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Kasimdzhanov fordert Anand
Usbekistans Schachexport schlägt den Tiger von Madras im Schnellschach
08.11.2006 - Noch sind die Würfel, wer denn bei den Chess Classic 2007 in Mainz der Herausforderer des besten Schnellschachspielers der Welt sein soll, nicht gefallen. Sowohl der Weltmeister Vladimir Kramnik als auch Altmeister Garry Kasparov sind im Gespräch, doch neben diesen beiden tut noch ein weiterer Weltklassespieler sein Möglichstes, um zu zeigen, dass er ebenfalls ein angemessener Gegner für Chess Tiger Vishy Anand ist. Rustam Kasimdzhanov gelang es gestern, sich das seltene Hochgefühl eines Sieges über den Inder zu verschaffen. Im Finale des Korsika Masters bezwang er Anand mit 1.5 - 0.5 im Schnellschach und mit Sicherheit wird auch ihm dabei bewusst gewesen sein, damit neuerlich die Aufmerksamkeit der Organisation der Chess Classic auf sich gezogen zu haben.

www.europe-echecs.com

Mit seinem Sieg beim am besten besetzten Schnellschachturnier der Welt, dem ORDIX Open der Chess Classic Mainz 2006, machte Rustam Kasimdzhanov deutlich, wie gerne er ein Match gegen Anand hätte und gestern nun forderte er den Inder quasi nochmals, indem er ihn beim Korsika Masters in einem Schnellschach-Minimatch besiegte.

Korsika Masters

Finale

Anand - Kasimdzhanov 0.5 - 1.5

Halbfinale

Anand - Kazhgaleyev 2.0 - 0.0
Bacrot - Kasimdzhanov 1.0 - 3.0


Viertelfinale

Anand - Gurevich 2.0 - 0.0
Gagunashvili - Kazhgaleyev 0.0 - 2.0
Kasimdzhanov - Bologan 1.5 - 0.5
Fressinet - Bacrot 0.5 - 1.5


Achtelfinale

Anand - Golod 1.5 - 0.5
Gurevich - Milov 1.5 - 0.5
Motylev - Gagunashvili 2.0 - 3.0
Kazhgaleyev - Almasi 1.5 - 0.5
Kasimdzhanov - Tregubov 2.5 - 1.5
Bologan - Balogh 3.0 - 1.0
Smirin - Fressinet 1.0 - 3.0
Chernin - Bacrot 0.5 - 1.5

Der in Deutschland lebende Kasimdzhanov (*5. Dezember 1979 in Taschkent / Usbekistan) erlernte das Schachspiel mit 5 Jahren. 1998 wurde er Meister von Asien, 1999 belegte er den 2. Platz bei der Jugendweltmeisterschaft in Jerewan. Weitere Turniersiege errang er in Essen 2001 und Pamplona 2002. Sehr überraschend kam sein Sieg bei der FIDE-WM 2004 in Tripolis. In einem dramatischen Finale besiegte er damals Michael Adams und krönte sich so zum Weltmeister. Seitdem sind seine Leistungen als eher schwankend zu beschreiben. Seine aktuelle Weltranglistenposition ist mit einer ELO von 2672 der 36. Rang.


Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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