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Aktuelles Tagesschach 11/09 - Topalov fordert Anand heraus
Ivanchuk mit einzigem Sieg des Tages in Linares
26.02.2009 - Veselin Topalov gewinnt World Chess Challenge gegen Gata Kamsky mit Sieg in Partie 7 +++ Vassily Ivanchuk fügt Levon Aronian zweite Niederlage zu / Grischuk weiter führend +++ Erster FIDE Women Grand Prix startet beim 2. İş Bank Atatürk Women Masters Tournament in Istanbul +++ Schachbundesliga - Die Aufstellungen von Baden-Baden, Bremen, Eppingen und Emsdetten für das kommende Wochenende +++ 13. Int. Neckar-Open in Deizisau vom 09. bis 13. April (Ostern) mit aktuell 25 Titelträgern - allen voran GM Alexander Graf (2644)

Sofia (BUL) - Das war ein waschechter Bad Beat, den Gata Kamsky in der 7. Partie der World Chess Challenge gegen Veselin Topalov einstecken musste. Aber irgendwie schwebte das Unheil angesichts der immer knapper werdenden Zeit des Amerikaners bereits über dem Brett, als noch gar nicht klar war, wer den entscheidenden Vorteil erzielen würde. Nach 29.Dd7? und der raschen schwarzen Antwort 29...a2! sah es so aus, als wäre Kamsky mit Volldampf auf dem richtigen Weg, aber dann hatte er keine Zeit mehr, alles sauber zu berechnen und musste nach Augenmaß spielen - und er verguckte sich. Statt mit 31...b4! den zweiten Freibauer auf den Weg zu schicken, zwang er Topalov förmlich zu seinem Glück. Die eben noch so starken Freibauern waren nach dem Tausch der Damen plötzlich wertlos und konnten das von Kamsky in sie investierte Material nicht kompensieren. Unmittelbar nach der Zeitkontrolle im 40. Zug ließ Kamsky einen Teil seiner Wut und Enttäuschung raus, indem er mehrfach die Hände vor's Gesicht schlug begleitet von heftigem Kopschütteln. Gute zwanzig Minuten dauerte es, bis der Geschlagene die Fassung wiedererlangte, noch ein paar belanglose Züge ausführte, um sich dann schließlich in das Unvermeidliche zu fügen. Während der ganzen Zeit zeigte Veselin Topalov keinerlei Geste des Triumphs. Trotz der sicherlich großen Freude über den vorzeitigen Matchsieg und der Chance, Welmeister Vishy Anand herausfordern zu dürfen, wusste er auch, dass ihm heute sowohl Fortuna als auch Caissa mehr als hold gestimmt waren. Unter dem Strich steht ein klarer Sieg von Topalov in Partie 2, der nicht weniger gute Konter von Kamsky in Partie 4, ein taktischer Blackout des Amerikaners in Partie 5 und heute dann der heutige Super-Gau in Partie 7. Glückwunsch an Veselin Topalov!
Homepage World Chess Challenge / Partien (PGN)

Gata
Kamsky 2725
½ 0 ½ 1 0 ½ 0 X
Veselin
Topalov 2796
½ 1 ½ 0 1 ½ 1 X


Linares (ESP) - Dem Königsinder des Führenden Alexander Grischuk begegnete Weltmeister Viswanathan Anand in der 7. Runde des XXVI Ciudad de Linares mit dem Sämisch-Angriff, den der Russe die weitere Partie über aber immer recht gut im Griff hatte, sodass man sich nach 32 Zügen einigte, den Punkt zu teilen. Die Italienische Partie kommt auf höchstem Level so gut wie gar nicht vor, aber tut sie es doch mal, ist das Interesse sogleich besonders hoch. Hatte der mit Weiß spielende Teimour Radjabov etwa eine neue Feinheit erarbeitet, mit der er Magnus Carlsen in Bedrängnis bringen konnte? Das Ergebnis spricht nicht dafür und schaut man genauer hin, sieht es halt doch wie ein stinknormales GM-Remis aus. Beide Seiten spielten ohne größere Fehler und riskierten aber auch nicht viel. Ähnliches Bild bei Leinier Dominguez und Wang Yue in ihrer Russischen Verteidigung. Zwar gaben sich beide 57 Züge lang redlich Mühe, den Gegenüber zu überlisten, aber letztlich fand die Partie ihr gerechtes Ende im Remishafen. Den Treffer des Tages landete Vassily Ivanchuk mit den schwarzen Steinen gegen Levon Aronian. Gespielt wurde ein klassischer Königsinder in dessen Verlauf Ivanchuk die etwas bessere Stellung erhielt. Schließlich sah sich Aronian genötigt, den schwarzen Angriff mit einem Figurenopfer zu besänftigen, doch danach neigte sich die Waagschale binnen weniger Züge deutlich zum Vorteil für seinen Gegner. Nach 44 Zügen gab Aronian den Widerstand auf und seinem Gegner die Hand zur Aufgabe.

