11.06.2014 - Dass Anish Giri den Kampf um den Turniersieg beim No Logo Norway Chess würde spannend machen können, ist bei seinem Talent nicht abwegig, doch sicherlich hatten er und seine Fans sich das anders vorgestellt. In der gestrigen 7. Runde verfügte der Youngster gegen Sergey Karjakin über eine Mehrqualität, die sich aber nicht verwerten ließ. Und so rechneten Experten und Kiebitze bis zum 130. Zug mit einer Punktteilung, doch mit 131.Tc4?? (siehe Bild) rannte Giri blindlings in ein Matt. Damit hat nicht er, sondern unverhofft Karjakin zwei Runden vor dem Ende noch die Chance, das Turnier zu gewinnen, während Giri selbst das Ende der Tabelle zieren muss. Alle anderen Partien endeten größtenteils ausgekämpft im Remishafen, so dass nun gleich vier Spieler mit 4 Punkten führen. Offenbar ist bei Punktgleichheit in diesem Jahr erst die Sonneborn-Berger-Wertung und dann die Zahl der Siege entscheidend, was im Moment Vladimir Kramnik vorn sehen würde. Heute erholen sich die Spieler, und morgen steht dann um 15:30 Uhr Runde 8 an. Zum letzten Mal wird GM Klaus Bischoff für Sie live am ChessBase-Mikro sein.
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Allgemeine Informationen
Das No Logo Norway Chess findet vom 02. bis 13. Juni 2014 in Stavanger statt. Dabei wird man mehrmals innerhalb der mit rund 128.000 Einwohnern viertgrößten Stadt Norwegens den Spielort wechseln, um in der Region maximale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Gespielt wird ein neunrundiges Rundenturnier mit zehn Spielern. Rundenstart ist täglich um 15:30 Uhr unserer Zeit - lediglich die letzte Runde startet bereits um 14:30 Uhr. Ruhetage werden am 06. und 11. Juni eingelegt.
Mit einem ELO-Schnitt von 2773 wurde in diesem Jahr noch haarscharf die Turnierkategorie 22 verpasst.
Der Modus lautet: 100 Minuten für 40 Züge, 50 Minuten für 20 Züge und 15 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich gibt es ab dem 1. Zug 30 Sekunden Bonus pro Zug.
Laut Veranstalter wird unter den "Sofia Regeln" gespielt.
Sollte es am Ende zu einem Gleichstand kommen, soll im Gegensatz zum Vorjahr erst die Sonneborn-Berger-Wertung und danach die Zahl der Siege entscheiden.
Anish Giri versus Sergey Karjakin - Eine Trgödie in 131 Zügen...
Auf 131.Tc4?? hatte Karjakin keine Wahl und ließ 131...Lc3! folgen, wonach wahlweise beginnend mit De4+ oder Dh1+ entscheidend matt droht. Giri gab sofort auf.
Vladimir Kramnik drückte, doch Levon Aronian hielt stand
Beide mühten sich redlich, aber Fabiano Caruana und Veselin Topalov waren sich ebenbürtig
Magnus Carlsen massierte Alexander Grischuk im Endspiel letztlich ohne Erfolg
Auch Peter Svidler konnte Simen Agdestein nichts anhaben
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