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DEM 2013 - Keine weißen Westen mehr
Gleich acht Spieler führen
08.09.2013 - Nur drei Runden hat es bei der 84. Deutschen Schacheinzelmeisterschaft gedauert, und schon gibt es keinen Spieler mehr mit hundertprozentigem Score. Am Spitzenbrett trennten sich in einer ausgekämpften Partie Felix Graf und Martin Krämer ohne Sieger, und an Brett 2 war Rainer Buhmann zu stark für Hagen Poetsch. In der nun achtköpfigen Spitzengruppe der 2,5er finden sich auch Daniel Fridman und Klaus Bischoff. Ersterer hatte nur wenige Probleme mit Sebastian Plischki, und Letzterer bekam in einer schwierigen Partie von Jaroslaw Krassowizkij einen Halben mehr geschenkt als nötig. Eigentlich war Bischoff trotz Mehrfigur gezwungen, Dauerschach zu geben, aber sein Gegner rannte einen Zug vor der Zeitkontrolle in ein Matt. In der morgigen Runde 4 kommt es zwischen Fridman und Bischoff zum ersten GM-Duell der DEM. Ab 14 Uhr geht es los - live zu sehen auf der Turnierseite oder noch besser auf dem Fritzserver von ChessBase.
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Kategorie 22 in St. Louis
Sinquefield Cup mit Carlsen, Aronian, Nakamura & Kamsky
08.09.2013 - Jeanne und Rex Sinquefield sind die Gründer des Saint Louis Chess Club and Scholastic Centers und Mäzene der World Chess Hall of Fame in St. Louis. 2011 fand dort zu nahezu gleicher Zeit das Team-Duell Kings versus Queens statt, welches aus einem Schnellschach- und Chess960-Mix bestand. Heuer wird nun der Sinquefield Cup - ein doppelrundiges Rundenturnier mit vier Weltklassespielern. Die Sinquefields sind bekennende Fans und Förderer von Hikaru Nakamura und haben ihrem Meister mit Magnus Carlsen, Levon Aronian und Landsmann Gata Kamsky die beste internationale und nationale Konkurrenz eingeladen. Das macht einen ELO-Schnitt von 2797, was der Turnierkategorie 22 entspricht und sowas wie ein Weltrekord ist. Nach der heutigen Autogrammtunde startet morgen um 20 Uhr(!) unserer Zeit das Turnier mit Runde 1. Carlsen hat zum Auftakt Weiß gegen Kamsky, wie auch Nakamura gegen Aronian.
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DEM 2013 - Schon sind es nur noch 3
07.09.2013 - Von 15 Führenden nach der gestrigen Auftaktrunde sind nach der heutigen Runde 2 nur 3 übrig. Den Anfang machte Felix Graf gegen einen entsetzlich eröffnenden Nikolas Lubbe. Nach nur 11 Zügen hatte Letzterer mit einem Anfängerfehler erst einen und dann auch noch einen zweiten Bauern eingepatzt und warf die Brocken hin. Auch nur 20 Züge benötigte Hagen Poetsch gegen einen chancenlosen Vitali Braun. Martin Krämer bekam von Rasmus Svane zunächst einen Bauern geschenkt, und wenig später kombinierte er den jungen "Prinzen" aus und komplettierte das Spitzentrio. Titelverteidiger Daniel Fridman ging gegen Zoya Schleining großes Risiko, wurde letztlich aber mit dem vollen Zähler belohnt. Ebenfalls zu den insgesamt 13 Verfolgern mit 1,5 Punkten zählt Klaus Bischoff, der die heutige Pflichtaufgabe gegen den sehbehinderten Frank Schellmann sicher bewältigte. Am Sonntag beginnt um 14 Uhr Runde 3 - die beiden Top-Paarungen lauten: Graf vs. Krämer und Buhmann vs. Poetsch.
