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Aktuelles Tagesschach 36/09 - Trio in Nizza an der Spitze
FIDE nimmt Chess960 in Regelwerk auf!
24.03.2009 - Levon Aronian und Magnus Carlsen ziehen mit Viswanathan Anand beim 18. Amber Blindfold and Rapid Tournament gleich +++ Weltschachverband akzeptiert Chess960 und integriert es in die Laws Of Chess! +++ 5. Waldbronner Chess960 Open am 26. April / Dem Sieger winken € 500,- +++ FM Ryhor Isserman siegt im Finale des Goldenen Springers und qualifiziert sich für Dähnepokal und das Meisterturnier der Hessischen Einzelmeisterschaft

Nizza - Nur drei der zwölf heutigen Partien beim 18. Amber fanden einen Sieger. Den Weg des geringsten Widerstandes wählten die beiden Führenden in der Weltrangliste. Wer gehofft hatte, Weltmeister Viswanathan Anand und sein nächster Herausforderer Veselin Topalov würden bereits jetzt - im elolosen Raum - ein packendes Duell anstreben, wurde heute enttäuscht. Nein, sie hatten beide keine Lust, durch zu viel Risiko das Mini-Mtach und damit Prestige zu verlieren und remisierten deshalb beide Partien zeitig. Sowohl Chess960-Weltmeister Levon Aronian, der mit Sicherheit auch die im nächsten Artikel folgende Neuigkeit mit Interesse vernommen haben dürfte, und Magnus Carlsen nutzten die Gunst des Augenblicks, um mit Anand gleichzuziehen. Ersterer siegte mit 1,5 Punkten gegen Alexander Morozevich, und Carlsen tat es ihm gegen Sergey Karjakin gleich. Den dritten Sieg des Tages erntete Vassily Ivanchuk in der Blindpartie gegen Vladimir Kramnik und stößt damit aus dem Keller ins Mittelfeld der Tabelle vor.

Morgen wird es beispielsweise zum Duell Kamsky gegen Topalov kommen, in welchem der Amerikaner mit Sicherheit versuchen wird, zumindest eine geringe Satisfaktion für die Match-Niederlage in Sofia zu erhalten. Anand wird auf Morozevich treffen, Aronian auf Schlusslicht Wang Yue, und Carlsen wird sich mit Kramnik messen.

Offizielle Turnierseite / Partien (PGN)



Tabelle Rapid & Blind nach 9 Runden

Platz

Spieler Punkte
1. Viswanathan Anand (2791) 11.5
Levon Aronian (2750) 11.5
Magnus Carlsen (2776) 11.5
4. Vladimir Kramnik (2759) 10.0
5. Peter Leko (2751) 9.5
6. Gata Kamsky (2725) 8.5
Veselin Topalov (2796) 8.5
8. Vassily Ivanchuk (2779) 8.0
Alexander Morozevich (2771) 8.0
10. Teimour Radjabov (2760) 7.5
11. Sergey Karjakin (2706) 7.0
12. Wang Yue (2739) 6.5


Tabelle Rapid nach 9 Runden

Platz

Spieler Punkte
1. Levon Aronian (2750) 6.0
2. Viswanathan Anand (2791) 5.5
Gata Kamsky (2725) 5.5
4. Vladimir Kramnik (2759) 5.0
5. Sergey Karjakin (2706) 4.5
Magnus Carlsen (2776) 4.5
Veselin Topalov (2796) 4.5
8. Vassily Ivanchuk (2779) 4.0
Peter Leko (2751) 4.0
10. Alexander Morozevich (2771) 3.5
Teimour Radjabov (2760) 3.5
Wang Yue (2739) 3.5


Tabelle Blind nach 9 Runden

Platz

Spieler Punkte
1. Magnus Carlsen (2276) 7.0
2. Viswanathan Anand (2791) 6.0
3. Levon Aronian (2750) 5.5
Peter Leko (2751) 5.5
5. Vladimir Kramnik (2759) 5.0
6. Alexander Morozevich (2771) 4.5
7. Vassily Ivanchuk (2779) 4.0
Veselin Topalov (2796) 4.0
Teimour Radjabov (2760) 4.0
10. Gata Kamsky (2725) 3.0
Wang Yue (2739) 3.0
12. Sergey Karjakin (2706) 2.5



