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Gashimov Memorial - Carlsen schlägt auch Nakamura
Drei Schwarzsiege im B-Turnier
21.04.2014 - Unterschiedllicher kann die Stimmung nach einer Schachpartie nicht sein, wie sie heute bei Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura ist. Der norwegische Weltmeister nutzte die weißen Steine erneut für einen ruhigen Aufbau und wartete ab, was dem Amerikaner Schlechtes einfallen würde. Carlsen erkannte die Schwächen des schwarzen Aufbaus und zerlegte die Nr. 9 der Weltrangliste fachgerecht. Wiederum sollte dies der einzige Sieg der Runde bleiben, die beiden anderen Partien hätten selbst ein Fass Redbull zum Einschlafen gebracht. Damit führt Carlsen mit 2/2 und hat auch endlich sein Gepäck zurück, welches am Flughafen in Dubai nicht mit in den Flieger verfrachtet worden war. Naka lungert dagegen mit 0,5/2 zusammen mit Mamedyarov am Ende der Tabelle herum und wäre wohl froh, wenn nur sein Gepäck und nicht er in Shamkir gelandet wären. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Derweil hat sich nach der gestrigen Nullrunde auch im B-Turnier etwas getan. Etienne Bacrot überzeugte mit einem Schwarzsieg gegen Vasif Durarbayli, während sich Europameister Alexander Motylev an Rauf Mamedov schadlos hielt. Und last but not least konnte Pavel Eljanov nach langem Kampf seinen Mehrbauern gegen Radoslaw Wojtaszek in einen Sieg ummünzen und das Führungstrio komplettieren. Die dritte Runde beider Turniere beginnt am Dienstag um 12 Uhr. Dieses Mal wird GM Klaus Bischoff in deutscher Sprache live auf ChessBase für Sie kommentieren.
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Gashimov Memorial - Der Weltmeister legt vor
Caruana vergibt Elfer
UPDATE: Partien vom B-Turnier

20.04.2014 - Die größte Ehre, die man einem Vollblut-Schachspieler zuteil werden lassen kann, ist, ihm postum ein Memorial zu widmen. Vugar Gashimov war einer der Besten und von seinem Talent her noch lange nicht am Ende seiner Karriere, als er am 10. Januar diesen Jahres nach langer Krankheit viel zu früh verstarb. Nachdem man in den beiden zurückliegenden Tagen im aserbaidschanischen Shamkir sehr würdig dem Verstorbenen gedacht hat, startete heute die erste Runde. Die sechs Cracks im A-Turnier versprachen im Vorfeld, ganz im Sinne Gashimovs kämpferisches Schach zu spielen. Zum Auftakt schien nur eine Partie, wirklich aus dem Gleichgewicht zu geraten. Magnus Carlsen reagierte auf Shakhriyar Mamedyarovs Cambridge-Springs-Variante im Damengambit recht verhalten, aber das kennt man ja kaum anders vom amtierenden Weltmeister. Zug für Zug verbesserte der Norweger in der Folge seine Stellung und gewann letztlich souverän. Zwischen Sergey Karjakin und Teimour Radjabov wurde die Tarrasch-Variante im Franzosen diskutiert. Im Endspiel ergatterte der Russe zwar einen Bauern, doch Radja hielt den Kasten sauber und schaffte das Remis. Das gleiche Ergebnis ereilte auch den symmetrischen Engländer zwischen Hikaru Nakamura und Fabiano Caruana, wobei der Italiener im 54. Zug den möglichen Gewinn ausließ. Somit sind die Vorzeichen für einen weiteren Start-Ziel-Sieg Carlsens günstig. Morgen darf er als Startnummer 1 nochmals die weißen Steine führen. Mal schauen, was sich der furchtlose Naka ausgedacht hat. Im parallel ausgetragenen B-Turnier endeten alle fünf Begegnungen friedlich. Um 12 Uhr beginnt am Ostermontag Runde 2. Die Möglichkeiten, die Partien live zu verfolgen, sind mannigfaltig, wir empfehlen den Fritzserver von ChessBase mit Live-Kommentator GM Thomas Luther. Ab Runde 3 wird GM Klaus Bischoff übernehmen.
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Veni, Vidi, Vishy!