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Deutsche Meisterschaft 2013 gestartet
06.09.2013 - Heute um 14 Uhr ist in Saarbrücken im Olypiastützpunkt Hermann-Neuberger-Sportschule die Deutsche Schacheinzelmeisterschaft in ihre 84. Auflage gestartet. Zwei Damen und 40 Herren aus allen Himmelsrichtungen sind am Start, um in einem Rutsch 9 Runden Schweizer System zu absolvieren. Mit Titelverteidiger Daniel Friman, Rainer Buhmann, Martin Krämer und Klaus Bischoff sind vier Großmeister zur Hermann-Neuberger-Sportschule gereist. Eine kurze Anreise hatte der über 20fache Saarländische Meister Herbert Bastian, der bekanntlich auch unser aller DSB-Präsident ist. Zum Auftakt bekam er es gleich mal mit Fridman - also der Nr. 1 der Setzliste - zu tun und schnappte sich einen halben Punkt. Wirklich große Überraschungen blieben zum Auftakt aus. Die 2500er Bischoff und Rene Stern mussten Hans-Joachim Vatter bzw. Andre Oberhofer ein Remis gestatten, doch das kann im Schweizer System am Anfang auch von Vorteil sein. Die zweite Runde beginnt am Samstag um 14 Uhr.
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Anand mal anders
Der Weltmeister als Werbeikone
04.09.2013 - Unaufhörlich läuft der Countdown zur Schachweltmeisterschaft 2013 zwischen Viswanathan Anand und Magnus Carlsen runter. Noch ziemlich genau zwei Monate, dann werden der indische Champion und der norwegische Herausforderer sich gegenseitig offenbaren, was sie und ihre Teams monatelang vorbereitet haben. Während Carlsen uns sogar schon hierzulande grimmig von Plakaten anstarrte und zum Kauf einer bestimmten Jeans-Marke aufforderte, hört bzw. sieht man vom Weltmeister dergleichen kaum bis gar nicht. Das bedeutet aber nicht, dass Anand seine WM-Titel nicht zu vermarkten weiß. Seine Werbespots laufen "nur" in Indien und sind stets mit einer Prise Humor versehen. Auch seine Frau Aruna spielt mit, und ein Mal geht es sogar nur um sie. Mittlerweile sind diese Videos auch auf Youtube verfügbar, und damit Sie nicht lange suchen müssen, klicken Sie einfach auf "Zu den Videos..."! Das Video im Zug stellt übrigens eine wahre Begebenheit nach.
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Bravo, Michael Adams!
Englands Nr. 1 gewinnt Chess-Meeting
04.08.2013 - Als Vladimir Kramnik in der Finalrunde des Sparkassen Chess-Meeting gegen Leader Michael Adams zu Sizilianisch griff, tanzte vielen Schachfans vor Freude das Herz in der Brust. Alle Zeichen standen auf Kampf, die Waffen waren gewählt, das Hauen und Stechen um den Turniersieg konnte beginnen. Doch der findige Brite - wer will es ihm verübeln - nutzte nach nur 10 Zügen den Umstand, dass Kramnik einer Zugwiederholung nur unter erheblichen Nachteilen hätte ausweichen können. Von so einem schnellen Ende hatte Adams vermutlich selbst nicht zu träumen gewagt - Kramnik wollte zwar, wusste aber nicht wie. Bester Deutscher mit 50 Prozent wurde Arkadij Naiditsch. Zum Abschluss ließ er Igor Khenkin keine Chance. Die 50 Prozent-Marke doch noch verpasst hat dagegen Georg Meier. Er leistete sich gegen Geburtstagskind Wang Hao (24) eine unnötige Niederlage. Den Schlusspunkt setzte Fabiano Caruana gegen Daniel Fridman. Lange war die Welt für den Deutschen trotz Minusfigur in Ordnung, doch mit einem letzten Kraftakt vermied der Italiener, in der Endabrechnung den letzten Platz zu belegen. Leider ist dieses Schicksal nun Fridman vorbehalten. War noch was? Ach ja, der Ordnung halber: Peter Leko und Dmitry Andreikin trennten sich zwischendurch in einer langweiligen Partie friedlich. Die letzten Worte sollten nicht diesem Duell sondern dem Sieger gebühren: Er hat mit 7/9 und einer Performance von 2923 in bester Carlsen-Manier ungeschlagen mit +5 ein Turnier der Kategorie 19 gewonnen. Bravo, Michael Adams!