FIDE - Von Herzen gerne hätten wir erlebt, dass Robert James Fischer (*9. März 1943; †17. Januar 2008) diesen Moment mit uns hätte genießen können, doch der Geist des 11. Weltmeisters der Schachgeschichte wird niemals sterben. Neben seinen Erfolgen im traditionellen Schach geht der Amerikaner endgültig auch mit seiner Idee, die Figuren in der Grundstellung nach konkreten Regeln auszulosen, und damit die bisherige Eröffnungstheorie des Schachspiels zu umgehen, in die Geschichte des Schachs ein. Der Weltschachverband FIDE hat nach langem Zögern und dem sinnlosen Versuch, das neue Schach zunächst einfach zu ignorieren, ein Einsehen gehabt und Chess960 endlich in ihr Regelwerk integriert. Diesen schönen Erfolg heften sich die Chess Tigers mit großer Freude und Stolz an die Brust, denn während Fischer die Idee entwickelte, war es im Besonderen unser Hans-Walter Schmitt, der das riesige Potential erkannte und Chess960 nicht nur den Namen sondern auch die entscheidende Förderung gab. Aber natürlich wollen wir auch nicht unsere zahlreichen Freunde vergessen, die unermüdlich für jede einzelne der 960 Startpositionen gekämpft und allen Spöttern zum Trotz daran mitgewirkt haben, dass Chess960 seinen gerechten Einzug in die FIDE Laws Of Chess gehalten hat! In Kürze werden wir in einem seperaten Beitrag die Geschichte des Chess960 nochmals aufarbeiten, und dabei jedem Fan noch ein paar ganz besondere Leckerbissen anbieten.
FIDE Laws Of Chess (PDF)




Waldbronn - Wo wir gerade so schön im 7. Chess960-Himmel schweben, ist es den Chess Tigers eine noch größere Freude, gleich auch noch das nächste Chess960-Turnier anzukündigen. Am 26. April findet das 5. Waldbronner Chess960 Open statt. Im Waldbronner Kurhaus werden im Kampf um den großen Preis der Sparkasse Ettlingen 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 20 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug gespielt. Stattliche € 1750,- befinden sich im Preistopf, wovon der Sieger beispielsweise € 500,- erhält. Doch abseits dieser informativen Zahlen, sei Ihnen aus persönlicher Erfahrung gesagt, dass sich der Tagesausflug in die Nähe von Karlsruhe auf alle Fälle lohnen wird. Das herzliche Team rund um Organisator Rolf Zimmer und dem 1. Vorsitzenden des ausrichtenden SC Waldbronn, Clemens Linowski, zudem die ausgezeichneten Spielbedingungen, der malerische Kurpark und das für heutige Zeiten sehr moderate Startgeld sind Gründe genug, mal das Theoriebuch im Hirn abzuschalten und vom ersten Zug an selbst Eröffnungspläne zu schmieden.

Und wer bis jetzt noch nicht überzeugt ist, aber unheimlich gerne mal ein paar führende Chess Tigers in freier Wildbahn erleben möchte, der wird in Waldbronn die Gelegenheit zu einem kleinen Plausch haben, denn der oberste Tiger, Hans-Walter Schmitt und auch der Autor dieser Zeilen lassen es sich nicht nehmen, mitzuspielen. Wessen Spieltrieb und Neugierde jetzt geweckt ist, findet alle weiteren Infos in der Ausschreibung auf der neuen Homepage des Schachclub Waldbronn. Eine kleine Hilfe zur Anfahrt erhalten Sie per Klick auf die obige Karte. SC Waldbronn - Ausschreibung



Bruchköbel - Es war eine weite Anreise nach Bruchköbel - und er musste gleich 2x hinfahren. Aber sie hat sich gelohnt: Ryhor Isserman (Bild) gewann am Wochenende erstmals den Goldenen Springer. War das Viertelfinale noch etwas holprig (Stechen gegen Michael Stockmann, DWZ 2121, Sfr. Schöneck, nach einem Remis), scheinen zumindest dem Ergebnis nach die beiden letzten Runden glatt gelaufen zu sein. Er schaltete im Halbfinale Jens Gottschalk (DWZ 2253, SV Wiesbaden) und im Finale Tobias Schupp (DWZ 2008, SK Niederbrechen) aus. Vor allem die Partie gegen Jens Gottschalk war hochdramatisch und mit großem Siegeswillen gespielt. Mit 16...Sa4! 17.Sxa4 f4! 18.Lxa7 e4! steckte Isserman das Brett in Brand und opferte mutig Qualität und ein paar Bauern, um den gegnerischen König anzugreifen. Am Ende (Computer halten 23.Tc1? für den entscheidenden Fehler) mit Erfolg: 0-1 nach 36 Zügen

Gottschalk - Issermann nachspielen und downloaden

Damit ist Ryhor Isserman nach seinem Halbfinal-Platz im Jahr 2006/07 erstmals Pokalsieger in Hessen und damit für den Deutschen Dähnepokal qualifiziert. Außerdem darf er damit am Meisterturnier der Hessischen Einzelmeisterschaft teilnehmen! (Quelle: SK Bad Homburg)





Sollten Sie, werter Leser, News, Bilder, Wünsche, Anregungen, Korrekturen oder Kritik das "Aktuelle Tagesschach" betreffend haben, können Sie uns diese herzlich gerne unserem Redakteur Mike Rosa an die folgende Adresse mailen: Mike.Rosa@chesstigers.de

Chess Tigers

Published by Mike Rosa

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