02.04.2014 - Nach dem Kandidatenturnier ist vor der WM. Ab wann und mit wem genau Viswanathan Anand die erneute Vorbereitung auf Weltmeister Magnus Carlsen beginnen wird, dürfte der Inder in Bälde entscheiden. (UPDATE: Anands Kommentar dazu bei The New Indian Express) Im Moment darf er sich in seiner Glanzleistung von Khanty-Mansiysk sonnen. Als einziger Spieler ungeschlagen, während die Konkurrenz jeweils mindestens zwei Niederlagen quittieren musste, bewies Anand, dass auch altes Eisen bei guter Pflege nicht rosten muss. Unbekümmert wirkte das Spiel des Ehren-Chess Tigers, und genau diese Leichtigkeit wünschen wir ihm für das Rematch mit Norwegens Schachgenie. Auch, wenn unsere Freunde von ChessBase am gestrigen 1. April den WM-Kampf auf einer Ölplattform an der norwegischen Küste wissen wollten, der wahre Spielort ist wohl noch in der Schwebe. Derweil ist der WM-Herausforderer in seiner Heimat gelandet und gab in Chennai eine von seinem Sponsor und Partner NIIT organisierte Pressekonferenz. NIIT hatte vor der WM 2013 die Aktion "Wish4Vishy" ins Leben gerufen und setzt diese nun (via Twitter @Wish4Vishy) fort. So wurden einige Bilder von der Pressekonferenz gepostet, welche wir in der Folge für Sie aufbereitet haben. Auf diesem Wege bekommen Sie (vermutlich zum ersten Mal) auch den Vater Anand mit seinem Sohn Akhil zu sehen. Noch mehr interessante Fakten, Zitate, Bilder und Insider-Wissen erhalten Sie über den Blog "Chess in Tweets" von unserem Eric van Reem.
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Candidates 2014 - Anand triumphiert vorzeitig
Rematch gegen Carlsen in trockenen Tüchern
29.03.2014 - Viswanathan Anand steht eine Runde vor dem Ende des Kandidatenturniers als Sieger fest. Zwar stellte ihn Sergey Karjakin mit den weißen Steinen vor gehörige Probleme, doch Anands Nerven hielten und er verteidigte sich ausgesprochen stark. Währenddessen lief es am Nachbarbrett für Levon Aronian ganz mies gegen Dmitry Andreikin. Der Russe wusste natürlich, dass der Armenier siegen musste und brauchte nur zu warten, bis dieser die Stellung überzog und verlor. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass Anand ein Remis genügen würde, um morgen eine extrem entspannte Schlussrunde spielen zu können. Selbstverständlich suchte Karjakin so lange wie nur irgend möglich nach Endspieltricks, aber der 15. Schachweltmeister ließ sich nicht mehr ins Bockshorn jagen. Nach rund 6 Stunden Spielzeit und 91 Zügen sah Karjakin ein, dass er auch in diesem Jahr keine WM spielen wird. Nur noch statistischen beziehungsweise monetären Wert hat der heutige Sieg von Vladimir Kramnik gegen Veselin Topalov. Der Bulgare stellte im 45. Zug die Partie ein und gab seinem Gegenüber die Genugtuung, sich für den Verlust in der ersten Turnierhälfte gerächt zu haben. Und nein, einen Handshake gab es wieder nicht. Widmen wir uns lieber erfreulicheren Dingen:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, VISHY!!!


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Candidates 2014 - Anand fast am Ziel
Vorentscheidung vor dem letzten Ruhetag verpasst
27.03.2014 - Viel hat nicht gefehlt, dann wäre das Kandidatenturnier mit der heutigen Runde 12 schon so gut wie entschieden gewesen. Gegen Dmitry Andreikins Kopie von Carlsens Caro-Kann bei der WM 2013 erhielt Viswanathan Anand eine ausgezeichnete Stellung und hätte beinahe auch gewonnen. Doch das Gegenspiel des findigen Russen beeindruckte den 15. Weltmeister doch etwas mehr als nötig, und so stimmte er lieber einem Remis zu. Da Levon Aronian gegen Vladimir Kramnik ebenefalls nicht über ein Remis hinaus kam, Sergey Karjakin Gleiches gegen Shakhriyar Mamedyarov ereilte, und Peter Svidler gegen Veselin Topalov unterlag, kann sich Anand weiterhin komfortabel an der Spitze halten. Rechnerisch ist natürlich noch Einiges möglich, aber so langsam darf der amtierende Weltmeister seine erneute Vorbereitung auf den Inder beginnen.