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Bad Vibrations in Dortmund
IM Jens Kotainy von Sparkassen Open ausgeschlossen
UPDATE: Christian Goldschmidt im Video-Interview mit DeepChess!!!

03.08.2013 - Die traurigste Nachricht des Tages kommt leider vom Dortmunder Chess-Meeting. Beim neunrundigen Sparkassen Open wurde in der achten Runde der bis dahin mit 7/7(!) führende IM Jens Kotainy ausgeschlossen. Turnierdirektor Christian Goldschmidt ließ via Facebook verlauten: "Wir haben Jens Kotainy heute wegen Computerbetrugs vom Turnier disqualifiziert. Wir verlangten sein Handy vor der heutigen Runde. Dabei stellten wir fest, dass sein ausgeschaltetes(!) Handy so vibrierte, als würde es Morsesignale empfangen." Wenig später veröffentlichte die Dortmunder Organisation auf ihrer Homepage das folgende Statement. Kotainy steht seit einiger Zeit unter Verdacht, irgendwie Hilfe in Anspruch zu nehmen. Doch bisher hat sich kein Veranstalter getraut zu reagieren - bis jetzt.
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Dortmund 2013 - Adams oder Kramnik
Großes Finale am Sonntag um 13 Uhr!
03.08.2013 - Mit einer wahren Glanzleistung und durchaus auch Glück ist es Vladimir Kramnik gelungen, das Sparkassen Chess-Meeting in der heutigen achten Runde nochmals richtig spannend zu machen. Der Russe besiegte Fabian Caruana und schob sich vor der morgigen Schlussrunde bis auf einen halben Punkt an Michael Adams heran. Der Brite gab zur Abwechslung doch mal einen Halben ab - der "Beschenkte" war Georg Meier. Schlecht erging es dagegen Arkadij Naiditsch bei seiner Niederlage gegen Peter Leko. Dafür lieferte im Gegenzug Igor Khenkin aus deutscher Sicht voll ab, indem er Wang Hao schlug. Daniel Fridman kämpfte mit Dmitry Andreikin bis zu den blanken Königen. Damit steht glasklar fest, dass entweder Adams oder aber doch Kramnik das Turnier gewinnen werden, denn am Sonntag kommt es zum direkten Showdown. Seien Sie ab 13 Uhr live dabei!
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Dortmund 2013 - Adams siegt, Kramnik verliert
02.08.2013 - Mit seinem dritten Sieg in Serie und dem fünften insgesamt hat Michael Adams beim 41. Sparkassen Chess-Meeting zwei Runden vor dem Ende die alleinige Führung übernommen. In der heutigen siebten Runde musste Igor Khenkin erleben, in welch bestechender Form der Brite ist. Bei diesem Tempo ging nun auch Vladimir Kramnik die Puste aus. Der Russe unterlag Landsmann Dmitry Andreikin. Doch noch ist er nicht endgültig abgehängt, denn in der Schlussrunde steht das direkte gegen Adams an, dessen Performance aktuell jenseits der 3000(!) schwebt. Seinen zweiten Gewinn konnte Arkadij Naiditsch landen und sich so zu Georg Meier auf den dritten Rang vorschieben. Die deutsche Nr. 1 schlug Wang Hao, während Meier gegen Fabiano Caruana nach wechselhaftem Verlauf remisierte. Gut möglich, dass der Deutsche den Italiener an einer Stelle hätte knacken können. Auch Daniel Fridman teilte mit Remiskönig Peter Leko den Punkt. Wenn Sie live erleben wollen, ob schon in Runde 8 die Vorentscheidung über den Turniersieg fällt, sollten Sie entweder frühzeitig in Dortmund sein, oder um 15 Uhr am Rechner sitzen.
