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Igor Zuyev gewinnt Frankfurter Rekord-Blitz
Robert Baskin ist Bezirksmeister
30.03.2015 - Berichtet man über hessische Turniere, taucht ein Name immer und immer und immer wieder auf... Igor Zuyev! Schon längst mit einer IM-Rating ausgestattet lehrt der Fidemeister und Oberligaspieler all jenen das Fürchten, die normalerweise auch um erste Plätze mitspielen können. Je schneller der Modus, desto souveräner scheint er zu werden, so auch am vergangenen Samstag beim Einzelblitz des Bezirks Frankfurt. Um die Teilnehmerzahl zu pimpen, ist das Turnier mittlerweile offen, aber natürlich kann nur der Bezirksmeister werden, der auch in selbigem spielt. Somit schnappte sich Zuyev mit 16 von 19 möglichen Punkten klar den Turniersieg, doch der junge Robert Baskin wurde als Vierter Meister seines Bezirks. Rang 2 im Klassement ergatterte nach Zweitwertung knapp der Korbacher Christoph Kearns vor dem Gelnhausener Patrick Chandler.

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Am 01. November 2014 hat ein neuer Jahrgang der Chess Tigers Universität mit 3 neuen Kursen begonnen!

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Chess Tigers Universität - Jahrgang 2014


Alle Preisträger auf einen Blick


Blitz-Einzelmeisterschaft 2014/15 des Bezirks Frankfurt
Endstand nach 19 Runden

Rang Teilnehmer TWZ Attr. S R V Punkte PktSum BuSumm
1 FM Zuyev,Igor 2429   14 4 1 16,0 169,5 3878,5
2 Kearns,Christopher 2212   12 5 2 14,5 143,0 3876,0
3 Chandler,Patrick 2087   14 1 4 14,5 137,5 3824,5
4 Baskin,Robert 2217 J 11 4 4 13,0 134,0 3831,5
5 Zimmermann,Hendrik 2136   11 3 5 12,5 129,0 3765,0
6 IM Dubiel,Jacek 2365   10 5 4 12,5 115,5 3786,5
7 Wendel,Stephan 2201   11 2 6 12,0 114,0 3664,0
8 FM Stockmann,Michael 2189   10 3 6 11,5 129,0 3827,0
9 Leimeister,Erhard 2070   10 3 6 11,5 121,0 3768,5
10 Keller,Peter 2092 J 10 3 6 11,5 119,5 3765,5
11 IM Donchenko,Anatoly 2240 S 8 6 5 11,0 114,5 3776,5
12 FM Wege,Jochen 2182   8 6 5 11,0 109,5 3639,5
13 Rüger,Erhard 2031   9 4 6 11,0 105,0 3561,0
14 Engel,Berthold 2128 S 9 3 7 10,5 113,5 3746,0
15 FM Sadeghi,Behrang 2118   7 7 5 10,5 110,5 3621,0
16 FM Karabalis,Harilos 2238   10 1 8 10,5 107,5 3727,0
17 Holzschuh,Gerald 2036   10 1 8 10,5 100,5 3497,5
18 Zimpfer,Andreas 1890   9 3 7 10,5 94,0 3409,0
19 Körnlein,Daniel 1766   9 3 7 10,5 88,5 3315,0
20 Mager,Denis 2196 J 8 4 7 10,0 116,5 3761,5
21 Jerkovic,,Ivan 2180   9 2 8 10,0 109,5 3614,5
22 von Rahden,Arvid 2141 * 8 4 6 10,0 108,5 3480,0
23 Drill,Frank 2024   9 2 8 10,0 108,0 3688,5
24 Weil,Michael 1857   7 6 6 10,0 100,5 3549,0
25 Diyap,Murat 2079   9 2 8 10,0 99,0 3437,5
26 Teschler,Ulrich 1967   9 2 8 10,0 98,5 3501,0
27 Bagatsch,Thomas 2005   9 2 8 10,0 94,5 3374,0
28 Maiorov,Daniel 1844   10 0 9 10,0 92,0 3390,0
29 Koch,Markus 2123   8 3 8 9,5 112,5 3685,0
30 Weil,Volker 2013   9 1 9 9,5 110,0 3714,0
31 Wanie,Karsten 2078   8 3 8 9,5 109,5 3715,0
32 Hristovski,Srdzan 2127   9 1 9 9,5 108,5 3604,0
33 Schlesinger,Omri 2144   8 3 8 9,5 94,0 3375,5
34 Rosa,Mike 1993   6 6 7 9,0 101,5 3604,0
35 Orwatsch,Gerhard 1961 S 7 4 8 9,0 98,0 3543,5
36 Vega,Cesar -   8 2 9 9,0 90,0 3386,0
37 Holter,Bernd -   7 4 8 9,0 87,5 3301,0
38 Schnabel,Markus 1759   7 4 8 9,0 82,0 3194,5
39 Petreski,Gligur 1877 S 8 2 9 9,0 79,0 3213,0
40 Marchese,Gaspare 1790   7 4 8 9,0 77,5 3045,5
41 Faysal,Wasim 1515   9 0 10 9,0 75,0 3036,5
42 Mersinger,Ralf 1707   9 0 10 9,0 72,0 3045,0
43 Jeß,Geralf 1598   8 2 9 9,0 72,0 2978,5
44 Rutsatz,Mario 1917   7 3 9 8,5 97,0 3578,5
45 Perlitz,Sven 1991   6 5 8 8,5 87,0 3273,5
46 Schneider,Wolfram 1896   8 1 10 8,5 76,0 3049,5
47 IM Werner,Dimo 1974 S 6 5 8 8,5 71,0 3010,0
48 Geißelmann,Frank 1839   7 2 10 8,0 89,0 3335,5
49 Brendel,Hans-Gerhard 1629 S 7 2 10 8,0 84,0 3147,0
50 Marchese,Eric 1593   7 2 10 8,0 83,0 3169,0
51 Worzelberger,Armin 1812   8 0 11 8,0 81,0 3193,0
52 Scholz,Michael 1766   7 2 10 8,0 75,5 3156,0
53 Tessier,Leo 1387 J 7 2 10 8,0 75,5 3001,0
54 Straub,Fabian 1804   7 2 10 8,0 66,5 2973,0
55 Bokemaer,Artur 1731   6 2 11 7,0 61,0 2968,0
56 Kriese,Richard -   6 1 12 6,5 70,5 3044,0
57 Midanka,Vladimir 1814   3 4 12 5,0 54,5 2920,0
58 Günther,Rainer 1444   4 2 13 5,0 39,0 2887,5
59 Urbach,Jens 1405   2 1 16 2,5 37,0 2943,5

Die Bezirkseinzelmeisterschaft 2015 des hessischen Bezirks Frankfurt war ein rundum gelungenes Turnier, welches Turnierleiter Hans-Dieter Post gewohnt und gekonnt über die Bühne brachte. Das Turnier lief geschmiert wie ein schweizer Uhrwerk und holperte nur dann, wenn bei einem Remis keiner der Spieler das Ergebnis meldete. Ich habe mal gelernt, dass Weiß dann melden muss, weiß aber nicht, ob das noch üblich ist. Präzise funktionierte auch Turniersieger Igor Zuyev. Beeindruckt hat mich, dass er nie in Hektik verfällt. Scheinbar viel zu langsam sehen seine Bewegungen aus, aber dennoch hat er durch seinen gleichmäßigen Rhythmus fast immer mehr Zeit auf der Uhr. Einzig Stephan Wendel vom SC Brett vorm Kopp gelang das eigentlich Unmögliche, als er Zuyev schlug. Dafür gab es am Ende einen Sonderpreis.

(Fast) alle 59 auf einen Blick

59 Teilnehmer sind Rekord und für eine Bezirksmeisterschaft gut, aber aus Sicht des ehrgeizigen Machers nur ein Etappenziel auf dem Weg zur Dreistelligkeit. Das führt aber automatisch auch zum einzigen Kritikpunkt - dem Spielmaterial. Alte Plastikfiguren, die seit je her zu leicht zum Blitzen sind, weil sie im Gefecht viel zu oft umfallen und vermutlich ebenso alte Analog-Uhren, deren Knöpfe teils überredet werden mussten, damit sie sich hinunterdrücken ließen, trübten den Fun-Faktor doch etwas. Die Uhren rutschen ständig weg und verlangen es zudem, das man zur Sicherheit mehrfach draufhaut, damit des Gegners Zeit auch wirklich startet.

Turnierleiter Hans-Dieter Post schwört auf papierlose Turniere

Entsprechend konnte man alles Wissenswerte via Monitor ablesen

Jetzt könnte man natürlich anmerken, dass es ja "nur" ein Bezirksblitzen ist, aber bemerkt man den teils übertrieben wirkenden Ehrgeiz der Amateure, muss auch irgendwann das Spielmateriel mithalten! Apropos Ehrgeiz, wie immer, wenn geblitzt wird, gibt es im Eifer des Gefechts Regelverstöße und kuriose Situationen. Eine widerfuhr mir selbst, als ich in der heißen Endphase einer Partie plötzlich meinen Gegner "Zeit!" rufen hörte. Ich war gerade mitten im Zug und stellte enttäuscht den Klotz irgendwo ab und sah erst dann, dass ich sehr wohl noch Zeit hatte. Was nun? Keine Frage, mein Gegner reagierte sehr fair und überließ mir ohne Diskussion den Punkt.

Etwas mehr Bauchweh hatte ich bei der Beobachtung einer anderen Szene. Altmeister IM Anatoly Donchenko hatte seinen Gegner Berthold Engel im Seniorenduell fest im Griff und musste nur noch seinen Freibauern in eine Dame umwandeln. Im Handgemenge ertastete er ohne Hinsehen eine neben dem Brett stehende Dame, wandelte den Bauern um und sah dann, dass er versehentlich eine weiße statt der schwarzen hingestellt hatte. "Unmöglicher Zug! Turnierleiter! Unmöglicher Zug!", schrie(!) sein Gegner mehrfach. Mich überraschte die Vehemenz und die Gnadenlosigkeit auf einem Amateurturnier doch etwas, aber das liegt wohl auch daran, dass ich ziemlich lange nicht mehr an so einem Turnier teilgenommen habe. Jedenfalls hatte Donchenko die Uhr gedrückt und damit seinen unmöglichen Zug endgültig beendet. Sein Gegner bestand auf den Punkt und bekam ihn daher auch. Umso erfreulicher aus Sicht des Leidtragenden, dass er dennoch später den Seniorentitel gewann.

FM Igor Zuyevs Turniersieg geriet auch gegen Hendrik Zimmermann nicht ins Wanken

Auch FM Michael Stockmann hatte keine Chance

Diese und alle anderen Vorfälle behandelte TL Post souverän und hatte auch für die, die irgendwie vorher nicht darüber nachdenken, dass man bei einem 4 Stunden-Turnier auch mal was zu sich nehmen sollte, zumindest eine Ladung Weingummi parat. Getreu dem Motto, dass man Turniere auch ohne Papierberge veranstalten kann, ließen sich die Paarungen jeder Runde bequem an einem Monitor ablesen, was auch dazu beiträgt, dass die Verzögerung zwischen den Runden auf ein Minimum reduziert wird.

Alle Zahlen und Fakten sowie noch mehr Bilder finden sich auf der offiziellen Turnierseite.



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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