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Candidates 2014 - Nullrunde hilft nur Anand
26.03.2014 - Mindestens ein Mal muss es bei so einem starken Feld passieren, dass es keinen Sieger gibt. Alle vier Partien der 11. Runde des Kandidatenturniers endeten unentschieden, wobei es heute genauso unfair wäre wie in den Runden zuvor, Friedfertigkeit zu unterstellen. Natürlich war Viswanathan Anand mit einem Schwarzremis gegen Vladimir Kramniks Katalanisch nicht unzufrieden, zumal sich an den Nebenbrettern ebenfalls wenig wahre Action ergab. Lediglich Veselin Topalov machte es gegen Sergey Karjakin unnötig spannend. Er gestattete dem Russen im Endspiel ein aussichtsreiches Qualitätsopfer für zwei starke Freibauern, aber schließlich konnte der Bulgare eine Festung errichten. Diese unblutige Runde kommt nur Anand zu Gute, welcher einen guten Schritt näher am Turniersieg ist. Allerdings warten besonders in den Runden 13 und 14 mit Karjakin und Svidler noch zwei "direkte" Konkurrenten auf den Inder. Morgen um 10 Uhr startet Runde 12, wieder mit GM Klaus Bischoff live auf ChessBase als Ihr Kommentator.
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Candidates 2014 - Déjà-vu: Svidler siegt, Anand führt
25.03.2014 - Die zehnte Runde des Kandidatenturniers ähnelte stark der fünften. Nur Peter Svidler gewann seine Partie - dieses Mal gegen Vladimir Kramnik, und Viswanathan Anand behält die alleinige Tabellenführung. Es hätten heute sehr gut alle vier Partien ohne Sieger enden können, aber Kramnik verpatzte mit 32.Td4?? auch die letzten WM-Hoffnungen und musste Svidler an sich vorüberziehen lassen. Anand und Shakriyar Mamedyarov teilten in einem weiteren h3-Najdorf ebenso den Punkt wie auch Sergey Karjakin und Dmitry Andreikin sowie Levon Aronian und Veselin Topalov. Aronian vermochte, zwar gehörigen Druck auf seinen bulgarischen Gegenüber aufzubauen, aber dieses Mal drehte er nicht durch und wahrt mit dem Remis noch Chancen auf den Turniersieg. Die allerbesten Aussichten hat natürlich Viswanathan Anand, denn der eine Punkt Vorsprung in der Tabelle auf den Armenier ist im Grunde 1,5 wert. Bei Punktgleichheit wäre Anand nämlich durch den direkten Vergleich der Sieger. Runde 11 beginnt morgen wie immer um 10 Uhr. Auf ChessBase wird GM Klaus Bischoff diese und alle restlichen Runden für Sie live kommentieren.
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Candidates 2014 - Anand legt den Turbo ein
Ruhetag am Montag
23.03.2014 - Die heutige 9. Runde des Kandidatenturniers hätte aus Sicht des 15. Weltmeisters Viswanathan Anand nicht besser laufen können. Während er nach einem Najdorf-Sizilianer (mit 6.h3) Veselin Topalov die ewige Schwäche e6 zugefügt hatte, konnte der Inder parallel zuschauen, wie seine ärgsten Konkurrenten um den Turniersieg in turbulenten Partien in die Mangel gerieten. Levon Aronian hatte Schwarz gegen Shakhriyar Mamedyarov und verlor in einer taktisch geführten Partie als Erster den Überblick. Zu diesem Zeitpunkt war auch schon klar, dass Sergey Karjakin endgültig aus dem Winterschlaf erwacht ist, denn er setzte Vladimir Kramnik aus der Eröffnung heraus schwer zu. Vermutlich stellte der 14. Weltmeister bereits im 7. Zug einfach einen glatten Bauern ein, den er nie wieder sah. Nach langem Kampf musste er Karjakin zu dessen zweiten Sieg in Folge gratulieren. Geht da etwa noch was bei dem einstigen Tabellenschlusslicht? In der Zwischenzeit hatte Anand seinen positionellen Vorteil in einen materiellen umgewandelt und das Damenendspiel mit Mehrbauer für sich entschieden. Dass die Partie Dmitry Andreikin gegen Peter Svidler (ebenfalls Najdorf mit 6.h3) remis endete, wird für den Ausgang des Turniers nebensächlich sein, beide Spieler sollten keine Chance mehr auf den Gesamtsieg haben. Vishy Anand führt mit 6/9 vor Aronian 5/9 und drei 4,5lern namens Kramnik, Karjakin und Mamedyarov. Die Freude über den morgigen Ruhetag dürfte auf Spielerseite allenthalben groß sein - frische Ideen müssen her, wenn man Weltmeister werden oder zumindest (wieder) gegen Carlsen spielen will!