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And the winner is ... Maxime Vachier-Lagrave
02.08.2013 - Frankreichs Nr. 1 hat das 46. Internationale Schachfestival in Biel gewonnen. Eigentlich war Maxime Vachier-Lagrave nach seiner Niederlage in Runde 9 gegen Alexander Moiseenko fast schon aus dem Rennen, doch danach spielten ihm die Gegner förmlich in die Hände. Heute kam es zum mit Spannung erwarteten 4er-Tiebreak. Im ersten Blitz-Halbfinale flog Etienne Bacrot mit 0:2 gegen Moiseenko raus, dabei hätte er bei normaler Zählweise das Turnier mit einem halben Punkt Vorsprung gewonnen. C'est la vie, die Regeln waren vorher bekannt - da beißt die Maus keinen Faden ab. Im zweiten Halbfinale machte Vachier-Lagrave ebenfalls mit 2:0 kurzen Prozess mit Ding Liren. Im Finale dann konnte er gleich in der ersten Schnellschachpartie gegen Moiseenko erneut den entscheidenden Treffer setzen. Zwar musste er in Partie 2 mächtig schwitzen, nachdem er eine Taktik übersehen hatte, aber bei beständig knapper Bedenkzeit konnte sein Gegner im Endspiel mit Dame gegen Turm plus Läufer nicht gewinnen. Bravo, Maxime Vachier-Lagrave!
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Dortmund 2013 - Adams und Kramnik setzen sich ab
01.08.2013 - Offensichtlich konnte auch der gestrige Ruhetag beim Sparkassen Chess-Meeting weder Vladimir Kramnik noch Michael Adams aus ihrem Sieges-Rhythmus bringen. Der 14. Weltmeister ging gegen Daniel Fridman ein recht hohes Risiko, doch das wurde mit einer sehenswerten Schlusskombination belohnt. Michael Adams hingegen musste bei seinem Sieg gegen Arkadij Naiditsch nur auf dessen Fehler warten. Nach nur 26 Zügen war der Deutsche besiegt. Weniger Züge - nämlich 17 - schafften nur Georg Meier und Dmitry Andreikin, bei ihrem langweiligen Remis. Auch die beiden anderen Duelle endeten ohne Sieger, waren aber ungleich spannender. Peter Leko versuchte im Doppelturmendspiel, mehr als wieder nur einen Halben aus Wang Hao herauszupressen, aber der erkrankte Chinese ließ sich nicht austricksen. Die besten Chancen auf eine weitere Entscheidung gab es zwischen Igor Khenkin und Fabiano Caruana. Es war jedoch nicht der Italiener, sondern der Deutsche, der dem Sieg recht nahe kam. Im Mittelspiel opferte Khenkin eine Qualität und bekam dafür eine Menge Initiative und zwischendurch sogar vier Mehrbauern. Doch Caruana konnte sich schlussendlich doch ins Remis retten. Damit haben Adams und Kramnik mit jeweils 5 aus 6 vor der morgigen siebten Runde satte zwei Punkte Vorsprung auf die nächsten Verfolger Meier und Wang.
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High Noon in Biel
Vachier-Lagrave erzwingt Tiebreak
01.08.2013 - Um das GM-Turnier des 46. Internationale Schachfestivals um einen weiteren Tag zu verlängern, mussten Etienne Bacrot und Alexander Moiseenko in der heutigen Schlussrunde remisieren, und Maxime Vachier-Lagrave war in der Pflicht, Ding Liren zu schlagen. Und wie bestellt kam es genauso! Somit kommt es am Freitag zu einem 4er-Tiebreak. Zunächst werden zwei Halbfinals gespielt. Bacrot - mit der höchsten Sonneborn-Berger-Wertung - trifft auf Moiseenko - der Nr. 4 in Sachen SB. Entsprechend trifft im zweiten Halbfinale Vachier-Lagrave auf Ding. Gespielt werden zwei Blitzpartien (5'+2") und falls nötig eine Armageddon-Partie. Im Finale werden zunächst zwei Schnellpartien (15'+10'') und falls nötig wieder zwei Blitzpartien plus ggf. Armageddon gespielt. Starten soll die Show um 12 Uhr. Ach ja: Würde man in Biel die Punkte traditionell zählen, wäre Bacrot der alleinige Sieger.
