TopTurniere Gashimov Memorial - Carlsen wieder in der Spur B-Turnier: Bacrot biegt auf Zielgerade ein
26.04.2014 - Der gestrige Ruhetag samt Fußball-Turnier hat Magnus Carlsen offenbar sehr gut getan, jedenfalls konnte er nach zwei Niederlagen in Serie in der sechsten Runde des Gashimov Memorials wieder einen vollen Zähler für sich verbuchen. Dran glauben musste wie schon in der Hinrunde Shakhriyar Mamedyarov. Der Aseri ging beherzt zur Sache und scheute keine Verwicklungen, doch letztlich verkalkulierte er sich und verlor. Spitzenreiter Teimour Radjabov setzte Sergey Karjakin erfolgreich unter Druck, doch der Mehrbauer im Turmendspiel genügte nicht zum Sieg. Remis endete auch das Duell Fabiano Caruana gegen Hikrau Nakamura, und so hat der Weltmeister wieder den Platz an der Sonne eingenommen. Na ja, nicht ganz, den erstens muss er den mit Radjabov teilen und zweitens hat er gegen selbigen ja verloren. Das B-Turnier läuft weiterhin prächtig aus Sicht des Tabellenführers. Heute geriet Etienne Bacrot zwar erstmals in ernsthafte Verlustgefahr, doch der Franzose kämpfte gegen Radoslaw Wojtaszek lange und erfolgreich ums Remis. Nun hätte Verfolger Pavel Eljanov mit einem Sieg gegen Wang Hao gleichziehen können, doch der Ukrainer versagte und verlor gar. Den zweiten Sieg des Tages schaffte Alexander Motylev. Der russische Europameister besiegte Eltaj Safarli und darf sich auch noch leichte Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Alle weiteren Partien endeten ohne Sieger. Am Sonntag um 12 Uhr steht Runde 7 an. Dieses Mal freut sich das starke Kommentatoren-Duo GM Karsten Müller und IM Oliver Reeh im Live-Chat bei ChessBase auf Sie.
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Allgemeine Informationen
Das Gashimov Memorial 2014 findet vom 19. bis 30. April 2014 im Heydar Aliyev Center in Shamkir statt. Ausgetragen wird das von der Synergy Group gesponserte Event zum Gedenken an den am 10. Januar diesen Jahres verstorbenen Weltklassespieler Vugar Gashimov. Er wurde nur 27 Jahre.
Zwei Turniere finden parallel statt. Im A-Turnier spielen sechs Teilnehmer ein doppelrundiges Turnier. Am Start sind Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura, Sergey Karjakin, Shakhriyar Mamedyarov und Teimour Radjabov.
Im B-Turnier sind die Aserbaidschaner Eltaj Safarli, Nijat Abasov, Gadir Guseinov, Rauf Mamedov and Vasif Durarbayli dabei. Ergänzt werden sie durch Wang Hao (China), Pavel Eljanov (Ukraine), Etienne Bacrot (Frankreich), Radoslaw Wojtaszek (Polen) und Alexander Motylev (Russland). Diese Zehn spielen ein einrundiges Turnier.
Die Bedenkzeit ist: 120 Minuten für 40 Züge, 60 Minuten für 20 Züge und dann 15 Minuten für den Rest der Partie plus 30 Sekunden pro Zug ab dem 61. Zug. Remisvereinbarungen vor dem 40. Zug sind nicht gestattet.
Rundenstart ist täglich um 12 Uhr. Die letzte Runde des A-Turniers beginnt um 10 Uhr. Am 25. April wird der einzige Ruhetag eingelegt.
Der Gesamtpreisfonds beläuft sich auf €130.000,-, wovon 100.000,- auf das A-Turnier verfallen.
Sergey Karjakin hatte es nicht leicht gegen Teimour Radjabov
Doch den einzigen Sieg des Tages gönnte sich Magnus Carlsen gegen Shakhriyar Mamedyarov
Wieder in der Spur
Schon die dritte Niederlage für Shak
Hikaru Nakamura überlebte gegen Fabiano Caruana
Radoslaw Wojtaszek quälte Leader Etienne Bacrot lange und erfolglos
Läuft!
Pavel Eljanov unterlag Wang Hao
Remis zwischen Vasif Durarbayli und Nijat Abasov
Alexander Motylev schlug...
...Eltaj Safarli
Mit Karjakin, Mamedyarov und Radjabov stellten sich am Ruhetag drei Meister...
...einer Schar gnadenlos junger Talente
Wilde Entschlossenheit und...
...volle Konzentration schlugen den Idolen entgegen
Später traf man sich zu einem gepflegten Kick
Mit dabei auch Vugar Gashimovs Bruder Sarkhan
Weltmeisterliche Ballführung gepaart mit...
...französischer élégance
"Das Runde muss in das Eckige, verstanden?"
Oben links!
Na also, geht doch!
Weiß gewinnt!
Einen Pokal hat Carlsen schon mal sicher
Eine Randnotiz noch: Peter Doggers von der englischsprachigen Schachseite Chessvibes.com ist tatsächlich wieder im Einsatz, nachdem er am Ruhetag mit Nierensteinen in die Klinik musste. Gute Besserung!
Weitere Chess Tigers-Berichte zum Gashimov Memorial 2014: