TopTurniere Mensch gegen Maschine - Muss das sein? Weltmeister Vladimir Kramnik gegen Deep Fritz
24.11.2006 - Um es gleich ganz klar zu sagen: Ja, es muss sein! Spätestens an der Resonanz in sämtlichen Medien lässt sieht man deutlich, dass nicht zuletzt die Schachwelt auf ein neuerliches Duell zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz gewartet hat. Nach der vernichtenden Niederlage von Top-GM Michael Adams gegen die neunköpfige Hydra im Sommer 2005 sehnen nicht nur wir Schachspieler den Tag herbei, an dem sich der beste Spieler der Welt persönlich diesem leidigen Problem annimmt. Was bietet sich da besser an, als gleich nach einer Weltmeisterschaft den quasi noch warmen Sieger direkt wieder zu Tisch zu bitten, auf dass er die Ehre der Menschheit zurückgewinne?
Ein gesundes Maß
Unterstützung durch ein Schachprogramm braucht der moderne
Schachspieler zum Leidwesen einiger konservativer Vertreter der
Schachszene heutzutage, will er auf den internationalen aber auch
nationalen und regionalen 64 Feldern bestehen. "(Mein) Fritz hat
gesagt...!" ist Standard in jeder nachträglichen Analyse bei
Amateuren, aber auch der Profi hat - zumeist sogar schneller als
der Otto Normal-Spieler - die Vorbereitung und Nachbearbeitung
eines Turniers teilweise auf seinen Fritz und dessen Freunde, den
brutalen Shredder, den schon putzig klingenden Junior oder das
(angebliche) Positionswunder Rybka, um nur einige zu nennen,
abgewälzt.
Der "Papa" von Fritz - ChessBase
Geschäftsführer und Entwickler Matthias Wüllenweber
Taktische Motive zeigt ein gut konfigurierter und auf
flinker Hardware laufender Fritz in einer Geschwindigkeit an, dass
einem kurzfristig schonmal der Spaß am Schach vergehen kann, wenn
er dies ausgerechnet in einer Partie tut, die man selbst gespielt
aber mal wieder nicht gewonnen hat. Völlig emotionslos und ohne
jegliche Rücksicht auf die Gefühle seines Bedieners zeigt (mein) Fritz ein
fettes "+-". Manchmal vergesse ich dann seine fehlenden Emotionen und
mich selbst und beschimpfe ihn vom Allerfeinsten. Besonders das
"Matt, Du Patzer!", welches ja zum nun schon recht umfangreichen
Vokabular beim Fritz gehört, und welches der deutsche Comedian
Matthias Deutschmann offensichtlich gut gelaunt einst für
ChessBase aufzeichnete, könnte mich mitunter zur Weißglut treiben.
Aber irgendwann treffe ich "Rasumkowski", so nennt sich der einstige
Bundesligaspieler auf dem Fritzserver, noch mal zu einem
ausgiebigen Online-Bulletmatch und dann bekommt er die ganzen
gemeinen Fritz-Sprüche zurück! Ich selbst spiele übrigens unter
dem Account "MikeyMaus"... ;-)
Spaß beiseite, Fritz & Co
gehören zum normalen Handwerkszeug eines Schachspielers und sie
werden immer stärker. Möglicherweise sind sie bereits zu stark für
die besten Menschen der Welt, doch solange sich diese
höchstpersönlich damit noch nicht abgefunden haben, lebt in uns
die Hoffnung, dass es Vladimir Kramnik ab dem 25. November
gelingt, seine geschlagenen Kollegen zu rächen. Garry Kasparov,
der schon erwähnte Michael Adams, oder auch Peter Svidler und
Teimour Radjabov, welche beide bei der Chess Classic Mainz 2006
gegen die Chess960-Engines Spike bzw. Shredder in einem Minimatch
unterlegen waren, wissen nur zu gut, wie sich Kramnik fühlen wird
und drücken ihm sicher typisch menschlich die Daumen.
Peter Svidler gegen Spike bei
der CCM6
Bild: Chess Tigers
Fragt man
jedoch die Allgemeinheit nach den Chancen des Weltmeisters, wie es
Spiegel online beispielsweise auf seiner Seite tut, trauen von
knapp 2.100 Befragten nur 16% Kramnik einen Sieg zu, während über
50% mehr dem Rechner vertrauen. Gute 30% glauben immerhin an die
Remisqualitäten von Vladimir und prognostizieren ein
ausgeglichenes Ende des Matches. Sollte Kramnik
gewinnen, dann sei ihm jedoch geraten, sich dem Rechner gegenüber etwas respektvoller
zu verhalten, als es Garry Kasparov 2001 in einem Werbespot für
die koffeinhaltige Limonade der Marke Pepsi tat, welchen Sie durch
das Klicken auf das folgende Bild nochmals sehen können:
DATEN
Am ersten, dritten, fünften, siebten, neunten und elften Tag des
Wettkampfes werden insgesamt sechs Partien gespielt. Die erste
Partie wird am 25. November 2006 ausgetragen. Die Partien beginnen
um 15.00 Uhr und enden um 21.00 Uhr. Zum letzteren Zeitpunkt hat
Herr Kramnik das Recht, entweder die Partie fortzusetzen oder sie
abzubrechen. Für diesen Fall wird die Hängepartie am nächsten Tag
weitergespielt.
ZEITKONTROLLE
Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für 40 Züge. Danach erhält
jeder Spieler eine Stunde für die nächsten 16 Züge. Falls die
Partie nach sechs Stunden noch nicht beendet sein sollte und Herr
Kramnik sich nach seinem freien Ermessen dafür entscheidet, die
Partie abzubrechen und am nächsten Tag fortzusetzen, erhält jeder
Spieler wiederum eine Stunde für die nächsten 16 Züge für die
Dauer von weiteren sechs Stunden.
Herr Kramnik hat das Recht, jede Partie nach 56 Zügen abzubrechen,
auch wenn noch keine sechs Stunden gespielt worden sind. Wenn er
von diesem Recht Gebrauch macht, wird die Partie am nächsten
Ruhetag mit einer Bedenkzeit von einer Stunde für 16 Züge
fortgesetzt.
DER SIEGER
Der erste Spieler, der mehr als drei Punkte erreicht, wird zum
Sieger des Wettkampfes erklärt. Er bekommt den „World Chess
Challenge“-Pokal überreicht.
Sollte der Wettkampf bereits vor der sechsten Partie – wie weiter
oben beim Punkt „Daten“ beschrieben – entschieden sein, wird Herr
Kramnik entweder bis zur Beendigung der sechsten Partie
weiterspielen oder seine Dienste in einer für beide Parteien
annehmbaren Weise anbieten.
SCHIEDSRICHTER UND TURNIERLEITER
Der Wettkampf wird von einem amtierenden Schiedsrichter geleitet.
Seine Entscheidungen im Hinblick auf jegliche Auslegung der diesen
Wettkampf betreffenden Schachregeln sind endgültig und bindend.
Der Schiedsrichter wird von der Firma „Universal Event Promotion“
(UEP) ausgewählt. UEP wird Herrn Kramnik und Chessbase den Namen
des Schiedsrichters so schnell wie möglich, spätestens jedoch bis
zum 01.10.2006, mitteilen. UEP hat die Absicht, Herrn Albert Vasse
(Niederlande) als Schiedsrichter zu verpflichten.
UEP hat das Recht, einen WCC-Turnierleiter zu benennen. Dieser
wird für die gesamte notwendige Kommunikation und Verwaltung
während des Wettkampfes mit den Spielern, dem Schiedsrichter, den
Sponsoren, der Presse, der örtlichen Turnierorganisation und
anderen beteiligten Parteien verantwortlich sein. Zur
Klarstellung: Der Turnierleiter hat keinerlei Einfluss oder
Verantwortung in Bezug auf die Entscheidungen des Schiedsrichters.
Darüber hinaus hat er auch keinen Einfluss hinsichtlich jeglicher
Auslegung der Schachregeln und der WCC-Regularien. Dies liegt
ausschließlich im Verantwortungsbereich des Schiedsrichters.
BEDIENER
Das Chessbase-Team wird einen Bediener und zwei stellvertretende
Bediener bestimmen. Bei dem Bediener handelt es sich um die
einzige Person, die während der Partie mit Deep Fritz
kommunizieren darf. Der Bediener darf nicht mit Deep Fritz
kommunizieren, während Herrn Kramniks Uhr läuft. Der Bediener darf
die von Deep Fritz verbrauchten Uhrzeiten nur innerhalb von 15
Sekunden, nachdem Fritz´ Uhr bedient wurde, abgleichen. Während
der Partie darf der Bediener gegen einen stellvertretenden
Bediener ausgetauscht weden, wenn Ersterer für jeden weiteren
Zeitraum außerstande ist, seine Aufgaben weiter auszuführen. Der
Austausch eines Bedieners bedarf der Genehmigung des
Schiedsrichters.
Der Bediener wird alle angemessenen Maßnahmen treffen, um Herrn
Kramnik nicht in seiner Konzentration zu stören.
ERÖFFNUNGSBÜCHER
Der Computer wird während der Partie ein Eröffnungsbuch benutzen.
Für die Dauer des Wettkampfes darf das Eröffnungsbuch nicht
verändert werden. Es gibt eine Ausnahme: Bis zu 10 Halbzüge dürfen
der Eröffnungsvariante der letzten gespielten Partie hinzugefügt
werden (Hängepartien zählen dabei nicht mit). Die Gewichtung
einzelner Züge darf abgeändert werden, so dass das Programm den
verschiedenen, bereits im Eröffnungsbuch vorhandenen Varianten,
den Vorzug gibt.
Der Schiedsrichter wird sämtliche Abänderungen am Eröffnungsbuch
vor der Partie entsprechend dem Material eingeben, welches ihnen
vom Deep Fritz-Team vertraulich zur Verfügung gestellt wurde. Ein
Mitglied des Deep Fritz-Teams wird dabei anwesend sein und den
Schiedsrichter – falls notwendig – durch die notwendigen
Arbeitsabläufe führen.
Nach Ende jeder Partie wird der Schiedsrichter einen Versuch
machen, die Eröffnung der Partie auf einem Computer abzugleichen,
der das gleiche Eröffnungsbuch und Programm, welches dem
Kramnik-Team und dem Schiedsrichter zur Verfügung gestellt wurde,
enthält. Stellen sie jegliche Abweichung fest, hat das Deep
Fritz-Team diese dem Schiedsrichter zu dessen Zufriedenheit zu
erläutern.
Stellt der Schiedsrichter eine Verletzung dieser Regel fest, darf
er als Strafe den Verlust der Partie verhängen.
Solange sich Deep Fritz „im Buch“ befindet, welches die Züge aus
dem Speicher spielt und dabei keine Varianten berechnet, sieht
Herr Kramnik die Anzeige des Deep Fritz-Eröffnungsbuches. In Bezug
auf die aktuelle Stellung auf dem Brett sieht er sämtliche Züge
einschließlich aller Statistiken (Anzahl der Partien,
ELO-Performance, Punktausbeute) aus Großmeisterpartien sowie
außerdem den gerade von Deep Fritz erwogenen Zug. Zu diesem Zweck
benutzt Herr Kramnik den Bildschirm seines eigenen Computers, der
den Bildschirm des Deep Fritz-Geräts mit aktivierter
Eröffnungsbuchanzeige zeigt.
Sobald Deep Fritz während der Partie Varianten zu berechnen
beginnt, informiert der Bediener den Schiedsrichter. Der
Schiedsrichter bestätigt dies auf dem Bildschirm des spielenden
Geräts und schaltet sodann den zweiten Bildschirm ab.
ENDSPIELDATENBANKEN
Die Benutzung von Endspieldatenbanken („Tablebase“) ist nur unter
der Bedingung gestattet, dass die Datenbank Positionen mit
höchstens fünf Steinen einschließlich der Könige enthält.
Wenn Deep Fritz die Stellung auf dem Brett in einer Datenbank
erkennt, muss der Schiedsrichter benachrichtigt werden. Dieser
wird in diesem Fall die Uhren anhalten.