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Biel 2013 - Alles ist möglich
Dramatische Schlussrunde steht bevor
31.07.2013 - Hätte Ding Liren in der heutigen neunten Runde des 46. Internationalen Schachfestivals seine prima Stellung gegen Ian Nepomniachtchi zum Sieg geführt, bräuchten wir nicht länger rätseln, wer denn das Turnier gewinnt. Doch der Chinese musste sich gegen den zäh verteidigenden Russen ins Remis einwilligen und machte damit das Turnier extrem spannend. Verfolger Nummer 1 Etienne Bacrot kam mit Schwarz gegen Richard Rapport nicht über ein Remis hinaus und wird heilfroh sein, dass der Tabellenführer ebenfalls nicht siegen konnte. Zwischen Alexander Moiseenko und Maxime Vachier-Lagrave war klar, dass man jeweils nur mit einem "Dreier" noch Aussichten auf den Spitzenplatz haben würde. In einer hart umkämpften Partie hatte der Ukrainer schließlich das bessere Ende auf seiner Seite. Auch die finale Runde startet wieder um 14 Uhr - und zwar mit den absoluten Spitzenduellen: Bacrot mit Weiß gegen Moiseenko und Ding Liren mit Schwarz gegen Vachier-Lagrave. Lediglich die Entscheidung bezüglich der roten Laterne ist bereits gefallen. Niemand kann sie Rapport wegnehmen.
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Dortmund 2013 - Adams und Kramnik machen Ernst
Happy Birthday, Fabiano!
30.07.2013 - An seinem 21. Geburtstag hätte Fabiano Caruana beim 41. Sparkassen Chess-Meeting sicherlich besonders gerne einen vollen Punkt mitgenommen, aber nach langem Ringen sprang gegen Arkadij Naiditsch lediglich ein Remis heraus. So richtig glücklich werden Beide damit nicht sein, denn der Italiener hängt im Keller fest, während der Deutsche wichtigen Boden auf die Tabellenführer verlor. Denn Vladimir Kramnik und Michael Adams marschieren mit Siebenmeilenstiefeln von Sieg zu Sieg. Die russische Nummer 1 hielt sich an Peter Leko schadlos, und der Brite knöpfte sich erfolgreich Wang Hao vor. Der Chinese übersah (erneut) eine Taktik, doch ganz wie es seine Art ist, beklagt er sich nicht darüber, dass ihn seine Ohrenschmerzen offenkundig stark behindern. Nach der vierten Runde war er gar im Städtischen Klinikum - allen Respekt, dass er weiterspielt! Ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis hatte Dmitry Andreikin. Leider zum Nachteil von Igor Khenkin, der gegen den Russen die erste Niederlage quittieren musste. Das deutsche Duell zwischen Daniel Fridman und Georg Meier endete ohne Sieger. Am Mittwoch wird besonders Wang Hao den Ruhetag nutzen müssen, um halbwegs wieder in die Spur zu kommen. Aber es ist ihm ohne Weiteres zuzutrauen, dass er die morgige Autogrammstunde in der Dortmunder Sparkasse auch nicht auslassen wird. Um 15 Uhr geht es los.
