TopTurniere Magnus Carlsen gewinnt London Chess Classic Kramnik zurück im elitären Kreis der 2800er
10.12.2012 - Etwas schade ist es schon, dass Vladimir Kramnik in der Schlussrunde der 4. London Chess Classic gegen Michael Adams nicht volles Risiko ging und erneut zur Berliner Verteidigung griff. Der Brite hatte somit keine große Mühe, nach 38 Zügen das Remis einzutüten und damit Magnus Carlsen zum Turniersieger zu machen. Selbiger spielte ungeachtet dessen eine sehr interessante Partie mit Weltmeister Viswanathan Anand, in welcher letzterer risikofreudig einen Bauern opftere und sich ersterer gerne die Korrektheit zeigen ließ. Letztlich trennte man sich friedlich. Die kürzeste Partie der Schlussrunde leisteten sich Judit Polgar und Levon Aronian. Der Armenier griff mal wieder zu seinem geliebten Marshall im Spanier, doch die Ungarin war nach eigener Aussage nicht in Kampflaune und bevorzugte eine völlig ausgeglichene Stellung. Nach 34 Zügen war der Spuk schon vorbei. Den einzigen Sieg zum Abschluss des Turniers gönnte sich Hikaru Nakamura. Na ja, eigentlich war es ein verspätetes Geburtstagsgeschenk von Luke McShane, denn der Brite stellte in ziemlich ausgeglichener Lage schlicht eine ganze Figur ein. Somit bleibt nur noch, Carlsen herzlich zum dritten Turniersieg in London in vier Jahren und natürlich zum Pulverisieren von Garry Kasparovs ELO-Rekord zu gratulieren! Dem Zweitplatzierten Kramnik bleibt noch die frohe Kunde, dass er nunmehr zurück im Klub der 2800er ist und zugleich die Nr. 2 der Weltrangliste sein wird.
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Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic fand vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wurde ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hatte ein Teilnehmer "frei" und fungierte als Co-Kommentator. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 wurde die Turnierkategorie 21 erreicht.
Die Bedenkzeit betrug 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.
Der Preisfonds belief sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilten: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR
Weiterhin wurden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Bei 19 entschiedenen Partien gab es für jeden Sieg ca. 1105 EUR.
Pro Sieg gab es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Hätten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufgewiesen, hätten in der Reihenfolge die folgenden Kriterien entschieden: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich
Apropos Remis: Es war den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser stimmte (in der Regel) nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zu. Im Zweifel hatte Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.
Dieser junge Mann durfte zum letzten Mal die Partie für Magnus Carlsen eröffnen. Leider war dieser nicht ganz einverstanden mit 1.d4 und griff lieber zu 1.e4.
Viele glauben, dass dies das Duell der nächsten WM sein und der Herr zur Linken leicht gewinnen wird. Nun, warten wir es doch einfach mal ab!
Ich glaube noch immer fest daran, dass dieser Herr, der morgen übrigens 43 Jahre alt wird, in einem Match gegen Carlsen seinen Titel behalten würde.
Vladimir Kramnik spielte heute nicht scharf genug gegen Michael Adams
Der 14. Weltmeister wird im Januar eine ELO von exakt 2809,7 erhalten
Den erste Sieg mit 25 Jahren erzielte Hikau Nakamura gegen Luke McShane
Den Figureneinsteller zum Abschluss hätte sich Luke gerne erspart
Langeweile pur zwischen Judit Polgar und Levon Aronian