Am Freitag dürfen sich die Spieler erholen, ihr Repertoire flicken, sich die schöne andalusische Landschaft angucken oder schlicht die Seele baumeln lassen. Am Samstag geht es dann in Runde 8 von 14.

Homepage XXVI Ciudad de Linares 2009 / Partien (PGN)

Runde 7 - Donnerstag, 26. Februar 2009

T. Radjabov - M.Carlsen
½
V. Anand - A. Grischuk
½
L. Aronian - V. Ivanchuk
0-1
L. Dominguez - W. Yue
½

Runde 8 - Samstag, 28. Februar 2009

T. Radjabov - V. Anand
---
M. Carlsen - L. Aronian
---
A. Grischuk - L. Dominguez
---
V. Ivanchuk - W. Yue
---

Platz

Spieler Punkte
1. Alexander Grischuk (RUS, 2733) 5.0
2. Magnus Carlsen (NOR, 2776) 4.0
Vassily Ivanchuk (UKR, 2779 4.0
4. Viswanathan Anand (IND, 2791) 3.5
Levon Aronian (ARM, 2750) 3.5
6. Leinier Dominguez (CUB, 2717) 3.0
7. Teimour Radjabov (AZE, 2760) 2.5
Wang Yue (CHN, 2739) 2.5



Istanbul (TR) - Wie der Weltschachverband auf seiner Homepage bekannt gibt, wird vom 06. bis 20. März diesen Jahres in Istanbul das erste Turnier des neu ins Leben gerufenen FIDE Women Grand Prix ausgetragen. Das İş Bank Atatürk Women Masters Tournament findet zum zweiten Mal statt und soll nun der Auftakt der Serie sein, die über insgesamt 6 Turniere und 2 Jahre laufen soll und von der FIDE und Global Chess organisiert wird. Das zweite Turnier ist Ende September diesen Jahres im chinesischen Nanjing geplant. Pro Turnier gibt es für die Gewinnerin € 6.500,-, und die Gesamtsiegerin erhält € 15.000,-. Wie bei den Herren soll der Grand Prix dazu dienen, die Weltmeisterin zu ermitteln. 2010 wird dies noch mittels eines Knockout-Turniers getan, welches ebenfalls in der Türkei über die Bühne gehen soll. 2011 dann soll die amtierende Weltmeisterin in einem Titelmatch auf die GP-Siegerin treffen. Was zunächst mal sehr positiv im Sinne des organisierten Frauenschachs klingt, kann sich allerdings rasch als platzende Seifenblase erweisen. Die Hoffnung mag zuletzt sterben, aber wenn schon die Turniere der Herren kaum Sponsoren finden und entweder abgesagt oder nach Elista verlegt werden, wie wird es im Zweifelsfalle bei der holden Weiblichkeit aussehen? Vielleicht sollten einige Top-Spieler und -innen bereits erwägen, sich in Kalmückien einen zweiten Wohnsitz zuzulegen. Don Kirsan Ilyumzhinov kann da sicherlich was drehen! Wie auch immer, über den folgenden Link kommen Sie zur Presseerklärung der FIDE nebst allen weiteren wichtigen Infos zum ersten GP in Istanbul.
FIDE Women Grand Prix / Rückblick: İş Bank Atatürk Women Masters Tournament 2008



