TopTurniere Chess-Meeting: Le siegt und Mamedyarov führt Und Karpov kommt auch bald
18.07.2010 - Nach vier Runden hat Shakhriyar Mamedyarov beim Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund die alleinige Führung übernommen. Die dafür nötige Schützenhilfe leistete ihm der wahre Held des Tages Liem Quang Le. Der 19-jährige Vietnamese holte den ersten vollen Punkt seiner noch jungen Karriere in einem Top Turnier und das gleich mal gegen den bisher recht souveränen Ruslan Ponomariov. Somit reichte Mamedyarov ein Remis gegen Vladimir Kramnik, welches er mit den schwarzen Steinen locker nach 31 Zügen in der Tasche hatte. Deutlich länger dauerte das Duell zwischen Arkadij Naiditsch und Peter Leko. 55 Züge lang versuchte Naiditsch mehr, als das sichere Remis aus dem Ungarn herauszupressen, doch dieser verteidigte sich gewohnt sicher und ließ auch im Turmendspiel mit Minusbauer nur bei sehr optimistischen Arkadij-Fans Hoffnungen auf einen vollen Punkt für den Deutschen aufkommen. Unter dem Strich steht ein gerechtes Unentschieden und das Warten auf den ersten Sieg unserer Nummer 1. Derweil hat sich im Dortmunder Schauspielhaus für den 22. Juli hoher Besuch angekündigt. Anatoly Karpov, seines Zeichens der zwölfte Schachweltmeister und aktueller Kandidat für das Amt des FIDE Präsidenten, wird seine Aufwartung machen und die siebte Runde eröffnen. Im Anschluss wird es ab 16:00 Uhr eine Pressekonferenz und einen Fototermin mit ihm geben.
In der fünften Runde wird es zu den folgenden Begegnungen kommen:
Leko – Le
Ponomariov – Mamedyarov
Kramnik – Naiditsch
Die Bedenkzeit in Dortmund beträgt 100 Minuten/40 Züge + 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sekunden/Zug ab dem erstem Zug. Rundenstart ist täglich um 15:00 Uhr, außer am 20. Juli, denn dann ist der einzige Ruhetag. Die letzte Runde wird bereits um 13:00 Uhr beginnen. Die Live-Übertragung ins Internet erfolgt mit einer Verzögerung von 15 Minuten. Neben diesem Versuch, so einen möglichen Betrug zu verhindern, wird erstmals auch konsequent die berüchtigte "Sofia-Regel" angewendet. Demnach ist es den Spielern untersagt, ohne Absprache mit dem Schiedsrichter, ein Remis zu vereinbaren.