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Candidates 2014 - Karjakin bezwingt Svidler
Restliche Partien (trotz Anand Gambit) remis
22.03.2014 - Wer sich um 10 Uhr noch etwas schlaftrunken die Partien der 8. Runde des Kandidatenturniers geöffnet hat und gespannt auf das Spitzenduell zwischen Levon Aronian und Viswanathan Anand schaute, wird spätestens nach dem dritten Zug von Weiß hellwach gewesen sein. 1.c4 c6 2.Sf3 d5 3.Db3!? habe er noch nie gesehen, gab Anand zu, und so musste er beinahe wie beim Chess960 selbst eine Eröffnung erfinden. War 3.Db3 noch keine Neuerung, 3...d4!? ist es laut der aktuellen Megabase auf jeden Fall. Mit weiter 3.e3 c5!? bot Anand ein Gambit an, welches Aronian tatsächlich annahm (siehe Diagramm). Ob sich das Anand Gambit durchsetzen wird, ist fraglich. Nicht, weil es schlecht ist, aber es wird wahrscheinlich nicht viele Nachahmer der weißen Spielweise geben. Aronian sprach sogar breit grinsend davon, nahezu auf Verlust gestanden zu haben. Davon wollte der 15. Weltmeister aber nichts wissen und sah eher Kompensation für den Bauern. Allerseits freute man sich in der Folge auf einen packenden Kampf um die Tabellenführung, aber plötzlich vollführten beide Spieler eine Vollbremsung und wiederholten nach knapp 1,5 Stunden Spielzeit die Züge. Einige Zeit später hatten sich Veselin Topalov und Shakhriyar Mamedyarov nach einem durchaus spannenden Najdorf-Sizi in ein ausgeglichenes Turmendspiel getauscht. Remis Nr. 3 produzierten Vladimir Kramnik und Dmitry Andreikin in einer eher selten gespielten Variante im Slawen. Zwischenzeitlich opferte der 14. Weltmeister zwei Bauern und musste letztlich zufrieden sein mit dem halben Punkt. Die längste Partie spielten Peter Svidler und Sergey Karjakin. Erstmals im laufenden Wettbewerb wurden mehr als 60 Züge gespielt, und es sah lange so aus, als könne Karjakin seinen ersten Sieg erzielen. Aber Svidler rettete sich in ein haltbares Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern. Doch dann bot er seinem Gegner eine phantastische Möglichkeit, per Qualitätsopfer zu gewinnen, und die ließ sich Karjakin nicht entgehen. Nach 82 Zügen und knapp 6,5 Stunden Spielzeit durfte er endlich den ersten vollen Punkt notieren. Damit dürfte sich der Kreis der möglichen Turniersieger auf das Trio Anand, Aronian und Kramnik geschrumpft haben.
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Candidates 2014 - Anand und Aronian führen bei Halbzeit
Erste WM-Träume geplatzt!?
21.03.2014 - Mit der heutigen 7. Runde des Kandidatenturniers ist exakt die Hälfte geschafft, und einige Spieler müssen sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit spätestens jetzt von allen Hoffnungen auf ein WM-Match gegen Magnus Carlsen verabschieden. Andere dagegen dürfen sich glücklich schätzen, noch im Rennen zu sein. Allen voran haben Viswanathan Anand und Levon Aronian mit 4,5 Punkten die Nase vorn. Während der Inder gegen Peter Svidler remisierte, gelang dem Armenier (mit Schwarz!) gegen Sergey Karjakin der bereits dritte Sieg im Wettbewerb. Ebenfalls dran ist auch Vladimir Kramnik, aber der heutige Sieg gegen Shakhriyar Mamedyarov war mehr als glücklich. Am Rande der Niederlage ließ sich der russische Hüne reich beschenken und einen niedergeschlagenen Shak zurück. Ähnlich wie der Aseri dürfte sich Veselin Topalov fühlen, der aus der Eröffnung heraus von Dmitry Andreikin überspielt wurde. Der Russe gab damit die roterne Laterne an Karjakin ab, dessen WM-Träume geplatzt sein dürften. Es müsste schon ein Wunder geschehen, wenn der nächste WM-Herausforderer nicht Anand, Aronian, Kramnik oder Svidler lauten würde. Entsprechend ist zum Auftakt der Rückrunde mit vertauschten Farben morgen das Duell Aronian gegen Anand die Top-Partie. Ab 10 Uhr können Sie die Partien wieder live verfolgen. Bei ChessBase kommentieren GM Dr. Karsten Müller und IM Oliver Reeh das Geschehen. Zur Halbzeit steht es in Sachen Siegen übrigens 11:2 für Weiß. Die einzigen Schwarzsiege schafften die führenden Anand und Aronian.
