Nachrichten Pablo Lafuente Wertungssieger bei Rekord-Neckar-Open Favoriten haben das Nachsehen / Impressionen von Georgios Souleidis
06.04.2010 - Gemäß den Endtabellen haben im A-Open 397, im B-Open 235 und im C-Open 84 Spieler das 14. Int. Neckar-Open in Deizisau beendet und es somit auf eine Gesamtteilnehmerzahl von 716 gebracht. Die Masse aber auch die Klasse dürfte Organisator Sven Noppes und sein Team für sämtliche Mühen belohnt haben, ist das Neckar-Open doch eindeutig auch weiterhin das größte offene Turnier mit klassischer Bedenkzeit in Deutschland. Gewonnen wurde das A-Open von dem argentinischen GM Pablo Lafuente, der damit zugleich sein Deutschland-Debüt gab. Und auch auf den Rängen zwei und drei konnte sich keiner der Top-Favoriten platzieren. Mit dem (noch) titellosen Markus Lammers auf dem Silberrang und dem niederländischen IM David Miedema auf Rang drei erreichten zwei Spieler - wie der Sieger - 7,5 Punkte, von denen man dieses Kunststück nicht unbedingt erwartet hatte. Damit erzielten sie beispielsweise einen ganzen Zähler mehr als die deutsche Nummer 1, Arkadij Naiditsch, der letztlich auf dem unbefriedigenden 14. Platz landete. Der frischgebackene Deutsche Meister IM Niclas Huschenbeth, war in diesem erlesenen Feld nur auf Rang 43 gesetzt und kann mit Platz 40 in der Endabrechnung sogar ein leichtes Ratingplus verzeichnen, wie ein Blick auf die umgehend erfolgte DWZ-Auswertung belegt.
Die weite Anreise hat sich für Pablo Lafuente gelohnt
Markus Lammers wurde überraschend Zweiter
Platz 3 für David Miedema
Viktor Erdös wurde Vierter
Vielleicht hätte sich Arkadij Naiditsch zwischendurch gerne versteckt ...
Alexander Graf, die Nummer 2 der Setzliste, wurde am Ende gar nur 39. ...
... einen Platz vor dem deutschen Meister, Niclas Huschenbeth
"Warum ist nicht einfach jetzt schon Schluss?" - Ilja Schneider träumte nach sieben Runden "von dem Turnier seines Lebens", wurde aber dann doch "nur" 19. Immerhin, wie man auf der Seite seines Blogs "Der Schachzoo" nachlesen kann, gelangen dem Berliner einige Perlen wie das studienartige Gewinnen eines Endspiels mit zwei Springern gegen zwei Bauern, welches ihm sogar Szenenapplaus bescherte.