Nachrichten Post vom Hessenschach 2014 Nr. 9 Aktuell, informativ und direkt - Alles Wissenswerte rund ums Schach in Hessen
22.06.2014 - Seinen aktuellen Newsletter musste unser Hans-Dieter Post leider mit gleich zwei Nachrufen beginnen. Auch die Chess Tigers möchten den Angehörigen und Freunden von Werner Fehres (langjähriger Funktionär im hessischen Schach) und Heinz Köhler (ROCHADE-Gründer) an dieser Stelle ihr tiefes Beileid ausdrücken. Es ist nicht leicht, einfach wieder zum Business zurückzukehren, aber natürlich wurde im Juni fleißig Schach gespielt. "IM Bogdan Grabarczyk gewinnt die Grieheimer Schachtage", "GM Vitaly Kunin siegt beim Schnellschach in Gelnhausen", "3. HEM Titel für Dr. Erik Zude in Hofbieber", "Sieg beim Gernsheimer Jugendopen geht an Enis Zuferi", "FM Michael Stockmann erstmals Hessischer Schnellschach-Champion" und "IM Hagen Poetsch ist der neue Frankfurter Stadtmeister", so lauten die heutigen Siegesmeldungen. Kurz vor der Entscheidung steht zur Stunde das Rhein-Main-Open in Bad Homburg mit GM Leonid Milov an der Spitze. Was sonst noch so im Juni wartet, erfahren Sie zum Abschluss natürlich auch noch.
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Newsletter Hessenschach Nr. 9/2014
Abschied von zwei hessischen Urgesteinen
Am 25. Mai 2014 starb Werner Fehres, der über Jahrzehnte als Schachfunktionär die Geschicke seines Klubs VSG Offenbach, die des Bezirks Main-Vogelsberg und auch als 2.Vorsitzender die des Hessischen Schachverbandes vertrat.
In einem kurzen Interregnum leitete er kommissarisch in einer schwierigen Phase die Geschicke des Verbandes.
Für seine Verdienste um das hessische Schach erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes gewählt.
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Mit dem Tode von Heinz Köhler verlor das Schach am 11. Juni 2014 den Mann, der die Schachöffentlichkeit seit den siebziger Jahren auf den neuesten Stand hielt.
Sein Lebenswerk, die Schachzeitung Rochade, rief er ins Leben, um im kleinen Rahmen, zunächst nur im Rhein-Main-Gebiet, über unseren Sport zu berichten.
Mehr und mehr Bezirks- und Landesverbände entdeckten diese Plattform als ideal für ihre offiziellen Veröffentlichungen und machten damit die spätere Europarochade zu einer der auflagenstärksten Schach-Publikationen.
In den letzten Jahren wurde es alters- und gesundheitsbedingt um Mr. Rochade immer stiller, nun starb er im Alter von 82 Jahren nach schwerer Krankheit.
IM Bogdan Grabarczyk gewinnt Griesheimer Schachtage
Beinahe ausverkauft waren die 10.Griesheimer Schachtage, die mit IM Bogdan Grabarczyk vom gastgebenden Verein einen verdienten Sieger gefunden haben.
Grabarczyk, der sich in den letzten Jahren ein vereinsinternes Duell mit Stefan Walter um den Sieg bei den Schachtagen liefert, konnte seinen nächsten Triumph feiern.
Besonders schwer machte es ihm bei diesem fünfrundigen Event der Heusenstammer FM Igor Zuyev, der nur wegen der schlechteren Zweitwertung am Turniergewinn vorbeischrammte.
Sieger bei den 10. Griesheimer Schachtagen, abgebildet sind v.l.n.r. die Turnier- und Ratinggewinner: Michael Cichy, Julius Grimm, Henry Böddeker, Wladislaw Galkin, Corinna Dietzen, Sebastian Gramlich, Frank Rosenberger, Stjepan Andric, Thomas Hornung und Albert Roht (v.l.n.r.). Rechts vorne Turniersieger Bogdan Grabarczyk.
