TopTurniere Dortmund 2011 - Kein Blut beim Chess-Meeting Alle Partien remis in Runde 6
27.07.2011 - Die "Anti-Remis-Regel" beim 39. Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund zeigt ihre Wirkung, wie man an der Zahl der gespielten Züge leicht erkennen kann, aber wenn sich alle Spieler nunmal ebenbürtig sind, kann es dennoch passieren, dass kein Blut fließt. So geschehen in der heutigen sechsten Runde. Vladimir Kramnik erspielte sich als Schwarzer zwar leichte Vorteile gegen Ruslan Ponomariov, aber der Ukrainer hielt den Laden zusammen. Zuvor hatten schon Liem Quang Le und Georg Meier den Punkt geteilt. Die längste Partie spielten Hikaru Nakamura und Anish Giri. Der Amerikaner eroberte zwar einen Bauern, aber im Endspiel war dies nicht genug. Unter dem Strich hat diese Runde nur Kramnik genützt - jetzt sind es nur noch vier Runden bis zu seinem zehnten Triumph beim Chess-Meeting. Es folgen - neben allen wichtigen Zahlen und Fakten - die gewohnt gelungenen Bilder der sechsten Runde sowie der gestrigen Autogrammstunde von Georgios Souleidis.
Die Teilnehmer am Sparkassen Chess-Meeting 2011 Georg Meier (2656), Liem Quang Le (2715), Vladimir Kramnik (2781), Ruslan Ponomariov (2764), Anish Giri (2701) & Hikaru Nakamura (2770)
Allgemeine Informationen
Das Sparkassen Chess-Meeting findet vom 21. bis 31. Juli im Dortmunder Schauspielhaus statt. Sechs Großmeister der Weltklasse spielen doppelrundig gegeneinander. "Titelverteidiger" ist Ruslan Ponomariov, doch Rekordsieger mit bisher 9 Titeln ist Vladimir Kramnik.
Die Bedenkzeit in Dortmund beträgt 100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem ersten Zug. Da dem Chess-Meeting in der Vergangenheit oft seine "Remislastigkeit" vorgeworfen wurde, hat man seitens der Veranstalter reagiert. Bei der diesjährigen Auflage dürfen die Großmeister während der Partie kein Remisangebot abgeben. Die Partie wird als Remis gewertet, wenn aus dem Spiel heraus kein Gewinn mehr möglich oder eine dreimalige Zugwiederholung unvermeidlich ist.
Mit einem ELO-Schnitt von 2731 wird die Turnierkategorie 20 erreicht. Rundenstart ist täglich um 15:00 Uhr, lediglich die letzte Runde beginnt bereits um 13:00 Uhr. Wie schon in den Vorjahren werden die Partien mit einer Verzögerung von 15 Minuten ins Internet übertragen. Ein Ruhetag wird eingelegt - nämlich am 26. Juli.
Neben dem Großmeisterturnier gibt es traditionell noch zwei weitere Wettbewerbe. Das Helmut-Kohls-Turnier ist ein geschlossenes Turnier mit zehn geladenen Spielern, wobei die erstem beiden Bretter die Ehre haben, zeitgleich mit den Supergroßmeistern auf der Bühne des Schauspielhauses zu spielen. Und dann gibt es natürlich noch das bekannte Sparkassen Open vom 23. bis 31. Juli. Alle weiteren Informationen rund um das Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting entnehmen Sie der offiziellen Turnierseite.
Zwischen Hikaru Nakamura und Anish Giri entbrannte eine spannende Schlacht
Er siegte zwar nicht, aber spielte dennoch besser als in den vorherigen Runden. Auf Twitter bedankte sich Naka bei einer "Vanessa" für deren "inspirierenden Worte"...
Erfolgreicher Kampf um den halben Punkt von Giri
Liem Quang Le und Georg Meier trennten sich gerecht remis
Weiterhin Zweiter hinter Kramnik
Ob ihm noch ein Sieg gelingt?
Bilder der Autogrammstunde am Ruhetag
Anstehen für einen...
...kurzen, aber persönlichen Moment mit den Stars
Unzählige Turnierplakate passierten die Stifte der Spieler
Jeder hatte seine eigene Farbe - Anish Giri unterschrieb mit Blau...
...Hikaru Nakamura bekam den Magenta-Stift...
...und Vladimir Kramnik unterschrieb hellbraun (?)
Auch Spezial-Wünsche wurden vom 14. Weltmeister erfüllt
Ein kleines Schwätzchen zwischendurch mit Giri
Da fand auch Hikaru Nakamura seine gute Laune wieder, nachdem er am Vortag noch 8 Stunden gegen Georg Meier kämpfen musste und dann auch noch kein Abendessen im Hotel bekam. Na ja, in der Ruhrmetropole Dortmund wird sich garantiert noch etwas Essbares für den Amerikaner gefunden haben...