Der Bediener wird Herrn Kramnik im Beisein des Schiedsrichters
darüber informieren, dass die Stellung auf dem Brett in der
Datenbank erkannt wurde.
Wenn die Datenbank die Stellung als gewonnen für Deep Fritz
bewertet, wird der Bediener Herrn Kramnik darüber in Anwesenheit
des Schiedsrichters informieren. Die Partie wird fortgesetzt, wenn
sich Herr Kramnik nicht zur Aufgabe der Partie entschließt.
Sollte die Datenbank die Stellung als gewonnen für Herrn Kramnik
bewerten, wird der Bediener Herrn Kramnik auch darüber in
Anwesenheit des Schiedsrichters informieren. Die Partie wird
fortgesetzt, wenn sich der Bediener von Deep Fritz nicht zur
Aufgabe der Partie entschließt.
Wenn die Datenbank die Stellung als Remis bewertet, wird der
Bediener Herrn Kramnik darüber in Anwesenheit des Schiedsrichters
informieren. Diese Mitteilung stellt zugleich ein Remisangebot
dar. Die Partie wird fortgesetzt, es sei denn, Herr Kramnik nimmt
das Angebot vor Ausführung seines nächsten Zuges an.
Der Zugriff des Programms auf die Datenbanken im Rahmen seiner
Berechnungen wird anerkannt. Diese Regelungen kommen nur dann zur
Anwendung, wenn die Stellung auf dem Brett in der Datenbank
vorkommt.
REMISANGEBOTE
Herr Kramnik hat das Recht, jederzeit remis anzubieten, unabhängig
davon, wer gerade am Zug ist. Der Bediener ist zur Annahme oder
Ablehnung des Remisangebotes im Namen von Deep Fritz berechtigt.
Der Bediener darf im Namen von Deep Fritz remis anbieten. Jedoch
darf ein Remisangebot nur dann erfolgen, wenn Herr Kramnik zuvor
ein Remisangebot gemacht hat und dieses abgelehnt wurde. Wenn Herr
Kramnik die Stellung als eindeutig remis abschätzt, kann er den
Schiedsrichter und den Bediener darauf hinweisen, dass er ein
„technisches Remis“ reklamiert. Der Schiedsrichter wird dann die
Uhr anhalten. Herr Kramnik wird die Begründung seiner Reklamation
darlegen. Der Bediener muss das Remis annehmen, es sei denn, Deep
Fritz kann nachweisen, dass innerhalb der letzten 10 Züge ein
Fortschritt erzielt wurde.
Der Schiedsrichter wird über die Gültigkeit der Reklamation
befinden. Seine Entscheidung ist endgültig und bindend. Bestätigt
er die Reklamation, wird die Partie Remis gewertet. Lehnt er die
Reklamation ab, so wird die Partie fortgesetzt.
Während der Beratungen über ein technisches Remis bleiben die
Uhren angehalten. Für den Fall, dass der Schiedsrichter die
Reklamation ablehnt, beträgt die Zeitstrafe weniger als fünf
Minuten bzw. 10 % der verbleibenden Bedenkzeit des Herrn Kramnik.
Sollte eine zweite Reklamation auf ein technisches Remis während
der gleichen Partie verworfen werden, kommt eine Zeitstrafe von 25
% der Restbedenkzeit zur Anwendung.
AUSFALL DER SOFTWARE ODER HARDWARE
Die Definition eines Ausfalls der Software oder der Hardware
lautet: Das Programm ist nicht fähig, dem Bediener einen legalen
Zug zu übermitteln.
Sollte die Software oder die Hardware offensichtlich ausfallen,
hält der Schiedsrichter die Uhr an und gewährt dem Deep Fritz-Team
fünf Minuten Bedenkzeit, die Partie mit dem gleichen Gerät wieder
aufzunehmen oder es auszutauschen.
Nach Ablauf der fünf Minuten setzt der Schiedsrichter die Uhr
wieder in Gang.
