TopTurniere London Chess Classic 2010 - Die Teilnehmer Perfekter Mix aus absoluter Weltklasse und nationalen Topspielern
15.09.2010 - England hat endlich wieder ein Top Turnier - und was für eins! Nachdem die erste Auflage 2009 ein großer Erfolg war, hat Chef-Organisator Malcolm Pein für die London Chess Classic 2010 in Sachen Qualität nochmals nachgelegt. Vom 08. bis 15. Dezember werden Weltmeister Viswanathan Anand, Vorjahressieger Magnus Carlsen, Vladimir Kramnik, Hikaru Nakamura, Michael Adams, Nigel Short, Luke McShane und David Howell im Olympia Conference Centre um den nochmals erhöhten Preisfonds von 118.000 Euro spielen. Der Sieger erhält davon satte 50.000 Euro. Gemäß den aktuellen Elozahlen weist das Turnier einen Schnitt von 2729 auf, was der Kategorie 20 entspricht. Wer gerne live dabei sein oder an einer der zahlreichen Rahmenveranstaltungen teilnehmen möchte, kann sich jetzt anmelden und die Tickets buchen.
Der Preisfonds der diesjährigen London Chess Classic beläuft sich auf 145.000 Euro und ist im Vergleich zum Vorjahr um 25.000 Euro aufgestockt worden. Die einzige Veränderung im Feld der Topspieler ist wahrlich weltmeisterlich. Der Chinese Ni Hua wurde 2009 geteilter Letzter und so nimmt Viswanathan Anand dessen Platz ein, was nicht nur den Schnitt sondern auch die Qualität des Turniers nochmals kräftig hebt. Der amtierende Weltmeister will den Kampf um Platz 1 in der Weltrangliste aufnehmen und erhält in den kommenden Monaten ausgiebig Gelegenheit dazu. Vor London wird es im Oktober in Bilbao beim Grand Slam Finale zum Aufeinandertreffen zwischen Anand und Magnus Carlsen kommen, und nur einen Monat nach London treffen die beiden derzeit besten Spieler der Welt in Wijk aan Zee beim Tata Stell Chess Tournament. erneut aufeinander. Ebenfalls bei allen erwähnten Turnieren mit am Start wird Vladimir Kramnik sein. Die russische Nummer 1 tat sich zuletzt eher schwer und wird entsprechend erpicht darauf sein, den beiden Favoriten ein Bein zu stellen und in der Weltrangliste Boden gut zu machen.
Wer in London nicht auf Anand, Carlsen oder Kramnik als Sieger tippt, ist ganz sicher prinzipiell ein Freund von Underdogs, doch angefangen bei Hikaru Nakamura über Michael Adams und seine englischen Kollegen wäre ein Turniersieg eine faustdicke Sensation. Dennoch, genau dieser Mix aus absoluter Weltspitze, erweiterter Weltspitze und jungen, hungrigen Spielern verleiht dem Turnier die zusätzliche Würze.
Weltmeister Viswanathan Anand Indien, ELO 2800, Weltrangliste: 3, geb. 11.12.1969
Magnus Carlsen Norwegen, ELO 2826, Weltrangliste: 1, geb. 30.11.1990
Vladimir Kramnik Russland, ELO 2780, Weltrangliste: 5, geb. 25.06.1975
Hikaru Nakamura USA, ELO 2733, Weltrangliste: 15, geb. 09.12.1987
Michael Adams England, ELO 2728, Weltrangliste: 18, geb. 17.11.1971
Nigel Short England, ELO 2690, Weltrangliste: 48, geb. 01.06.1965
Luke McShane England, ELO 2657, Weltrangliste: 85, geb. 07.01.1984
David Howell England, ELO 2616, Weltrangliste: 167, geb. 14.11.1990
IM Malcolm Pein Chef-Organisator London Chess Classic
400 Zuschauer passen in das Auditorium des Olympia Conference Centre
Wen das ganze Geschreibe über Schach nur hungrig aufs Selberspielen macht, der kann parallel zu den Meistern an einer der zahlreichen Rahmenveranstaltungen in London teilnehmen. Da wäre beispielsweise das neunrundige FIDE Open Standard, welches über die gesamte Event-Dauer geht. Wer weniger Zeit aber den gleichen Schachhunger hat, für den ist das FIDE Open Busy die richtige Wahl. Allerdings müssen Sie dann auch bereit sein, drei Runden am Tag und mit wechselnder Bedenkzeit zu spielen. Und wem auch dies zu lang ist, nimmt einfach am Weekend Classic teil und "knüppelt" fünf Partien in zwei Tagen 'runter. Für die Freunde des schnellen Schachs ist am 12. Dezember das sechsrundige Classic Rapidplay (Bedenkzeit 30+0) interessant, während Blitzfreunde an jedem der sieben Abende am Classic Blitz. ihren Spaß haben werden. Für umgerechnet rund 48,- Euro kann man sich quasi die Blitz-Flatrate buchen und an allen Turnieren teilnehmen. Wer dann noch nicht genug hat, auf den wartet Viktor der Schreckliche. Am 09. und am 14. Dezember wird die lebende Schachlegende Viktor Korchnoi gegen jeweils 30 Gegner simultan spielen. Mit rund 48,- Euro sind auch Sie dabei.
Alle weiteren Informationen entnehmen Sie der folgenden Presseerklärung von John Saunders sowie der offiziellen und sehr übersichtlichen Veranstaltungsseite. In Frankfurt und später in Mainz wurde der Name "Chess Classic" berühmt, nun gibt es auch in London eine solche, die diesem Namen alle Ehre macht. Wenn Organisator Malcolm Pein jetzt auch noch an die Freunde des Chess960 gedacht hätte, hätte man ihn eigentlich zum Ehrenmitglied der Chess Tiger machen müssen. Aber auch Pein weiß, dass man sich für kommende Veranstaltungen immer noch die eine oder andere Verbesserung aufheben muss.