GM Vitaly Kunin siegt beim Schnellschach in Gelnhausen
Eigentlich hatte man eine dreistellige Teilnehmerzahl erwartet, doch es fanden dann doch nur etwas über sechzig Spieler den Weg zum 2. Gelnhäuser Schnellschach-Open.
Großmeister Vitaly Kunin ging als deutlicher Favorit nach ELO ins Rennen und konnte nach sieben Siegen in Folge, u.a. gegen die Internationalen Meister Dennis Wagner, Klaus Klundt und Thorsten Haub, mit zwei weiteren Remis gemütlich austrudeln lassen und siegte mit einem ganzen Punkt Vorsprung!
Nur enttäuschende 79 Spieler trafen im osthessischen Hofbieber zu den 68. Verbandsmeisterschaften ein, was etwa ein Drittel dessen war, was man noch 1996 zur Veranstaltung am gleichen Ort begrüßen konnte.
Die Haupt- und Vormeisterturniere sind gemessen an der Qualität und Quantität vergangener Tage eigentlich gar nicht mehr vorhanden, und es nur auf die Randlage des Verbandsgebietes abschieben zu wollen, ist bei einem offenen Turnier sicherlich nicht gerechtfertigt.
Einzig das Meisterturnier, das ja auch bei entsprechender Platzierung und vorhandener Mitgliedschaft zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft vorberechtigt, ist noch ein Lichtblick.
Gewonnen hat zum dritten Male nach 1989 und 2009 der Hofheimer Dr. Erik Zude, obwohl so mancher, der das Turnier verfolgte, etwa zur Hälfte der Distanz nicht mehr so viel auf einen Sieg des Internationalen Meisters gesetzt hätte.
Zude startete zwar mit einem Sieg und einem Remis ins Turnier, ließ dann aber zwei Niederlagen folgen, was einen bei neuen Runden und starker Konkurrenz ziemlich weit zurückwirft.
Doch der nach ELO zweitstärkste Spieler unter den 14 Teilnehmern schaffte ein beeindruckendes Comeback und nach vier Siegen in Folge hatte er in der Schlussrunde die Chance, gegen die Nummer 1 der Setzliste, IM Hagen Poetsch, bei einem weiteren Sieg auch den Meistertitel erneut zu erringen; und es gelang!
Platz Zwei, und damit auch ein Platz bei der "Deutschen", ging an den Marburger Johannes Dorst, der über weite Teile des Turniers die Tabelle anführte und erst in Runde 8 vom neuen Champion ausgebremst wurde.
Das A-Turnier mit nur 18 Teilnehmern gewann Arno Feicht/Wetzlar, punktgleich vor Denis Mager/Makkabi Ffm und Dimitri Goloborodko/Idstein.
Das B-Turnier mit immerhin 47 Teilnehmern wurde eine alleinige Beute von Lokalmatador Thomas Wagner vom gastgebenden SC Langenbieber.
Ergebnisse, Tabellen, vorläufige Auswertungen nach DWZ und ELO sowie Score Cards zu allen Turnieren gibt es hier:
Sieg beim Gernsheimer Jugendopen geht an Enis Zuferi
200 ausnahmslos jugendliche Teilnehmer, aufgeteilt nach Spielstärke in ein A- und B-Turnier, und das ganze an Pfingsten? Ja, das kann nur in Gernsheim sein!
Bester unter den 85 im A- Turnier wurde Enis Zuferi aus Heilbronn, der sich mit sechs Punkten insgesamt und einem halben Punkt Vorsprung den alleinigen Sieg sicherte. Er blieb in den sieben Runden ungeschlagen, was auch der Nummer zwei, Henry Böddeker vom SV Hofheim gelang.
Kevin Mao wurde auf Platz 3 der beste Spieler des gastgebenden Vereins.
Im B-Turnier ging der Sieg nach Hessen, genauer gesagt nach Idstein an Daniel Schwarz, der mit 6 Siegen und einem Remis das 115 Teilnehmer starke Feld klar beherrschte.
v.l.n.r: Henry Böddeker (2.), Kevin Mao (3.), Steffen Heß (5.), Philipp Risius (4.) & Enis Zuferi (1.)