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Candidates 2014 - Verpasste Chancen, gelassene Federn & nicht geschüttelte Hände
Zweiter Ruhetag am Donnerstag
19.03.2014 - Die sechste Runde des Kandidatenturniers lief aus Sicht des Tabellenführers nicht perfekt, aber doch sehr gut. Viswanathan Anand selbst stellte sich dem berüchtigten Berliner Endspiel von Sergey Karjakin, doch mehr als einen symbolischen Vorteil in Form der aktiveren Aufstellung war aus seinem Gegner nicht heraus zu pressen. Folgerichtig reichte man sich im 33. Zug die Hände. Selbiges geschah zwischen Veselin Topalov und Vladimir Kramnik (leider) nicht. Weder vor noch nach der Partie konnten die beiden Vorbilder für Tausende von jungen Schachfans die Größe aufbringen, diese kleine Geste zu vollziehen. Beeindruckender war dafür die Partie selbst. Ohne Übertreibung kann man davon sprechen, dass der bulgarische FIDE Weltmeister von 2005 den 14. Weltmeister aus Russland in der Luft zerriss. Bei der anschließenden Pressekonferenz erschien nur Topalov, was Kramnik gemäß den Turnierregeln (Paragraph 3. 12. 2) zumindest eine Standpauke, wenn nicht eine Geldstrafe einbringen könnte. (Update: Später erschien Kramnik zu einer "Single-PK".) Schwerer wiegen allerdings die gelassenen Federn, denn Kramnik fällt somit auf 50 Prozent zurück, während Topalov endlich bei 50 Prozent ist. Gerupft wurde auch Anand-Verfolger Peter Svidler und zwar von Shakhriyar Mamedyarov. Na ja, eigentlich lief Svidlers Holländer ganz gut, und er machte bis zu einem gewissen Punkt Vieles richtig, aber dann setzte für rund 20 Minuten sein Gehirn aus (O-Ton Svidler), und schwupps stand er auf Verlust. Ähnlich erging es auch Dmitry Andreikin gegen Levon Aronian. Doch im Gegensatz zu Svidler konnte sich dessen Landsmann erbittert verteidigen und so gerade noch ein haltbares Turmendspiel mit Minusbauer erreichen. Wenig später musste Aronian einsehen, dass er die Chance auf die geteilte Tabellenführung für heute verspielt hatte. Anand führt nun vor dem morgigen Ruhetag mit 4/6 vor Aronian mit 3,5. Am Freitag steht die letzte Runde der ersten Turnierhälfte an, und ich erkläre spontan das Duell Svidler gegen Anand zum Kracher des Tages. Ach ja, wer nicht selbst mitzählt: Mittlerweile steht es 9:1 für Weiß!
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Candidates 2014 - Svidler siegt, Anand führt
18.03.2014 - Auch nach der fünften Runde des Kandidatenturniers hat Viswanathan Anand die alleinige Führung inne. Der Inder hatte Schwarz gegen Dmitry Andreikin und teilte den Punkt. Das taten auch Sergey Karjakin und Shakhriyar Mamedyarov, indem sie aus der Eröffnung heraus in ein reines Schwerfigurenendspiel abwickelten. Mehr Spannung kam im Verfolgerduell zwischen Vladimir Kramnik und Levon Aronian auf. Der 14. Weltmeister suchte sein Glück in einem Königsangriff, der auch prima aussah, aber erstens verteidigte sich der Armenier ausgezeichnet per Damenopfer, und zweitens verpasste Kramnik an ein oder zwei Stellen den besten Zug. Das Turmendspiel mit Minusbauer stellte Aronian nicht mehr vor wirkliche Probleme. Auch in der Partie Peter Svidler gegen Veselin Topalov wäre ein Remis wohl das gerechte Ergebnis gewesen, aber in einer von beiden Seiten schlecht gespielten Partie (O-Ton Svidler plus Kopfnicken Topalov) machte Topi den letzten Fehler, und der verliert bekanntlich. Vishy Anand bleibt also in Führung, aber die Gruppe der direkten Verfolger ist auf drei Spieler angewachsen. Aronian, Kramnik und Svidler sind nur einen halben Zähler zurück. In der sechsten Runde kommt es unter anderem zum Duell Topalov gegen Kramnik. Da war doch was...
