Nachrichten Lichtentaler Allee 8 - Kulturhaus LA8 in Baden-Baden OSG Mannschaft feiert zum ersten Mal ein 8:0 Sieg und zwar gegen den Erfurter SK
19.11.2009 - Der Hinweis zum Kulturhaus LA8 ist bereits am Stadteingang in Badens mondänem Mittelpunkt Baden-Baden zu sehen und der autofahrende Besucher wird sicher bei den Bundesligaheimkämpfen der OSG Baden-Baden zum Zentrum des Schachs geführt. Im Herzen von Baden-Baden fühlt man sich sofort wohl, wenn man am Musentempel Festspielhaus vorbei die Museumsmeile Lichtentaler Allee erreicht. Natürlich fährt man am besten an der Trinkhalle und dem Spielkasino vorbei - wenn die Durchfahrt dort erlaubt ist -, anderenfalls wendet man den kleinen Trick an, durch die Parkgarage am Kurhaus zum Dorinthotel zu fahren, um dann 200m zu Fuss ins modernste Schachzentrum Deutschlands, dem Spiel- Club- und Trainingszentren für Schach zu gelangen. Wir bräuchten viel häufiger in Deutschland diese repräsentative Begegnungsstätten des Schachs mit der ganzen Gesellschaft!
Vor gut 10 Jahren haben sich die Baden-Badener von der Oos auf den Weg gemacht, etwas einmaliges für Schach zu ersinnen, die große Schachturnier-Vergangenheit von Baden-Baden war ja schon als Verpflichtung maßgebend, aber es bedurfte noch eines leidenschaftlichen Schachspielers, der sich nicht minder als cooler Stratege im Wirtschaftsleben europaweit etablierte - Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender der Grenke Leasing AG - hat das Herz am rechten Fleck und die soziale Verpflichtung eines Unternehmers als Ziel gegenüber der Gesellschaft verinnerlicht. Natürlich schafft es oft ein Mann nicht allein, es müssen begeisterte Fachleute und kompetente Ressourcen versammelt werden und da hatte er zuerst mit den Schachfreunden Christian Bossert und Thilo Gubler, später kamen Sven Noppes und Dr. Markus Keller in der Organisation dazu, eine gute Nase bewiesen. Im Jahre 2003 wurde der amtierende Weltmeister Viswanathan Anand verpflichtet und im Jahre 2007 kam sein schärfster zukünftiger Herausforderer Magnus Carlsen dazu - irgendwie ein Musterprojekt, eine Erfolgsstory bildete sich ab! Doch Weltranglisten-Spitzenspieler reichen nicht alleine aus um Meisterschaften zu gewinnen, die Spieler müssen auch wochenends spielen können, wenn denn der internationale Terminplan es zulässt. Deshalb ist Homogenität, Verfügbarkeit und Teamspirit von außerordentlicher Bedeutung - das Team ist der Star - und obendrein schenkt und schenkte der versierte Schachsponsor Grenke den Betreuern Vertrauen und gab ihnen freie Hand sich im Rahmen der Planziele zu bewegen. Die Herausforderung wurde nach anfänglicher Probezeit kongenial zwischen jedem einzeln Spieler und dem Anspruch der Teamleitung gelöst und mündete in den letzten vier Jahren in ein Teamdenken, dass sicher das Geheimnis des Erfolges ausmacht. Das die OSG auf bodenständige Teambildung setzte und in Zukunft setzt, zeigen nicht nur die letzten beiden Verpflichtungen aus deutschen Landen: Arkadij Naiditsch und Jan Gustafsson, wobei sogar der Nebeneffekt für die deutsche Nationalmannschaft wahrscheinlich bald sichtbar werden wird! Natürlich wäre ohne die finanzielle Potenz des Sponsor "Grenke Group" vieles nicht machbar gewesen, deshalb muss es der Mannschaft auch immer bewusst sein, dass sie einen entsprechenden Gegenwert erspielen muss - auch wenn es ein Zittersieg, wie in Solingen ist, oder zur Höchststrafe mit 8:0 für den letzten Gegner aus Erfurt sich gestaltet. Planbar ist so etwas nicht, aber wenn es passiert, sollte man auch keine falsche Bescheidenheit pflegen, sondern es einfach geschehen lassen. Dies hatte Alexei Shirov mit viel Kraft, verbunden mit höchster Konzentration, beim Spielstand von 7:0 am Sonntag beweisen wollen - Professionalismus im Dienste der Zuschauer, aber auch für sich selbst! Es war der erste 8:0 Sieg der OSG Baden-Baden in einem Bundesligaspiel. Der Schreiber dieser Zeilen durfte dann mit einem Schmunzeln die Scorecard unterschreiben und ist sicher, nur wenn Leistungskraft und viel Glück zusammen kommen, gibt es diese Tage. Kein Grund für den Erfurter SK traurig zu sein.
