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Vom Ural ins schöne Zillertal - OSC Baden-Baden ante portas?
Tomsk-400 (Männer) und Mika Yerevan (Frauen) gewinnen die Titel beim EUROPEAN CLUB CUP
16.10.2006 - Ungeheuer stark besetzte russische Teams dominierten den Europapokal der Männer in Fügen (Österreich). Mit Tomsk-400, Ladya Kazan und Ural Sverdlovskaya waren drei ungeschlagene Teams punktgleich an der Spitze. Nur das bessere Brettpunktverhältnis ließ am Ende die Waage für Tomsk-400 ausschlagen. Der alles überragende Alexander Morozevich führte das homogene Tomsk-Team an: (5 Punkte aus 6 Partien, Performance Elo 2916), Jakovenko (4,5/7 / Elo 2730), Bologan (4,5/7 / Elo 2676), Tkachiev (3,5/6 / Elo 2600) Inarkiev (4,5/6 / Elo 2681), Smirnov (3,5/5 / Elo 2668 und Nepomniachtchi (4/4 Elo 2715). Könnte der OSC Baden-Baden nächstes Jahr in der Türkei mithalten, wenn sie mit dem allerstärksten Team antreten würden? Anand, Svidler, Shirov, Bacrot, Carlsen, Nisipeanu, Harikrishna, Vallejo Pons, Nielsen, Movsesian, Krasenkov, Dautov, Schlosser und Döttling wären sicher in der Lage ein gewaltiges Wörtchen mitzureden bei der Vergabe des Pokals an den Team-Europameister.

Alle Tabellen, alle Ergebnisse, alle Statistiken, hier...

Teilnehmer und Rahmenbedingungen?

Mit 56 Teams bei den Männern und mit 11 Teams bei den Frauen war das Mannschaftsturnier der European Chess Union hervorragend besetzt und sprengte fast die Kapazität des alpenländischen Idylls Fügen. Das Alpental der Ziller bot alles, was ein guter Schachspieler braucht: Ruhe und Erholung, herrliche Oktobertage und eine zünftige Kost mit bequemer Logis. In der ganz aus Holz gebauten Festhalle ging's knuffig und heimelig zu. Das für die kalte Jahreszeit schon überall schön und vorrätig aufgeschichtete Holz ging mit der alpenländisch dekorierten Volkstheater ähnlichen Ausstattung eine vollkommene Komposition ein. Ein bisschen störte diese Harmonie, dass im Giebel der aufregenden Dachkonstruktion die moderne Technik Einzug hielt und die vier besten Partien von 32 möglichen für günstig sitzende andere Spieler des Turniers und die zwischen den Stuhlreihen drängende Zuschauer dezent über den Fortgang der Spitzenbegegnungen informierte.

Qualität und Quantität

Hier dachte keiner an "Toilete-Gate", wie in Elista beim WM-Vereinigungskampf, sondern hier waren alle eine große Familie. Bei 10 Spielern über Elo 2700 und 50 insgesamt über Elo 2600 ist es doch bei einer Gesamtteilnehmerzahl von 406 Spielern bei den Männern und 51 bei den Frauen ein sehr ansprechendes und außerordentlich stark besetztes Turnier.

Lohnt sich das Engagement?

Die GrenkeLeasing AG mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Grenke an der Spitze wird sich sicher seine Gedanken machen, ob ein finanzielles Engagement im Sinne der Unternehmensstrategie ist, zumal nächstes Jahr durch die in der Türkei ausgetragene Europäische Mannschaftsmeisterschaft der Heimmarkt nicht so leicht zu erreichen ist wie vom Nachbarland aus Österreich. Allerdings würde die ECC auch nicht vom schlagzeilenträchtigen WM-Kampf Kramnik gegen Topalov aus Elista überlagert. Die Türkei ist seit fünf Jahren ein prosperierendes Schachland, sodass die Qualitätsstandards sicher gehalten werden können und einiges andere mehr! Nebenbei bemerkt ist die Türkei doch genauso wie Österreich ein absolut schönes Urlaubsland mit reizvollen Stränden am schönen Mittelmeer gelegen.

Wie schnitten die deutschen Bundesligateams ab?

Die Schachfreunde von Werder Bremen hatten nach gutem Start und gutem Verlauf das Pech, dass Sie in der Schlussrunde auf einen der hohen Favoriten Ural Sverdlovskaya mit Svidler, Shirov, Akopian, Grischuk, Malakhov und Dreev - Elo-Schnitt 2705 - trafen und hauchdünn mit 2,5 : 3,5 verloren in der Aufstellung: Efimenko, Areshschenko, Hracek, Bubula, Überflieger Nybäck und Schandorff - Elo-Schnitt 2593! Am Schluss reichte es in der Tabelle deshalb nur zu Platz 13. Tomi Nybäcks Performance war gigantisch: 6,5 Punkte aus 7 Partien / Elo 2887!! Die SG 1868 Aljechin Solingen spielte unauffällig und erreichte Rang 18. Ihr überragender Spieler war der Niederländer IM Ernst Sibke mit 5,5/7 und einer Elo-Performance von 2725. Dritter im deutschen Bundesligabunde waren die Schachfreunde aus Neukölln die eine sehr solide Mannschaftsleistung ablieferten und sogar einen Platz vor den Solingern landeten - nämlich auf dem 17. Aus der 1.Bundesliga der Damen war kein Vertreter am Start, schade.

Der Blick vom Parkplatz auf die Festhalle - alles aus Holz, ganz im Zillertalstil

Hermetisch hinter Draht abgeriegelt - die Spieler auf dem Pausenhof

Die lebende Legende Korchnoi spielt für die Züricher Schachgesellschaft - im Hintergrund der Baden-Badener Bossert: "Ich will hier rein!"

Der Blick auf die Bühne in der herrlich alpenländisch gestalteten Festhalle

Im Vordergrund: IM Berend gegen Bundestrainer GM Bönsch / Im Hintergrund, die Bühne mit den Spitzenbegegnungen

Ex-Weltmeisterin Antoaneta Stefanova am Spitzenbrett der Spitzenbegegnung

Die deutsche Spitzenspielerin Elisabeth Pähtz im Einsatz

Der Baden-Badener GM Philipp Schlosser mit dem richtigen Polo-Hemd für den österreichischen Gastgeber am Start

Der schwer zerzauste GM Evgeny Bareev nach der Partie gegen den Blitzweltmeister Alexander Grischuk

Die Spitzenbegegnung der 5.Runde GM Boris Gelfand gegen GM Peter Svidler

Elisabeth Pähtz in Aktion

Großmeisterin Elisabeth Pähtz mit dem Geschäftsführer Christian Bossert des Schachzentrums Baden-Baden

Die Baden-Badener Christian Bossert und Sven Noppes (Teamkapitän) vor dem Plakat der diesjährigen Ausrichter aus dem schönen Fügen im Zillertal.

Vor herrlicher Kulisse wird der frische Wind aus Baden-Baden spürbar - die GrenkeLeasing AG

Rekordträchtig - die Fügener im Winter

Impressionen: Schlafen, Schlemmen, Wohnen, ...

Herrliches Wohnen im Zillertal - was nervt einen Frankfurter am meisten: ein verirrter Offenbacher Autofahrer!

Hans-Walter Schmitt

Published by HWS

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