Nachrichten Aktuelles Tagesschach 58/09 - Carlsen spitze in Sofia World Rapid Cup 2009 in Odessa am Wochenende
22.05.2009 - Magnus Carlsen übernimmt alleinige Führung in der neunten Runde des 5. Mtel Masters vor Veselin Topalov und Alexei Shirov +++ 3. ACP World Rapid Cup in Odessa gestartet / Naiditsch eine Runde weiter im K.O.-Turnier +++ Video-Interview mit dem frischgebackenen US-Champion Hikaru Nakamura +++ Newsletter Nr. 4 zur 4. und 5. Runde der Frankfurter Stadtmeisterschaft 2009 von Hans-Dieter Post +++ 2. Turnier des Rheinhessischen Jugend–Grand-Prix 2009 am 27. Juni in Mainz
Sofia (BUL) - Nachdem gestern nur halbe Punkte beim 5. Mtel Masters vergeben wurden, floß heute ungleich mehr Blut. Sowohl Magnus Carlsen als auch Veselin Topalov streckten jeweils mit den weißen Steinen ihre Gegner nieder. Der Norweger hielt sich an Wang Yue schadlos und die bulgarische Nr. 1 knockte den angeschlagenen Vassily Ivanchuk aus. Letzterer dürfte nun tatsächlich in der Live Top List unter 2700 fallen und damit auch nicht mehr in dieser Liste geführt werden. In der Schlussrunde kommt es zum Showdown zwischen Alexei Shirov und dem führenden Carlsen. Topalov wird auf Leinier Dominguez treffen und sicherlich auch mit Schwarz versuchen, sich auf der Zielgeraden noch den Sieg in seiner Heimat zu sichern.
Odessa - Die ukrainische Hafenstadt am Schwarzen Meer ist Austragungsort des 3. ACP World Rapid Cup. Eingeladen wurden 16 Großmeister von denen nunmehr aber nur noch 8 übrig sind, denn es wird im K.O.-System um die €10.000, die dem Sieger winken, gespielt. Grischuk, Svidler, Movsesian, Eljanov, Gashimov, Najer, Tregubov, Bacrot, Efimenko, Jakovenko, Moiseenko, Gelfand, Karpov, Gurevich, Drozdovskij und Naiditsch lautete das Starterfeld. Letzterer beispielsweise konnte sich im Tiebreak gegen Drozdovskij durchsetzen und wird morgen auf Jakovenko treffen. Nach dem heutigen Achtelfinale wird am Samstag das Viertel- und Halbfinale und am Sonntag dann das Finale gespielt. Jeweils um 11 Uhr unserer Zeit geht es los. Die Partien lassen sich über die (leider fast nur in Russisch gehaltene) offizielle Homepage oder noch bequemer auf dem Fritzserver von ChessBase verfolgen.
St. Louis - Zum Abschluss der diesjährigen US-Meisterschaft hat ICC Chess.FM ein ausführliches Video-Interview mit dem Sieger Hikaru Nakamura geführt. Jennifer Shahade und Macauley Peterson entlocken dem coolen Amerikaner mit japanischen Wurzeln im edlen Ambiente des Chess Club and Scholastic Center of St. Louis in zehn Minuten das eine oder andere Geheimnis seinen Erfolg und seine Einstellung zum königlichen Spiel betreffend. Während Nakamura beispielsweise zugibt, bei seinem ersten Titelgewinn 2005 sehr nervös gewesen zu sein, hatte er dieses Mal quasi die Ruhe weg, obwohl er nach zuletzt eher mäßigen Ergebnissen durchaus nach Saint Louis gekommen war, um (sich selbst) zu beweisen, dass er stärker spielen kann.
Newsletter FSM 2009: 4. und 5. Runde
Liebe Schachfreunde,
in 110 Jahren haben sich natürlich ein paar Geschichten und Anekdoten um die Frankfurter Meisterschaften im Schach ergeben, über die es sich lohnen würde ein Buch zu schreiben.
Da das aber auch eine Menge Zeit kostet, habe ich erstmal damit angefangen, etwas über den allerersten Frankfurter Stadtmeister, Friedrich Wilhelm Pelzer, mutmasslich aus Eppstein im Taunus kommend, herauszufinden.
Die ersten Ergebnisse hatte ich in einem regulären Newsletter vor mehreren Monaten veröffentlicht. Da auch der DSB Pressereferent zu den Lesern zählt, hat er die, wie er findet, interessante Geschichte zum Anlass genommen, diese in einem eigenen kleinen Beitrag auf der Internetseite des Deutschen Schachbundes per 17. Mai 2009 zu veröffentlichen:
Geschichte: "Unter Spionage- Verdacht des FBI?"