Kulturelle Begegnungsstätte Schach und Gesellschaft
Gesamtlageplan der schönen Flanier- und Museumsmeile an der Oos
Ein 8:0, geprägt von Professionalismus & Leidenschaft
Am Vortag konnte der honorige Club mit dem klangvollen Namen - Bayern München - mit 5,5:2,5 geschlagen werden, das Missgeschick am 1.Brett zwischen Michael Bezold gegen Alexei Shirov endete im 16.Zug mit einem Figureneinsteller des OSGler und ließ einen höheren Sieg nicht mehr zu. Schlosser, Dautov und Adams gaben ihre ausgeglichenen Partien remis und Bacrot, Vallejo Pons, Nisipeanu und Gustafsson stellten mit soliden Siegen ein +3 Ergebnis sicher.
Am Sonntag, um 9:30 Uhr gaben die Mannschaftsführer ihre Aufstellungen ab, wobei es im Kampf Erfurter SK - OSG Baden-Baden keine Aufstellungsänderungen zum Vortag gab, aber die Aufsteiger SK Heidelberg-Handschuhsheim ließen am Brett 8 ihren Hans-Joachim Vatter pausieren, dafür kam Jörg Schwalfenberg am 7.Brett zum Einsatz. Christian Maier rutschte ans 8.Brett und hatte damit zum 2.Mal an diesem Wochenende die schwarzen Steine zu führen. In beeindruckender Weise unterlegte er mit 2 vollen Punkten die Theorie von Andrasz Adorian: "Black ist ok"! Die Erfurter Schachklub Strategen konnten sich nicht beim Bundesliga-Meeting im Sommer dazu durchringen, wie viele andere Mannschaften mehrheitlich, bereits donnerstagabends die Mannschaftsaufstellungen bekannt zu geben, damit die interessierten Besucher sehen, wer denn dann gegen wen spielt und in welcher Formation der amtierende Deutsche Meister antritt. Die Losung der Teamleitung der OSG Baden-Baden hieß: 4,5 Punkte sind genug, aber wir wissen erst am Sonntagmorgen wer gegen wenn spielt? Irgendwie hatte diese kleine Gängelei der Erfurter (Recht haben Sie natürlich, aber es gilt auch, nicht den "Leu" zu reizen) ein bisschen Nachwirkung bei den Baden-Badener Cracks und führte zu einer äußerst konzentrierten Herangehensweise.
Paarweise wurden die vollen Punkte in Intervallen von einer halben Stunde nach der dritten Stunde erzielt: zuerst Philipp Schlosser und Rustem Dautov - 2:0 -, dann Jan Gustafsson und Michael Adams - 4:0 -, schließlich vor der 1.Zeitkontrolle Francisco Vallejo Pons und Etienne Bacrot - 6:0 - ! Am Brett saßen noch Liviu-Dieter Nispeanu gegen Peter Enders, der immer nervöser an den Hosenträger zupfte und klaren Nachteil besaß und am 1.Brett bearbeitete Alexei Shirov den sympatischen Evgeny Romanov in leicht vorteilhafter Position. Zwischenzeitlich war allen klar, dass Liviu-Dieter mit einer Qualität mehr, Mattsetzen würde, was er dann auch ordentlich tat. Aber Alexei schüttelte hin und wieder den Kopf, sah dabei aber immer cool relaxt aus unter der anhimmelnder Beabachtung seiner neuen Flamme. Die Zuschauer wischen über eine Stunde nicht von ihren Plätzen, um bei der Spitzenbegegnung ihren guten Stehplatz in der ersten Reihe zu verteidigen und erlebten mit Ta4 einen herrlichen Schlusszug des weißspielenden "Hexers aus Riga", der den Gegner unmittelbar resignieren ließ. Ein Lehrpartiebeispiel 1.Güte für die vielen Kinder des Baden-Badener Jugendkaders, die dann endlich das Autogramm des OSG-Spitzenspielers Alexei Shirov an diesem Wochenende bekamen.
