Nachrichten Aktuelles Tagesschach 75/09 - Carlsen bleibt spitze Kasparov versus Karpov in Valencia - 12.Karl-Mala-Gedenkturnier vom 16.-19.Juli
08.07.2009 - Drei Remise in der sechsten Runde des Sparkassen Chess-Meeting +++ Jubiläums-Match zwischen Garry Kasparov und Anatoly Karpov vom 21. bis 24. September in Valencia +++ Hikaru Nakamura teilt trotz Kurzbesuch den Sieg beim World Open in Philadelphia +++ Viktor Erdös führt nach sechs Runden beim Internationalen Großmeisterturnier in Berlin +++ XII. Karl - Mala - Gedenkturnier in Frankfurt-Griesheim vom 16. bis 19. Juli / Dem Sieger winken €1.200,- +++ +++ SiH-Newsletter Nr. 23 von Hans-Dieter Post als PDF
Dortmund - Nach ihren Niederlagen in der fünften Runde waren sowohl Etienne Bacrot als auch Arkadij Naiditsch in ihrer heutigen Partie beim Sparkassen Chess-Meeting darauf bedacht, nicht gleich die nächste Null quittieren zu müssen und so einigten sich die Mannschaftskameraden der OSG Baden-Baden nach 24 Zügen darauf, den Punkt zu teilen. Zeitlich zwar länger aber nach Zügen fast gleich lang lief die Partie Vladimir Kramnik gegen Peter Leko, bevor man zu dem Ergebnis kam, dass sich auch hier das Weiterspielen nicht lohne und ein Remis das richtige Ergebnis sei. Damit lagen alle Hoffnungen auf etwas Blut in der Begegnung zwischen Dmitry Jakovenko und Magnus Carlsen. Im Vergleich zu ihren Kollegen mühten sich die beiden besonders, den Gegenüber niederzuringen. Doch nach 45 Zügen mussten auch sie einsehen, dass sie sich heute ebenbürtig waren.
Valencia (ESP) - Ein Vierteljahrhundert ist seit dem berühmten WM-Match (1984-85) vergangen und von da an war ein Duell zwischen Garry Kasparov und Anatoly Karpov nicht nur für Nostalgiker stets ein Klassiker. Und so lassen sich die einstigen Weltmeister nicht lumpen und setzen sich zum Jubiläum vom 21. bis 24. September im spanischen Valencia nochmals ans Brett. Geplant sind - laut dem Kasparov-Vertrauten Mig Greengard von chessninja.com - vier Schnell- und vier Blitzpartien. Die alte Rivalität wurde im Laufe der Jahre ad acta gelegt und sogar eher in eine freundschaftliche Beziehung verwandelt, als Karpov 2007 versuchte, seinen ehemaligen Konkurrenten im russischen Gefängnis zu besuchen. Doch wer Kasparov kennt, weiß auch, dass er sich nur ans Brett begibt um zu gewinnen. Und das will er unter Garantie auch bei dem Show-Match. Wie hoch die Qualität des Schachs sein wird, welches beide bieten werden, vermag keiner zu prophezeien, aber für den Fall einer Live-Übertragung sollten die Veranstalter damit rechnen, dass der Server glüht. Eine offizielle Veranstalterseite gibt es noch nicht im Web, doch sobald sich das ändert, werden wir Sie informieren.
Philadelphia (USA) - Kann man in zwei Tagen ein eigentlich neuntägiges Open gewinnen? Man
kann, wie Hikaru Nakamura jüngst beim World Open bewiesen hat. Dort ist es üblich, dass man sich für Tage, von denen man im Voraus weiß, dass man nicht spielen kann, Byes, also halbe Punkte reservieren kann. Und für die ersten Runden gibt es oft noch einen beschleunigten Modus. Statt einer langen Partie pro Tag spielt man mehrere kürzere an einem. Beim World Open tat es Nakamura wie folgt: Er trat erst am fünften Tag an und absolvierte die ersten fünf Runden in 45-Minuten-Partien. Dann spielte er zwei reguläre Partien (eine davon ein kurzzügiges Remis). Und für die letzten zwei Runden hatte er sich
Byes genommen, um rechtzeitig zum Turnier nach San Sebastian abzureisen. Ergebnis 7 aus 9 und geteilter Erster. Nicht schlecht! Doch keine Sorge, bei der Chess Classic sind solche Spielereien natürlich ausgeschlossen und der amtierende amerikanische Champion wird zu den ausgeschriebenen Zeiten anwesend sein!
Ein ausführlicher Bericht zum World Open findet sich auf ChessVibes.
Berlin - Noch bis zum 12. Juli findet in der Haupstadt das Internationale Großmeisterturnier des Berliner Schachverbandes statt. Nach sechs Runden führt als einziger ungeschlagener Spieler der Ungar Viktor Erdös (2581) mit 5 Punkten die Tabelle an. Damit hat er bereits einen vollen Zähler Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andrej Maksimenko (2542) aus der Ukraine. Die deutschen beziehungsweise Berliner Spieler tun sich derweil noch etwas schwer, doch noch sind ja fünf Runden zu spielen, um die Tabelle noch auf den Kopf zu stellen. Angenehm ist übrigens die sehr übersichtliche Turnierseite mit den laufend aktualisierten Ergebnissen und den sehr unterhaltsamen Berichten von Frank Hoppe. Vielleicht sollte man jedoch erwägen, dankend auf Kommentare von Besuchern zu verzichten, denn diese fühlen sich arg oft dazu berufen, es noch besser zu wissen als der Berichterstatter vor Ort. Man kann es bekanntlich nicht allen recht machen!
Am 10. Juli wird ein Ruhetag eingeschoben, der durch ein "Langsamblitz-Turnier" im Chess960 gekrönt wird. Ausgetragen wird dies beim SC Weisse Dame im Nachbarschaftshaus am Lietzensee in der Herbartstr. 25. Gespielt werden 9 Runden Schweizer System mit 10 Minuten Bedenkzeit. Alle weiteren Informationen erhalten Sie über die folgenden Links.
Frankfurt-Griesheim - Vom 16. bis 19. Juli wird im Frankfurter Stadtteil Griesheim bereits zum zwölften Mal das Karl - Mala - Gedenkturnier veranstaltet. Unter der erfahrenen Leitung des 1. Vorsitzenden des Schachverein 1934 Frankfurt am Main - Griesheim e. V., Ralph Blum, und dem erprobten Schiedsrichtergespann FSR Thomas Rondio und NSR Wolfgang Hettler werden in diesem Open sieben Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 2 Stunden für 40 Züge und einer Stunde für den Rest der Partie gespielt. Insgesamt werden aus dem rund €6.500,- schweren Preistopf 37 Preise vergeben, wovon der alleinige Turniersieger satte €1.200,- erhält.
Gespielt wird im Bürgerhaus Griesheim unter sehr angenehmen Bedingungen und hervorragenden sowie kostengünstigen Verpflegungsmöglickeiten. Das Turnier wird sowohl DWZ als auch ELO ausgewertet. Wer sich noch bis zum 11. Juli per Überweisung des Stargeldes anmeldet, zahlt €45,-, Jugendliche zahlen €30,- (Stichtag 16.07.1991). Danach erhöht sich das Startgeld auf €55,- bzw. €35,-. Die stärksten Spieler, die bisher gemeldet haben sind GM Vitaly Kunin (2533) und IM Anatoly Donchenko (2387) und IM Stefan Reschke (2375).
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