01.07.2009 - Auf der Homepage des Weltschachverbandes findet man zwar noch immer die seit dem 01. Juli 2005 gültigen "Laws of Chess", doch da diese Regeln immer im 4-Jahres-Rhythmus aktualisiert werden, gelten ab sofort einige wichtige Änderungen. Nach einigen fragwürdig verlaufenden Proben hält nun tatsächlich die gefürchtete "Null Toleranz-Regel" Einzug in unsere Turniere, wenn es der jeweilige Veranstalter wünscht. Diese Regel bedeutet exakt das, was sie aussagt, obwohl sie noch völlig unausgereift ist. Wer zum angesetzten Zeitpunkt nicht "am Brett" ist, verliert die Partie. Es bleibt indes jedoch völlig offen, was "am Brett" bedeutet.
Auch sehr interessant ist die neue Handy-Regelung, die eine wirkliche Verbesserung darzustellen scheint. War es früher schlicht verboten, beim Spielen ein Handy bei sich zu tragen, so ist es jetzt durchaus gestattet, sofern es völlig ausgeschaltet ist. Für den Fall, dass man dies vergisst und ein akustisches Signal ertönt, ist die Partie verloren. Kann der Gegner diese nicht mit legalen Zügen gewinnen, erhält er einen halben Punkt. Bereits vor einiger Zeit hatten wir darüber berichtet, dass die FIDE nach langem Widerstand endlich auch Chess960 in ihre Regeln integriert hat. Auch das tritt heute offiziell in Kraft. Wer sich darüber und auch noch über ein paar andere kleinere Regeländerungen informieren möchte, kann dies aktuell auf der Homepage von Peter Doggers Chessvibes tun. Dort nimmt der Vorsitzende des FIDE Rules and Tournament Regulations Committee und weltbekannte Schachreferee, Geurt Gijssen, Stellung zu den neuen Regeln und erklärt auch, wer letztlich über selbige befindet.