Damit war das Wochenende noch nicht ganz gelaufen, weil GM Michael Bezold von Bayern München unbedingt gegen seinen Gegner Vlacheslav Ikonnokov beim Stande von 3:4 gewinnen musste, um das 4:4 Unentschieden wenigstens noch zu retten, was er dann auch tat! In der Zwischenzeit machte ein Lichtentaler Clubspieler sich mal richtig Luft beim Mannschaftsführer der Baden-Badener, indem er das unverschämte Auftreten der Kinder und Jugendlichen kritisierte. Sie wären zu laut, die Eltern zu feige ihren Schützlingen etwas zu sagen und der Veranstalter und Schiedsrichter sei nicht in der Lage die Kinder aus dem Zuschauerraum zu verjagen, oder wenigstens unter Androhung zur absoluten Ruhe dazu zu zwingen. In diesem, mit Millionenaufwand restaurierten, historischen Gebäude müsste es doch möglich sein, die Treppe wenigstens "knarrfrei" mit Teppischläufern zu machen, dass dabei eventuell die Rutschsicherheit der auf- und absteigenden Besucher gefährdet werden könnte, ließ er nicht gelten. Auf den Einwand, dass kein Spieler sich ernsthaft belästigt fühlte, weil beide Seiten gleichermaßen benachteiligt waren - man denke im Tennis an "Flushing Medows", wo im Minutentakt Flugzeuge starten und landen, die Tennisspieler können auch da nicht die absolute Stille einklagen - meinte er, dass er doch 3 Euro Eintritt bezahlt hätte und ein Recht darauf hätte, er fühle sich schließlich als Anwalt der Spieler. Abschließend verließ er polternd die Lichtentaler Allee 8 mit dem Gekrummel "... und dann noch die armen Erfurter 8:0 niederbügeln". Mit den Worten "Vielen Dank für die Verbesserungshinweise, wir versuchen es am 10./11.April 2010 beim Finale noch besser zu machen" verabschiedete ihn der Teamleiter und lud ihn ein eintrittsfrei wiederzukommen.
Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller den berühmten Deutschen ist die Spitzenposition in Sachen Kultur kaum zu nehmen eine vielfältige Freundschaft sollte trotz allen Wettbewerbs im Schach genauso gelten!
Blick auf die Lichtentaler Allee No8 die Musiker meinen es manchmal zu gut mit den Schachspielern
Bunte Fahnen wehen im Wind an der LA8
Nr.8 - Lichtentaler Allee 8 - 8:0 Sieg! Im chinesischen Brauchtum ist die acht ein Symbol des Glückes 5 Mio. Hong Kong Dollar wurden für ein Nummernschild mit fünf "Achter" bezahlt
Eingang zum Spiellokal und zum Museum
Auf dem Weg in den Spielsaal
Bottle Club - hier muss jeder vorbei, der ins Allerheiligste will, beim Anblick der unterschiedlich großen Flaschen kann einen schon ein depressiver Gedanke heimsuchen!
Das Desaster am Samstag - Brett1 Alexei Shirov
Die Dame im Fenster Hier gehts entlang über die "laute" Treppe zum Spielsaal ...
