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Carlsen gewinnt London Chess Classic 2010...
...und wird wieder die Führung in der Weltrangliste übernehmen
15.12.2010 - Bei der ersten Auflage 2009 hatte Magnus Carlsen die London Chess Classic für sich entschieden und in diesem Jahr konnte er seinen Titel nach turbulentem Turnierverlauf erfolgreich verteidigen. Um auf der sicheren Seite zu sein, musste der Norweger in der Schlussrunde gegen Nigel Short gewinnen, und der Brite machte es ihm wahrlich nicht allzu schwer. In einer eher seltenen Französisch-Variante ging Short sang- und klanglos unter und bescherte seinem Gegner neben dem alleinigen Turniersieg auch noch 50.000,- Euro Siegprämie und die Führung in der nächsten Weltrangliste. Denn parallel machte Viswanathan Anand gegen die Berliner Verteidigung von Vladimir Kramnik keinen Stich, und Luke McShane durfte in seinem neuerlichen Drachen gegen David Howell am Ende froh sein, dass letzterer in Gewinnstellung einer dreimaligen Stellungswiederholung zustimmte, weil er nur noch von dem Zeitbonus lebte und nicht alle Taktiken korrekt durchrechnen konnte. Die letzte Partie der London Chess Classic 2010 war die zwischen Hikaru Nakamura und Michael Adams. Doch nach 63 Zügen endete auch diese unentschieden. Für den Amerikaner ging es immerhin um einen Unterschied von stolzen 15.000,- Euro, wofür sich das kämpfen ja durchaus lohnt. Hätte er gesiegt, wäre er alleiniger Zweiter geworden und hätte 25.000,- Euro kassiert, so bleiben ihm für den vierten Rang "nur" 10.000,-. Nach klassischer Zählweise wären Carlsen, Anand und McShane übrigens punktgleich gewesen, doch darüber werden sich die beiden geteilten Zweitplatzierten sicherlich nicht beklagen, waren die Regeln schließlich vorher allen klar. Letztlich hat der gesiegt, der auch die meisten Partien gewonnen hat, und das kann ja gar nicht so verkehrt sein.

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Bilder der 7. Runde
von John Saunders

Magnus Carlsen ließ Nigel Short keine Chance

Nachdem der Papierkram nach der Partie erledigt war...

...durfte sich Carlsen bei der Pressekonferenz feiern lassen

Das Duell der Weltmeister war nicht wirklich spannend

Auf der Pressekonferenz erklärte Anand seine Eröffnungswahl, musste
aber zugeben, dass die Berliner Mauer aktuell kaum überwindbar ist

Der Weltmeister äußerte sich auch zu den noch laufenden
Partien und sorgte zwischendurch für große Heiterkeit

Die längste Partie des Tages war die zwischen Hikaru Nakamura und Michael Adams

Nach der Analyse der Partie zwischen David Howell und Luke McShane,
erhielt besonders letzterer für seine starke Gesamtleistung viel Applaus



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Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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