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Überraschung zum Auftakt des 8. Gibtelecom Chess Festivals
Top-GM Bacrot stolpert über Fidemeister
27.01.2010 - "Mich laust der Affe!", das hat sich schon so manch einer beim Besuch der Südspitze der Iberischen Halbinsel - genauer Gibraltar - gedacht. Der Affenfelsen ist der einzige Ort Europas an welchem freilebende Berberaffen vorkommen und seit je her ein Touristenmagnet sind. Dort, wo sich Europa und Afrika beinahe berühren, findet heuer bereits zum achten Mal das Gibtelecom Chess Festival statt, welches durch sein offenes Masters mit durchaus hohen Geldpreisen bekannt ist. Gibraltar ist britisches Hoheitsgebiet und gehört damit zu den Euro-Verweigerern, weshalb dort in britischem Pfund gerechnet wird. Demnach beläuft sich der Preisfonds in diesem Jahr auf satte £112.500, was aktuell etwa €98.000 entspricht, wovon auf den Sieger des für alle offenen Masters alleine £15,000 (ca. €13.000) warten. Kein Wunder, dass sich das auch der eine oder andere Top-GM nicht entgehen lassen möchte. Im vergangenen Jahr gewann beispielsweise Peter Svidler das zehnrundige Turnier, der russische Top-GM tritt dieses Mal allerdings nicht an. 2010 ist Etienne Bacrot die Nummer 1 der Setzliste eines teils sehr prominenten 223-köpfigen Feldes. Und der Franzose musste gleich zum gestrigen Auftakt die ersten Federn lassen. Da wird es ihn auch wenig getröstet haben, dass sein Gegner ein Landsmann war. Guillau Camus de Solliers ist Fidemeister und hatte gestern möglicherweise einen seiner schönsten Momente seiner Schachkarriere, als ihm der beste Spieler seiner Heimat die Hand zum Remis nach 54 Zügen entgegenstreckte.

Offizielle Turnierseite



Quelle: Google maps

Neben Etienne Bacrot haben zahlreiche seiner Kollegen und Kolleginnen vom mehrfachen deutschen Mannschaftsmeister OSG Baden-Baden die Reise nach Gibraltar angetreten. Sergei Movsesian, Michael Adams, Francisco Vallejo Pons und Jan Gustafsson sind ebenso vor Ort wie Viktorija Cmilyte, Ketevan Arakhamia-Grant, Anna Zatonskih und Elena Sedina und machen aus dem Gibtelecom Masters fast eine Vereinsmeisterschaft. In der heutigen zweiten Runde muss Cmilyte beispielsweise gegen Movsesian antreten. Mit zu den Favoriten gehört natürlich auch die Nummer 1 der Chess960-Weltrangliste Gata Kamsky. Bei den Frauen winken der Siegerin rund €7.000 und so wundert es nicht, dass auch dreißig Schach-Grazien mit von der Partie sind. Allen voran die Weltmeisterinnen Alexandra Kosteniuk und Antoaneta Stefanova sowie die nach Judit Polgar aktuell beste Frau Humpy Koneru. Aus deutscher Sicht ist neben Gustafssons besonders das Abschneiden von Daniel Fridman, Falko Bindrich, Michael Hoffmann und Sebastian Siebrecht interessant.

Gespielt werden zehn Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 100 MInuten/40 Züge+ 50 Minuten/20 Züge + 15 Minuten + 30 Sek./Zug ab dem ersten Zug. Remisvereinbarungen vor dem 30. Zug sind untersagt und werden gegebenenfalls mit der Kürzung des Preisgeldes geahndet. Wer mehr als 30 Minuten zu spät zur Partie erscheint, hat diese verloren. Rundenbeginn ist jeweils um 15:00 Uhr, lediglich die letzte Runde wird bereits um 10:00 Uhr gespielt. Alle weiteren Informationen rund um das Masters und die Rahmenveranstaltungen erhalten Sie über die offizielle Turnierseite


Impressionen von Zelka Zeljka Malobabic

Das ist zwar der offizielle Auftakt des Masters, doch der Herr links ist nicht
FM Guillau Camus de Solliers, sondern Charles Isola als Vertreter des
Hauptsponsors, der den ersten Zug des Turniers ausführte.


Am Brett der amtierenden Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk gab sich
Boris Spassky die Ehre und spielte ein paar Züge für die Zuschauer.
Am Turnier selbst nimmt der Weltmeister vergangener Tage jedoch nicht teil.


Und schon hatte die schöne Russin den ersten neuen Fan gewonnen ...


Während die "Kinder" spielen frönt der Wahl-Franzose Spassky dem Rotwein


Etienne Bacrot (FRA) 2713


Sergei Movsesian (SVK) 2708


Francisco Vallejo Pons (ESP) 2705


Michael Adams (ENG) 2694


Humpy Koneru (IND) 2614


Antoaneta Stefanova (BUL) 2545


Natalia Zhukova (UKR) 2452


Anna Zatonskih (USA) 2466, Nana Dzagnidze (GEO) 2506 und Tania Sachdev (IND) 2398


Noch mehr Bilder von Zelka Zeljka Malobabic finden Sie hier: Bildergalerie auf Picasa



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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