Für die Live-Übertragung verantwortlich: Thilo Gubler Zum ersten Mal im Kulturhaus LA8 - keinerlei Probleme!
die Erfurter Mannschaft vor dem Wettkampfbeginn 10:00 Uhr ...
... sie wollten nicht die Mannschaftaufstellung vor 9:30 Uhr preisgeben Das Baden-Badener Team plädiert für die Bekanntgabe donnerstagabends 18:00 Uhr
Neubayer Andreas Schenk & Jörg Schwalfenberg SK Heidelberg-HSH
Volle Konzentration: Jan Gustafsson
Volle Munition: 3 Fläschchen Marakujasaft bei Francisco Vallejo Pons
Die Teams "rechts" komplett am Brett, nur Etienne Bacrot hatte ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Laufweg zum Spiellokal
Die Teams "links" komplett - Schnittstelle zum zweiten Wettkampf: SK Heidelberg-Handschuhsheim gegen FC Bayern München 4:4
Michael Bezold (Bayern München) machte 2 Punkte am Wochenende glücklich gegen Shirov - perfekt gegen Ikonnokov
Christan Maier (SK Heidelberg-HSH) machte 2 Punkte am Wochenende souverän gegen Maria Schöne - kampfstark gegen Peter Meister
Die Spitzenbretter im Kampf um wichtige Punkte: Vlacheslav Ikonnikov (Heidelberg-HSH) gegen Michael Bezold (Bayern München) 0:1 Alexei Shirov (OSG) gegen Evgeny Romanov (Erfurter SK) 1:0
Rustem Dautov (OSG) eröffnet den Punktereigen gegen Maria Schöne (SKE)
Liviu-Dieter Nisipeanu (OSG) erzielte das 7:0 gegen Peter Enders (SKE)
... und dann kniete sich Alexei Shirov nochmal richtig rein, um ...
... das 8:0 in leicht vorteilhafter Stellung noch zu erzielen!
Die Zuschauer blieben unentwegt dem spannenden Duell treu!
Mit einem herrlichen Zugzwang fährt Shirov dann den Punkt ein und stellt zum ersten Mal in der Geschichte für die OSG ein 8:0 sicher!
GM Fabian Döttling kommentierte alles live
Hervorragende Live-Kommentierung von Fabian Döttling er kennt das Geschäft und die ChessBase Programme
Flinkes Handling lässt alle Informationen sichtbar werden!
Viele Besucher und der komplette Kader der Badischen Schachjugend erlebte die Bundesliga live vor Ort
So konnte die Veranstaltung vom Podium aus für die Mannschaftsführern und den Int. Schiedsrichter Dr. Moritz verfolgt werden
Rustem Dautov beim Autogrammschreiben ...
2.Bundesliga: OSG Baden-Baden II - SK Krumbach I 5:3
Mit stolz geschwellter Brust ...
Dr.Helmut Reefschläger bei der Arbeit ...
Berühmte Tochter: Ekaterina Jussupow nachdenklich
... gegen Florian Dinger (OSG) unglücklich unterlegen
Baden-Baden: Aktiv für Kinder
Die Burda-Stiftung mit künstlerischer Ausbildung
Wer wäre das nicht gerne - Kinder wie Erwachsene
Träume sind keine "Schäume"
Die Geschichte bleibt unvergessen: Antoine de Saint-Exupéry ...
... und berühmte Hotels natürlich auch!
Romantik-Hotel: "Der kleine Prinz"
Das "Brenners" von der Oos aus gesehen
Haupteingang von der Stadtseite
Das oder die "Belle Epoque"
Das Geschäfts-Zentrum Baden-Badens ist sehr attraktiv
Wohltuende Blicke von und zum Kulturhaus LA8
Spieglein, Spieglein an der Oos ... Impressionen
Passt schon: Motorrad und Ev. Stadtkirche Baden-Baden
Evangelische Stadtkirche Baden-Baden im Spiegel
Goldenes Kreuz in Baden-Baden im Spiegel
Idyllische Oos - Namensbestandteil des Abonnementsmeisters
Aufwiedersehen in der LA8 am 10./11.April 2010 beim Finale