TopTurniere London CC - Carlsen und Kramnik im Gleichschritt Klassischer Fehlstart für Aronian
03.12.2012 - Dass die kürzeste Partie der zweiten Runde bei der 4. London Chess Classic 59 Züge dauerte spricht Bände und für das Format dieses Turniers, welches Kurzremisen nahezu ausschließt. Weltmeister Viswanathan Anand und Luke McShane benötigten gar 108 Züge, um ihre spannende Partie zu remisieren. Der Inder opferte im Spielverlauf einen Bauern, sah diesen jedoch nie wieder und musste schwer ums Remis kämpfen. Auch das Remis zwischen Judit Polgar und Gawain Jones im Drachen war nichts für schwache Nerven. Die Ungarin hatte auch im Nachhinein das Gefühl, irgendwann den Gewinn verpasst zu haben. Besser machten es Magnus Carlsen und Vladimir Kramnik. Ersterer kam gegen Levon Aronian prima aus der Eröffnung, verpasste dann allerdings eine gute Gelegenheit, wonach der Armenier möglicherweise sogar besser stand. Doch nach der Zeitkontrolle verlor Lev den Überblick und wurde überspielt. Mit viel Geduld knetete Kramnik seinen Gegner Hikaru Nakamura bis in ein Damenendspiel mit Mehrbauer, welches sich aus Sicht des Amerikaners vielleicht hätte halten lassen können, doch unter dem Strich ist der Sieg des Russen völlig verdient. Somit führen Carlsen und Kramnik souverän die Tabelle an. Die dritte Runde beginnt heute um 15 Uhr. Dann wird es zum Showdown der beiden Führenden kommen. GM Klaus Bischoff kommentiert für Sie wieder live auf dem Fritzserver von ChessBase.
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Allgemeine Informationen
Die vierte Auflage der London Chess Classic findet vom 01. bis 10. Dezember im Olympia Conference Centre statt. Gespielt wird ein Rundenturnier mit neun Spielern. In jeder Runde hat ein Teilnehmer "frei" und wird als Co-Kommentator fungieren. Mit einem ELO-Schnitt von 2751 (basierend auf den ELO-Zahlen November 2012) wird die Turnierkategorie 21 erreicht.
Rundenstart ist täglich um 15 Uhr unserer Zeit, lediglich in der vierten (17 Uhr) und neunten Runde (13 Uhr) ändert sich die Startzeit. Der einzige Ruhetag wird am 05. Dezember eingelegt.
Die Bedenkzeit beträgt 2 Stunden für 40 Züge, 1 Stunde für 20 Züge und 15 Minuten + 30 Sekunden pro Zug für den Rest der Partie.
Der Preisfonds beläuft sich auf 130.000 EUR, die sich wie folgt verteilen: Sieger: 50.000 EUR, Zweiter: 25.000 EUR, Dritter: 20.000 EUR, Vierter: 15.000 EUR, Fünfter: 10.000 EUR, Sechster:10.000 EUR
Weiterhin werden insgesamt 30.000 EUR an Sonderpreisen für die beste Partie einer Runde (je 1.000 EUR) und Prämien für jede gewonnene Partie gezahlt. Sollten beispielsweise 21 Partien entschieden werden, ist jeder Sieg 1.000 EUR wert.
Pro Sieg gibt es drei Punkte und pro Remis einen Punkt. Sollten am Ende zwei oder mehr Spieler die gleiche Punktzahl aufweisen, entscheiden in der Reihenfolge die folgenden Kriterien: 1. Zahl der gewonnenen Partien, 2. Zahl der mit Schwarz gewonnenen Partien, 3. Direkter Vergleich
Sollte dies keinen Sieger hervorbringen, wird eine Armageddon-Partie gespielt, in welcher Weiß 6 Minuten und Schwarz 5 Minuten erhält. Zusätzlich gibt es 2 Sekunden Bonus pro Zug. Weiß muss gewinnen, Schwarz genügt ein Remis.
Apropos Remis: Es ist den Spielern nicht gestattet, ohne Zustimmung des Schiedsrichters Remis zu vereinbaren. Dieser wird nur bei einer dreimaligen Zugwiederholung, der 50 Züge-Regel oder einer offensichtlichen Remisstellung zustimmen. Im Zweifel hat Veranstalter und Turnierdirektor IM Malcolm Pein das letzte Wort.