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Candidates 2014 - Aronian und Mamedyarov siegen
Anand verteidigt Führung
17.03.2014 - Zwei Entscheidungen fielen in der vierten Rundes des Kandidatenturniers. Nachdem zuerst Viswanathan Anand und Vladimir Kramnik sowie Sergey Karjakin und Veselin Topalov mehr oder weniger spannend jeweils den Punkt geteilt hatten, schlug Shakhriyar Mamedyarov den World Cup-Zweiten Dmitry Andreikin und gab die rote Laterne an selbigen weiter. Das Highlight des Tages war ganz klar die Partie zwischen Levon Aronian und Peter Svidler. In der Leib und Magen-Variante des Armeniers kannte sich der russische Grünfeld-Experte bestens aus und spulte die Eröffnung entsprechend runter, aber im 22. Zug hatte Aronian ein knackiges Läuferopfer auf f7 in petto, über das man trefflich streiten kann. Ein mageres Bäuerchen bekam er im Tausch, aber dafür blieben auch zwei verbundene Freibauern im Zentrum und ein offener schwarzer König. Nach und nach marschierten die Bauern auf Svidler zu, bis dieser nur noch die Rettung in ein schlechteres Endspiel bei gleichem Material sah. Es folgte die stärkste Phase des Weltranglistenzweiten, in welcher er schließlich entscheidend den gegnerischen Monarchen aufs Korn nahm. Somit führt weiterhin Anand, welcher nun mit Kramnik und Aronian die dicksten Brocken als direkte Verfolger hat. Nach wie vor ist das Turnier fest in weißer Hand. Aktuell steht es 6:1 für die Anziehenden in Sachen Siege, der einzige Punkt für die dunkle Seite gelang Anand. Eine sehr schöne Twitter-Zusammenfassung der 4. Runde gibt es auf Eric van Reems Chess in Tweets!
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Candidates 2014 - Anand siegt und führt alleine
Erster Ruhetag am Sonntag
15.03.2014 - Schon aus der Eröffnung heraus lief es in der dritten Runde des Kandidatenturniers für Shakhriyar Mamedyarov als Weißer gegen Viswanathan Anand nicht gut, doch selbst der 15. Weltmeister zeigte sich im Anschluss überrascht, wie leicht er letztlich gewann. Rasch übernahm der Inder in einem Angenommenen Damengambit die Initiative und überspielte den Aseri ohne wirklichen Widerstand. Dieser Sieg beschert Anand erneut die alleinige Führung, denn alle anderen Begegnungen endeten unentschieden. Pünktlich nach dem 30. Zug reichten sich zunächst Dmitry Andreikin und Sergey Karjakin die Hände. Etwas später musste auch Veselin Topalov gegen Levon Aronian einsehen, dass seine einst schöne Stellung nur ein Remis ergab. Den größte Spannungsbogen lieferte das russische Duell zwischen Peter Svidler und Vladimir Kramnik. Ersterer setzte seinem Landsmann schwer zu und erarbeitete sich ernsthafte Chancen auf einen vollen Zähler, doch im Zeitnotduell vor der ersten Zeitkontrolle ließ er Luft rein. Den 40. Zug schaffte der 14. Weltmeister mit nur noch 2 Sekunden auf der Uhr, und Svidler wähnte sich offensichtlich auf der Siegerstraße. Aber Kramnik fand mit 45...f5! und 46...Tf6!! (siehe Diagramm) die sensationelle Computerlösung, um alle weißen Drohungen zu parieren und schließlich den halben Punkt zu sichern. Am Sonntag dürfen sich die Spieler erholen, bevor am Montag Runde 4 ansteht. GM Klaus Bischoff wird wieder für Sie live auf ChessBase kommentieren. Und nicht vergessen, zwischendurch mal auf Chess in Tweets zu klicken!