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Biel 2013 - Ding Liren raubt Bacrot die Spitze
30.07.2013 - In einem spannenden Spitzenduell trennten sich Etienne Bacrot und Maxime Vachier-Lagrave in der achten Runde des 46. Internationalen Schachfestivals friedlich, was Ding Liren zum Anlass nahm, sich alleine an die Spitze zu setzen. Der Chinese wurde von Richard Rapport angesprungen und konnte dessen Opferreigen mit genauer Verteidigung widerlegen. Nach gängiger Rechenweise wären Ding und Bacrot nun punktgleich, doch die "Fußball-Regel" sieht ersteren vorn. Ian Nepomniachtchi gelang derweil eine Bieler Premiere - er gewann gegen Alexander Moiseenko seine erste Partie. Morgen muss er gegen den Spitzenreiter ran, während Bacrot gegen den angeschlagenen Rapport sicherlich auch mit Schwarz etwas versuchen wird. Und auch Vachier-Lagrave wird gegen Moiseenko noch seine Chancen auf mehr als Platz 3 suchen. Ab 14 geht es los.
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Dortmund 2013 - Kramnik wieder spitze
Auch Naiditsch und Wang Hao siegen
29.07.2013 - Gegen einen Vladimir Kramnik Katalanisch zu spielen, dazu gehört schon eine gehörige Portion Mut. Zu seinem Leidwesen wurde dieser Mut von Georg Meier in der vierten Runde des Sparkassen Chess-Meetings nicht belohnt. Schon in der Anfangsphase geriet der Deutsche in Zeit- und Stellungsprobleme, aus denen es gegen den 14. Weltmeister letztlich kein Entrinnen gab. Da parallel Michael Adams gegen Peter Leko remisierte, führen nun Kramnik und der Brite die Tabelle gemeinsam an. Alleiniger Dritter ist Wang Hao. Der Chinese überspielte Fabiano Caruana, der nun doch noch etwas wird warten müssen, bis er in den elitären Klub der 2800er aufgenommen wird. Endlich ein Erfolgserlebnis hatte Arkadij Naiditsch. Die deutsche Nummer 1 schlug Dmitry Andreikin und notiert damit immerhin wieder bei 50 Prozent. Das deutsche Duell zwischen Igor Khenkin und Daniel Fridman endete nach zwischenzeitlichen Vorteilen für ersteren remis. Runde 5 beginnt am Dienstag um 15 Uhr.
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Biel 2013 - Glücklicher Bacrot verteidigt Führung
Doch die Verfolger kommen näher
29.07.2013 - Das Spitzenduell der siebten Runde des 46. Internationalen Schachfestivals hielt, was sich viele Fans erhofft hatten. Tabellenführer Etienne Bacrot und Verfolger Ding Liren lieferten sich ein hartes Ringen um den Punkt bzw. die Punkte. Der Chinese erspielte sich im Mittelspiel ohne Damen einen deutlichen Vorteil, aber im anschließenden (Doppel-)Turmendspiel konnte sich der Franzose doch retten. Dies bot dem restlichen Feld die Chance, den Rückstand zu verkürzen, und es wurde kräftig Gebrauch davon gemacht. Maxime Vachier-Lagrave spielte stellenweise schlichtweg genial gegen Ian Nepomniachtchi, doch dann ließ er zwischendurch doch wieder Remishoffnungen bei dem Russen aufkeimen. Schlussendlich konnte sich die französische Nr. 1 aber verdient durchsetzen und den Abstand auf Bacrot auf das Minimum reduzieren. Gleiches gelang auch Alexander Moiseenko. Der Ukrainer legte sich mit Engelsgeduld den jungen Richard Rapport zurecht. Dieser konnte sich lediglich in ein Endspiel mit Dame gegen Dame plus Springer retten, was die Partie zwar bis zum 75. Zug verlängerte, aber nichts am logischen Resultat änderte. Damit ist für das Schlussdrittel des Turniers ausreichend für Spannung gesorgt. Es beginnt am Dienstag um 14 Uhr - unter anderem mit dem französischen Rückspiel zwischen Bacrot und Vachier-Lagrave.