Wie im Vorbericht zum kommenden Doppelspieltag am 28. Februar/1. März angekündigt veröffentlicht die Schachbundesliga die Aufstellungen der Teams, die in Eppingen gegeneinander antreten. Das Highlight des Wochenendes ist die Paarung OSG Baden-Baden - Werder Bremen. Dieser Kampf verspricht einer der hochkarätigsten Kämpfe in der Geschichte der Schachbundesliga zu werden.
(Georgios Souleidis)

Zur Erinnerung die Paarungen in Eppingen:

Samstag, 28. Februar, 14 Uhr, 12. Runde
SC Eppingen - Werder Bremen
OSG Baden-Baden - SK Turm Emsdetten

Sonntag, 1. März, 10 Uhr, 13. Runde
Werder Bremen - OSG Baden-Baden
SK Turm Emsdetten - SC Eppingen


Die Teams gehen mit folgender Aufstellung in die Kämpfe (in Klammern die Elozahl):

SC Eppingen
1 Sergei Tiviakov (2686)
2 Ferenc Berkes (2645)
3 Zoltan Gyimesi (2592)
4 Falko Bindrich (2517)
5 Robert Ruck (2574)
6 Peter Acs (2542)
7 Zoltan Medvegy (2556)
8 Namig Guliyev (2521)

Das ist die bestmögliche Aufstellung, wenn man bedenkt, dass Arik Braun und Csaba Balogh beim internationalen Open in Cappelle la Grande gemeldet sind. Offensichtlich sind die Kraichgauer bestrebt, insbesondere vor eigenem Publikum, den zweiten Platz in der Tabelle zu verteidigen und wie es der Vorsitzende Rudolf Eyer im Interview ausdrückte "die Qualifikation für den Europacup billigend in Kauf zu nehmen".


SK Turm Emsdetten (am Samstag gegen Baden-Baden)
1 Michael Feygin (2569)
2 Ruud Janssen (2524)
3 Wouter Spoelman (2459)
4 Daan Brandenburg (2436)
5 Anish Giri (2466)
6 Alexandr Kabatianski (2436)
7 Martin Zumsande (2411)
8 Michiel Bosman (2346)

SK Turm Emsdetten (am Sonntag gegen Eppingen)
1 Michael Feygin (2569)
2 Ruud Janssen (2524)
3 Wouter Spoelman (2459)
4 Anish Giri (2466)
5 Alexandr Kabatianski (2436)
6 Christian Richter (2403)
7 Martin Zumsande (2411)
8 Michiel Bosman (2346)

In Anbetracht der Tatsache, dass der Aufsteiger Emsdetten, die Klasse so gut wie gehalten und dass man sich wahrscheinlich schon im Voraus gegen Baden-Baden und Eppingen wenig ausgerechnet hat, verzichtet das Team u.a. auf die Spitzenspieler Mchedlishvili und Hector. Sehr erfreulich ist der Einsatz des 14-jährigen Anish Giri, der der jüngste Großmeister der Welt ist.


Werder Bremen
1 Shakhriyar Mamediyarov (2731)
2 Pavel Eljanov (2720)
3 Zahar Efimenko (2680)
4 Alexander Areshchenko (2664)
5 Laurent Fressinet (2676)
6 Georg Meier (2558)
7 Michael Roiz (2677)
8 Tomi Nybäck (2634)

Das ist die stärkste Aufstellung, mit der Bremen jemals in der Schachbundesliga angetreten ist. Im Grunde genommen ist es auch die bestmögliche Aufstellung, die der Kader hergibt, wenn man bedenkt, dass Luke McShane nur im "Notfall" eingesetzt und dass Leonid Kritz, da er in den USA studiert, wahrscheinlich gar nicht zum Einsatz kommen wird in dieser Saison. Diese Aufstellung war von Bremer Seite für den Kampf gegen Baden-Baden schon vor der Saison geplant, inklusive dem Wunsch dem "Überteam" Paroli um die Meisterschaft zu bieten. Nach dem verkorksten Saisonstart ist es aber inzwischen "einfach nur" einer der hochkarätigsten Kämpfe, der jemals in der Schachbundesliga stattfinden wird. Für Bremen geht es außerdem darum, sich für den Europacup zu qualifizieren und nach dem derzeitigen Tabellenstand kann man sich kaum einen Ausrutscher mehr leisten. Beste Voraussetzungen also für ausgekämpfte und spannende Kämpfe gegen Eppingen und Baden-Baden.


