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London CC - Carlsen fast nicht mehr zu stoppen
Und Kasparovs ELO-Rekord hat er ebenfalls in der Tasche!
08.12.2012 - In der morgigen achten Runde der 4. London Chess Classic muss Magnus Carlsen zwar zuschauen, dennoch sind seine Aussichten, die diesjährige Auflage dieses Superturniers zu gewinnen, ausgezeichnet. Nach seinem gestrigen Sieg über Judit Polgar und dem heutigen Remis gegen Hikaru Nakamura hat der Norweger 5 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Vladimir Kramnik, der gestern gegen Levon Aronian remisierte und heute zuschauen musste. Michael Adams konnte gestern den amtierenden Weltmeister Viswanathan Anand besiegen, nachdem sich dieser unmittelbar nach der ersten Zeitkontrolle einen kapitalen Fehler leistete. Heute hieß der Gegner Luke McShane und dieser wurde in typischer Adamscher Manier so lange geknetet, bis er auf Verlust stand. Doch dann verpasste Adams den möglichen Sieg und musste sich letztlich ins Remis fügen. Vishy Anand seinerseits musste sich als Schwarzer in der siebten Runde den Gewinnbemühungen von Polgar erwehren, was er aber recht sicher schaffte. Aronian kam heute gegen Jones nicht über ein Remis hinaus. Das hatte McShane gestern übrigens besser gemacht, als er Jones in einer spannenden Partie nieder rang. Will Vladimir Kramnik seine letzte Chance nutzen, Carlsen noch abzufangen, muss der Russe morgen unbedingt gegen Gawain Jones gewinnen. Egal, wie die London Chess Classic letztlich endet, eine Tatsache steht bereits fest: Magnus Øen Carlsen wird die bisherige ELO-Bestmarke von Garry Kasparov in der Januar-Liste der FIDE definitiv knacken. Diese stand bisher bei 2851, doch Carlsen hat bereits eine Live-Rating von 2862,4 und würde selbst bei einer Niederlage gegen Anand in der Schlussrunde klar über Kasparovs Zahl bleiben. Im morgigen Livekommentar wird dies sicher zur Sprache kommen, und dann werden wir wissen, ob das dem Weltranglistenersten genauso wichtig ist, wie seiner täglich wachsenden Schar von Fans.

Offizielle Veranstaltungsseite

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Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic findet vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wird ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hat ein Teilnehmer "frei" und wird als Co-Kommentator fungieren. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 (basierend auf den ELO-Zahlen November 2012) wird die Turnierkategorie 21 erreicht.

Rundenstart ist täglich um 15 Uhr unserer Zeit, lediglich in der vierten (17 Uhr) und neunten Runde (13 Uhr) ändert sich die Startzeit. Der einzige Ruhetag wird am 05. Dezember eingelegt.

Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.

Der Preisfonds beläuft sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilen: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR

Weiterhin werden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Sollten beispielsweise 21 Partien entschieden werden, ist jeder Sieg 1.000 EUR wert.

Pro Sieg gibt es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Sollten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufweisen, entscheiden in der Reihenfolge die folgenden Kriterien: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich

Sollte dies keinen Sieger hervorbringen, wird eine Armageddon-Partie gespielt, in welcher Weiß 6 Minuten und Schwarz 5 Minuten erhält. Zusätzlich gibt es 2 Sekunden Bonus pro Zug. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.

Apropos Remis: Es ist den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser wird nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zustimmen. Im Zweifel hat Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.

Weitere Informationen bieten die folgenden Links:

Offizielle Veranstaltungsseite

Alle Regeln nochmals im Überblick

Alle Veranstaltungen im Überblick

Abschlussbericht London Chess Classic 2011


Tabelle nach Runde 7

"Klassische" Tabelle nach Runde 7

Partien nachspielen & downloaden

Ergebnisse


Impressionen der sechsten Runde
© Ray Morris-Hill / www.rmhphoto.eu

Mit seiner Leistung gegen Judit Polgar in Runde 6 war der selbstkritische Magnus Carlsen erstmals im Turnier wirklich zufrieden. Der Sieg war übrigens gleichbedeutend mit der Tatsache, dass er in der nächsten Liste im Januar den ELO-Rekord von Garry Kasparov in jedem Fall brechen und eine Rating von über 2851 haben wird.

Doch DER Spieler der sechsten Runde war Michael Adams, denn er besiegte....

...Weltmeister Viswanathan Anand

Mit 41.Le2-c4?? leistete sich der Champion einen auf diesem Niveau ganz selten anzutreffenden Fauxpas. Nach eigener Aussage sah Adams rasch das tödliche 41...Dd1!!-+, wonach Weiß sofort geplatzt war. Gegen die Drohung Ta1 nebst Dh1# gibt es einfach kein ausreichendes Mittel mehr. z. B. 42.Lxe6 Ta1! 43.Lxf7+ Kg7-+. Anand spielte noch 42.Dh6 und gab nach 42...Lh3+! sofort auf.

Luke McShane gelang in Runde 6 gegen Gawain Jones der erste Sieg

Levon Aronian musste in Runde 6 mit seinem Remis gegen...

...Vladimir Kramniks Berliner Mauer zufrieden sein. Der 14. Weltmeister schickt sich übrigens an, erneut die 2800er-Barriere zu überschreiten und Nummer 2 der Weltrangliste zu werden!


Impressionen der siebten Runde
© Ray Morris-Hill / www.rmhphoto.eu

Sehr hochklassig war die heutige Begegnung zwischen Hikaru Nakamura und Magnus Carlsen. Letzterer opferte aussichtsreich einen Springer für zwei verbundene Freibauern am Damenflügel, doch der Amerikaner spielte präzise und kassierte die aufmüpfigen Landwirte im Endspiel ein. Dennoch reichte sein Materialvorteil letztlich nicht zum Sieg.

Judit Polgar scherzte mit ihrem "Erster Zug-Jungen"

Danach versuchte Sie, Viswanathan Anand zu
schlagen, doch dieser ließ nichts anbrennen

Die Begegnung zwischen Gawain Jones und Levon Aronian wurde von Kommentator Daniel King als "perfektes Schach" bezeichnet. Keine Seite beging einen klaren Fehler, also remis!

Genüsslich und lange, aber dann doch ohne Erfolg knetete
Michael Adams seinen Landsmann Luke McShane



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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