23.06.2013 - Zum Glück gänzlich ohne Tiebreak-Regeln hat das Tal Memorial 2013 einen alleinigen Sieger ermittelt. Der Tabellenführerer Boris Gelfand und das Tabellenschlusslicht Vladimir Kramnik benötigten nur 25 Züge und rund 1,5 Stunden, um in der Schlussrunde die Pfeife des Friedens zu rauchen. Nun hätte Magnus Carlsen mit einem Sieg über Shakhriyar Mamedyarov tatsächlich (und anders als gestern noch von Ihrem Autor behauptet) das Turnier gewinnen können. Doch aus der Eröffnung heraus erspielte sich der Aserbaidschaner die klar bessere Stellung. Letzten Endes verpasste Shak zwar den Sieg, aber das Remis ließ er sich nicht mehr nehmen. Damit ist Gelfand ungeschlagen und mit 6 Punkten aus 9 Partien der absolut verdiente Sieger in Moskau. Der Vize-Weltmeister schlug allen erklärten Favoriten ein Schnippchen und unterstreicht damit, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Den einzigen vollen Punkt der letzten Runde konnte sich Alexander Morozevich gutschreiben. Er fügte Hikaru Nakamura dessen dritte Niederlage in Serie zu. Alle weiteren Partien endeten remis.
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Allgemeine Informationen
Das Tal Memorial 2013 fand vom 12. bis 23. Juni in Moskau statt.
Gespielt wurde ein neunrundiges Rundenturnier mit zehn Spielern.
Mit einem ELO-Schnitt von 2777,4 wurd die Turnierkategorie 22 erreicht.
Der Modus lautete: 100 Minuten für 40 Züge, 50 Minuten für 20 Züge und 15 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich gab es ab dem 1. Zug 30 Sekunden Bonus pro Zug.
Remisangebote vor dem 41. Zug waren nicht gestattet. Hauptschiedsrichter war Andrzej Filipowicz aus Polen.
Der Preisfonds belief sich auf 100.000,- EUR und verteilte sich wie folgt:
Wer bekommt das beste Bild von Shakhriyar Mamedyarov gegen Magnus Carlsen?
Während Boris Gelfand in aller Ruhe mindestens Rang 2 sicherte
Vladimir Kramnik war froh, dass es vorbei war
Warten auf...
...Magnus Carlsen und...
...Shakhriyar Mamedyarov
Dann stand fest, das Gelfand eines der stärksten Turniere der Schachgeschichte gewonnen hat
Natürlich war der WM-Herausforderer enttäuscht, aber...
...bald konnte er schon wieder scherzen
Ein Sieg zum Abschluss für Alexander Morozevich
Drei Niederlagen zum Abschluss für Hikaru Nakamura
Gegen Fabiano Caruana...
...verpasste Dmitry Andreikin möglicherweise Sieg Nr. 2
Viswanthan Anand und...
...Sergey Karjakin trugen ihre Heimanalysen vor
O-Ton Anand: "Eine "lächerliche Stellung. Sie sieht komplett verloren aus für Schwarz, aber ich wusste, dass sie remis ist."
Der Weltmeister wird vor der WM im November kein Turnier mehr spielen. Bei der Pressekonferenz durfte er dann so wichtige Fragen wie "Warum wurde Madras in Chennai umgetauft?" beantworten und tat dies sogar mit Engelsgeduld und viel Humor. Auf die Feststellung einer Zuschauerin, dass er ein guter Schauspieler sei, weil er oft nervöser aussehe, als er in Wahrheit sei, offenbarte Vishy, dass er beispielsweise das Nägelkauen gerne unterlassen würde, es aber nicht immer kontrollieren könne. So offen Anand sich auch zeigte, auf die Frage nach seinen Sekundanten hüllt er sich (noch) in Schweigen. Wir auch! ;-)