Nachrichten Post vom Hessenschach 2014 Nr. 17 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
16.11.2014 - Auch während der Schachweltmeisterschaft steht das Hessenschach nicht still, und so hat unser Hans-Dieter Post wieder einige News zusammengefasst. Zuerst folgt der Blick auf die hessischen Teams in den Bundes- und Oberligen, wobei Liga 1 ja leider ohne Hessen stattfinden muss. Am Montag geht die Frankfurter Stadtmeisterschaft in die 3. Runde, und schon gibt es das eine oder andere sensationelle Ergebnis. So schlug der Nieder Hessenliga-Spieler Christoph Goll den Chess960-erfahrenen IM Sven Telljohann! In Bad Vilbel wurde die Stadtmeisterschaft ausgetragen- es gewann IM Matthias Dann. Abschließend folgt der erneute Hinweis auf das schon jetzt bärenstark besetzten Schloss-Open in Heusenstamm vom 20. bis 23. November.
Nachdem die Schach- Bundesliga ohne hessische Teams auskommen muss, konzentriert sich der Blick auf die zweiten Ligen abwärts. Als da wären:
2. BUNDESLIGA WEST
Nur eine Mannschaft hat nach der 3.Runde noch eine weiße Weste, und das ist DJK Aachen. Nachdem diese in der zweiten Runde bereits Porz geschlagen haben, und Porzer Niederlagen doch recht selten, kann man sicher schon mal Glückwünsche in die alte Kaiserpfalz schicken.
Schöneck musste leider die erste Niederlage einstecken, gegen Solingen läuft's einfach nicht. Nun, Hofheim bleibt einem ja dieses Jahr erspart, und so sollte nach einem gespielten Drittel der Saison der Nichtabstieg gesichert werden können.
Wiesbaden dagegen hat es einfach, da stand schon vor der ersten Runde fest, dass alles andere als ein Abstieg schon ein Wunder sein könnte. Die nächste Niederlage, diesmal gegen den Tabellenführer, bringt erst mal keine wesentliche Kurskorrektur.
2. BUNDESLIGA SÜD
Zwei rein hessische Duelle gab es in der Südstaffel der zweiten Ligen.
Mörlenbach-Birkenau schlug dabei Griesheim, wenn auch nur knapp, und ist nun punktgleicher Erster; Baden Baden als eigentlich Erster zählt dabei natürlich nicht mit, denn wer glaubt schon daran, dass deren Team 1 aus der 1.Liga absteigt?!
Im zweiten Hessenduell gab es ein Viervier zwischen Viernheim und Hofheim, und damit für beide ein Plätzchen im sehr breiten Mittelfeld. Was nichts anderes heißt, als das der Abstieg näher als ein Aufstieg ist.
OBERLIGA OST STAFFEL B
Mit Spannung wartet man hier eigentlich auf die nächste Doppelrunde am 18.Januar, nämlich wenn Neuberg auf Heusenstamm trifft. Doch bis dahin...
Die beiden Alpha- Teams der Klasse machen weiter wie durch die Rating- Liste vorgegeben: man siegt sich durch die jeweiligen Runden.
Heusenstamm gelang dabei ein wichtiger Sieg in Erfurt, während Neuberg ein Pflichtsieg gegen Marburger Gäste gelang.
In der oberen Tabellenhälfte nach vier Runden finden sich noch Kassel nach dem Sieg in Merseburg, BvK Frankfurt nach dem Heimsieg gegen Jena, nun Erfurt hat es ja erstmalig erwischt, und auch Oberursel ist noch bei den 6-Punktlern dabei.
Ab Platz 7 beginnt die Abstiegszone, und Marburg und Gießen sind noch knapp vor der Abstiegszone zu finden. Wenn das mal gut geht...
Die kreativsten im Schach treffen sich derzeit zu 7 Runden Schweizer System an den Montagabenden bis kurz vor Weihnachten im Chess Tigers Training Center, um einen neuen Frankfurter Stadtmeister im Chess960 zu ermitteln. Wohlgemerkt, nicht nur Schnellschach, sondern lange Bedenkzeit!
Chess960 in der "B9"
Nach zwei Runden liegen die FIDE- Meister Zuyev, Sadeghi und Stockmann mit je 2 Siegen vorne, aber auch die titellosen Hendrik Zimmermann und Christof Goll. Letzterer wurde hier nicht unbedingt erwartet, doch überraschender sein Sieg gegen den einzigen IM im Feld, Svenn Telljohann, brachte die Spitzenpositionen etwas durcheinander. Warum auch nicht..
Youth Classic Champion Samuel Weber führt das Verfolgerfeld an, das aus weiteren 20 Teilnehmern besteht.
Ergebnisse, Tabellen und Partienotationen gibt es hier:
IM Matthias Dann gewinnt Bad Vilbeler Stadtmeisterschaft
Etwas dünn besetzt ging es bei der Bad Vilbeler Stadtmeisterschaft zu, denn weniger als dieses Mal kamen in den letzten 10 Jahren keine an die Bretter: 53 Teilnehmer.
Nun, Bundes- und Oberligen nehmen etwas von der oberen Setzliste weg, und eine Jugendmannschaftsmeisterschaft im gleichen Bezirk wirkt sich auch nicht aufblähend auf die Teilnehmerliste aus, oder?!
Vorschlag: Montag ist eh doof, also grundsätzlich ausfallen lassen. Das schafft Platz für weitere 9 Wochen im Jahr, sodass sich Kollisionen vermeiden lassen könnten, oder?! OK, ich schweife ab.
Gespielt wurde ja trotzdem, und davon verstand IM Matthias Dann von den Sfr. Berlin am meisten. Da er eigentlich aus Mainz anreist, und von seinem Klub nicht gebraucht wurde, gab's eben Ausgleichssport; also Schnellschach in Bad Vilbel.
Ungeschlagen erledigte er sein Pensum mit 9 Siegen, und ließ dabei GM Epishin hinter sich, den er in Runde 4 schlagen konnte und damit eine gute Grundlage zum späteren Sieg schuf. Das war auch wichtig, denn Epishin gab nichts weiter ab, und landete nur mit schlechterer Zweitwertung hinter dem Mainzer IM.
Bester Jugendlicher wurde Denis Mager vom TuS Makkabi Frankfurt, noch vor dem besten Vilbeler Spieler, FM Klaus Schmitzer, und der besten Frau im Feld, WM Teilnehmerin Sonja Maria Bluhm vom SV Hofheim.
Die veröffentlichten Ergebnisse lassen noch etwas zu wünschen übrig, aber noch ist ja nicht Weihnachten.
Neun Großmeister haben sich nun beim Schloss-Open in Heusenstamm angemeldet, und damit dürfte es sich auch bis 1981 zurück um eines, wenn nicht das stärkste Open auf hessischem Boden handeln.
Ich denke, es lohnt sich: der Preisfonds ist gut verteilt, die Teilnehmer reisen auch teils von weit her an, und hier könnte man bei einem der großen zukünftigen Open von Anfang an dabei sein, was wichtig für die ewigen Ranglisten sein könnte! Und für ersten acht Bretter wird es eine Live-Übertragung ins Internet geben.
Wer noch mal kurz schauen möchte, wer alles dabei ist, schaut mal hier rein:
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.