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Candidates 2014 - Weiß dominiert
Anand, Kramnik & Svidler führen
14.03.2014 - Nach zwei Runden und acht gespielten Partien zeichnet sich beim Kandidatenturnier ein erster Trend ab: Weiß gibt den Ton an! Bei bisher vier entschiedenen Begegnungen gewann jeweils der Anziehende. Heute kamen Levon Aronian, Vladimir Kramnik und Peter Svidler in den Genuss. Ersterer ließ Shakhriyar Mamedyarov keine Chance, Kramnik brachte sich gegen Sergey Karjakin mit einem Qualitätsopfer auf die Siegerstraße, und Svidler tanzte Dmitry Andreikin aus. Das einzige Remis des Tages leisteten sich Tabellenführer Viswanathan Anand und Veselin Topalov. Sie spielten bis zu den blanken Königen. Somit gibt es in Khanty-Mansiysk nun drei Führende, aber bei noch zwölf ausstehenden Runden, können auch die derzeitigen Schlusslichter noch ganz nach oben schielen. Runde 3 beginnt am Samstag wieder um 10 Uhr und wird bei ChessBase live von GM Klaus Bischoff für Sie kommentiert.
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Candidates 2014 - Auftakt nach Maß für Anand
13.03.2014 - Er ist zu alt, er ist zu schwach, er ist zu satt... Was kann man seit einiger Zeit nicht alles über Viswanathan Anand lesen und hören. In der ersten Runde des WM-Kandidatenturniers im russischen Khanty-Mansiysk gab der 15. Weltmeister auf seine Art die passende Antwort, indem er in überzeugender Manier mit Levon Aronian die aktuelle Nr. 2 der Weltrangliste schlug. Dies bedeutet für den Inder zugleich die alleinige Tabellenführung, denn die restlichen drei Duelle der Auftaktrunde endeten unentschieden. Kurz und unspannend machten es Dmitry Andreikin und Vladimir Kramnik. Die beiden Russen blitzten wohlbekannte Nimzoindisch-Theorie herunter und waren nach 32 Zügen und weniger als 1,5 Stunden bereits fertig. Im zweiten russischen Duell des Tages bauten sich Sergey Karjakin und Peter Svidler in einem Sizilianer jeweils bedrohlich auf, aber dann wurden doch nur die Züge wiederholt. Shakhriyar Mamedyarov schien von Veselin Topalovs Spielanlage überrascht und mühte sich vergeblich, den Bulgaren unter Druck zu setzen. Letztlich wickelte der Aseri ins Remis ab. Damit ist Anand vom Start weg der Gejagte, morgen ab 10 Uhr hat er Schwarz gegen Topalov. Mit Kramnik versus Karjakin und Svidler versus Andreikin warten zudem wieder zwei russische Leckerbissen auf die Fans, während Aronian mit Weiß gegen Mamedyarov sicherlich versuchen wird, die heutige Niederlage umgehend auszugleichen. Bei ChessBase werden Sie GM Karsten Müller und IM Oliver Reeh live durch die Partien begleiten.

Update: Unser Eric van Reem hat pünktlich zum Start des Turniers den Blog "Chess in Tweets" eröffnet, in welchem er zu jeder Runde aktuelle Tweets bekannter Schachspieler und -experten sammelt. Prädikat: Sehr unterhaltsam!
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Vishy Anand - 9./10.Spieltag der Bundesliga in Solingen
Die OSG Baden-Baden endlich wieder mit Viswanathan Anand und ohne eine einzige Niederlage beim Treffen mit dem Tabellenzweiten SG Solingen und den ehemaligen Reisepartner SG Trier
26.02.2014 - Ein erfolgreiches Wochenende gestalteten die Baden-Badener in Solingen mit dem indischen Weltmeister Viswanathan Anand von 2007-2013. Sein junger Baden-Badener Kollege, Magnus Carlsen, konnte im November in seiner Heimatstadt im indischen Chennai ihm den Titel abluchsen. Ehe er nun am 11.März 2014 in Khanty-Mansiysk (Russland/Sibirien) einen erneuten Anlauf auf den Titel nehmen kann, spielt er in Solingen in der Bundesliga, um seine Form zu überprüfen. Im fernen Sibirien beim 8er-Kandidatenturnier werden seine Gegner Levon Aronian, Vladimir Kramnik, Veselin Topalov, Sergey Karjakin, Peter Svidler, Shakhriyar Mamedyarov und Dmitry Andreikin sein. Hier in Solingen waren vom Tabellenzweiten SG Solingen Markus Ragger (Elo 2680) und von der SG Trier 1877 Piotr Bobras (Elo 2523) seine Gegner. Ohne jegliche Verlustgefahren zu riskieren konnte er mit 1½ Punkten aus 2 Partien die Erwartungen erfüllen und seine Vorbereitungen für die kommenden Aufgaben abschließen.