Die ganzen Zahlen zum Turnier und eine Menge Bilder gibt es hier:
FM Michael Stockmann erstmals Hessischer Schnellschach-Champion
Mit beeindruckenden 10 Punkten aus 11 Partien hat der für Schöneck startende FM Michael Stockmann die Hessische Schnellschachmeisterschaft in Lindenholzhausen, und damit in seiner alten Heimat Limburg gewonnen.
Nur 65 Teilnehmer waren für den Standort doch etwas enttäuschend, aber in der Spitze war das Turnier gut besetzt, und Stockmann rangierte in der DWZ-Liste lediglich auf Platz 9.
Doch er war an dem über zwei Tage angesetzten Turnier einfach nicht zu schlagen und sicherte sich damit seinen ersten Einzeltitel auf Verbandsebene überhaupt.
Platz Zwei ging an den Vereinskollegen IM Hagen Poetsch, der damit in dieser Saison keinen Einzeltitel des Verbandes gewinnen konnte, doch ein Triumph stand ihm noch unmittelbar bevor...
IM Hagen Poetsch ist der neue Frankfurter Stadtmeister
Mit sechs Siegen und einem Remis, und dieses gegen den Turniersieger der letzten 3 Jahre, GM Igor Khenkin, gewann der Internationale Meister Hagen Poetsch erstmals die Frankfurter Stadtmeisterschaft. Herzlichen Glückwunsch!
v.l.n.r. FM Michael Stockmann (3.), IM Hagen Poetsch (1.) & GM Igor Khenkin (2.)
Foto: Hans-Walter Schmitt
Ein ausführlicher Bericht folgt im nächsten Newsletter, aber alle Ergebnisse, Tabellen, fast alle Partienotationen (Rest folgt), Bilder, Scorecards und vieles mehr kann hier gefunden werden:
In wenigen Stunden ist das XVII. Rhein-Main-Open in Bad Homburg um einen Sieger reicher. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Newsletters auf dieser Seite führt GM Leonid Milov mit 5,5 aus 6 vor fünfköpfigen Feld mit 5 Punkten. Mit dabei die Legende GM Vlastimil Hort, GM Igor Khenkin und Nachwuchsspieler FM Jan-Christian Schröder. Gegen Letzteren muss der Tabellenführer zum Abschluss ran.
Samstag, 28. Juni, Hofheimer Jugend Open
Sonntag, 29. Juni, Langener Schnellschach-Stadtmeisterschaft
Sonntag, 29. JUni, Deutsche Meisterschaft Chess960 in Waldbronn
Und was dann im Juli vor uns liegt, steht im nächsten Newsletter!
Gruß
Euer
Hans D. Post
Hans-Dieter Post ist seit über 25 Jahren Turnierleiter des Schachbezirks Frankfurt und war jahrelanger Turnierleiter der Chess Classic Mainz. Der IT-Experte entwickelte für das größte Schnellschachturnier der Welt eigens eine digitale "Open-Maschine", welche weltweit bei Turnierorganisatoren Aufmerksamkeit erregte. Immer mehr hessische Turniere rüsten mit Turnierleiter Post auf und wurden stets mit einem merklichen Plus an Teilnehmern - sowohl in der Spitze als auch in der Breite - gesegnet.
Was genau das Postsche System zu bieten hat, können Sie einem in diesem Jahr geführten Interview (siehe unten) mit Hans-Dieter Post entnehmen. Seine Hingabe sowohl für das traditionelle Schach wie auch für Chess960, aber auch seine regionale Verbundenheit, spornen den Chess Tiger zudem immer wieder an, mit seiner eigenen Webseite nebst regelmäßigem Email-Newsletter aktuell, informativ und direkt über die aktuellen Ereignisse im hessischen Schach zu berichten und die Werbetrommel für kommende Turniere zu rühren.
Und nun wird er dies auch über die Webseite der Chess Tigers tun. Noch schneller erhalten Sie die neuesten hessischen Schach-Nachrichten nur, wenn Sie den kostenlosen Newsletter direkt bestellen.