OSG Baden-Baden
1 Alexei Shirov (2726)
2 Peter Svidler (2727)
3 Michael Adams (2734)
4 Sergei Movsesian (2732)
5 Etienne Bacrot (2705)
6 Pentala Harikrishna (2659)
7 Arkadij Naiditsch (2678)
8 Rustem Dautov (2601)

Das ist die stärkste Aufstellung, mit der Baden-Baden in dieser Saison antritt. Es ist bekannt, dass Anand und Carlsen in Linares spielen und einige weitere Spieler als Sekundanten unterwegs sind, somit ist es auch fast die bestmögliche Aufstellung, die der Kader zur Zeit hergibt. Für den Meister geht es aus eigener Sicht darum, keine unnötige Spannung mehr im Meisterschaftskampf aufkommen zu lassen, die bei einer Niederlage gegen Bremen aber aufkommen könnte.

Die Aufstellungen der Teams gelten unter Vorbehalt. Falls ein Spieler kurzfristig erkranken sollte oder aus Gründen höherer Gewalt verhindert ist, darf das jeweilige Team natürlich einen anderen Spieler nominieren.

Jeder Schachfan, der in Eppingen und Umgebung wohnt, sollte sich die Leckerbissen vor Ort nicht entgehen lassen. Alle Partien werden auf Großleinwand live übertragen und der Eintritt kostet nur 3 Euro.

Alle Partien dieser und natürlich auch aller anderen Kämpfe des 12. und 13. Spieltags werden außerdem auf der Webseite der Schachbundesliga.de live übertragen.



Deizisau - Vom 09. bis 13. April (Ostern) öffnet das jährliche Int. Neckar-Open in Deizisau seine Pforten und heißt Sie zu einem der schönsten Open unseres Landes willkommen. Die Siegprämie für das A-Open (>1800) beträgt stolze € 2.500,-, im B-Open (<2000) sind es satte € 1.000,-, und selbst der Sieger des C-Open (<1400) kassiert noch € 250,-! Gespielt werden jeweils 9 Runden im Schweizer System auf edlen Holzbrettern mit Digitaluhren und einer Bedenkzeit von 2 Stunden für 40 Züge nebst einer halben Stunde für den Rest der Partie. DWZ- und ELO-Auswertung ist obligatorisch, und im A-Open können zudem Normen erspielt werden. Dass die 13. Auflage des weltweit bekannten Int. Neckar-Open in Deizisau (Raum Stuttgart) trotz des unheimlichen Jubiläums keine Katastrophe wird, dafür wird wie in den erfolgreichen Jahren zuvor wieder Turnierdirektor Sven Noppes sorgen. Der umtriebige Schwabe ist der Stellv. Vorsitzende der Chess Tigers, Team-Kapitän des deutschen Meisters OSG Baden-Baden, 1. Vorsitzender der Schachfreunde Deizisau und nationaler Schiedsrichter, um nur einige seiner zahlreichen Aktivitäten zu nennen. Das Int. Neckar-Open steht seit über einem Jahrzehnt neben dem bärenstarken A-Open und den vielen weiteren Events für ausgezeichnete Spielbedingungen, einen reibungslosen Ablauf und seine familiäre Atmosphäre nebst der typisch schwäbischen Verpflegung. Das alles möglich macht ein einmaliges Team aus zahlreichen Helfern, die sich teils rund um die Uhr teils im Schichtbetrieb wirklich rührend um jeden kümmern, der es braucht. Zudem holt Sie auf Wunsch morgens zur Runde ein Shuttle-Service vom Hotel ab und bringt Sie abends wieder wohlbehalten zurück. Dieses Turnier sollte jeder ambitionierte Schachspieler und auch Organisator mal gesehen und gespielt haben! Alle weiteren Informationen erhalten Sie ausführlich über die folgenden Links.
Offizielle Turnierseite / Ausschreibung (PDF)



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Published by Mike Rosa

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