Das Deep Fritz-Team signalisiert dem Schiedsrichter, dass es zur
Wiederaufnahme der Partie bereit ist, bevor ein Zug ausgeführt
wird. Der Schiedsrichter informiert unverzüglich Herrn Kramnik.
Nachdem das Deep Fritz-Team den Schiedsrichter informiert hat,
wird jeder Zug des Geräts als Bestandteil der Partie angesehen.
Sollte das Deep Fritz-Team die Entscheidung fällen, dass
Hardware-Reparaturen nicht durchgeführt werden können, ist es
berechtigt, das Gerät gegen ein Gerät auszutauschen, das exakt
genau so konfiguriert wurde wie die angewiesene spielende
Hardware. Sie dürfen alternativ auf ein Gerät mit
Dualprozessorsystem oder einem System mit einer CPU ausweichen.
Der Schiedsrichter muss jeder Änderung oder jedem Austausch der
Hardware zustimmen und darf Tests durchführen, um zu überprüfen,
ob die Bestimmungen dieses Artikels eingehalten wurden
BESTÄTIGUNGEN NACH DER PARTIE
Nach der Beendigung jeder Partie stellt das Deep Fritz-Team denm
Schiedsrichter und dem Kramnik-Team einen Ausdruck der
Computeranalyse der Partie zur Verfügung. Dieser Ausdruck
beinhaltet Bewertungen, Suchtiefen, erwartete Züge und
Bedenkzeiten.
Nach jeder Partei erhält der Schiedsrichter Gelegenheit, das in
der Partie verwandte Eröffnungsbuch mit dem in früheren Partien
benutzten Eröffnungsbuch zu vergleichen.
OFFENLEGUNG DER WETTKAMPFENGINE
Spätestens am 01.10.2006 werden Herr Kramnik und der
Schiedsrichter die endgültige Wettkampfversion von Deep Fritz
erhalten. Nach diesem Zeitpunkt werden lediglich Programmfehler
der Engine behoben, wie zum Beispiel offensichtliche Abstürze oder
offenkundige Positionsfehler. Positionswissen wird nicht
hinzugefügt. Sollte die Engine in irgendeiner Form nach dem
01.10.2006 verändert werden, wird Chessbase Herrn Kramniks Team
sowie den Schiedsrichter schriftlich auf die jeweilige Änderung
hinweisen und deren Auswirkungen auf eine Teststellung
demonstrieren. Jedenfalls garantiert Chessbase, dass jede nach dem
01.10.2006 durchgeführte Änderung nicht den allgemeinen Spielstil
und die taktische Rechenstärke beeinflusst. Chessbase garantiert
zugleich, dass der Enginecode nach dem 01.10.2006 praktisch
unverändert bleibt.
Ab dem 01.10.2006 wird das Deep Fritz-Team einer Aufforderung des
Kramnik-Teams zur Installation der endgültigen Wettkampfversion
auf Herrn Kramniks Trainingsgerät nachkommen. Das Deep Fritz-Team
wird Herrn Kramnik und den Veranstalter (UEP) bis spätestens zum
01.10.2006 über die genauen Spezifikationen der während der WCC
benutzten Hardware informieren. Der Veranstalter (UEP) wird in
Zusammenarbeit mit einem potentiellen Hardware-Hersteller sowie
Chessbase danach streben, Herrn Kramnik mit dem gleichen Gerät
auszustatten, welches bei der WCC zum Einsatz kommt.
Das Kramnik-Team darf zu jedem Zeitpunkt des Wettkampfes unter
Überwachung des Schiedsrichters eine Kopie der exakten Engine
direkt vom Turniergerät aus anfertigen.
Es wird vom Deep Fritz-Team nicht verlangt, die exakte Größe der
Hashtabellen für den Wettkampf bekannt zu geben. Es wird als
bekannt vorausgesetzt, dass die Größe der Hashtabellen nicht den
Spielstil beeinflusst, sondern vielmehr ein kleines Element von
"Nicht-Vorhersagbarkeit" in den Zugauswahlprozess ein bringt. Das
Deep Fritz-Team hat dem Schiedsrichter die Größe der Hashtabellen
mitzuteilen, damit dieser die Berechnungen des Programms
nachvollziehen kann.