.Hofheimer Frühjahrs Open B, Karl-Mala-Gedenkturnier A, 26.Wiesbadener Schlosspark Open - 2015 6.Rheinland-Pfalz Open A und 3.Hofheimer Frühjahrs Open A - imponierend auch der DWZ-Aufwärtstrend.

Vincent Keymer im Lieblings-T-Shirt

Den bissigen Tigerkopf als schwarzes T-Shirt trägt er sehr gerne bei Turnieren. Sein Vorbild ist auch ein bisschen der Tiger aus Madras!

Vincent der Tiger powered by "hohesC"

Völlig konzentriert und voller Energie ist der "kleine Mann" gegen den großen Meister Vitaly Kunin..

Valentin Buckels vs Vincent Keymer Remis

Vater Christof Keymer (rechts) als interessierter Beobachter. Die Eltern begleiten den Jungen "fulltime" beim Schachspielen und auch Bernd Vökler als deutscher Jugend- und Nachwuchstrainer ist ständig mit von Vincents Partien.

Vincent der Tiger powerd by "hohesC"

Scheinbar völlig relaxt und einem bübischen Lächeln für den professionellen Fotografen ....

Traubenbildung 1

Großes Interesse und Mitfiebern bei den Zuschauern. Von links neben FM Dr. Zunker die Beschützerin des kleinen Mannes, Mama Keymer. Die Traube um das dritte Brett auf der Bühne wurde mit zunehmendem Fortschritt und Ausgeglichenheit der Partie immer größer ...

Traubenbildung 2

... die Spannung war riesengroß bei den Zuschauern mit geteilten Wünschen. So kam es meist zu den Reaktionen, die den Vincent unterstützten, aber es ga auch Reaktionen von Titelträgern in der Form: "Der kleine steht auf Verlust und wird verlieren, obwohl später alle Rechner der Welt bei der Analyse mindesten ein kleines Plus für Weiß (Vincent Keymer) anzeigten ...

Traubenbildung 3

... und der Kampf wurde entschieden mit nur zwei Sekunden des Großmeisters auf der Uhr, bei Vincent "Null". Mit 46 Sekunden auf der Uhr spielte Keymer gegen die 13 Sekunden von GM Vitaly Kunin auf Zeit, konnte aber die Aufgabe nicht lösen, obwohl die Hände über das Brett flogen. Der Großmeister hatte dem jungen Meister mit allerletzter Kraft noch einmal eine Lehrstunde kostenlos erteilt. Was wohl in Beiden so alles in der letzten halben Stunde, in den letzten 10 Minuten und in den letzten Sekunden so abging ist schwer vorstellbar. Nach dem Unterschreiben der Partieformulare und der anschließenden Begegnung im Foyer schien der Großmeister mehr gezeichnet, als "Vince the Kid"

Chess Tigers on Tour

Published by HWS

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