Vor kurzem, am 5. April, jährte sich zum 100. Mal der Geburtstag des zweifachen Stadtmeisters Otto Benkner, und seiner wurde in einem Bericht auf den Seiten des Deutschen Schachbundes gedacht. Der in Frankfurt am Main geborene Benkner wurde nach seiner Übersiedlung nach Saarbrücken dort zum stärksten Spieler, gewann elfmal die Landesmeisterschaft und nahm auch für das Saarland an drei Schach- Olympiaden teil! Er verstarb in seiner neuen Heimat im hohen Alter von beinahe 87 Jahren am 26. Januar 1996. "Zum hundertsten Geburtstag von Otto Benkner †"
Dann hat mich ein Teilnehmer auf eine Internetseite aufmerksam gemacht, die sich sehr angenehm vom sonstigen Schachangebot im WWW abhebt. Man merkt trotzdem, dass Schach nicht alles, aber schon eine ganze Menge ist. Neben dem Spiel der Spiele haben Radsport, Fotografieren, Reisen und das Schreiben darüber einen Platz nebeneinander. Der Auftritt ist benannt: "Schach und Mehr....eine Homepage, die keiner wirklich braucht"
und jeder kann für sich nun prüfen, ob der Urheber Heinz-Friedrich Cors damit Recht hat.
Es sind zwar noch zwei Partien der 4. Runde nicht gespielt (Brett 46 und 52 werden nachgespielt), jedoch verhindert das nicht die Auslosung der 5.Runde. Zusammen mit den Notationen der 4.Runde sind die neuen Paarungen Online und warten auf Abruf.
Vielleicht ein Wort zur Tischplanung, die, wie ein Teilnehmer bereits bemerkte, doch recht seltsam im Vergleich zu den Vorrunden aussieht. Aber einmal während des Turniers werden die ehemaligen Frankfurter Stadtmeister möglichst so im Meisterraum zusammengesetzt, das man die gemeinsam auf ein Foto bekommen kann. Außerdem habe ich mich entschlossen, eine Ladies Night einzuführen, was nichts anders bedeutet, als das alle weiblichen Teilnehmerinnen ebenfalls unmittelbar im Meisterraum nebeneinander spielen und somit auf ein Foto kommen.
Zur Partie der Woche wurde übrigens die Begegnung an Tisch 3 gewählt, wo Daniel Malek so lange den Damenflügel seines Gegners strapazierte, bis er endlich am Königsflügel den Monarchen packen konnte. Eine feine Leistung und etwas Glück gehören dazu, und schon ist man im Besitz eines 10 Euro-Gutscheines, einzulösen beim Ristorante an der Einfahrt zum LAZ. Guten Appetit!
IM Sven Telljohann führt nach seinem Sieg im Duell der Hessischen Pokalmeister nach Wertung vor einer fünfköpfigen Verfolgergruppe, darunter drei ehemalige Stadtmeister! Telljohann bekommt es nun mit Igor Zuyev zu tun, und das wird keine leichte Aufgabe für beide werden!
Im direkten Aufeinandertreffen der Stadtmeister von 2001 und 2004, FM Schlamp gegen FM Uwira, wage ich mal die Prognose, das wir dort kein Remis sehen werden! Titelverteidiger FM Christian Schramm bekommt es an Brett 3 mit Erwin Kaliski zu tun und ist gewarnt: der Bad Nauheimer schlug in der 4.Runde IM Klaus Klundt!
In der Teamwertung führt nach der 4. Runde erstmalig Oberursel, nachdem Heusenstamm den einen oder anderen Punkt in der 4. Runde zuviel abgab. In der Wertung der Teams, die im Mannschaftsschnitt unter 1800 DWZ liegen, führt Friedberg vor Bergen-Enkheim und Bad Nauheim 2.
Alle anderen Tabellen, Ergebnisse, Notationen, Fotos usw usw gibt es natürlich auf der Homepage der
FSM 2009
Die Stadtmeisterschaft pausiert wegen der Durchführung des Deutschen Turnfestes in der Leichtathletikhalle bis zum 15. Juni.
Gruß,
Hans-D. Post
Turnierleitung
Mainz - Im Rahmen des Rheinhessischen Jugend–Grand-Prix 2009 findet am 27. Juni das zweite Turnier der Serie statt. Gastgeber wird der Schachklub Vorwärts Orient Mainz sein. Gespielt werden im Willigis Gymnasium Mainz (Eingang von der Goldbrunnengasse) sieben Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten und die Ergebnisse fließen natürlich in die Jahreswertung ein. Start ist um 10 Uhr und erfreulich erschwingliche €3,50 Startgeld sind vorab bis spätesten 9:30 Uhr zu entrichten. Dabei bittet der Ausrichter ausdrücklich um Voranmeldung. Unerfahrenen Jungspielern wird noch das so genannte "ABC-Turnier" angeboten. Teilnahmeberechtigt sind Spieler ohne Wertungszahl (DWZ) mit
Geburtsjahr 1997 oder jünger. Das Startgeld beläuft sich auf €2,-, das Turnier ist jedoch nicht Bestandteil der Grand Prix-Wertung. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und in den Preisrängen warten zudem noch Pokale und Medaillen auf die glücklichen Sieger. Alle weiteren Informationen entnehmen Sie der offiziellen Ausschreibung.
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