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Dortmund 2013 - Adams geht in Führung
28.07.2013 - Der Beginn der dritte Runde des 41. Sparkassen Chess-Meeting ließ Böses ahnen. Es begann mit einem komplett ereignislosen Remis zwischen Daniel Fridman und Arkadij Naiditsch. Ersterer wollte nicht und Letzterer konnte nicht. Kurz darauf folgte der traurige Tiefpunkt des Tages. Nach unsäglichen 14 Zügen reichten sich Dmitry Andreikin und Wang Hao die Hände zum Zeichen des Friedens. Es folgte ein ausgekämpftes Remis zwischen Georg Meier und Peter Leko. Vladimir Kramnik gab sich alle Mühe, mehr aus Igor Khenkin herauszupressen als nur einen halben Punkt, aber dieser gab sich auch in der dritten Partie keine Blöße. Das Ausrufezeichen des Tages setzte Michael Adams als Schwarzer gegen Fabiano Caruana. 9 Jahre ist es her, dass der Brite seine einzige Berliner Mauer spielte. Was anno 2004 in Wijk aan Zee gegen Leko remis endete, führte ihn heute zu einem vollen Punkt. Caruana wollte zu viel, als er 21.f6? spielte, und wurde trocken ausgekontert. Damit führt Adams mit 2,5/3 vor Kramnik und Meier mit je 2 Punkten. Die vierte Runde beginnt am Montag um 15 Uhr.
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Dortmund 2013 - Wang Hao und Adams punkten voll
27.07.2013 - Landsmann Ding Liren hat es in Biel vorgemacht, und Wang Hao zog in Dortmund nach. Bei den beiden stärksten, aktuell laufenden Turnieren dominierten heute die Chinesen - na ja fast. In der zweiten Runde des Sparkassen Chess-Meeting landete Wang Hao gegen Daniel Fridman einen Volltreffer. In bereits schwieriger Lage fand der deutsche Meister nicht die rechte Verteidigung und wurde auskombiniert. Michael Adams zog parallel mit seinem feinen Endspielsieg gegen Dmitry Andreikin in der Gesamtwertung mit dem gestrigen Führungstrio gleich und machte ein Quartett daraus. Auch die drei Remisen des Tages hatten teils einen gewissen Unterhaltungswert. Lediglich Peter Leko und Fabiano Caruana kamen in ihrer Partie etwas trocken daher. Vladimir Kramnik versuchte als Schwarzer gegen Arkadij Naiditsch Druck aufzubauen, aber der Deutsche hielt erfolgreich gegen. Igor Khenkin wollte als Weißer im deutschen Duell auch gegen Georg Meier nicht mehr als ein Remis, was er auch recht ungefährdet erreichte. Die dritte Runde beginnt am Sonntag um 15 Uhr - dieses Mal lautet das deutsche Duell des Tages: Deutscher Meister gegen Nummer 1 - ergo Fridman gegen Naiditsch. Ein paar spärliche Bilder verbreiteten die Veranstalter heute, aber irgendwas läuft in diesem Jahr (diesbezüglich) ganz und gar nicht rund in Dortmund...
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Biel 2013 - Ding Liren holt auf
Ruhetag am Sonntag
27.07.2013 - Mit einem schönen Angriffssieg gegen Alexander Moiseenko hat sich Ding Liren beim 46. Internationalen Schachfestival in der sechsten Runde bis auf einen Punkt an den weiterhin führenden Etienne Bacrot herangerobbt. Der Franzose genehmigte sich heute gegen Ian Nepomniachtchi ein unambitioniertes Remis. Allerdings wird ihm auch klar sein, dass es noch zu früh für ein "Austrudeln" ist. Damit wird es in der siebten Runde am Montag zum Top-Duell zwischen Bacrot und Ding kommen. Richard Rapport und Maxime Vachier-Lagrave trennten sich ebenfalls friedlich, nachdem der Ungar mit originellem Spiel versucht hatte, die französische Nummer 1 anzuspringen. Letzterer spielte jedoch umsichtig und blieb stets Herr der Lage. Am Sonntag dürfen sich die Spieler erholen, bevor es am Montag um 14 weitergeht.
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