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Vugar Gashimov Memorial im April
18.02.2014 - In der Nacht zum 11. Januar verstarb Vugar Gashimov mit nur 27 Jahren in Heidelberg nach langer Krankheit. Im November 2009 war Gashimov die Nr. 6 der Weltrangliste, und im Januar 2012 erreichte er mit 2761 seine höchste ELO. Er war nahezu der einzige Spieler auf Weltklasseniveau, der erfolgreich Modernes Benoni spielte. 2010/11 gewann er das stets stark besetzte Turnier in Reggio Emilia. Seinen letzten Auftritt hatte der aserbaidschanische Top-GM im Februar 2012 in der Bundesliga. Nun wird zum Gedenken an den extrem sympathischen Aseri in seiner Heimat ein Top Turnier veranstaltet. Vom 19. bis 30. April werden Weltmeister Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Hikaru Nakamura, Sergey Karjakin sowie die aserbaidschanischen Top-Spieler Shakhriyar Mamedyarov und Teimour Radjabov in Shamkir ein doppelrundiges Turnier spielen. In der Folge finden Sie weitere Informationen und einige Bilder von Vugar Gashimov aus den Chess Classic-Beständen der Chess Tigers.
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Welcher Kandidat fordert Magnus Carlsen?
In rund anderthalb Monaten wissen wir es!
15.02.2014 - Khanty-Mansiysk ist immer wieder ein beliebter Austragungsort für starke Schachturniere, so auch in diesem Jahr. Vom 13. bis 30. März dürfen und werden sich acht Weltklassespieler im Kandidatenturnier 2014 um das begehrte Recht streiten, schon im Herbst den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen zum WM-Duell fordern zu dürfen. Gesetzt ist als jüngst entthronter Champion Viswanathan Anand, welcher sich mit World Cup Sieger Vladimir Kramnik, dessen Vize Dmitry Andreikin, Grand Prix Sieger Veselin Topalov, dessen Vize Shakhriyar Mamedyarov und den nach ELO qualifizierten Levon Aronian und Sergey Karjakin sowie dem siebenfachen russischen Landesmeister Peter Svidler wird messen müssen. Letzterer erhielt quasi die Wild Card des Veranstalters. Natürlich kann man wie immer das Fehlen von Spieler X oder Y betrauern, aber weder Fabiano Caruana noch Hikaru Nakamura, um mal nur zwei Namen zu nennen, die so kursieren, schafften die Qualifikation. Mittlerweile sind die Paarungen des Kandidatenturniers bekannt, welche wir Ihnen in der Folge mit allen wichtigen Zusatzinformationen präsentieren.
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Das Diamantenturnier - Zürich Chess Challenge
Höchster Elo-Schnitt aller Zeiten / 2801 bedeutet Kategorie 23 / Dreiklang mit Blitzschach, Schnellschach und Klassischem Schach / Weltmeister Magnus Carlsen der gewohnte Sieger, gleichzeitig avanciert er zur Diva á la Garry Kasparov!
05.02.2014 - Atemberaubend die Besetzung mit der Nr.1 der Schachwelt WM Magnus Carlsen aus Norwegen, der Nr.2 Levon Aronian aus Armenien, der Nr.3 Hikaru Nakamura aus den USA, der Nr.6 Fabiano Caruana aus Italien, Nr.8 Boris Gelfand aus Israel und der Nr.9 Viswanathan Anand aus Indien. Hatten die Züricher Veranstalter um Dr. Christian Issler und Dr. William Wirth bereits vor der Weltmeisterschaft in Chennai (Indien) zwischen Anand und Carlsen die Besetzung klar gemacht, so gab es um den Haupsponsor Oleg Skortsov niemals einen Zweifel am Konzept der ganzen Turniertage: "Chess for everybody, classic, rapid and blitz". Jeder gegen jeden auf allerhöchstem Niveau. Wir möchten Ihnen einen kleinen Einblick geben, wo, was, wann und warum es in einer der teuersten Städte der Welt in Zürich geht. Mit Chess Tigers on Tour hatten wir auch zum erstenmal den kleinen Frederik Adrian Noppes mit an Board, ein Sonnenschein und Wonneproppen eben, ein kleiner Tiger!
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